All posts by Stefan Theßenvitz

Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis Bernburg

Wir arbeiten mit Mitarbeiter:innen und Partner:innen der Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis Bernburg im Rahmen einer Klausur zum Thema „Unternehmen nachhaltig gestalten“ am 9. und 10. November 2021. Die Klausur dient als Auftaktveranstaltungen für interessierte Einrichtungen, sich auf den Weg der nachhaltigen Gestaltung ihres Unternehmens zu machen.

Das Thema Nachhaltigkeit im Unternehmen ist von Anbeginn an ein Schwerpunkt unserer Arbeit. Anbei ein Link hierzu auf unserer Website. Bei Klick öffnet sich in Ihrem Browser ein neues Fenster. Unternehmen nachhaltig gestalten

Verband Deutscher Schullandheime | Sonderprogramm Kinder- und Jugendbildung, Kinder- und Jugendarbeit

Das Sonderprogramm Kinder- und Jugendbildung, Kinder- und Jugendarbeit des Bundesministeriums für Familien, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) stellt finanzielle Hilfen für Einrichtungen der Kinder- und Jugendbildung und der Kinder- und Jugendarbeit bereit, die wegen der Corona-Pandemie in eine existenzbedrohende Notlage geraten sind. Für das Jahr 2021 stehen dafür 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Eine der 11 Zentralstellen für die Mittelvergabe ist der Verband Deutscher Schullandheime. Die Arbeit der Zentralstelle konzentriert sich auf die Beratung der antragstellenden Häuser, die Prüfung der Anträge und entsprechender Nachweise, die Auszahlung der Billigkeitsleistungen und die Prüfung der Verwendungsnachweise.

Wir freuen uns sehr, dass wir im Frühjahr und im Herbst 2021 als externe Zweitprüfer der Anträge Teil des Teams des Verbandes Deutscher Schullandheime sind.

Nachhaltig wirtschaften im 21. Jahrhundert

Das Buch Nachhaltig Wirtschaften im 21. Jahrhundert – ein Aufruf zu ökonomisch klugem Handeln aus dem SPRINGER-Verlag, Wiesbaden ist erschienen und erhältlich in allen guten Buchhandlungen und natürlich online in allen bekannten Webshops – als eBook und als Printausgabe.

Mir ist das Buch ein Herzensanliegen und wenn es richtig gut läuft, dann schaffen wir einen konstruktiven und lebendigen Dialog, unsere Welt gemeinsam ein wenig besser zu machen.

Ich freue mich auf euch als Leser:innen des Buches und Zuhörer:innen im Rahmen von Lesungen. Ich freue mich auf euch als Mitgestalter:innen einer klugen Zukunft!

Euer

Stefan Theßenvitz → Mehr Infos über den Autor

Webshop-Auswahl: +++ Springer +++ Dussmann +++ Lehmanns +++ Thalia +++ Amazon +++ Weltbild +++ jpc +++ Morava +++ Barnes & Nobles +++ bol.com +++ Kinokunija +++ Thriftbooks +++  Saxo +++ AbeBooks +++ Hugendubel


Nachhaltigkeit ist unser großes Thema. Seit unser Firmengründung steht Nachhaltigkeit im Zentrum unseres Schaffens – für Unternehmen, Verbände, Non- und Low-Profit-Organisationen in ganz Deutschland und darüber hinaus.

  • 25 Jahre Erfahrung
  • Mehr als 1.000 Projekte
  • Über 200 Auftraggeber

Unsere Expertise umfasst das ganze Unternehmen. Wir arbeiten mit einer 360-Grad Perspektive, die Ihr Unternehmen vollständig erfasst.

  • Erkennen – die Unternehmens-Analyse
  • Beherrschen – das Verbessern von Strukturen und Prozessen
  • Begeistern – die Unternehmens-Kommunikation

Unser Versprechen

  • Wertschöpfung – Ihnen geht es ökonomisch besser
  • Wirksame Systeme – Sie reduzieren Reibung
  • Wohlfahrt – Ihr Beitrag für Ökologie und Soziales
  • Wertschätzung – Ihre Kunden sind begeistert

Wir beraten und begleiten Sie gerne auf Ihrem Weg zum Nachhaltigen wirtschaften:

Über das Buch

Dieses Buch beschreibt Nachhaltigkeit als Prinzip der gesunden Bewirtschaftung – dem einzigen ökonomischen Prinzip, das dauerhaft funktioniert. Der engagierte Betriebswirt Stefan Theßenvitz umreißt mit seinem leidenschaftlichen, bisweilen auch provokativen Appell an alle gesellschaftlichen Gruppen die Eckpfeiler nachhaltigen Wirtschaftens. Dabei geht es um die gesunde Bewirtschaftung des eigenen “Hauses” (Oikos); Nachhaltigkeit umfasst die Ökonomie und die Ökologie, beides gehört zusammen!

Der Autor liefert kein fertiges Konzept für den Wandel, sondern fordert den Leser auf, sich streitbar mit dem Thema auseinander zu setzen, Position zu beziehen und aktiv zu werden. Theßenvitz liefert ein Mut machendes Plädoyer, das jeden Einzelnen nachdrücklich zum selber Denken und konkreten Handeln auffordert.

Nachhaltig wirtschaften im 21. Jahrhundert – Ein Aufruf zu ökonomisch klugem Handeln
Autor: Stefan Theßenvitz
Verlag: Springer, Wiesbaden
Hardcover ISBN: 978-3-658-33756-8
eBook ISBN: 978-3-658-33757-5

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Prolog

Nachhaltigkeit ist ein schwieriges Thema, denn es ist in weiten Teilen wider die menschliche Natur. Natürlich sind wir vernunftbegabte Wesen und unser Großhirn ersinnt treffliche Lösungen, zum Beispiel das Fahrrad, die Waschmaschine und die Gewaltenteilung.

Wir Menschen sind zudem triebgesteuert und allzu oft siegt das Verlangen. Allein die Sehnsucht nach dem Shopping und nach der Urlaubsreise an einen sonnigen Strand mitten in der Corona-Situation sind Zeichen für die Dummheit der Masse.

Wir Menschen sind das alles – bedächtig und gierig, klug und dumm, solidarisch und egoistisch. Wir selbst sind es, die wir das menschliche Maß immer wieder zu verlassen suchen und kein Mensch kann je so reich sein, dass alle seine Bedürfnisse je befriedigt werden könnten.

Hier ein Beispiel für die Unendlichkeit unserer Bedürfnisse*: In den späten 1990er Jahren arbeitete ich für ein StartUp am schönen Bodensee. Die Gründer waren sämtlich Ingenieure aus der militärisch geprägten Luftfahrtindustrie mit dem Tornado und dem Eurofighter. Die Ingenieure klagten nach ihren Entlassungen ihre Patente erfolgreich ein und entwickelten nun Lösungen für den zivilen Markt. Da waren tolle Sachen dabei von Messrobotern für die Automotiv-Branche über Fahrradrahmen aus Carbon sowie Planarlautsprecher und vieles mehr. Eines Tages rief der Sultan von Brunei an, der damals reichste Mensch der Erde. Er habe von den deutschen Tüftlern gehört und er wünsche sich das Raumschiff Enterprise – aus der TV-Serie Star Trek – in seinem Palastgarten. Man tüftelte und entwickelte und nach ein paar Monaten Planungsphase beugte man sich gemeinsam über  […]

*Im Marketing spricht man von Bedürfnissen und Bedarf. Bedürfnisse gehen per definitionem gegen unendlich.

Obiger Auszug ist aus dem Buch:

Nachhaltig wirtschaften im 21. Jahrhundert – Ein Aufruf zu ökonomisch klugem Handeln
Autor: Stefan Theßenvitz
Verlag: Springer, Wiesbaden
Hardcover ISBN: 978-3-658-33756-8
eBook ISBN: 978-3-658-33757-5

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Die Leerlaufökonomie

Wie eingangs erwähnt hatte ich in den späten 1980er Jahren das Glück, ein Seminar bei Prof. Dr. Volker Stahlmann zu besuchen: Umweltorientierte Unternehmensführung. Unser kleiner Kreis behandelte so exotische – damals weltfremde – Themen wie Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung und wir gingen der Frage nach, welchen Wert man einem Singvogel zumessen könne. Wir waren die letzte Generation an der Hochschule, die die Betriebswirtschaft als eine Sozialwissenschaft beigebracht bekam. Damals kochte in Deutschland der Neoliberalismus hoch mit der absurd dämlichen Trickledown-Ökonomie und die wirklich coolen Socken mit den Ray-Ban-Sonnenbrillen und ihren gesponsorten Alfa Romeos und BMWs stürzten sich auf Finanzierung, auf Controlling und Lean-Management. Meinereiner fuhr Rad, spielte Frisbee im Park und ging gerne in den Bärleinhuter, eine Kneipe in der Nürnberger Altstadt hinter dem Henkersteg. Mehr sage ich jetzt nicht. Wer damals dabei war, weiß, was ich meine, und alle anderen will ich hier nicht langweilen.

So, genug Stories vom Krieg und zurück zu Umweltorientierte Unternehmensführung. Darin ging es auch um die Frage, wie volkswirtschaftlich betrachtet Werte entstehen und Prof. Stahlmann brachte es drastisch plastisch auf den Punkt. Ein Auto dengelt so richtig in die Leitplanke, es sind Verletzungen der Fahrerin und des Beifahrers zu beklagen, das Auto ist hinüber, die Leitplanke auch. Es kommen mit Lalülala die Polizei, die Feuerwehr, der Krankenwagen, der Abschleppwagen und es beginnt das große Aufräumen: Die Insassen ab ins Krankenhaus, der Wagen in die Schrottpresse, die Leitplanke wird ersetzt und nach der Reha der beiden Autopiloten stellen sich wieder Gesundheit und Normalität ein. Dieser Unfall produzierte volkswirtschaftlich betrachtet Wohlstand. Die Ärztinnen und Pfleger hatten gut zu tun, ebenso der Rettungsdienst, die Polizei, die Feuerwehr, die Straßenmeisterei und der Mann an der Schrottpresse. Am Ende kaufen sich die beiden ein neues Auto und alles ist wieder gut. In der Summe ging dieser Unfall als Teil des Bruttoinlandsprodukts in die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung ein. Deutschland war wieder ein bisschen reicher. Ich dachte mir so beim dritten Bier im Bärleinhuter, wenn wir jetzt alles kaputtmachen und dann wieder neu, dann müssten wir alle unermesslich reich werden. Natürlich ist das Schmarrn und das weiß auch jeder, doch genauso tickt die klassische Ökonomie. Und sie tickt immer noch so und mittlerweile ist das System noch viel perfekter geworden. Versuchen Sie doch einfach mal, Ihr Radio zu reparieren oder Ihr Smartphone oder Ihr Auto oder Ihren Kühlschrank oder Ihre Computertastatur oder […]

Obiger Auszug ist aus dem Buch:

Nachhaltig wirtschaften im 21. Jahrhundert – Ein Aufruf zu ökonomisch klugem Handeln
Autor: Stefan Theßenvitz
Verlag: Springer, Wiesbaden
Hardcover ISBN: 978-3-658-33756-8
eBook ISBN: 978-3-658-33757-5

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Nachhaltigkeit ist eine Haltung

Nachhaltigkeit ist ein Wirtschaftsprinzip – das hatten wir bereits – und jede Form von Wirtschaften basiert auf Werten. Bei mir im Bücherschrank stehen Bücher über den Sozialistischen Kaufmann aus meiner Zeit, als ich nach der Wende in den neuen Bundesländern die acht Disziplinen der Betriebswirtschaft unterrichtete und mir diese Bücher als Zeitdokumente von meinen Schüler*innen erbat; das Kapital von Karl Marx steht neben den Büchern von Friedrich August von Hayek und Milton Friedman, den Begründern der Chicago Boys. Dazu gesellt sich das sehr lesenswerte Buch von Naomi Klein, die Schock-Strategie. Natürlich steht da auch John Maynard Keynes mit seinem Konzept des Deficit Spending, das sich für die ökonomische Entwicklung unserer Bundesrepublik als segensreich erwies. Jeder dieser Autoren vertritt Werte und ausgehend von diesen Werten entwickelten sie ihre ökonomischen Theorien und Prinzipien.

Es kommt immer auf die Perspektive an, von der aus man rechnet und welche Kosten man hinzunimmt. In der neoliberal verfassten Weltordnung werden externe Kosten wie Menschenschinderei und Umweltverbrauch nicht hineingerechnet in die Produkte. Deshalb sind viele Produkte so unverschämt billig. Die Ausbeutung ist schlicht nicht eingepreist. Ich war und bin ein Freund der Vollkostenrechnung. Mit ihr wird deutlich, wer die Zeche zahlt und ob sich etwas wirklich rechnet. Nachhaltiges Wirtschaften wird ja gerne als Ad-On, als On-Top, als tolle Ergänzung zum bisherigen Wirtschaftssystem hinzugenommen. Dort dient es dann als Lack, als Setzkasten für Sonntagsreden und wirklich jeder kann sich damit bestreichen, einseifen oder andere einwickeln.

Genau das ist nachhaltiges Wirtschaften NICHT, es ist keine Ergänzung, es ist keine Weiterentwicklung von etwas Bestehendem, es ist kein Reparatursatz mit QuickFix-Tools, es ist kein Komponentenkleber, der dem Neoliberalismus die Nachhaltigkeit aufpappt und alles ist gut. Der dialektische Unsinn beginnt ja schon bei dem „Weniger ist Mehr“. Weniger kann auch falsch sein. Weniger allein ist keine Qualität per se, weniger ist ganz einfach nur weniger und mehr ist mehr. Ausbeutung ist Ausbeutung und nachhaltig ist nachhaltig. Herrschaftszeiten, ist das so schwer zu kapieren? Mehr vom Mehr kann richtig super sein, wenn das Mehr nachhaltig ist. Würde ein Controller einen Apfelbaum designen, dann würde er ihm vermutlich nur einen Apfel als Frucht zugestehen, denn dieser genügt ja für die Fortpflanzung, alles andere wäre Energieverschwendung.

