Schlagwort: Biosphärenreservat

Nachhaltige Produkte

Praktisch gedachte Nachhaltigkeit beginnt beim Produktdesign, bei der Auswahl der Rohstoffe und Werkstoffe.

Weiter gedacht umfasst nachhaltiges Produktdesign umweltschonende Herstellungsverfahren, eine robuste Funktionalität des Produkts, eine leichte Bedienung, Reparierbarkeit und Langlebigkeit. Je schöner ein Produkt ist – Haptik, Optik, Formen – desto höher ist die Chance, dass es lange genutzt wird. Nachhaltigkeit umfasst also auch die Schönheit!

Zum Thema Nachhaltige Produkte arbeiten wir mit Hochschulen, Ministerien, Verbünden, Vereinen, europäischen Forschungsprojekten, Biosphärenreservaten und mittelständischen Betrieben.

Nachhaltiger Lebensstil

Natürlich kann man keinem Menschen vorschreiben, wie er zu leben hat und welche Produkte er konsumieren darf. Man kann allerdings die Produkte entsprechend bepreisen, um deren externalisierte Kosten dem Verursacher und dem Verbraucher zuzurechnen.

Viele städtische Coffee-Shops bieten ihre Waren „ToGo“ an – also für den Verzehr auf der Straße beim Gehen. Die Verpackung – zum Beispiel der Kaffeebecher – landen seltener in einem der öffentlichen Mülleimer, häufiger einfach auf der Straße oder im Park. Der Betreiber des Coffee-Shops muss die Entsorgung seiner Produkte nicht in die Kalkulation des Preises einrechnen, besser gesagt – er kalkuliert bereits ohne die Entsorgungskosten und ist damit immer günstiger als das klassische Kaffeehaus mit Kaffee aus der Porzellantasse.
Auch der Konsument mit dem Kaffeebecher in der Hand preist die Verpackung nicht in seinen Lebensstil ein, er legt den Becher ja im öffentlichen Raum ab und nicht in seinen privaten Müll, für den er Müllgebühren entrichtet. Weder der Anbieter des Coffee-ToGo noch der Konsument bezahlen den vollen Preis, das übernimmt die Öffentlichkeit mit ihren Steuergeldern, also auch alle die Menschen, die keinen Coffee-ToGo trinken.

Ein nachhaltiger Lebensstil beginnt immer bei der Vollkostenrechnung des Produktes – von der Herstellung bis zur Entsorgung. Und ein nachhaltiger Lebensstil kann sexy sein. Die souveräne Entscheidung für einen nachhaltigen Lebensstil ist sehr sexy, das sollten Sie Ihren Kunden einfach mal sagen.

Zum Thema Nachhaltiger Lebensstil arbeiten wir mit Ministerien, Verbünden, europäischen Forschungsprojekten und Biosphärenreservaten.

Nachhaltige Regionalentwicklung

Regionen bleiben lebensfähig, wenn die Menschen dort Arbeit finden. Arbeit finden die Menschen, wenn die Betriebe eine vernünftige Infrastruktur vorfinden.

Wer anständige Produkte zu angemessenen Preisen herstellt und verkauft, kann seine qualifizierten Mitarbeiter gut bezahlen. Dieses Geld sollte so weit als möglich vor Ort in der Region bleiben. Zum Beispiel, um sein Brot beim örtlichen Bäcker zu kaufen und den Handwerker vor Ort zu beauftragen. So entsteht eine stabile Region mit allem, was man für ein gutes Leben braucht – Gesundheitsversorgung, kulturelle Angebote, Vereinsleben, solidarisches Miteinander, Verbundenheit und Verantwortungsgefühl für seine Heimat.

Zum Thema Nachhaltige Regionalentwicklung arbeiten wir mit Ministerien, Verbünden, europäischen Forschungsprojekten und Biosphärenreservaten.

Nachhaltige Kreislaufwirtschaft

Je besser eine Region ökonomisch miteinander verzahnt ist, desto besser geht es den Menschen. Die Wertschöpfung steigt in dem Maße, wie Waren, Dienstleitungen und das Geld in der Region zirkulieren.

