All posts by Stefan Theßenvitz

Musikschule Hofheim | Online-Kundenbefragung

Im 2. Quartal 2022 lädt die Musikschule Hofheim gGmbH ihre rund 1.700 Schülerinnen und Schüler ein zu einer Online-Befragung. Sie willen wissen: Wie zufrieden sind die Schüler:innen mit der Qualität und dem Service der Musikschule? In welchen Bereichen besteht Handlungsbedarf für die Musikschule?

Unser Beitrag: Untersuchungsdesign, DSGVO-konformes Befragungstool, Pretest, Datenerhebung, Projektmanagement, Analyse, Empfehlungen für die Musikschule Hofheim.

Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk | Navigator Experten

Freude

Wir freuen uns sehr, im Rahmen der Veranstaltungen der Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk (ZWH) im Sommer 2022 unseren Teil zum Wissenspool beizutragen und wieder viel dazuzulernen.

Das ZWH stellt Betriebsinhaber:innen den Nachhaltigkeits-Navigator-Handwerk vor und wir agieren im Rahmen von Interviews als Navigator Experten und berichten über unsere Erfahrungen und Praxistipps in der Anwendung des Nachhaltigkeits-Navigators.

Das Projekt Nachhaltigkeit in Handwerksbetrieben stärken! wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von der ZWH durchgeführt mit dem Ziel, Betriebsinhaber:innen von kleinen und mittleren Handwerksunternehmen (KMU) dabei zu unterstützen, ihren Betrieb nachhaltig auszurichten.

Hintergrund

Der Nachhaltigkeits-Navigator-Handwerk bezieht sich auf die 17 Ziele der Nachhaltigkeit, den Sustainable Development Goals (SDG). Diese umfassen den Weltzukunftsvertrag, zu dem sich 193 Länder im Rahmen der Vereinten Nationen verpflichtet haben.

Für die weltweite Umsetzung der 17 SDG bietet die Global Reporting Initiative (GRI) Richtlinien für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten für Großunternehmen, KMU, Regierungen und Nichtregierungsorganisationen an.

In Deutschland unterstützt der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK) als Projekt des Rats für nachhaltige Entwicklung (RNE) die Umsetzung der 17 SDG auf betrieblicher Ebene auf Grundlage der GRI mit Leitfäden und Kriterien. Daraus entstand unter anderem der Nachhaltigkeits-Navigator-Handwerk.

Damit ist der Nachhaltigkeits-Navigator-Handwerk fest eingebunden in den Weltzukunftsvertrag der 17 SDG. Den Nachhaltigkeits-Navigator gibt es für viele Branchen und Anforderungen, unter anderem auch für den Weinbau, die Wohnungswirtschaft, für Stiftungen, den Maschinenbau und Anlagenbau, für Kommunen.

Ausblick

Es ist erklärter politischer Wille in der Europäischen Union, die Wirtschaft bis 2050 im Rahmen des Green Deal umzubauen in Richtung nachhaltiges Wirtschaften. Deshalb wird die Berichtspflicht nach und nach auch auf KMU ausgeweitet.

Nutzen

Wir – Anja und Stefan Theßenvitz – erleben in der Praxis der Beratung und Begleitung der von uns betreuten KMU eine steile Lernkurve und vielfältige Nutzen bereits während der Erstellung des ersten Nachhaltigkeitsberichts.

  • Produktionsabläufe werden kritisch geprüft und klug gestaltet.
  • Materialeinkauf, Materialeinsatz und Materialverbrauch werden optimiert.
  • Energiequellen und Energieeinsatz werden ökologischer und effizienter.
  • Die Betriebsführung ändert sich in Richtung Nachhaltigkeit.
  • Die Mitarbeiter:innen entwickeln eine neue Verbundenheit zu ihrem Betrieb.
  • Auszubildende und neue Mitarbeiter:innen entscheiden sich gerne für einen nachhaltig wirtschaftenden Betrieb.
  • Das Angebot kann wertschöpfend höherwertig positioniert werden mit großen Chancen für Marketing, Kommunikation und Vertrieb in attraktiven Kundensegmenten.