Das Prinzip unserer Natur ist der Überfluss, das können Sie jedes Frühjahr bestaunen. Wenn es gut gemacht ist, dann könnte auch das Prinzip der nachhaltigen Wirtschaft […]

Obiger Auszug ist aus dem Buch:

Nachhaltig wirtschaften im 21. Jahrhundert – Ein Aufruf zu ökonomisch klugem Handeln
Autor: Stefan Theßenvitz
Verlag: Springer, Wiesbaden
Hardcover ISBN: 978-3-658-33756-8
eBook ISBN: 978-3-658-33757-5

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Nachhaltiges Wachstum

Als wichtigste Kennziffer in der Ökonomie, auf staatlicher Ebene wie auf betrieblicher Ebene, wird immer das Wachstum gehandelt: Wie viel mehr im Vergleich zum Vorjahr haben wir erwirtschaftet? Gemessen wird der Umsatz, der Gewinn, die Menge der hergestellten Produkte, manchmal auch die Erwerbstätigenquote. Die Ergebnisse in Prozent sagen uns etwas über das relative Mehr zum Vorjahr – in Form der Handelsbilanz, des Ertrages, des Outputs. Ist es mehr geworden, dann freuen sich alle, allen vorneweg die Bundesregierung, die Vorstände und die Aktionär*innen. Die Arbeitnehmer*innen freuen sich dann, wenn auch ihr Kuchen etwas größer geworden ist.

Dummerweise resultiert der deutsche Exportüberschuss nicht unwesentlich von der jahrzehntelangen Lohnzurückhaltung der deutschen Arbeitnehmer*innen. Natürlich ist die Ware aus Deutschland qualitätvoll, doch gekoppelt an den Euro – die europäische Mischwährung – profitiert Deutschland über die Maßen von diesem, denn die Produktivität der Arbeit in Deutschland ist wesentlich höher als in vielen anderen europäischen Ländern. Arbeitnehmer*innen in Deutschland produzieren einfach mehr pro Stunde als ihre europäischen Kollegen*. Müssten deutsche Produkte in Deutscher Mark bezahlt werden, so wären diese erheblich teurer, einfach, weil die Mark deutlich teurer wäre als der Euro. Deutschland profitiert also dreifach – von der Lohnzurückhaltung, der hohen Produktivität und einem relativ zur Mark schwachen Euro – zu Lasten der europäischen Partnerländer. Nicht wenige europäische Länder nennen das den dritten Weltkrieg, den Deutschland in Europa führt, denn die deutsche Wirtschaftspolitik verwüstet insbesondere die Wirtschaft der Südländer – Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und auch Frankreich. Diese Wirtschaftspolitik ist nicht nach- […]

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Nachhaltig wirtschaften im 21. Jahrhundert – Ein Aufruf zu ökonomisch klugem Handeln
Autor: Stefan Theßenvitz
Verlag: Springer, Wiesbaden
Hardcover ISBN: 978-3-658-33756-8
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Holz ist der Werkstoff des 21. Jahrhunderts

Holz wächst nach, Holz ist langlebig, Holz ist vielseitig einsetzbar, jedes dem Wald entnommene Holz schafft Platz für neue Bäume. Holz ist klimaneutral. Die Kaskadennutzung von Holz ermöglicht eine sehr lange Lebensdauer. Aus Holz entstehen Häuser, Möbel, Instrumente, Kleidung, Papier und vieles mehr. Jedes Produkt mehr aus Holz ist ein Produkt weniger aus Plastik.

Holz ist natürlich nicht per se ein nachhaltiger Naturstoff. Es kommt darauf an, wie wir das System der Holzbewirtschaftung gestalten. Natürlich sollte Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und möglichst aus der Region kommen und von Menschen bewirtschaftet werden, die mit ihrer Arbeit einen gerechten Lohn erwirtschaften. Die Holzbewirtschaftung in Italien zum Beispiel vor vielen hunderten Jahren war nicht nachhaltig. Wer heute durch Italien reist, fährt durch ein größtenteils waldarmes, teils verkarstetes Land. Das Holz wurde geschlagen für den Bau von Schiffen, es schwand dem Weideland oder wurde schlicht verbrannt, es wurden keine neuen Bäume gesetzt und schließlich wurden die Böden so schlecht, dass darauf nur noch Macchie wächst. Das ist schon spannend, daraus zu lernen. Wer sich nicht nachhaltig verhält, zerstört auf Dauer die Grundlage für nachhaltiges Wirtschaften. […]

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Nachhaltig wirtschaften im 21. Jahrhundert – Ein Aufruf zu ökonomisch klugem Handeln
Autor: Stefan Theßenvitz
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Hardcover ISBN: 978-3-658-33756-8
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Bildung für Nachhaltigkeit

Die Bildung für nachhaltige Entwicklung – BNE – umfasst ein breites Themenspektrum und ist in den 17 Zielen der Nachhaltigkeit – SDG Sustainable Development Goals – trefflich zusammengefasst. Interessant ist die Umsetzung der BNE mit ausgewählten Zielen der SDG in der betrieblichen Praxis. Jeder Aufgabenstellung gemeinsam ist die Suche nach wirtschaftlich tragfähigen Lösungen gemäß den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Doch Vorsicht! Auf Dauer von Fördermitteln abhängige Unternehmen, Institutionen und Projekte sind nicht nachhaltig. Wer abhängig ist, kann weder frei denken noch handeln, er singt das Lied seines Herrn.

In Deutschland gibt es sehr viele Projekte zum Thema Nachhaltigkeit. Damit kenne ich mich wirklich aus – so wie mit dem bereits beschriebenen nachhaltigen Bauen. Nachhaltigkeit ist ja das Ding, auf das sich vor allem fördermittelfinanzierte Umweltpädagogen, Geologen, Biologen, Diversitätsexperten (… und *innen), Klimaforschende und ganz viele andere Wissenschaftlernde stürzen und in World-Cafés und Workshops und Innovation-Camps Metaplans vollmalen und die Köpfezusammenstecken und voll kreativ sind und am Ende hat man ein Leitbild aufgeschrieben. Das Leitbild ist sprachlich unaussprechlich kompliziert aber gendergerecht, es ist belehrend und sagt allen Menschen, was sie ab jetzt zu tun und vor allem, was sie zu lassen haben. Nach dem Workshop-Camp-Café wenden sich die Teilnehmenden anderen wichtigen Aufgaben zu und das Leitbild verschwindet in der Schublade, wo es zu Recht niemand vermisst.

Ich habe es noch und noch erlebt – ein Teilnehmender hat eine großartige Idee, das Plenum ist verzückt, ein Projekt, ein Projekt, ach ja, das machen wir und frisch ans Werk sogleich, doch dann kommt immer, wirklich immer die gleiche Frage: Wo nehmen wir das Geld her? Welchen Fördertopf können wir abgreifen? Gibt es dafür Mittel […]

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Nachhaltig wirtschaften im 21. Jahrhundert – Ein Aufruf zu ökonomisch klugem Handeln
Autor: Stefan Theßenvitz
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Nachhaltigkeit braucht Grenzen

Jedes gesunde System braucht Grenzen. Dieser Satz wird Sie vermutlich mindestens irritieren; es folgt ein Beispiel aus der klassischen Betriebswirtschaftslehre. Jedes gesunde Unternehmen verfügt über Systemgrenzen. Alle Mitarbeiter*innen gehören zum System, andere Menschen nicht, sie gehören zu anderen Systemen. Innerhalb des Systems Unternehmen wirken zwei Grundprinzipien. Die Menschen arbeiten arbeitsteilig. Die Menschen arbeiten miteinander. Ein gutes Unternehmen wird sich innerhalb seines Systems keinen Wettbewerb machen, das wäre Unsinn.

Doch der Neoliberalismus trägt sein Gift des Wettbewerbs seit vielen Jahrzehnten bis in die Unternehmen hinein. Die Arbeitsteilung wird international, Arbeit wird outgesourct – wer kann wo was noch billiger herstellen? – Jede Abteilung steht im Wettbewerb des Weltmarktes und gleichzeitig im Wettbewerb mit anderen Abteilungen. Das Controlling misst den unmittelbaren Erfolgsbeitrag jeder Abteilung und jedes Mitarbeiters.

Einen frühen Höhenflug startete ein großer deutscher Automobilhersteller mit der Konzernstrategie des „Kannibalismus“. Die Doktrin lautete: Da draußen gibt es Wettbewerb, also machen wir uns den selber, jede Marke tritt gegeneinander an. Wir kannibalisieren uns selbst. Das Ergebnis ist ein hyperaggressiver, seine Kunden und Kundinnen seit dem Jahr 2000 mit ihrer Abgas-Schummelsoftware betrügender Konzern. Diese Schummelsoftware ist aus meiner Sicht ein Notwehrakt kluger Ingenieure, die dem Druck des Managements und ihrer Vorgaben nicht mehr Stand halten konnten. Mir klingt der Satz von manchem Schlitzohr und eines Möchtegern-Waffenhändlers aus früheren Tagen in den Ohren „Wenn ich es nicht mache, macht es ein anderer.“

Der Gedanke von der Aufhebung der Systemgrenzen hat den Automobilhersteller kulturell zerstört. Das Ergebnis sind dauerhaft verbranntes Kundenvertrauen, kaum verkaufbare Ware, exorbitante Strafen – zumindest in den USA – und 20 Jahre vertane Zeit für echte Innovationen.

Zurück zu den Systemgrenzen. Jeder Baum hat seine Grenze, seine Rinde schützt sein Innenleben, bei Tieren definiert oftmals das Fell seine Grenze, bei Menschen ist es die Haut. Auch bei Organismen gilt: Die Zellen und Organe funktionieren arbeitsteilig, der Organismus arbeitet im Miteinander. Wären die Systemgrenzen in Organismen vollständig offen, dann würden diese Systeme in kürzester Zeit kollabieren. Der Austausch mit der Umwelt findet umgangssprachlich gesagt selektiv und kontrolliert statt. Die Öffnung der Grenzen verfolgt stets einen Sinn, zum Beispiel den der Nahrungsaufnahme. In Unternehmen wäre das die Anlieferung von Waren. Auch eine Familie kann man als System begreifen. Ein System […]

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Nachhaltig wirtschaften im 21. Jahrhundert – Ein Aufruf zu ökonomisch klugem Handeln
Autor: Stefan Theßenvitz
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Über den Autor

Stefan Theßenvitz ist seit 1997 freiberuflicher Unternehmensberater, akkreditiert auf Landesebene und Bundesebene. Seine Arbeitsfelder umspannen Innovationen, Marktforschung, Milieuforschung, Marketing, Vertrieb, Dienstleistungsqualität, Öffentlichkeitsarbeit und Nachhaltige Unternehmensführung – für Unternehmen, Ministerien, Verbände, Verbünde, Hochschulen und Institutionen in ganz Deutschland. Er hält Vorträge, Seminare und Workshops und schreibt regelmäßig Essays zu ausgewählten Themen aus der Berufspraxis.

Nachhaltig wirtschaften im 21. Jahrhundert – Ein Aufruf zu ökonomisch klugem Handeln
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SCHLÜTER | ÜBERÖRTLICHE ANWALTSSOZIETÄT

Für das 75jährige Jubiläum des WESTFALEN-BLATT erstellten wir im Auftrag von SCHLÜTER | ÜBERÖRTLICHE ANWALTSSOZIETÄT eine halbseitige Anzeige.

Die Fotos sind von Stefan Theßenvitz, die Fotobearbeitung lag in den Händen von Marius Theßenvitz. Und jetzt viel Vergnügen mit den Fotos, die im Rahmen des Shooting entstanden sind!

Am 17. Juni 2021 erschien die Anzeige im WESTFALEN-BLATT.

Nachhaltig wirtschaften im 21. Jahrhundert – die Bildergalerie

Für das Buch Nachhaltig wirtschaften im 21. Jahrhundert verwendete ich ausschließlich Fotos, mit denen mich etwas verbindet: eine schöne Erinnerung, ein guter Gedanke, eine besondere Erfahrung, eine wichtige Erkenntnis. Ich bin die zurückliegenden 25 Jahre wirklich viel rumgekommen, meist beruflich, und es macht mir schlicht Freude, die Fotos in dem Buch hier groß und in Farbe in einer Galerie auszustellen. Die meisten Fotos sind von mir, Stefan Theßenvitz, ein paar sind von Anja Theßenvitz, Marius Theßenvitz und Adrian Theßenvitz – Familie eben. Zu jedem Foto gibt es eine Geschichte, die erzähle ich gerne bei einem Bier.

HOLZBAU WEISS | Vertrieb und Kommunikation 2021

Im Jahr 2021 führen wir unsere umfassende Beratung und Betreuung zu den Themen Vertrieb und Kommunikation für HOLZBAU WEISS fort.

Eine Vorschau auf unsere Arbeiten 2021: Vertriebsplanung, Betreuung der Website und der Social-Media-Kanäle Facebook, Youtube und Google, Schwerpunktkampagnen, Beratung und Unterstützung in den Bereichen Marketing, Vertrieb, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.

Das Ziel: Steigerung der Bekanntheit als Anbieter erstklassiger Einfamilienhäuser.

Wir beraten und betreuen HOLZBAU WEISS seit 2014.

Betriebswirtschaftliche Analyse SmartMusikschule

Entlang der Überlegungen des VDM Bundesverbandes über eine mögliche Integration von Smart Musikschule in ihr Leistungsportfolie stellt sich vor allem die Frage nach einem strukturell und ökonomisch sinnvollen Geschäftsmodell, das zum einen eine dauerhafte Tragfähigkeit gewährleistet und zum anderen dem Gemeinwohlgedanken und der Hilfe zur Selbsthilfe auf Selbstkostenbasis Rechnung trägt. Die betriebswirtschaftliche Analyse beleuchtet diese Aspekte auch auf Szenario-Basis incl. einer Analyse der Performance der Dienstleistung.