Der Facharbeiter Josef – er konstruiert landwirtschaftliche Maschinen in einem mittelständischen Betrieb – bezahlt mit seinem Gehalt den Klavierunterricht seiner Tochter Sofie. Der Klavierlehrer Jens bezahlt mit dem Honorar seine Miete. Die Vermieterin Gerda bezahlt mit dem Geld ihrer Mieter die Handwerker, die das Haus sanieren. Die Handwerker tragen das Geld auf den Wochenmarkt für ihre Einkäufe. Die Bauern auf dem Wochenmarkt bezahlen damit die Produkte, die Josef in seinem Betrieb herstellt. Der Betrieb bezahlt mit diesem Geld das Gehalt von Josef. So einfach ist das? Ja, so einfach ist das!

Zum Thema Nachhaltige Kreislaufwirtschaft arbeiten wir mit Ministerien, Verbünden, europäischen Forschungsprojekten und Biosphärenreservaten.

Nachhaltige Mobilität

Jeder Mensch will mobil sein. Mobilität ist eine Grundbedingung für Selbstbestimmung. Allerdings ist Mobilität auch ein Privileg – zumindest die Art der Fortbewegung. Wer sich kein Auto leisten kann oder will, der fährt eben Fahrrad oder Bahn. Viele Menschen sind heute zur Mobilität gezwungen, einfach weil der Wohnort und der Arbeitsort weit voneinander entfernt liegen oder die Arbeit viele Reisen mit sich bringt.

Bei über 50 Prozent Anteil an privat induzierten Kilometern am gesamten Kilometeraufkommen darf auch über die Kosten der Mobilität vor allem für Dritte nachgedacht werden (Feinstaubbelastung in den Städten, Parkraumbewirtschaftung).

Der Schwerlastverkehr auf den Straßen macht nachdenklich. Kann das nicht auf die Schiene? Kann das nicht auf einen Kanal? Der Billigflugverkehr macht nachdenklich. Gibt es ein Grundrecht auf ein 20 Euro Ticket von München nach Rom?

Nachhaltige Mobilität beginnt bei der Infrastruktur, die ein nachhaltiges Mobilitäts-Verhalten begünstigen. Radwege in den Städten, ein (kostenfreier) öffentlicher Nahverkehr, eine dichte Taktung der Bahnverbindungen, wo es nicht um Spitzengeschwindigkeiten von ICE´s geht, sondern um Prozessgeschwindigkeit – also robust verlässliche Anschlüsse der Züge. Es geht nicht um die Verbindung Berlin – Frankfurt, es geht um die Verbindung Hohentann – Leiblfing.

Zum Thema Nachhaltige Mobilität arbeiten wir mit Ministerien, Verbünden, europäischen Forschungsprojekten und Biosphärenreservaten.

Forschung für Nachhaltigkeit

Es gibt erfreuliche Entwicklungen an deutschen Hochschulen für Nachhaltigkeit. Insbesondere im Ingenieurwesen für das Bauen wird das Prinzip der Nachhaltigkeit von Anfang an mitgedacht (Energieversorgung, Bauen mit Holz).

Gut wäre es, das Prinzip der Nachhaltigkeit allen Studiengängen zu Grunde zu legen. Auch die Betriebswirtschaft, Jura, Medizin und die Geisteswissenschaften können in vielen Bereichen mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit bessere Fragen stellen und bessere Antworten finden.

Zum Thema Forschung für Nachhaltigkeit arbeiten wir mit Hochschulen, Ministerien, Verbünden, europäischen Forschungsprojekten und Biosphärenreservaten.

Holz ist der Werkstoff des 21ten Jahrhunderts

Holz wächst nach, Holz ist langlebig, Holz ist vielseitig einsetzbar, jedes dem Wald entnommene Holz schafft Platz für neue Bäume. Holz ist klimaneutral. Die Kaskadennutzung von Holz ermöglicht eine sehr lange Lebensdauer.

Holz ist ein nachhaltiger Naturstoff par excellence. Aus Holz entstehen Häuser, Möbel, Instrumente, Kleidung, Papier und vieles mehr. Jedes Produkt mehr aus Holz ist ein Produkt weniger aus Plastik.