Gerade KMU profitieren enorm von dem Weg des nachhaltigen Wirtschaftens – der Preis wird zum Entscheidungskriterium zweiter Ordnung. Ganz vorne in der Kundengunst stehen messbare und fühlbare Qualität und konkret gelebte Verantwortung. Unsere Erfahrung in aller Kürze: Kunden lieben nachhaltig wirtschaftende Betriebe.

Ihre und Eure

Anja & Stefan Theßenvitz

Erzdiözese München und Freising | Workshop Milieus und Sprache

Die Katholische Erwachsenenbildung der Erzdiözese München und Freising bietet ausgewählten Bildungsverantwortlichen und Bildungsmachern in der Erwachsenenbildung am 6. Juli 2022 das Fachforum Erwachsenenbildung zum Thema „Bildung up to date – die neuen SINUS-Milieus“.

Im Rahmen der Workshopreihe bieten wir den Workshop Milieus und Sprache an. Der Erfolg mit milieuspezifischer Kommunikation wird dadurch begünstigt, wer die milieuadäquaten Signale kennt, diese glaubwürdig in seiner Kommunikation einsetzt und die milieuadäquaten Kanäle nutzt.

Milieuspezifische Kommunikation besteht aus Botschaften, aus Geschichten, aus einem schlüssigen Setting – aus Bildern, Videos und aus Sprache. Hierzu bietet sich folgender Gedankengang an: Leidenschaften und Sehnsüchte von Menschen sind Ausdruck ihrer Werte. Werte sind Vorstellungen vom Wünschenswerten, die man anhand von beobachtbaren Verhaltensweisen bestimmen kann. Einstellungen, Wertvorstellungen und Konsumpräferenzen (Leidenschaften & Sehnsüchte) lassen sich über die Bewertung ausgewählter Begriffe messen. Kurz gesagt: Werte sind verhaltensrelevant. Sprache bindet sich an Werte.

Die Teilnehmenden des Workshops Milieus und Sprache erhalten einen fundierten Einblick in die Möglichkeiten der Sprachanalyse und sie bekommen Werkzeuge an die Hand, in ihrer betrieblichen Kommunikationspraxis milieuspezifisch zu kommunizieren.

Hirtensalat

Wir müssen reden. Jetzt. Es ist dringend. Und wichtig. Vieles ist noch ungeklärt auf dem Weg in eine gerechte und diskriminierungsfreie Gesellschaft. Gestern bei unserem Mittagsspaziergang fragte meine Frau, was ich von einem Hirtensalat zum Lunch hielte? Nun ja, er käme in Frage, sofern sich kein Hirte darin befände. Doch die Gefahr scheint gering, denn auch in Alpenschokolade sind ja keine Alpen drin und in Bauernmilch weder Bauern noch Milch von diesen. Kaum vorstellbar, wenn es Bäuerinnen-Milch gäbe, folgenreiche Wirrnisse wären die unvermeidliche Folge.

Zurück zum Hirtensalat. So richtig korrekt ist das ja nicht, es gibt schließlich auch Hirtinnen. Was wäre, wenn wir ihn wie folgt nennen: Nach Lust und Laune mit Essig, Öl, Salz und Zucker angerichtete saisonal vorkommende vegetarische landwirtschaftliche Erzeugnisse nebst im Rahmen der beruflichen Tätigkeit der Schafe hütenden, scherenden und melkenden Personen hergestellter Produkte. Damit wäre auch das Problem der kulturellen Aneignung gelöst, denn einen Hirtensalat dürfen nur Hirten essen, unsereins muss einen Freiberufler-Salat essen.

Der gebärende Teil unserer Beziehung stimmte dem zu – da war sie wieder, die toxische Männlichkeit, nur dadurch gemildert, dass letztere nicht das letzte Wort hatte. Ob das Zubereiten des Na ihr wisst schon Salats nun Arbeitszeit, Freizeit, Beziehungsarbeit, Partnerarbeit oder eine spezifische Form von Unterdrückung ist, klären wir bei unserem nächsten Mittagsspaziergang.