Stadt Lahr | Volkshochschule – Mediathek – Kulturamt – Musikschule

Wir arbeiten ab Mai 2021 gemeinsam mit den Kultur- und Bildungseinrichtungen der Stadt Lahr – Volkshochschule – Mediathek – Kulturamt – Musikschule an deren synergetischem Zukunftsentwurf. Der Ausgangspunkt ist der geplante Neubau der Mediathek in Lahr.

Unsere Arbeitsschritte:

  1. Standortanalyse Lahr | Strukturdaten der Region, Zielgruppen, Milieus, Prognosen
  2. Zukunft vergegenwärtigen | Mission, gemeinsame Ziele und Teilziele
  3. Konzertierte Wege in die Zukunft | Synergetische Strategien und Handlungsfelder
  4. Der eigene Beitrag zum großen Ganzen | Handlungsfelder der Einrichtungen

TUM – Technische Universität München | Existenzgründerseminar SS 2021

Auch im SS 2021 stehen wir der Technischen Universität München als Marketingpaten zur Verfügung – Fakultät für Informatik, Prof. Dr. Michael Gerndt, Institut für Informatik, Lehrstuhl für Rechnerarchitektur & Parallele Systeme.

Wir beraten, betreuen und begleiten Studenten seit 1997 im Rahmen des hochschuleigenen Seminars Firmengründung.

Unsere Aufgaben im SS 2021

Vom Wert des Menschen

Vielleicht erinnert sich der oder die eine oder andere geneigte Leserin an die Zeit in den 1990ern, als man daran ging, den Wert eines Singvogels zu ermitteln. Frederic Vester kam 1996 auf 300,00 DM, also rund 154,00 Euro für ein Blaukehlchen und heute erschallt die frohe Kunde: Der Wert des Menschen ist ebenfalls ermittelt, Halleluja!

Wir lernten ja in der Corona-Pandemie, dass der Wert eines Menschenlebens als absolut zu setzen ist, und wir alle reißen uns mordsmäßig zusammen, um unsere Alten und Schwachen zu schützen. Alle damit zusammenhängenden ökonomischen Folgen sind Peanuts, denn neben dem Absoluten ist alles klein.

Und das Wunder geschah auch Dank der langjährig aus Steuermitteln geförderten Grundlagenforschung im Bereich genbasierierter Vakzine: BionTech und anderen gelang es in Windeseile, einen hochwirksamen Impfstoff zur Marktreife zu entwickeln. In nur einem! Jahr, das ist wirklich großartig und dafür herzlichen Dank und Gruß an das Ehepaar Uğur Şahin und Özlem Türeci und eure Mitstreiter*innen.

Tja, wie gesagt, der Impfstoff ist nicht das Thema, es ist das Impfen. Wir leben ja inmitten der größten Menschheitskatastrophe im 21ten Jahrhundert – laut Storytelling unserer Bundesregierung mit dem Autorenkollektiv SeehoferKerberKölbl – und wir glauben das alle und fürchten uns und schützen uns und bangen und hoffen auf Erlösung. Doch er kommt nicht, der Impfstoff.

Die Europäische Union schwang tapfer ihr scharfes Verhandlungsschwert und schmiss sich in die Bütt, denn die geforderten 54,00 Euro pro Dosis von Biontech waren den Verhandlern vieeeeel zu teuer. Es wurde zäh gerungen und verhandelt und schließlich zwang man die gierige Pharmalobby in die Knie, denen zeigte man es so richtig und müde und zittrig von der Anstrengung wochenlanger Verhandlungen und voller Stolz präsentierte man den Europäerinnen und Europäern das Ergebnis. 12,00 Euro pro Dosis BionTech/Pfizer. Und die anderen Vakzine gibt es noch billiger zu haben. Pro Dosis erhält Astra Zeneca: 1,78 Euro (Hurra, ein Schnäppchen!), Johnson & Johnson erhält 6,95 Euro, Sanofi-GSK erhält 7,56 Euro, Curevac runde 10,00 Euro. Nur Moderna liegt extrig bei exklusiven 14,70 Euro.

So ging die Zeit ins Land und in den deutschen Pflegeheimen wurde weiter still gestorben und einige andere Länder waren voll unsolidarisch und zahlten den verlangten Preis ohne Verhandlungen und impfen wie die Weltmeister. Hach USA, hach Großbritannien, hach Isreal, wie sehnsuchtsvoll richtet sich unser Blick nach euren Gestaden. Ihr zahlt den vollen Preis und ihr werdet als erstes bedient.

Es ist nun einmal so in der Ökonomie: Es gibt Angebot und Nachfrage und wenn die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt und das Angebot wirklich dringend gebraucht wird – zum Beispiel wenn es um Leben und Tod geht – dann ist Verhandeln eine saudumme Idee. Dann schubst Dich der Dealer einfach ans Ende der Schlange. Und all das hat mit Moral gar nichts zu tun, es ist Business.

Nur mal so gesetzt den Fall, Deutschland hätte Biontech die volle Summe bezahlt, dann lägen wir mit 54,00 Euro je Dosis und 82 Millionen Einwohner*innen bei 4,428 Milliarden Euro. Das ist ein Batzen Geld, das gehe ich mit. Huch, da schiebt sich doch glatt eine Erinnerung in mein Bewusstsein: Erhielt nicht die Lufthansa eine Corona-Hilfe von 9 Milliarden Euro? Natürlich haben auch andere Corona-Hilfen erhalten, doch bleiben wir einfachheitshalber bei der Lufthansa. Ach ja, und die Lufthansa entlässt gerade so rund 10.000 Mitarbeiter*innen von ihren 135.000 Mitarbeiter*innen, das sind roundabout 7,4%. Klar, in der Krise müssen wir alle den Gürtel enger schnallen.

Die Pointe erscheint mir so ungeheuerlich, dass ich sie wahrscheinlich versemmeln werde. Wir so (die Menschen in Deutschland) erhalten KEINEN sauteuren Impfstoff für knapp die Hälfte der Unterstützung der Lufthansa. Stattdessen warten wir jetzt, während wir die dritte Corona-Welle absurfen, auf den Impfstoff für 12,00 je Dosis oder weniger. Deutschland kommt dann mit 1 knappen Milliarde Euro für die Vakzine davon. Das hast Du toll gemacht, Deutschland, Bravo Europäische Union, ihr habt uns über 4 Milliarden Euro gespart. Selbst wenn BionTech 100,00 Euro pro Dosis aufgerufen hätte und wenn wir alles mal zwei rechnen für zwei Impfungen pro Nase wären wir günstiger rausgekommen als mit der Lufthansa-Hilfe.

Ja und die Menschen, die da weiter so vor sich hinsterben und still Pleite gehen? Jo mei, dann tragt halt zwei Masken übereinander, dann hört man auch das Schimpfen nicht so laut. In Bayern sagt man dazu lakonisch: Mit Schwund muast rechnen.

Sie, wissen Sie was, ich habe Null Bock, mich darüber aufzuregen. Ich würde ja liebend gerne dem Şahin, Uğur und der Türeci, Özlem einen Brief schreiben.

Liebe Özlem,
Lieber Uğur,

gerne bestelle ich euren fabelhaft wirksamen Impfstoff direkt bei euch. Selbstverständlich bezahle ich wie von euch angeboten, gerne auch mit Vorkasse. Schickt bitte die fünf Dosen in einer hübschen Kühlbox mit UPS. Der Fahrer weiß Bescheid und die Tiefkühlung steht bei uns im Carport, falls wir gerade nicht da sind. Und wisst ihr was, ich runde auf 100 Euro pro Dosis auf, denn das ist mir meine Familie wert und ich mir auch und vielleicht motivieren euch die 100 Euro pro Dosis, die Lieferung rasch zu veranlassen. Das Spritze setzen haben wir mit Youtube-Videos geübt, das läuft super und in drei Wochen schickt ihr bitte die zweite Lieferung.

Bleibt gesund und munter, Euer

Stefan Theßenvitz

Jetzt will ich doch noch wissen, was man für 12,00 Euro so alles bekommt. Unsere Gastwirtschaft um die Ecke hat dafür ein knuspriges halbes Hendl mit Kartoffelsalat im Angebot incl. einer Flasche regionales Bier – natürlich ToGo. Und wissen Sie was, das bestelle ich mir jetzt und für meine Frau auch und dann denken wir über den Wert des Menschen nach und dann hauen wir über diesen Irrsinn ein Ei und dann machen wir eine Flasche hiesigen Weißwein auf (für 12,00 Euro gibt’s dafür zwei Flaschen besten Stoff direkt ab Winzer) und dann die zweite Flasche und dann feiern wir mit lauter Musik, denn wer es sich während Corona schlecht gehen lässt, ist selber schuld.

Wiesentheid, 24. Februar 2021

Nudging und die schwarze Magie

Nicht wirklich im Licht der Öffentlichkeit arbeitet die Bundesregierung unter Angela Merkel seit 2015 mit dem Konzept des liberalen Paternalismus. Über das Nudging und dessen „weißer Seite der Magie“ schrieb ich bereits – mehr dazu lesen Sie hier: https://www.thessenvitz-unternehmensberatung.de/nudging-und-weise-interventionen-methoden-wirksamer-kommunikation/.

Ein paar Beispiele zum Nudging

  • Sie fahren mit Ihrem Auto auf eine geschlossene Ortschaft zu und sie sehen auf einer Tafel ihre aktuelle Geschwindigkeit. Liegen sie über der erlaubten Geschwindigkeit, dann blinkt es rot oder ein schlechtgelauntes Smiley erscheint, liegen sie mit Ihrer Geschwindigkeit drauf oder drunter der erlaubten Geschwindigkeit, dann blinkt es grün oder das Smiley lächelt.
  • Bei einem Übernachtbesuch bei Freunden stieg ich morgens auf die Waage im Bad der Gastgeber. Statt meines Gewichts in Ziffern erschien auf der Waage der Text „Zu fett!“. Ja, sagte die Gastgeberin, sie hätte die Waage so eingestellt, das würde sie motivieren.
  • In vielen Kantinen finden Sie mittlerweile die Süßspeisen in der zweiten und dritten Reihe hinter dem Joghurt und dem Obst. Es ist ein wenig anstrengender und unbequemer geworden, an Süßes zu kommen. Der Absatz von Süßspeisen in diesen Kantinen geht signifikant zurück.
  • Ein Mehrgeschosser-Neubau in Frankfurt verfügt über vergleichende Mess-Systeme des Energieverbrauchs. Ich kann in meiner Wohnung jederzeit meine Energieperformance mit anderen Wohnungen vergleichen und erfahre schnell mein Ranking und ob ich die Umweltsau oder der Umweltprimus im Haus bin.
  • Naja, der Veggie-Day der Grünen entspross auch dem Nudging, das ging wie bekannt gründlich daneben. Wobei die Botschaft echt gut gemeint war. Esst mehr Obst und Gemüse.

Nudging macht die Welt besser

Wir halten fest: Nudging entlastet das Denken und begünstigt gute Entscheidungen: Kontrolle des Körpergewichts, mehr Bewegung (Fitness-Apps sind Nudging-Werkzeuge), Ernährungsverhalten, Steuerehrlichkeit (gute Formulare führen zu mehr Steuerehrlichkeit), Fahrverhalten (Tempolimits), Wahl der Transportmittel (CO2-Emissionen), Energie- und Wasserverbrauch, Altersvorsorge und Finanzen. Soweit zur weißen Seite der Magie des Nudging und diese Seite ist auch ganz toll, denn sie macht die Welt besser.

FakeNews brennen zweimal

Blicken wir auf die andere Seite des Nudging, auf dessen schwarze Seite. Hier erleben wir seit vielen Jahren die Zunahme von FakeNews: aus parawissenschaftlichen Erkenntnissen, präzise verstümmelten Ausschnitten aus Studien oder gleich gefakten Studien, irgendwelchen Autoritäten (gerne im Businessanzug oder im Arztkittel, auch Ökoschlabberlock und unkonventionelle Haartracht erzeugt milieuspezifische Vertrauensvorschüsse!) und deren überhöhter Inszenierung in sozialen Medien wird ein scharfes  Verschwörungsgulasch angerührt – reichlich gewürzt mit Halbwahrheiten aus der Tagespolitik. Wir wissen ja, ein gutes Gulasch brennt zweimal, beim Reinschlürfen und beim Ausscheiden.

Nudging macht die Welt schlechter

Die dort angerichtete Bedrohung führt zu urweltlichen Reflexen: wir bekommen es mit der ANGST zu tun. Und wer Angst hat, ist leicht manipulierbar. Wer Angst hat, sehnt sich nach Rettung. Satan sei Dank ist diese in FakeNews immer sofort zur Stelle. In Dreiwort-Sätzen, in Schuldzuweisungen, in Allmachtsphantasien und all dem Endzeit Bling-Bling – natürlich immer mit der Lichtgestalt, die uns ihre gütige Hand reicht. Soweit zur schwarzen Seite der Magie des Nudging und diese Seite ist ganz furchtbar, denn sie macht die Welt schlechter.

Schuld und Strafe

Blicken wir auf – richtig geraten – Corona und die Strategie unserer Bundesregierung zur Bewältigung dieser (so sorry, da ist ja gar keine) – also gut, blicken wir auf die Kommunikation unserer Bundesregierung in der Corona-Pandemie. Mich wundert schon seit Monaten der grobe Ton, der mir als Bürger regierungsseitig entgegenschlägt und die Hochrechnungen und die plastischen Darstellungen des bevorstehenden Massensterbens und dass ich Schuld bin, ja ich und deshalb muss ich um 9 ins Bett und wie furchtbar alles immer weiter eskaliert und es gibt nur eine Rettung: verkriech Dich zu Hause, lass niemanden rein und geh´ nicht raus.