Zum Thema Holz ist der Werkstoff des 21ten Jahrhunderts arbeiten wir mit Hochschulen, Ministerien, Verbänden, Verbünden, europäischen Forschungsprojekten und Biosphärenreservaten.

Nachhaltig Bauen

Nachhaltig Bauen ist langlebig bauen. Mit natürlichen Baustoffen und mit wiederverwertbaren Baustoffen.

Nachhaltige Bauten eröffnen unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten und leichte Anpassungen an neue Nutzungen. Nachhaltige Bauten bereichern das Umfeld, sie beziehen sich auf gewachsene Strukturen. Nachhaltige Bauten sind störungsarm – von der Errichtung bis zum Betrieb mit einer robusten, einfachen Haustechnik.

Zum Thema Nachhaltig Bauen arbeiten wir mit Hochschulen, Ministerien, Verbünden, europäischen Forschungsprojekten, Biosphärenreservaten und mittelständischen Betrieben.

Nachhaltig Bauen im Bestand

Bauen im Bestand ist meist die bessere Alternative als ein Neubau am gleichen Platz.

Denn in jedem Bau ist die für seine Errichtung notwendige Energie gespeichert – die Graue Energie. Bei Abriss und Neubau wird die graue Energie vernichtet, sie emittiert als Abfall, Lärm und Dreck und muss sachgerecht und Platz fressend deponiert werden.

Mit intelligenten Konzepten und dem nachhaltigen Baustoff Holz kann nahezu jeder Bau im Bestand ohne nennenswerte Beeinträchtigung seines Umfeldes modernisiert werden, während der Bauphase kann der Betrieb aufrecht erhalten werden (zum Beispiel Schulen, Krankenhäuser, Behörden) und der neue modernisierte Baukörper fügt sich in die räumliche Struktur seines Umfeldes.

Zum Thema Nachhaltig Bauen im Bestand arbeiten wir mit Hochschulen, Ministerien, Verbünden, europäischen Forschungsprojekten, Biosphärenreservaten und mittelständischen Betrieben.

Nachhaltige Kaskadennutzung

Jedes Produkt hat einen endlichen Lebenszyklus, es lebt von der Wiege bis zur Bahre – from Cradle to Grave. Das Ideal ist ein Produkt mit einem unendlichen Lebenszyklus – from Cradle to Cradle. Die Konzepte reichen hierbei vom Re-Cycling bis zum Up-Cycling.

In der Realität findet meist ein Down-Cycling statt. Aus hochwertigen Produkten werden stufenweise minderwertige Produkte.

Sind die Werkstoffe des Produktes nicht oder nur aufwendig wiederverwertbar (zum Beispiel Mobiltelefone), dann erleben wir eine kurze Kaskade der Wiederverwertung. Sind die Werkstoffe des Produktes leicht wiederverwertbar (zum Beispiel ein Holzstuhl), dann erleben wir eine lange Kaskade der Wiederverwertung.

Natürlich kann man kein Mobiltelefon aus Holz herstellen, deshalb gilt gerade für technisch komplexe Produkte höchste Sorgfalt beim Einsatz der Rohstoffe und Werkstoffe (sortenreine Wiederverwertung) und eine lange Lebensdauer.

Zum Thema Nachhaltige Kaskadennutzung arbeiten wir mit Hochschulen, Ministerien, Verbünden, europäischen Forschungsprojekten und Biosphärenreservaten.

Nachhaltige Landwirtschaft

Die Landwirte in unserem Land brauchen bestimmt keine Beratung zum Thema Nachhaltigkeit. Sie sind es, die unsere vielfältige Kulturlandschaft über Generationen bewirtschaften und bewahren. Das gelingt nur, wenn man nachhaltig wirtschaftet.

Fraglich wird es immer, wenn die politisch gesetzten Rahmenbedingungen Nachhaltigkeit verhindern. In Brasilien wird auf brandgerodeten Flächen Soja erzeugt. Dieses Soja dient in Deutschland der Schweinemast. Das Schweinefleisch wird vorwiegend nach China exportiert. Das ist bestimmt nicht nachhaltig. Die Politik zwängt Bauern in ein falsches Leben.