EYRICH-HALBIG HOLZBAU GmbH | Marketing, Vertrieb und Kommunikation 2022

Im Jahr 2022 führen wir unsere umfassende Beratung und Betreuung zu den Themen Marketing, Vertrieb und Kommunikation für EYRICH-HALBIG fort.

Eine Vorschau auf unsere Arbeiten 2022: Nachhaltigkeit beweisen vorantreiben, neues Markenzeichen etablieren, Neubau der Website, neue Imagebroschüre, neue Zielgruppenflyer, Ausbau von Google MyBusiness, Facebook, Pinterest und Youtube. Foto- und Videodokumentationen incl. 360-Grad-Fotografie und Drohnenaufnahmen von Bauprojekten. Beratung und Unterstützung in den Bereichen Marketing, Vertrieb, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.

Das Ziel: Steigerung der Bekanntheit als Anbieter erstklassiger Bauten aus Holz – Einfamilienhäuser, Anbauten, Umbauten, Aufstockungen, energetische Modernisierungen und gewerbliche Bauten.

Wir beraten und betreuen EYRICH-HALBIG seit 2015.

Queere Diskurse

Intro: Neulich konfrontierte mich aus dem Nichts ein halbjunger Mann entspannt mit seinem Gin-Tonic klingelnd lässig angelehnt an die Hauswand auf unserer Terrasse im Widerschein des gemeinschaftlich genossenen Feuerschalen-Feuers mit den Worten, ich sei ein weißer C#-Mann und damit privilegiert.

C#-Mann

Meiner überraschten Nachfrage bezüglich des Attributs C# lächelte er in sein Mobiltelefon und verlas die von Google übermittelte Definition. Kurz und knapp bedeutet C#, dass man sich mit dem von außen zugeschriebenem Geschlecht identifiziert. Wirst du beispielsweise als Mann wahrgenommen und siehst dich auch selbst so, dann bist du C#. Ich war bass erstaunt ob dieser Zuschreibung, kannte ich doch C# bzw. Db (Bb-Moll) bisher ausschließlich als Tonart. Mit sieben # beziehungsweise fünf b im Schlüssel ist das auch eine sehr sportliche und sehr selten verwendete Tonart.

Ob es denn nicht ausreichen würde, mich schlicht als Mann zu titulieren, sofern notwendig? Nein, das täte es nicht, denn es gäbe viele verschiedene Männer, zum Beispiel Homosexuelle und Transmänner und vieles mehr. Ob denn die Zuschreibung des sexuellen Verlangens beziehungsweise der sexuellen Präferenzen ein wesentliches Merkmal sei, das der Differenzierung dienlich ist? Ja, das sei es, die Zuschreibung definiert mich zum Beispiel einer Mehrheitsgesellschaft zugehörig. Ah ja, meinte ich, ich interessiere mich dafür, was jemand mitbringt und unternimmt, um die Welt ein wenig besser zu machen, denn darum ginge es doch und die sexuelle was auch immer sei doch eher Privatsache und täte im Übrigen doch nichts zur selben.

Privilegien

Doch, das täte es, denn homosexuelle Paare zum Beispiel würden bei der Wohnungsvergabe systematisch benachteiligt. Wirklich?, fragte ich. Das wäre mir neu und wenn es so wäre, dann fände ich das befremdlich. Hier folgten seitens des halbjungen Mannes viele abstrakte Erklärungen über strukturelle Diskriminierung in unserer Gesellschaft, ich erwiderte ein paar konkrete Beispiele aus meinem Leben und Umfeld, das dem in meiner Welt nicht so sei.

Außerdem wäre das Weiße ein weiteres Indiz für meine Privilegiertheit, ich solle mich doch einfach mal umsehen. Ich blickte mich um und besah von der Terrasse aus das Haus, in dem meine Frau und ich zur Miete wohnen, besah die Terrasse mit den Holzmöbeln, die wir günstig erstanden und selber zusammengebaut hatten, erahnte im Holzschuppen unsere knapp 30 Jahre alten Fahrräder und im Carport meinen gebrauchten Benz. Hierauf merkte ich an, dass ich meine Habseligkeiten im Laufe vieler Jahre gekauft habe und pflege und mich daran erfreue, doch Hinweise auf Privilegien würde ich nicht erkennen. Als Freiberufler sind mir gesellschaftlich zuerkannte Privilegien wie Macht und Einfluss eher fremd. Wenn ich denn über solche verfügen würde, dann wären sie das Ergebnis meiner Arbeit, zum Beispiel, zu welchen Uhrzeiten und an welchen Tagen ich in meiner regelmäßigen 50-Stunden-Arbeitswoche arbeite. In meinem Beruf zählt ausschließlich das Ergebnis.