Ihr wollt, dass ich Angst habe

Mir machen diese Nachrichten ANGST, ehrlich. Und so wie es aussieht, ist das Teil der Kommunikations-Strategie der Bundesregierung. Die Bundesregierung will, dass ich Angst habe und sie macht ihre Arbeit gut. Denn die Angst, das Misstrauen, die Unsicherheit sind mitten unter uns und beherrschen den Diskurs. Gehört wird eigentlich nur noch, wer noch mehr Angst verbreitet. Ich nenne das jetzt mal das SKK-Syndrom – SeehoferKerberKölbl. Es ist Teil unserer Alltagswirklichkeit. Ich will hier echt keine Sau durchs Dorf treiben und ich unterstelle wirklich jedem Menschen erstmal gute Absichten, doch das Ergebnis der Kommunikationsarbeit ist schon gruselig. Dazu meine Oma: „Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.“ Das sagte sie gerne, wenn ich den Vorsatz anstelle der Tat zur Geltung bringen wollte. Den Satz entlieh sie augenzwinkernd George Bernard Shaw.

Jetzt nehmen wir den Vorsatz beim Schopf. Das regierungsseitige Story-Telling mit den erstickenden Menschen vor verschlossenen Krankenhaustüren und den traumatisierten Kindern, deren Oma sterben musste, weil sie sich nicht die Hände gewaschen haben, ist Teil einer bewussten Beeinflussung meiner Seele, um einen Worst-Case zu verdeutlichen. Dafür brauche ich kein Corona, dass mir hier der Atem stockt. Dieses Story-Telling rührt bewusst an unsere Urängste: Ersticken und nicht zu heilende Schuld. Das ist das Tor zur Hölle. Das ist die schwarze Seite des Nudging. Ich werde manipuliert, damit ich Angst bekomme damit ich tue, was man mir sagt. Kann sich unsere Bundesregierung nicht vorstellen, die Bürger vernünftig und sachlich zu informieren? Traut man uns Bürgern keine aufgeklärte Haltung zur Realität zu? Ich habe einmal gelernt, dass Kommunikation mehr über den Sender als über den Empfänger offenbart.

Die Neutronenbombe ist gezündet

Über das emotionale Erschrecken hinaus erkenne ich, dass sich unsere Bundesregierung der gleichen Methoden bedient wie die FakeNews-Branche: Überwältigung, Erregung, Schock, Angst und Misstrauen als Kommunikations-Strategie. Verstehen sie, was sie damit anrichten? Den kompletten Vertrauensverlust, die Hinwendung zu Bewegungen mit den einfachen Antworten, die Verunmöglichung des differenzierten Diskurses, die Ausgrenzung jedes Menschen, der minimal anders tickt. Ich sage es jetzt doch: ich vergleiche die Corona-Pandemie mittlerweile mit einem Krieg. Corona ist wie eine Neutronenbombe, die in der Atmosphäre gezündet wird. Die Häuser bleiben stehen, doch das Leben stirbt leise, jeder verstrahlt in seinem Loch. Hiram Johnson, US-amerikanischer Politiker brachte es auf den Punkt: „Das erste Opfer des Krieges ist die Wahrheit.“

Die Wahrheit kämpft mit den falschen Waffen

Wenn die Wahrheit stirbt oder einfach der Mut zur Wahrheit, wenn der Gedanke der Aufklärung stirbt und der oft auch lästige aber bitter notwendige Diskurs (auch mit Deppen), wenn die Sache hinter der Ideologie verschwindet, dann ist schnell Schluss mit Demokratie. Wenn man sich der Methoden der Feinde unserer Demokratie bedient, um diese Feinde zu besiegen, dann ist das ein Fehler. Den Feind mit seinen eigenen Waffen schlagen ist so ziemlich der größte Blödsinn, den man glauben kann und ein echter Brüller auf jeder guten Militärakademie. Denn der Feind ist nur dann zu schlagen, wenn wir ihn in eine Schlachtordnung und Waffenwahl zwingen, in der wir überlegen sind (das gilt übrigens auch für Fußballspiele). Woran bitte soll man denn die Wahrheit erkennen, wenn sie sich im schmierigen Gewand des verschlagenen Angstmachers von hinten anschleicht und ihren stinkigen Atem in unsere Ohren haucht?

Der Ton macht die Musik

Ich lege Ihnen die Tagesschau vom 9. Dezember 1980 ans Herz, die gibt es bei Youtube in voller Länge zu sehen https://www.youtube.com/watch?v=FuVFArDaocU. An diesem Tag wurde John Lennon ermordet. Das war eine schreckliche Nachricht, nicht nur für Beatles-Fans. Der Bericht darüber wurde in der Tagesschau als letzte vor dem Wetterbericht gesendet. Das wäre heute bestimmt anders. Der Tod John Lennons wäre der Aufmacher, doch mir geht es um was anderes: mir geht es um den TON in der Tageschau, dieses trocken spröde Sachliche, Unbeteiligte. Heute unvorstellbar, da gäbs mordsmäßig Pipi in den Augen der Moderatorinnen und Moderatoren zu sehen – in groß und Slow-Tränen-Kullering in Farbe. Diesen sachlich überlegten, distanzierten und gerne auch kühl-unbeteiligten Ton brauchen wir wieder, und zwar dringend. Es geht darum, die Wahrheit und die Tatsachen anständig zu kleiden. Es geht um unsere Vertrauenskultur!

Corona ist mittlerweile ein politisch-gesellschaftliches Phänomen. Es liegt an uns, in welcher Welt wir nach Corona aufwachen wollen. In Erwartung sachlicher Informationen und Handlungsempfehlungen mit Augenmaß verbleibe ich für diesmal etwas aufgewühlt, Ihr

Stefan Theßenvitz

Wiesentheid, 24. Februar 2021

Sieben mögliche Post-Corona Gesellschaften

Im Winter 2021 mitten in der zweiten Corona-Welle und in Erwartung einer dritten und vierten Welle und möglichen Virus-Mutationen aus Großbritannien, Südamerika und Südafrika verdichtet sich die Erkenntnis, dass unsere Welt nach Corona eine andere sein wird. Die Pandemie ist ein epochales Ereignis und sie hat das Zeug dazu, die Welt grundstürzend zu verändern. Klar, die einen wollen zurück ins alte Gleis, die anderen wollen alles neu gestalten, jedes Grüppchen kocht sein Süppchen und alle wollen das Beste für ihre Zukunft.

Doch so einfach ist das nicht mit der Zukunft. Zum einen sind wir alle gefangen in der normativen Kraft des Faktischen – alles was wir tun, verstärkt die Wahrscheinlichkeit auf dessen Wiederholung. Zum anderen zeichnet sich eine Bifurkation ab – die Umstände erzwingen eine qualitative Zustandsänderung in unserem System.

Unser System funktioniert wie jedes organische System nichtlinear. Über exponentielle Verläufe haben wir ja im letzten Jahr eine Menge gelernt: Aus 1 werden 10 werden 100 werden 1.000 und so weiter. Am Anfang ist die Veränderung kaum wahrnehmbar, doch dann geht es rasend schnell. Ein möglicher exponentieller Verlauf kann in ein völlig neues Gleichgewicht münden – es wird vorstellbar, dass unsere Welt im Jahr 2025 eine völlig andere sein wird.

Das Faszinierende an organischen Systemen ist ja, dass sie immer nach Balance streben und innerhalb der Balance nach Wachstum und Vielfalt. Wird das Wachstum durch externe Faktoren gestört, kann das System schlagartig kollabieren – aus diesem Chaos entsteht wieder etwas Neues.

Mit jedem Tag, in dem sich das Corona-Virus tiefer in unsere Welt hineinarbeitet, nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass die Pandemie noch länger dauern wird – das Wettrennen zwischen Virus-Mutationen und geeigneten Impfstoffen ist noch nicht entschieden. Denn schlussendlich entscheidet sich das Wettrennen nicht mit dem Impfstoff, sondern mit dem zügigen und vollständigen Impfen der „Herde“.

Jetzt kommen wir Menschen ins Spiel und die Gestaltung unserer Zukunft. Eines sehen wir bereits klar. Unsere Welt wird digitaler werden und hier passiert schon viel in Deutschland. Doch darüber hinaus wird es schon neblig. Unsere Zukunft hängt entscheidend davon ab, ob wir unsere Welt gestalten wollen und wie wir sie gestalten wollen. Für die Gestaltung unserer Welt brauchen wir dreierlei:

  • Zum ersten sind da unsere Fähigkeiten zum Gestalten – unser handwerklichen Fähigkeiten. In Stichworten: Aufgeben, Restaurieren, Verteidigen, Schützen, Gestalten, Verändern. Ja auch das Aufgeben ist eine handwerkliche Fähigkeit beziehungsweise die Negation der Fähigkeit, doch am Anfang liegt immer die Entscheidung, was ich unternehme. Das Aufgeben – das Nicht-Gestalten – ist auch eine Form der Gestaltung, denn es führt zum Gestaltet-Werden.
  • Zum zweiten ist da unser Willen zum Gestalten – unsere mentale Verfassung. In Stichworten: Resigniert – Mutlos – Pessimistisch – Passiv – Ängstlich – Vorsichtig – Kontrolliert – Trotzig – Unruhig – Aggressiv – Mutig – Neugierig – Zuversichtlich – Optimistisch – Tatenfroh – Aktiv. Ja, ich kann auch mutlos gestalten, das wird dann halt nix, doch ich kann auch tatenfroh an die Gestaltung herangehen. Es ist meine Entscheidung.
  • Und zum dritten ist da unsere Vorstellungskraft – unsere Fähigkeit zur Imagination. In Stichworten: Kopieren – Anpassen – Verbessern – Optimieren – Kombinieren – Transformieren – Erfinden. Verfügen wir über keine Vorstellungskraft, dann werden wir die Vergangenheit kopieren oder vielleicht ein bisschen optimieren, verfügen wir über die Kraft (die Gabe?, den Mut?) der Imagination, dann können wir die Welt neu erfinden.

Innerhalb des Koordinatensystems <Handwerkliche Fähigkeiten>, <Mentale Verfassung> und <Vorstellungskraft> findet die Zukunft statt, die wir gestalten. Für die Schaffung einer nachhaltig agierenden Gesellschaft benötigen wir – Sie ahnen es – herausragende handwerkliche Fähigkeiten, einen starken unbeugsamen Willen, der auch in schwierigen Phasen den Kurs hält und insbesondere benötigen wir eine Vorstellungskraft, die über das bereits Gedachte weit hinausgeht und den Mut hat, etwas völlig Neues zu denken.

Das Problem des Neu Denkens ist ja immer, dass man versucht ist, dieses Neue und seine Chancen und Risiken mit alten Werkzeugen und Methoden zu bearbeiten, zu messen und zu bewerten. Und die alten Methoden liefern natürlich alte Antworten: „Das Neue kann unter den Prämissen des Alten nicht funktionieren, also lassen wir es.“ Deshalb fragt man keine Frösche, wenn man einen Sumpf trockenlegen will.

Es gibt da in meiner Branche ein Bonmot: „Wenn ich etwas nicht will, dann lasse ich es rechnen.“ Der böse Satz bezieht sich auf Innovationen, auf Projekte, auf Neues. Der Satz bezieht sich auf alles, von dem der Vorstand, die Geschäftsführung oder die Investoren nicht überzeugt sind.

Wir könnten jetzt fragen, wer ist denn der Vorstand, die Geschäftsführung oder die Investorin unserer Welt? Wer kann das Neue denken? Wer kann das Neue rechnen? Nun ja, das sind Sie – ja Du, liebe Leserin und lieber Leser. Wer denn sonst bitte? Ich bin ja ein Freund der Selbstermächtigung und jetzt gebe ich Ihnen zwei Gedanken mit auf den Weg, ohne allzu biblisch zu werden.

„Im Anfang war das Wort“, so steht es am Anfang des Johannesevangeliums. Ich verstehe darunter, dass wir im Zuge der Schöpfung diese zuallererst denken und benennen können müssen. Dann können wir sie auch schaffen und gestalten.

In der Apostelgeschichte 3, 1 – 10 wird von Jesus berichtet, der zu einem Gelähmten sprach: „Steh auf und geh!“. Da stand der Gelähmte auf und ging. Verstehen Sie die Wucht seiner Worte? Jesus sagte nicht „Ich trage Dir den Arsch nach.“ Er sagte „Steh auf und geh!“.

So, und jetzt erzähle ich Ihnen von den sieben möglichen Post-Corona Gesellschaften. Als Erzählform wähle ich die Methode des Szenarios. Das Szenario entstammt der Commedia dell’arte – der Stehgreifkomödie – die Mitte des 16. Jahrhunderts in Norditalien erfunden wurde. Die Commedia dell’arte zeigte Frauen zum ersten Mal als gleichberechtigte, wenn nicht gar überlegene Figuren auf der Bühne, doch das nur am Rande. Ein Szenario beschrieb die Rahmenhandlung, alles andere war Improvisation.

Heute verwendet man Szenarien, um mögliche Zukünfte zu beschreiben. Szenarien geben uns eine Vorstellung davon, wie Zukünfte aussehen können. Ob und in welcher Ausprägung diese Zukünfte Wirklichkeit werden, hängt im Wesentlichen von unseren Fähigkeiten, unserer Verfassung und unserer Vorstellungskraft ab. Szenarien dienen uns dazu, Bedrohungen und Chancen zu erkennen. Szenarien dienen uns dazu, etwas Nicht zu wollen oder es mit ganzer Kraft zu wollen. Szenarien öffnen den Blick für das Mögliche und sie geben uns die Kraft, eine gute Zukunft gestalten zu wollen. Szenarien dienen uns dazu, auf der Grundlage von Tatsachen, Wahrscheinlichkeiten und Möglichkeiten selbstbestimmt zu handeln. Es liegt an uns, welche Zukunft wir wollen!