Es wäre gut, wenn man diese umweltzerstörenden und menschenverachtenden Produktionsmethoden bepreisen würde. Und schwupps wäre das Soja sauteuer und die Kette der Ausbeutung fällt auseinander. Doch was kostet verbrannter Regenwald? Was ist uns Regenwald wert? Was ist uns ein Schweineleben wert? Haben Chinesen ein Recht auf billiges Schweinefleisch aus Deutschland?

Muss ein Bauer dieses Spiel mitspielen? Vermutlich ja, denn es gibt kein richtiges Leben im Falschen. Das richtige Leben der Bauern beginnt bei der Herstellung qualitätvoller Lebensmittel, die zu fairen Preisen verkauft werden. Der faire Preis umfasst die Herstellungskosten der Lebensmittel zuzüglich einem angemessenen Gewinn, damit die Bauern in ihre Betriebe investieren können.

Die Lebensmittel werden vorwiegend regional verkauft, das Geld bleibt in der Region und die Wertschöpfung steigt für alle Menschen. Nachhaltige Landwirtschaft ist vernünftige und gesunde Landwirtschaft.

Zum Thema Nachhaltige Landwirtschaft arbeiten wir mit Ministerien, Verbünden, europäischen Forschungsprojekten und Biosphärenreservaten.

Nachhaltige Lebensmittel

Nachhaltige Lebensmittel sind saisonal, regional und biologisch. Nachhaltige Lebensmittel reisen nicht um die halbe Welt, so wie Pilze aus Nordkorea in den Supermarkt nach Leipzig (kein Scherz).

Nachhaltige Lebensmittel werden zu fairen Bedingungen hergestellt und entziehen dem Boden nicht mehr Wasser und Nährstoffe, als wieder auf natürlichem Weg in den Boden gelangt.
Und nachhaltige Lebensmittel vergiften nicht den Boden, in und auf dem sie wachsen. Ja, das ist eine Utopie in einer Welt mit dem Mantra der AllesImmerÜberall-Verfügbarkeit. Doch es ist eine sinnvolle Utopie.

Zum Thema Nachhaltige Lebensmittel arbeiten wir mit Ministerien, Verbünden, europäischen Forschungsprojekten und Biosphärenreservaten.

BNE – Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Bildung für nachhaltige Entwicklung umfasst ein breites Themenspektrum und ist in den 17 Zielen der Nachhaltigkeit – SDG Sustainable Development Goals – trefflich zusammengefasst.

Für uns interessant ist die Umsetzung der BNE mit ausgewählten Zielen der SDG in der betrieblichen Praxis. Je nach Auftraggeber und Mandat ergeben sich unterschiedliche Schwerpunkte unserer Perspektive und Arbeit.

Allen unseren Aufgabenstellungen gemeinsam ist die Suche nach wirtschaftlich tragfähigen Lösungen nach den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Auf Dauer von Fördermitteln abhängige Institutionen und Projekte sind nicht nachhaltig. Wer abhängig ist, kann weder frei denken noch handeln, er singt das Lied seines Herrn.

Nachhaltigkeit in der betrieblichen Praxis bedeutet unternehmerische Verantwortung und damit die Freiheit, das Richtige zu tun und dafür Menschen zu begeistern.

Zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung arbeiten wir mit Hochschulen, Ministerien, Verbünden, Vereinen, europäischen Forschungsprojekten, Biosphärenreservaten, Bildungsträgern, Bildungsanbietern und kirchlichen Einrichtungen.

Umweltbildung für Nachhaltigkeit

Umweltbildung ist ein wichtiger Teil der BNE – Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Die Umweltbildung konzentriert sich in erster Linie auf die Naturerfahrung. Die Umweltbildung richtet ihre Angebote vorrangig an Kinder und Jugendliche, doch auch an andere Zielgruppen.

Nachhaltigkeit ist eine Haltung, sie ist eine Lebenspraxis. Geübt, verinnerlicht und als Teil des Selbst empfunden entfaltet sie eine Kraft, die ein gutes Leben begünstigt.

Zum Thema Umweltbildung arbeiten wir mit Hochschulen, Ministerien, Verbünden, Vereinen, europäischen Forschungsprojekten, Biosphärenreservaten, Bildungsträgern, Bildungsanbietern und kirchlichen Einrichtungen.