Die folgenden sieben Szenarien sind eine extrem verkürzte, plakative Darstellung möglicher Zukünfte. Nichtsdestoweniger sind alle Szenarien präzise durchdacht. Sie gründen auf ausgiebigen Recherchen, Experteninterviews und Beobachtungen der aktuellen Zeitläufte. Alle Gedanken sind als Stichworte notiert, einfach weil ich will, dass diese Ihre Fantasie und Vorstellungskraft anzünden und Sie anregen, selbst weiter zu denken.

Der Zusammenbruch
Die atomisierte Clan-Gesellschaft

  • Insolvenzwellen reißen die Wertschöpfungsketten auseinander
  • Zusammenbruch des Mittelstandes
  • Massive Verarmung breiter Bevölkerungsgruppen
  • Das politische System kollabiert – Verweigerung des Vertrauens
  • Das Finanzsystem kollabiert – Vertrauensverlust in den Euro
  • Die öffentliche Versorgung bricht zusammen
  • Clanstrukturen etablieren sich im Machtvakuum

Zur Hölle mit dem Wandel
Die restaurierte Endzeit-Gesellschaft

  • Kampf um die Wiederherstellung des Prä-Corona-Wohlstandes
  • Investitionen in höhere Produktivität – ökonomisch gestützter digitaler Wandel
  • Ankurbelung des privaten Verbrauchs – steuerliche Anreize für E-PKW und Hausbau
  • Konzentration der öffentlichen Mittel auf Stützung und Stärkung der Wirtschaft
  • Stärkung der Eigenverantwortung der Bürger*innen – Gesundheit, Bildung, Vorsorge
  • Rückzug des Staates auf Kernleistungen – massive Einsparungen im Sozial- und Kulturbereich
  • Restauration der Werte – Rückkehr der alten Welt-Ordnung (Familie, Leistung, Patriachat)

Für immer Krise
Die hypernervöse Misstrauens-Gesellschaft

  • Jede/r und alles ist potenziell gefährlich
  • Verengung des Toleranzkorridors – jede Abweichung kann eskalieren
  • Alles kann jederzeit außer Kontrolle geraten – der Fluch der Exponentialfunktion
  • Aggressive Durchsetzung von Sofortmaßnahmen – die Dominanz der Kurzfristigkeit
  • Die neue Klugheit des Misstrauens: Vertrauen, langfristiges Denken, Partnerschaften sind dumm
  • Alles wird immer hinterfragt – Demokratie, Wirtschaftssysteme, Normen, Spielregeln
  • Alles muss bewiesen werden – was nicht bewiesen werden kann, ist gelogen

Primat der Sicherheit
Die Sicherheit-über-alles Gesellschaft

  • Nationen im Aufwind – Grenzen, Pässe, Visa
  • Staatlich kontrollierte Gesundheit
  • Die neue Unverletzlichkeit – Volksgesundheit vs. Selbstbestimmung
  • Menschen und Waren kontrollieren, verfolgen, isolieren, aussortieren
  • Städte sind risikoreiche Orte der Verrichtung von Arbeit – Landluft macht frei
  • Keimfreie Produkte, Begegnungen und Gedanken
  • Die alternativlose Autorität der Wissenschaft

Kuscheln im Privaten
Die abgeschottete Kirchturm-Gesellschaft

  • Wir von hier – das Vertrauen konzentriert sich auf die eigenen kleinen Kreise
  • Selbst ist das Dorf –Versorgung, Vorsorge, Verbundenheit, Veranstaltungen
  • Digitale Anbindung an die Welt da draußen – Arbeit, Gesundheit, Bildung
  • Analoge Anbindung an die Welt hier drinnen – mitmachen, mitgestalten, mithelfen
  • Das Private wird wieder politisch – Finger weg von unserem Dorf, wir haben unsere Regeln
  • Die neue Nahraumerfahrung – verlässlich, vertrauensvoll, übersichtlich
  • 30 Kilometer weiter haben wir nichts verloren – und die anderen bei uns auch nichts

Die neue Vereinbarung
Die Veränderungs-Gesellschaft

  • Die neue Lernfähigkeit – bewährtes Gutes und hoffnungsfroh Neues werden kombiniert
  • Neue Spielregeln für Arbeit, Konsum, Miteinander – Alles wird glokal
  • Die neue Klugheit – Verzicht auf vieles, nur weil wir es können (Tourismus, Mobilität, Konsum)
  • Die neue Widerstandsfähigkeit gegen Entwicklungen, die uns geschadet haben (Neoliberalismus)
  • Die neue Entdeckerfreude – wir betreten neugierig ökonomisch, ökologisch und sozial Neuland
  • Die neue Gemeinsamkeit – lebendige Solidarität und Gemeinschaft sind wertvoll
  • Die neue Verbundenheit mit der Nachbarschaft und der ganzen Welt

Renaissance 2.025
Die Wiedergeburts-Gesellschaft

  • Die gemeinwohlorientierte Politik und sozial-ökologische Ökonomie dienen der Wohlfahrt aller
  • Der Natur wird eine subjektive Rechtsposition zuerkannt – die Menschenrechte sind Teil dieser
  • Kultur und Teilhabe sind die tragenden Säulen der Gesellschaft
  • Das menschliche Maß wird zum Primat des Handelns – der Abschied von der Gigantomanie
  • Innovationen in allen Feldern der Wissenschaft dienen der Verbesserung der Lebensverhältnisse
  • Schönheit ist das allem Schaffen innewohnende universelle Gestaltungsprinzip
  • Die Welt ist ein guter Ort für alle – für Mensch, Tier und Natur

Wenn ich jetzt einen Wunsch frei hätte, dann den, dass wir an diesem Punkt gemeinsam weiterdenken und weiterarbeiten. Ich meine das ernst! Schreiben Sie mir.

Ihr

Stefan Theßenvitz

Wiesentheid, 31. Januar 2021

Die Leerlaufökonomie

In den späten 1980 Jahren hatte ich das Glück, im Rahmen meines Studiums der Betriebswirtschaft ein Seminar besuchen zu dürfen bei Prof. Dr. Volker Stahlmann: Umweltorientierte Unternehmensführung. Unser kleiner Kreis behandelte so exotische – damals weltfremde – Themen wie Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschonung und wir gingen der Frage nach, welchen Wert man einem Singvogel zumessen könne.

Wir waren die letzte Generation an der Hochschule, die die Betriebswirtschaft als eine Sozialwissenschaft beigebracht bekam. Damals kochte in Deutschland der heiße Scheiß des Neoliberalismus hoch mit der absurd dämlichen Trickle-down-Ökonomie und die wirklich coolen Socken mit den Ray-Ban Sonnenbrillen und ihren gesponsorten Alfa Romeos und BMWs stürzten sich auf Finanzierung, auf Controlling und Lean-Management. Meinereiner fuhr Rad, spielte Frisbee im Park und ging gerne in den Bärleinhuter. Mehr sage ich jetzt nicht. Wer damals dabei war, weiß was ich meine und alle anderen mit der Gnade der späteren Geburt verstehen das vermutlich nie.

Wie entstehen Werte?

So, genug Stories vom Krieg und zurück zur Umweltorientierten Unternehmensführung. Darin ging es auch um die Frage, wie volkswirtschaftlich betrachtet Werte entstehen und Prof. Stahlmann brachte es drastisch plastisch auf den Punkt. Ein Auto rammelt so richtig in die Leitplanke, es sind Verletzungen der Fahrerin und des Beifahrers zu beklagen, das Auto ist hinüber, die Leitplanke auch. Es kommen mit Lalülala die Polizei, die Feuerwehr, der Krankenwagen, der Abschleppwagen und es beginnt das große Aufräumen. Die Insassen ab ins Krankenhaus, der Wagen in die Schrottpresse, die Leitplanke wird ersetzt, und nach der Reha der beiden Autopiloten stellt sich wieder Gesundheit und Normalität ein.

Dieser Unfall produzierte volkswirtschaftlich betrachtet Wohlstand. Die Ärztinnen und Pfleger hatten gut zu tun, ebenso der Rettungsdienst, die Polizei, die Feuerwehr, die Straßenmeisterei und der Mann an der Schrottpresse und am Ende kaufen sich die beiden ein neues Auto und alles ist wieder gut. In der Summe ging dieser Unfall als Teil des Bruttoinlandsprodukts in die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung ein. Deutschland war wieder ein bisschen reicher. Ich dachte mir so beim dritten Bier im Bärleinhuter, wenn wir jetzt alles kaputtmachen und dann wieder neu, dann müssten wir alle unermesslich reich werden.

Die Leerlaufökonomie

Natürlich ist das Schmarrn und das weiß auch jeder, doch genauso tickt die klassische Ökonomie. Und sie tickt immer noch so und mittlerweile ist das System noch viel perfekter geworden. Versuchen Sie doch einfach mal, ihr Radio zu reparieren oder ihr Smartphone oder ihr Auto oder Ihren Kühlschrank oder ihre Computertastatur oder Ihre Bluetooth-Box und Sie erleben eine steile Lernkurve. Es klappt nicht, das selber reparieren. Am einfachsten ist der Neukauf und weg mit dem alten Zeug. Kostet halt, aber in der Summe werden wir alle reicher.

Tja, auch ich falle immer wieder darauf rein, zum Beispiel gerade jetzt, mitten im Winter 2021 mit Corona überall. Eigentlich ist es ganz einfach, ich will einen Arbeitstisch mit Holzplatte und Stahlfüßen drunter, also drei Teile mit ein paar Schrauben. Solide Lowtech ohne Höhenverstellung und Soft-Touch-Schubladen, einfach einen Tisch. Ich bestelle den Tisch online, wie auch sonst, und der Tisch ist wirklich teuer und in Deutschland gefertigt.

Der Tisch wird geliefert, der Aufbau geht flott von der Hand und mit großer Vorfreude auf den nächsten Tag – den ersten Arbeitstag am neuen Tisch – gehe ich heiteren Gemütes zu Bett. Am nächsten Morgen mit Kaffee in der Hand an den Tisch und mit Hand darüber spüre und sehe ich einen üblen Riss an der Tischkante, der sich im Laufe des Tages zügig vorarbeitet. Erste Überlegungen führen zu dem Gedanken, den Tisch mittels Spanngurt und Holzleim wieder in Form zu bringen. Dummerweise wandert der Riss immer weiter und die Tischfläche beginnt sich links vom Riss in Richtung Tischkante anzuheben. Diese Reparatur bekommen wir – meine Frau und ich – nicht hin.

Wir bitten den Hersteller um eine Lösung. Die Antwort erfolgt zackig vorgestanzt, es handele sich um ein Naturprodukt, Veränderungen des Tisches seien im Zeitablauf normal und damit müsse man leben. Ich untersuche den Tisch genauer und bemerke an der Tischunterseite mit Schrauben fixierte Stahlleisten – und genau an einer (mit Gewalt und schief eingedrehten) Schraube löste sich durch den Riss die Verspannung der Tischplatte. Es war also schlicht Achtlosigkeit in der Montage, die zu der Rissbildung nach dem Aufbau führte.

Nach einigem Hin und Her bot der Hersteller einen Austausch der Tischplatte an. Das Für und Wider  abwägend (Sauarbeit incl. E-Mail-Geschreibe und Geschleppe versus täglich ärgerlicher Anblick) entscheiden wir uns für den Austausch. Nach vielen Fotos und E-Mails kommt die neue Tischplatte – ohne Füße, denn dies sei ja eine Austauschplatte. Leider weiß die Spedition nichts vom dem Austausch und so zieht die Spedition leer ab und die neue Tischplatte in unser Heim. Wir werkeln die alte Tischplatte ab und ohje – die Schraubungen der Füße und die Schrauben des alten Tisches passen nicht zu den Gewinden der neuen Tischplatte.

Nach unserer E-Mail an den Hersteller ließen wir uns erstmal ordentlich beschimpfen, wir hätten nicht vereinbarungsgemäß gehandelt. Jetzt besiedeln zwei Tischplatten unser Heim und ein paar Füße und wir sind dankbar, unserer Volkswirtschaft so tatkräftig geholfen zu haben. Wenn jetzt doch eine Corona-induzierte Rezession kommt, an uns liegt es nicht. Der Hersteller hatte doppelt Arbeit, die Spedition fuhr doppelt und einmal sogar leer, die e-mailenden Mitarbeiter*innen hatten gut zu tun, auch die Telekom profitiert, es waren und sind vielerlei Emotionen im Spiel.

Ein Resümee, das ich mir nicht verkneifen will

In meiner Welt, die mit dem Rad, der Frisbee und dem Bier im Bärleinhuter würde der Hersteller einen Tisch produzieren, der auf Anhieb funktioniert. Nur zur Erinnerung: Es geht um eine Holzplatte, zwei Füße und vier Schrauben, das ist weder kompliziert noch komplex. Dummerweise würde in meiner Welt die Tischplatte nur einmal produziert werden, die Spedition würde nur einmal fahren und die Mitarbeiter*innen in der Rückabwicklung und Reklamation würden einer anderen Arbeit nachgehen, weil es diese Stellen gar nicht gäbe.

Diese Welt nenne ich Nachhaltig Wirtschaften und diese Welt ist völlig ideologiefrei. Diese Welt ist schlicht vernünftig, achtsam und umsichtig. Schon klar, das ist jetzt ein winziges Beispiel für den täglichen Leerlaufwahnsinn. Wir denken weltweit und in Deutschland über die Energiewende nach und über den Klimaschutz und wir schrauben uns mit Gift gefüllte Energiesparlampen in die Zimmerdecken und –wände – und das nicht zu knapp und wir kapieren nicht, dass eine Veränderung unseres Wirtschaftssystems hin zu Sorgfalt, Prozessoptimierung und Reparaturfreundlichkeit wahnsinnig viel Energie einsparen würde.

Zum Schluss träume ich: Alles, was wir der Leerlaufökonomie (die Wiederherstellung von allem was wir selbstverschuldet kaputt oder falsch gemacht haben) zurechnen können, wird ab sofort von unserem Bruttoinlandsprodukt abgezogen. Und dann schauen wir mal, wie reich wir wirklich sind.

Stefan Theßenvitz

Wiesentheid, 31. Januar 2021

EYRICH-HALBIG HOLZBAU GmbH | Marketing, Vertrieb und Kommunikation 2021

Im Jahr 2021 führen wir unsere umfassende Beratung und Betreuung zu den Themen Marketing, Vertrieb und Kommunikation für die Eyrich-Halbig Holzbau GmbH fort.

Eine Vorschau auf unsere Arbeiten 2021: Konzept “Nachhaltigkeit beweisen”, Neubau der Website, Ausbau von Google MyBusiness, Facebook, Pinterest und Youtube. Start mit Instagram. Foto- und Videodokumentationen incl. 360-Grad-Fotografie und Drohnenaufnahmen von Bauprojekten. Beratung und Unterstützung in den Bereichen Marketing, Vertrieb, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.

Das Ziel: Steigerung der Bekanntheit als Anbieter erstklassiger Bauten aus Holz – Einfamilienhäuser, Anbauten, Umbauten, Aufstockungen, energetische Modernisierungen und gewerbliche Bauten.

Wir beraten und betreuen die EYRICH-HALBIG HOLZBAU GmbH seit 2015.

Von Privilegien und Menschen

Immer wenn ich das Wort „Menschen“ höre, wird mir etwas mulmig. Mit dem Wort Menschen schwingen in mir die Menschenrechte mit und die Menschenwürde – die unantastbare, die Menschlichkeit und besonders gruselig – die Mitmenschlichkeit. Die Mitmenschlichkeit, was auch immer das sein soll, lieben ja insbesondere die Kirchen. Die anderen Worte rund um den Wortstamm Mensch werden sehr gerne von Menschenrechts-Organisationen verwendet. Immer dann, wenn es etwas anzuprangern gilt, kommt irgend so ein Wort mit Mensch daher. Alle Wortschöpfungen rund um den Menschen bezeichnen eine Gefahr, ein Fehlen, ein Defizit und darauf weisen diese Worte hin. Deshalb wird mir immer bei „Menschen“ mulmig, denn dann stimmt ganz grob was nicht.

Die Hölle existiert

Der Mensch ist in seiner Gesamtheit ein außerordentlich schutzbedürftiges Wesen und seine menschengemachte Welt wird ihm oft – zumindest den widerborstigen Exemplaren – zur Hölle auf Erden. Homo homini lupus – der Mensch ist des Menschen Wolf. Politische Gefangene und nicht selten deren Familien leiden Höllenqualen in den Folterkellern der Diktaturen, die verabscheuungswürdige Kinderarbeit und die Ausbeutung von Frauen und Männern in Fabriken und auf Plantagen ist eine real existierende Sauerei ebenso wie durch Kriege der Heimat beraubte Flüchtlinge, die auf ihren Wegen hin zu den vermeintlich rettenden Gestaden elend verdursten, ersaufen oder in der Sklaverei enden. Dieses Elend ist durch und durch menschengemacht, es ist menschlich und das gibt es millionenfach. Dieses Elend ist seit Anbeginn der Menschheit geübte Praxis. Deshalb wird mir immer bei „Menschen“ mulmig, denn dann stimmt ganz grob was nicht.

Dieses real existierende menschliche Leiden und Elend resultiert aus dem Mangel an Rechten. Menschen haben keine Rechte und Menschenrechte – so wohltönend fanfarig sie auch daherschreiten und egal wie viel Ornat und Lametta an ihnen baumelt. Sie nützen den Betroffenen einen Scheiß, wenn es darauf ankommt. Eine der großartigsten Erfindungen der Menschheit war die Erfindung der Bürger*in. Denn so wurde aus dem Mensch ein Bürger und dieser wird definiert durch Rechte und Pflichten in einem Rechtssystem. Nicht der Mensch steht oben und schaltet und waltet nach Gutdünken. Nein, das Recht steht oben über allem und darunter sind alle gleich. Das Recht schützt, das Recht bestimmt, das Recht entscheidet, das Recht straft. Eine Bürger*in ohne Rechte gibt es nicht, Menschen ohne Rechte schon. Deshalb wird mir immer bei „Menschen“ mulmig, denn dann stimmt ganz grob was nicht.

Ein guter Freund von mir – ein Gefängnisdirektor im Ruhestand und damals für die harten Jungs zuständig – kann sehr eindrücklich schildern, wie in einem geschlossenen System aus Bürgern Menschen werden und welche Regeln es zu beachten gilt, damit alles halbwegs friedlich bleibt im Knast. Strafgefangene haben nur eingeschränkte Bürgerrechte. Sie dürfen zum Beispiel nicht so einfach raus an die frische Luft, wenn ihnen danach ist, sie dürfen sich nicht ihre Zelle aussuchen und ihre Zelle kann jederzeit betreten und durchsucht werden. Auch die Klamottenfrage ist im Knast geklärt und der Speisenplan und die Aufsteh- und Essenszeiten. Wie also macht man sich Menschen gefügig oder besser gesagt – zu Diensten – wenn sie keine Rechte haben? Man versorgt sie mit Privilegien. Wer brav ist, wer kooperiert, wer ab und an nützliche Hinweise gibt, wer sich nicht kloppt, bekommt zum Nachtisch Apfelkompott. Wer sich gut führt, darf früher wieder raus aus dem Knast. Was Strafgefangene rettet ist ihr Wohlverhalten. Wohlverhalten wird belohnt, garstiges Verhalten – sich und andere schädigen – wird bestraft. Zugemessenes Wohlverhalten ist Ermessenssache, im Klartext: aus Wohlverhalten resultiert kein Rechtsanspruch. Deshalb wird mir immer bei „Privilegien“ mulmig, denn dann stimmt ganz grob was nicht.

Der Sound des Zeitgeistes

Nun denn, dann halten wir unser Ohr mal an den Zeitgeist und hören zu, welcher Textur man sich bedient im Lande. Beginnen wir mit Katrin Göring-Eckardt, sie bekommt im November 2015 Menschen geschenkt (was für ein gruseliges Menschenbild ist das denn bitte) und fahren wir fort mit einer kleinen Google-Recherche dann merken wir schnell, dass unsere Politiker*innen in den letzten Jahren immer weniger von Bürgern reden sondern von Menschen (insbesondere in europäischen Zusammenhängen). Auf der Website von Angela Merkel findet sich der schöne Satz „Eine starke Wirtschaft ist Voraussetzung dafür, dass die Menschen gut und sicher in unserem Land leben.“ Das ist ein schöner Satz, wirklich, doch man hätte das auch anders formulieren können. Anders gefragt: Sind diese und andere Formulierungen Zufall oder einfach unbedacht oder scheint hier eine Haltung durch? Mir zumindest wird es bei „Menschen“ immer etwas mulmig, denn dann stimmt ganz grob was nicht.

Kommen wir zum Refrain, den Privilegien. Corona legt hier wunderschön ein Denken frei, das sich trefflich zum Sinnieren eignet. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn lehnt Sonderrechte (Privilegien) für gegen das Coronavirus geimpfte Bürger ab. Dieser Gerechtigkeitsimpetus ist voll löblich. Doch sorry, Jens, hier geht es nicht um Privilegien, es geht um Bürgerrechte und wenn es nur die Bewegungsfreiheit ist. Friedrich Merz fordert, bereits Geimpften ihre Grundrechte zurückzugeben. Damit ist er einen Schritt weiter, doch im Nebensatz glimmen die Freiheitsrechte auf, die man einräumen könne. Hallo Friedrich, Du nix einräumen Freiheitsrechte, ich will meine Bürgerrechte und meine Freiheit zurück. Besonders schön an dem Wort Freiheit ist ja, dass es kleiner wird, wenn man es vermehrt. Freiheiten sind ganz was anderes als Freiheit. Mir zumindest wird es bei „Privilegien“ immer etwas mulmig, denn dann stimmt ganz grob was nicht.

Wozu taugt unsere Demokratie?

Qui bono – wem nützt es? Das muss stets die erste Frage sein. Nehmen wir die Bürger, die Menschen, die Rechte und die Privilegien und beziehen wir all das auf die letzten neun Monate seit dem März 2020, dem Beginn der staatlichen Eingriffe zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Dazu nehmen wir unsere Demokratie und die Ministerpräsidentenkonferenz und huch, schnell merken wir, wir werden seit Corona durch ein nicht demokratisch legitimiertes Gremium regiert. Das müsse jetzt so sein, denn Demokratie wäre in diesem Falle zu langsam. An der Stelle plagt mich mein gutes Gedächtnis und rückt mir den Kosovo-Krieg 1999 in den Blick. Damals zog Deutschland auf der Grundlage des Beschlusses des Deutschen Bundestages (incl. der Grünen – die ich aus diesem Grund nie wieder wählen werde) in den Krieg, den ersten seit Ende des zweiten Weltkrieges, das nur am Rande. Für den Kriegseinsatz taugt die Demokratie, für die Pandemie nicht? Mir zumindest scheint, da stimmt ganz grob was nicht.

Als gelernter Betriebswirt weiß ich so viel: Ein System beweist sich erst in der Herausforderung, in der Grenzlast. Eine Bahn, die nur bei Rückenwind und Sonnenschein fährt, braucht kein Mensch. Wenn wir gerade irgendetwas beweisen, dann dies: wir brauchen keine Demokratie. Da sind Sie jetzt geschockt, oder? Wir hocken wie die Frösche im Wasser und merken nicht, wie sich das Wasser langsam erhitzt. Wissen Sie, was mit diesen Fröschen passiert? Ihr Eiweiß zersetzt sich und sie verkochen. In den letzten Monaten wurde uns scheibchenweise hier ein Recht und dort ein Recht genommen, demokratische Spielregeln werden zunehmend missachtet. Wir werden tütelich als Menschen angesprochen und wenn wir lieb sind, dann bekommen wir Leckerlie – also Privilegien. Mir zumindest übelt hier, denn da stimmt ganz grob was nicht.

Impfen ist Teil des Deals

Ich bin wirklich gerne Bürger in meinem schönen Land, ich erfreue mich meiner Bürgerrechte und bin mir meiner Bürgerpflichten bewusst. Selbstverständlich bin ich gegen Pocken, Kinderlähmung, Mumps, Masern und auch gegen die Grippe geimpft und natürlich habe ich einen Impfpass, in dem all das dokumentiert ist. Ich halte die Impfung gegen Covid-19 für Bürgerpflicht, denn damit schütze ich mich und andere, das ist vollständig ideologiefrei gedacht und sehr sehr einfach. Somit trage ich meinen Teil zum Deal bei und bitte, liebe uns Regierende, tragt auch ihr euren Teil zum Deal bei. Verschont mich mit eurem Menschengetue und eurem Privilegiengequatsche. Gebt mir einfach meine Bürgerrechte wieder zurück.

Stefan Theßenvitz

Wiesentheid, 1. Januar 2021

Texte 2019 für die Öffentlichkeitsarbeit des VdM Hessen

Für die Öffentlichkeitsarbeit des Verband Deutscher Musikschulen, Landesverband Hessen e.V. – VdM Hessen – erstellten wir in 2019 redaktionelle Texte. Damit informiert der VdM Hessen eine breite Öffentlichkeit über die Arbeit der öffentlichen Musikschulen in Hessen, er wirbt für eine Erhöhung der staatlichen und kommunalen Förderung öffentlicher Musikschularbeit in Hessen und er will die Diskussion für ein Hessisches Musikschulgesetz voranbringen.

Die 34 Texte beziehen sich auf unterschiedliche Perspektiven: Politik, Gesellschaft, Kulturelle Bildung, Psychologie & Pädagogik und Ökonomie. Die Texte sind für die Verwendung durch die VdM Musikschulen in Hessen konzipiert, insbesondere für den Einsatz in Online-Medien – Websites, Facebook- und Twitter-Accounts der Musikschulen.

Die Texte finden Sie auf der Website des VdM Hessen – alle Texte – und natürlich eingebettet auf der Website www.musikschulen-hessen.de. Die Website des VdM Hessen ist auch aus unserem Haus. Viel Vergnügen beim Stöbern und Schmökern!

Hessisches Musikschulgesetz | Erste Lesung am 10. Dezember 2020

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Die erste Lesung am 10. Dezember 2020 zum dringlichen Gesetzentwurf der Fraktion der SPD im Rahmen der 62. Plenarsitzung. Gesetz über die Musikschulen im Lande Hessen (Hessisches Musikschulgesetz – HMusikSchulG) – Drucksache 20/4221 –.

Church of Science

Die letzten Tage dachte ich oft an früher – an die 1970er und 1980er. Die Nachrichten drehten sich um die Außenpolitik, um die wirtschaftliche Lage in Deutschland, die RAF und um die wirklich wichtigen Themen – neue Filme im Kino, Schallplatten-Veröffentlichungen, neue Theaterstücke mit ihren Skandalen, neue Bücher und ganz viel Tratsch. Im Vermischten schließlich auf der letzten Seite der Süddeutschen fand sich immer eine kleine Rubrik, die meistens mit den Worten begann: „Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden ….“ Ich fand das immer sehr erheiternd, diese Meldungen aus einer vollständig fremden Welt mit ihren skurrilen Inhalten.

Das hat sich vollständig geändert. Mit dem Einzug des Waldsterbens, der Umweltkatastrophen und  der Erderwärmung in die gesellschaftliche Debatte gewann auch die Wissenschaft im öffentlichen Diskurs an Bedeutung. Wir lernten viel über den sauren Regen, über Quecksilber in den Flüssen und Frostschutzmittel im Wein, über Methan und Kohlendioxid und die Zusammensetzung der Erdatmosphäre, über Sonnenflecken, über Alpha-Strahlung und Becquerel und vieles mehr.

Mich prägte das sehr und ich empfand die Wissenschaft als einen Weg in die Aufklärung. Wir wussten immer mehr über die Zusammenhänge unserer Welt und unseren Beitrag in diesen Zusammenhängen. Ich lernte gerne dazu und mein Gefühl für die Verantwortung wuchs, die ich gegenüber der Welt habe. Ganz konkret war meine Generation die erste, die den Müll trennte, in meiner Kirchengruppe veranstalteten wir Basare mit gebrauchten Dingen, wir reparierten Fahrräder, die wir auf den Kirchentagen zum Verleih anboten, „Jute statt Plastik“ war mir ein sympathischer Slogan und ich begann beim Einkaufen auf die Herkunft der Lebensmittel zu achten. Biologisch, regional, saisonal produziert und fair gehandelt, das ging mir in Fleisch und Blut über.

Mein Urvertrauen in die Wissenschaft wurde erschüttert im Zusammenhang mit dem Waldsterben. Die Tatsachen, die zum Sterben einiger Wälder am Südhang des Erzgebirges führten, wurden sehr stark emotional aufgeladen. Die Untersuchungsergebnisse wurden manipuliert, auf seltsame Arbeit extrapoliert und hochgerechnet. Es stimmte einfach hinten und vorne nicht mehr. Mir ist schon klar, dass weniger Umweltgifte prima sind, das weiß ich als Radfahrer, der sich in den brüllheißen Sommern Münchens in der abgasgeschwängerten Luft der Schwanthaler Straße eine saftige Portion bleihaltiger Abgase einverleibte und als Schwimmer in der Isar, der froh war, als die Einleitung der Fäkalien im Oberlauf beendet wurde.

Der Punkt ist, die Wissenschaft wurde zum Werkzeug der Politik. Die Wissenschaft baute ein Bedrohungsszenario nach dem anderen auf (die Erde verglüht, die nächste Eiszeit kommt), die Fördermittel für die angewandte Forschung wuchsen, die Wissenschaft griff beherzt zu und lieferte das Gewünschte: Prognosen aus einer Zukunft, die wir garantiert nicht erleben wollen. Die Politik pfiff sich eins und begann mit in Verordnungen und Gesetze gegossene Verhaltensänderungen. Ich sage es noch einmal: Ich erfreue mich einer Welt, in der keine alten Kühlschränke und Autoreifen im Wald entsorgt werden, in der kein Ölwechsel in der heimischen Garage erlaubt ist. Wissen Sie, warum sich die Menschen daran halten? Weil die Strafen brutal hoch sind – zu Recht.

Was nicht geht, ist eine Wissenschaft, die sich unlauterer oder unsauberer Methoden bedient, um Menschen in Angst und Schrecken zu versetzen und sie damit der Politik als willfährige Lämmer zuführt. Ja, die wissenschaftliche Darbietung der Fakten zur Corona-Krise ist erbärmlich. Wir erfahren nichts über Vergleichswerte der Sterblichkeit aus den Vorjahren, wir haben keine Vergleiche innerhalb der Altersklassen, wir wissen nicht, wer wann wo getestet wird, wir unterscheiden nicht das Mit und An Corona gestorben. Lustigerweise sinkt die Infiziertenrate immer montags, einfach weil am Wochenende weniger getestet wird – hallo, ist das wissenschaftlich? Der demographische Wandel – heute leben mehr ältere Menschen als vor fünf und vor zehn Jahren in Deutschland wird bei der Übersterblichkeit nicht eingerechnet. Wir wissen nichts über den Anteil der Getesten zur Grundgesamtheit und deren statistische Verteilung innerhalb dieser. Ist die Stichprobe normalverteilt, wie ist sie zusammengesetzt, wo weicht ihre Zusammensetzung von der Grundgesamtheit ab?

Stattdessen gibt es den R-Wert, Inzidenz-Zahlen, erschröckliche exponentielle Kurven und Graphen, abstruse Vergleiche mit anderen Ländern mit vollständig anderen Lebensbedingungen (Infrastruktur, medizinische Versorgung, Bildungsstand der Bevölkerung, Bevölkerungsdichte, Altersverteilung) und als Höhepunkt der Wissenschaftlichkeit eine siebenseitige Erklärung der Leopoldina – davon zwei Seiten mit einer Auflisten der „Mitwirkenden“. Zum einen fällt spontan auf, die Erklärung hat keine Autoren, sie hat nur Mitwirkende, zum anderen die bunte Mischung der Professionen.

Die fünf Seiten lesen sich flott und sie lesen sich wie eine Handlungsanweisung zur Eindämmung der Pandemie. Die Leopoldina hat ohne bekennende Autorenschaft die Aufgabe der Politik übernommen. Die Politik ist nur mehr willige Vollstreckerin und in diesem Fall sogar im vorauseilenden Gehorsam noch härter in der Vollstreckung als sie die Schließung der Geschäfte nicht erst zum 24. Dezember sondern bereits zum 14. Dezember vornahm. Die Fleißbildchen der Wissenschaft sind der Politik sicher.

Lesen Sie die Ad-hoc-Stellungnahme der Leopoldina einfach selbst:

Tief beeindruckend in der Ad-hoc-Stellungnahme ist der Vergleich mit Irland, ein Land, das mit dem unseren ja nahezu 1 zu 1 vergleichbar ist oder Belgien. Die rapide fallenden Zahlen in anderen Ländern – in Frankreich, Italien und Spanien, den Horrorländern des Frühjahrs 2020 – werden weder erwähnt geschweige denn erklärt.

Sehen Sie die aktuellen Fallzahlen in anderen Ländern einfach selbst. Google macht es möglich:

Ich sag es mal so: Wenn Wissenschaft glaubwürdig bleiben will, dann muss sie ihre Aufgabe ernsthaft angehen und sie muss bei ihren Leisten bleiben. Unser Land wird seit Monaten von der Ministerpräsidentenkonferenz regiert – ein Gremium, das im Grundgesetz nicht als Entscheidungsorgan vorgesehen ist – unser Land wird ohne parlamentarische Kontrolle und den Einbezug des Parlaments regiert und aktuell driften wir ab in eine Parawissenschaftlichkeit, die nur die Fakten heranzieht, die ihr passen. Das macht mich wirklich schaudern. Die Dominanz der Wissenschaft ist genauso bedrohlich wie die Dominanz der Religion oder des Neoliberalismus.

Deshalb werde ich mir jetzt keinen Aluhut basteln, keine Querdenker-Videos reinpfeifen oder bei illegalen Glühwein-Raves mitgrooven. Das mit dem Maske tragen, Abstand halten und Lüften ist schon in Ordnung. Die grundlegenden Hygieneregeln mit dem Händewaschen und so und nicht im Gesicht rumfummeln weiß ich seit meiner Kindheit. Bitte, liebe Wissenschaft, manipuliert mich nicht, sondern klärt mich auf!

Leider geht die Entwicklung in der Politik hin zum Wissenschaftlichen und damit reflexartig zum Alternativlosen – ich sage bewusst leider – denn die Auswüchse einer alles überformenden Wissenschaft erleben wir bereits im Rahmen der Klimadebatte mit so schönen Zuschreibungen von Menschen als Klimawandel-Leugner und dem Postulat, man wisse jetzt alles und müsse nicht mehr forschen. Liebe Wissenschaft, ich möchte nicht an euch glauben, ich möchte euch vertrauen.

Stefan Theßenvitz

Wiesentheid, 16. Dezember 2020

Corona-Voodoo

Voodoo ist immer dann, wenn magische Kräfte walten sollen. Wenn höhere – überirdische oder außerirdische Mächte angerufen werden, um bedrohliche oder verderbliche Entwicklungen für uns Menschen abgewendet oder zum Besseren gewendet werden sollen. Deshalb brachten Menschen Opfer für eine gute Ernte, sie hopsten singend über Feuerstellen für Regen oder errichten (bis heute) Flughafen-Tower aus Bambus in der Hoffnung auf Konservenregen aus Eisenvögeln.

Voodoo ist ein bisschen wie Homöopathie. Wirkt es, dann ist alles gut und wir fahren mit dem Hopsen fort. Wirkt es nicht, dann haben wir eben nicht genug gehopst oder nicht fest genug an die Wirkung des Hopsens  geglaubt oder zu spät mit dem Hopsen begonnen oder wir haben einen Verräter unter uns Hopsenden.

In meinen jungen Jahren verbrachte ich viele Ferien in Italien und es war immer wunderbar. Das Wetter, die Lebensfreude, der Cappuccino, der Vino, das Meer, der Reichtum an Kulturschätzen und überhaupt diese Leichtigkeit, dieser Charme und die laute Lebensfreude der Menschen. Doch ich blieb stets „deutsch“ und sah auch die schnell rostenden Autos, die knatternden Mopeds, die stinkenden Abwasserkanäle, die morschen Häuser mit ihren schiefen Wänden und Fensterläden mit der Wäsche draußen, die vielen Menschen mit kaputten Zähnen und die Zufälligkeit der Pünktlichkeit – eben all das, was ich als „nicht-deutsch“ empfand. Da war ich ehrlich gesagt immer ein wenig stolz auf „mein“ Deutschland, diese prachtvoll funktionierende Ingenieurnation und einen Johann Sebastian Bach hatten wir auch!

Im Frühjahr 2020 machte sich das Corona-Virus auf der Welt breit und wir alle waren geschockt. Keiner wusste, was zu tun ist und sicherheitshalber blieben die Menschen zu Hause, meist freiwillig. Im Sommer dann wurde das Leben wieder flockiger und ich dachte mir, jetzt bekommen wir das in den Griff, der zweiten Welle werden wir trotzen! Unsere Politiker, Wissenschaftler und Mediziner tüfteln jetzt einen unserem großartigen Land – eine weltweit führende Industrienation – angemessenen Plan aus und dann zeigen wir es der Welt und dem Virus.

Ich malte mir den Herbst und Winter 2020 ungefähr so aus: In den Schulen sind leistungsfähige Lüftungsanlagen und Luftfilter installiert, wir haben flächendeckend erstklassige digitale Lernangebote zur Verfügung – von der Grundschule bis zur Universität, der öffentliche Personen-Nahverkehr verdichtet seinen Takt auf zwei bis fünf Minuten und die Bahn auf 15 Minuten, damit die Reisenden genug Platz haben. Der Arbeitsplatz findet für die Pandemiezeit wo möglich seinen Weg ins Home-Office, wir bauen zehn Krankenhäuser mit jeweils 1.000 Intensivbetten, die wir vermutlich nicht selbst brauchen und europaweit zur Verfügung stellen können.

Wir haben eine Menge bestens geschulter und bezahlter Pfleger*innen und Ärzt*innen und natürlich haben wir haufenweise Kapazität für die Kinderbetreuung, wo nötig. Unsere Altenheime und Pflegeheime sind auf beste hygienische Standards hin getrimmt und die Hygienekonzepte dort sind so ausgefeilt, dass Besuche jederzeit möglich sind. Natürlich gibt es an jeder Ecke für jedermann und jede Frau schmerzfreie Schnelltests mit verlässlichen Ergebnissen.

Natürlich bleiben die Restaurants, Cafés, Bars, Kneipen, Clubs und vor allem die kleinen inhabergeführten Geschäfte offen, denn auch sie setzen die Hygienekonzepte sorgfältig um, natürlich finden weiterhin Konzerte mit Zuhörern und Fußballspiele mit Zuschauern statt, einfach weil wir es technisch und logistisch können. Und die Menschen lieben es und machen gerne mit.

Merken Sie was? Pustekuchen! Nichts, Nada, Niente, Zero, Null ist passiert. Keine Strategie, kein Konzept, kein Plan, keine Idee. Na gut, dass mit der Bazooka war schon Klasse, allein der Name ist schon beeindruckend.

Und so langsam keimt in mir ein Verdacht: Wir haben all das nicht umgesetzt, weil wir es nicht können. Wir haben es verlernt, gute Ingenieurlösungen zu entwickeln. Wir bekommen die Pandemie nicht mit technischen und logistischen Lösungen in den Griff. Bleibt noch der Mensch, den kann man verängstigen, manipulieren, schurigeln, in seine Schranken weisen und als Schuldigen brandmarken.

Die dargebotenen Lösungen empfinde ich als demütigend und erbärmlich. Kinder sollen sich in der Schule warm anziehen und ab und zu in die Hände klatschen und hopsen, so die Bundeskanzlerin. Wir sollen nicht mehr aus dem Haus gehen, außer zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Arzt und zum Fresh-Air-Snapping Alone. Die Politik betet das Mantra vor: Menschen treffen ist böse, Alleinsein ist brav. Das ist der Griff in das Herz des Mensch-Seins.

Die Kinder mussten eigentlich nur in die Schule, damit deren Betreuung, respektive die Arbeitsfähigkeit der Eltern gewährleistet werden konnte. Genauso sagte es der Söder, Markus. Und die Polizei klingelt jetzt an der jeder Haus- und Wohnungstür und linst in die gute Stube, wer sich da so alles versammelt hat? Wie soll das funktionieren, bitte?

Die jetzt beschlossenen Maßnahmen sind nur mit der Aushebelung fundamentaler Grundrechte der Bürger*innen kontrollierbar. Was in Deutschland passiert ist Corona-Voodoo. Wir verstärken unsere Anstrengungen in den Bereichen, die bisher auch nicht funktioniert haben. Die Psychologie hat dafür einen Begriff: Neurotisches Verhalten. Wenn der Irrsinn nicht bald ein Ende findet, dann wird die Pandemie den Beginn eines neurotischen, hypernervösen Zeitalters einläuten, in dem die zutiefst verunsicherten und vereinzelten Menschen zur Church of Science beten. Ich flehe jetzt schon um Erlösung: Lasst uns technische und medizinische Lösungen finden statt Corona-Voodoo-Gehopse.

Stefan Theßenvitz

Wiesentheid, 16. Dezember 2020

Beweisbar erfolgreich

Woran erkennen Sie einen Unternehmensberater? Er nimmt Ihnen die Uhr weg und sagt Ihnen wie spät es ist. Dieser schlechte Scherz hat auch einen wahren Kern. Denn entlang der gaußschen Normalverteilung gibt es eben einige katastrophal schlechte Leistungen, viel Durchschnitt und wenige herausragende Performer. Das trifft auf alle Berufsgruppen zu: Herzchirurgen, Finanzbeamte, Müllmänner, Köche, Handwerker und eben auch Unternehmensberater.

Wann ist man als Unternehmensberater beweisbar erfolgreich?

Sprechen wir unbescheiden über unsere Arbeit, denn Bescheidenheit erwartet man in unserem Berufsfeld nicht. Lassen wir das eine und das andere – das Understatement und das Chichi – und berichten wir nüchtern über unsere beweisbaren Erfolge seit 1997:

  1. Erfolgreicher Neustart von mittelständischen Betrieben aus der Insolvenz
  2. Erfolgreiche Kommunikations-Strategien zum Wiederaufbau des zerstörten Kundenvertrauens
  3. Erfolgreiche Geschäftsprozess-Optimierungen unter Einbeziehung der Kundenperspektive
  4. Erfolgreiche Nachfolgeregelungen und Betriebsübergaben in familiengeführten Betrieben
  5. Erfolgreiche Entwicklung neuer Geschäftsfelder für mittelständische Betriebe
  6. Erfolgreiche Schaffung auf Dauer angelegter qualifizierter Arbeitsplätze
  7. Erfolgreicher Vertrieb im Internet via Websites und Social-Media-Kanälen
  8. Erfolgreiche Beteiligungsprozesse von Unternehmen und Institutionen im Zusammenspiel mit bürgerschaftlichem Engagement
  9. Erfolgreiches Verbund-Marketing für Verbände und Verbünde
  10. Erfolgreiche Strukturreformen in kommunalen Eigenbetrieben

Worauf wir wirklich stolz sind

Seit 1997 ist aufgrund unserer Arbeit KEIN Mitarbeiter entlassen worden. ALLE von uns betreuten Betriebe haben ihre Kapazitäten ausgebaut und neue Mitarbeiter eingestellt.

Worüber wir uns wirklich freuen

Wir lebten und arbeiteten an unterschiedlichen Standorten in Deutschland – lange Jahre in  München und in Leipzig und seit 2020 in Unterfranken.

Wenn Sie Partner suchen, die wissen wie Deutschland tickt, wenn auch Sie ganz oben mitspielen wollen, dann wenden Sie sich vertrauensvoll an uns.

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihr Stefan Theßenvitz

Musikschule Mannheim | Szenario- und Strategiekonferenz

Gemeinsam mit der Musikschule Mannheim entwickeln wir in zwei Schritten – einer Szenariokonferenz und einer Strategiekonferenz – die Digitalstrategie 2021.

  1. Szenariokonferenz – Sachstand, Prognosen, Trends und Perspektiven
  2. Strategiekonferenz – Schwerpunkte, Handlungsfelder, Management

Der Hintergrund der Aufgabenstellung

Corona – und letztlich ist es egal, wie lange die Pandemie dauert – wird zwei Folgen nach sich ziehen:

  1. Corona wird volkswirtschaftlich, gesellschaftlich, politisch und psychologisch erhebliche Schäden verursachen. Je länger die Pandemie dauert, desto schwerer wird der Schaden sein und ein kommender „Horrorwinter“ allein dürfte schon genügen, um viele Befürchtungen zu übertreffen.
  2. Die Welt wird nach Corona in weiten Teilen eine andere sein – sie wird insbesondere digitaler werden. Es gilt: Je länger die Pandemie dauert, desto manifester wird sich die Digitalisierung in der Alltagspraxis aller Menschen durchsetzen – im Beruf, in der Freizeit, in der Bildung, in sozialen Begegnungen, in der Politik.

Schlussfolgerung: Digital ist immer und überall.

Selbst wenn die Pandemie im kommenden Frühjahr überstanden sein würde, wird sich das Digitale über den Herbst und Winter noch fester in unserer Sozialität verankert haben. Das ist allein schon durch die hohe digitale Affinität der jungen Generation wahrscheinlich. Meine Hypothese: Bereits „in the short run“ wird die digitale Sozialität einen gleichberechtigten Platz in der Alltagspraxis der Menschen einnehmen.

Die Zukunft der Bildung wird hybrid sein.

Wie wir es drehen und wenden, wir stehen vor der Herausforderung, den Musikunterricht der Musikschulen AUCH über digitale Medien zu vermitteln und ein verlässliches hybrides Angebot zu entwickeln. Das hybride Angebot öffnet neben dem klassischen Präsenzunterricht neue Möglichkeiten für die musikalische Vermittlung und Erziehung. Stichpunkte: Orts- und zeitunabhängige Lernbegleitung (24×7), selbstgesteuertes Lernen, Lerncoaching, offene Musikschule, Kundenbindung. Damit verbunden ist ein neues Verständnis von Führung und Management.

EYRICH-HALBIG HOLZBAU GmbH | Nachhaltigkeit leben, beweisen und kommunizieren

Das Projekt Nachhaltigkeit leben, beweisen und kommunizieren dient drei Zielen:

  1. Valide Daten über den betrieblichen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften
  2. Solide Grundlage für Entscheidungen, was besser gelöst werden kann
  3. Nachhaltigkeit wird zum festen Bestandteil der Positionierung

Menschen wollen Transparenz und Nachvollziehbarkeit, sie wollen es einfach und sie wollen Beweise für Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Soziales.

Das Projekt umfasst die Bestandsaufnahme, die Analyse, die Strategie und die Kommunikation.

Markenführung im Handwerk | Broschüre 01

Broschüre für HOLZBAU WEISS für das Geschäftsfeld Anbau, Ausbau, Aufstockung. Konzept, Text, Fotos und Druckdateien für 16 Seiten incl. Umschlag aus unserem Haus. Das Besondere: die meisten Texte sind originale Kundenaussagen aus den Befragungen über die Qualität von HOLZBAU WEISS. Druck mit der Druckerei HOHL, Balgheim.

Viel Freude mit dem Flipbook!

Die Seiten in der Übersicht









Markenführung im Handwerk | Broschüre 03

Broschüre für HOLZBAU WEISS für das Geschäftsfeld Neubau. Konzept, Text, Fotos und Druckdateien für 24 Seiten incl. Umschlag aus unserem Haus. Das Besondere: die meisten Texte sind originale Kundenaussagen aus den Befragungen über die Qualität von HOLZBAU WEISS. Druck mit der Druckerei HOHL, Balgheim.

Viel Freude mit dem Flipbook!

Die Seiten in der Übersicht

VdM Baden-Württemberg | Herbsttagung 2020

Be ready rather than be sorry – Sei bereit statt zu jammern*.

Eine Krise ist eine Krise. Zur Katastrophe wird eine Krise immer dann, wenn man nicht hinausfindet aus ihr, nichts dazulernt, nichts verändert und zurück will – zurück vor die Krise in die vermeintlich bessere Vergangenheit. Doch so funktioniert das nicht. Durch Krisen muss man durch, am besten mit Schwung. Wir können nicht zurück, wir können nur nach vorne und die Welt wird nach Corona in Teilen eine andere sein.

Dieses Andere, Neue, Unbekannte können wir gestalten.

Und das ist die frohe Botschaft, die jeder Krise innewohnt. Wir sollten unsere Wahrnehmnung dafür schärfen, warum wir die Krise überlebt haben: was uns Halt und Kraft und Halt gegeben hat, welchen Ballast wir über Bord geworfen haben, was uns an manchen Ecken fehlte und wie wir die Zukunft gestalten wollen. Und genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, diese Fragen zu beantworten.

Stefan Theßenvitz nimmt die Teilnehmer*innen in seinem Impulsvortrag im Rahmen der Herbsttagung des Verbandes der deutschen Musikschulen Baden Württemberg am 16. Oktober 2020 mit auf die Reise, Möglichkeiten, Perspektiven und Chancen zu reflektieren und zu entdecken, die uns die Zukunft bietet.

*Zitat: Südkoreanische Krankenschwester, Februar 2020

TUM – Technische Universität München | Existenzgründerseminar SS 2020

Auch im SS 2020 stehen wir der Technischen Universität München als Marketingpaten zur Verfügung – Fakultät für Informatik, Prof. Dr. Michael Gerndt, Institut für Informatik, Lehrstuhl für Rechnerarchitektur & Parallele Systeme.

Wir beraten, betreuen und begleiten Studenten seit 1997 im Rahmen des hochschuleigenen Seminars Firmengründung.

Unsere Aufgaben im SS 2020

Markenführung im Handwerk | Videodokumentation 033

Im Rahmen der Vertriebs- und Öffentlichkeitsarbeit unserer Kunden im Handwerk produzieren wir passgenaue Videos. Vorzugsweise für den Einsatz auf den Websites unserer Kunden, für Facebook und für Youtube. Die Videos eignen sich ebenfalls für den Einsatz auf Messen und für Inhouse-Veranstaltungen.

Dokumentation | Ein geschmackvolles Einfamilienhaus voller intelligenter Details

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Unsere Videoproduktionen sind Full-Service-Pakete. Wir arbeiten ausschließlich mit eigenem Material: Video, Foto, Text, Audio und Musik. Damit haben Sie und wir stets die Gewähr der vollen Hoheit über die Urheberrechte und Nutzungsrechte.

Unsere Leistungen bei Video-Produktionen umfassen:

  • Skript und Drehbuch
  • Fotoaufnahmen innen und außen
  • Drohnenflug mit Videos und Luftaufnahmen
  • Kundeninterview
  • Texterstellung
  • Fotonachbearbeitung
  • Musikproduktion für das Video
  • Videoerstellung mit Schnitt und Effekten
  • Full-HD-Produktion und Konvertierung für alle Endgeräte (Computer, Laptop, TV, Tablet, Smartphone)
  • Video in Website und Social-Media-Kanäle einbetten
  • Volle Nutzungsrechte des gesamten kreativen Materials für den Auftraggeber im Rahmen seiner Unternehmenskommunikation.

Markenführung im Handwerk | Videodokumentation 032

Im Rahmen der Vertriebs- und Öffentlichkeitsarbeit unserer Kunden im Handwerk produzieren wir passgenaue Videos. Vorzugsweise für den Einsatz auf den Websites unserer Kunden, für Facebook und für Youtube. Die Videos eignen sich ebenfalls für den Einsatz auf Messen und für Inhouse-Veranstaltungen.

Dokumentation | Ein kompaktes Haus für den Ruhestand

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  • Skript und Drehbuch
  • Fotoaufnahmen innen und außen
  • Drohnenflug mit Videos und Luftaufnahmen
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  • Fotonachbearbeitung
  • Musikproduktion für das Video
  • Videoerstellung mit Schnitt und Effekten
  • Full-HD-Produktion und Konvertierung für alle Endgeräte (Computer, Laptop, TV, Tablet, Smartphone)
  • Video in Website und Social-Media-Kanäle einbetten
  • Volle Nutzungsrechte des gesamten kreativen Materials für den Auftraggeber im Rahmen seiner Unternehmenskommunikation.

Markenführung im Handwerk | Videodokumentation 031

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Dokumentation | Eleganter und weitläufiger Bungalow

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  • Fotoaufnahmen innen und außen
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  • Fotonachbearbeitung
  • Musikproduktion für das Video
  • Videoerstellung mit Schnitt und Effekten
  • Full-HD-Produktion und Konvertierung für alle Endgeräte (Computer, Laptop, TV, Tablet, Smartphone)
  • Video in Website und Social-Media-Kanäle einbetten
  • Volle Nutzungsrechte des gesamten kreativen Materials für den Auftraggeber im Rahmen seiner Unternehmenskommunikation.

Markenführung im Handwerk | Videodokumentation 030

Im Rahmen der Vertriebs- und Öffentlichkeitsarbeit unserer Kunden im Handwerk produzieren wir passgenaue Videos. Vorzugsweise für den Einsatz auf den Websites unserer Kunden, für Facebook und für Youtube. Die Videos eignen sich ebenfalls für den Einsatz auf Messen und für Inhouse-Veranstaltungen.

Dokumentation | Großzügige Aufstockung auf dem Elternhaus

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  • Volle Nutzungsrechte des gesamten kreativen Materials für den Auftraggeber im Rahmen seiner Unternehmenskommunikation.

Markenführung im Handwerk | Videodokumentation 029

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Dokumentation | Moderner Wirtschaftsbau im fränkischen Stil

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  • Full-HD-Produktion und Konvertierung für alle Endgeräte (Computer, Laptop, TV, Tablet, Smartphone)
  • Video in Website und Social-Media-Kanäle einbetten
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Markenführung im Handwerk | Fotodokumentation 079

Wir beraten, betreuen und begleiten Handwerksbetriebe rund um ihr Marketing. Von besonderer Bedeutung ist die Inszenierung der handwerklichen Leistungen. Gute Fotos sind Beweise für gute Leistungen. Gute Fotos erzeugen Vertrauen, sie sind die Eintrittskarte für ein gutes Erstgespräch.

Wir fotografieren mit Kamera und erstellen Luftaufnahmen mit der Drohne. Jedes Foto wird präzise inszeniert und nachbearbeitet – für einen guten ersten Eindruck. Die Fotos finden Einsatz in Websites, Social-Media-Kanälen, in Broschüren, Flyern, auf Fahrzeugen und Messeständen. Viel Vergnügen mit den Fotos!