Rassismus

Die Keulen des halbjungen Mannes wurden dicker und jetzt musste der vor dem Krieg aus Afghanistan Geflüchtete herhalten, der in Deutschland keine Chance bekäme, weil er die Sprache nicht könne. Dann soll er sie halt lernen, die Sprache, meinte ich. Unser Wertegerüst in Deutschland ist mit dem Grundgesetz hinreichend beschrieben und die Alltagsbeobachtung der autochthonen Bevölkerung wäre auch hilfreich in dem Sinne „wie machen die das hier so“, um sich schnell zurechtzufinden. Dazu noch eine Ausbildung mit beruflicher Perspektive und dann geht das Hopphopp mit der Integration – nur meine unbedeutende über 30jährige Erfahrung aus der freien Wirtschaft, für die ich arbeite.

Auch hier folgte ein längerer durch das Schlürfen am Gin Tonic unterbrochene Exkurs über strukturellen Rassismus in Deutschland. Meine auszugsweise aus konkreten Erfahrungen gespeisten von 58 in diesem Land gelebten Jahren schienen ihm wenig hilfreich. Und ja, ich habe meine Schwierigkeiten mit archaischen Kulturen jeder Couleur, die Unterdrückung zum Beispiel von Frauen und der Verweigerung von Bildung von Mädchen mit Tradition oder Religion begründen. Auch mag ich Gewalt nicht als Mittel der Durchsetzung von Interessen ebenso wie ich bedingungsloser Loyalität einer Gruppe gegenüber, die zum Beispiel meine Familie oder mein Clan ist, wenig schätze als vertrauensbildende Grundlage eines offenen Miteinanders so wie ich dem Begriff der Ehre außerordentlich kritisch gegenüberstehe, der sich auf das dienstbar reinliche Verhalten vor allem von Mädchen und Frauen in der eigenen Familie stützt und die es wenn nötig mit Blutzoll wiederherzustellen gilt.

Weiß

Mit dem Weiß als Attribut, das bei mir im Sommer auch mal tiefbraun sein kann oder rot – mit der Verwendung von Sonnencreme war ich immer etwas nachlässig – kann ich nur schulterzuckend umgehen mit „ist halt so“. Ich bin mir dessen nicht bewusst, es sein denn, ich bereise ferne Länder und Kontinente, und dort merke ich meinen körperlichen Unterschied zu anderen Menschen insbesondere daran, dass ich meist mindestens einen Kopf größer bin. Ist halt so. Und an die verwunderten etwas zu langen Blicke in meine Richtung gewöhne ich mich stets binnen weniger Tage. Wenn ich an den Sport denke oder den mich konkret betreffenden Fall der Musik und der Musiker:innen, dann hilft mir mein Weiß herzlich wenig. Das sollte ich mal probieren: Weißer C#-Mann am Bass, Jahrgang 1963, sucht Band. Sollte auf diese Anzeige wirklich jemand antworten, dann wäre ich wirklich im falschen Film.

Meine konkrete Erfahrung in Bands war immer: beherrschst du dein Instrument und bringst du genug Können mit, dass sich die Band mit dir wohlfühlt und sorgt dein Beitrag dafür, dass es allen besser geht. Dabei erinnere ich mich an 12-jährige Jungs, an über 80-jährige Männer, überhaupt an eine Menge Frauen und Männer aus allen fünf Kontinenten, mit denen ich in den letzten Jahrzehnten musizieren durfte. Gemeinsam musizieren oder an einem Projekt arbeiten funktioniert zumindest in meiner Welt Null Komma Josef mit privilegierten Zuschreibungen. Oh, unsere Sängerin ist weiß, deshalb darf sie dies und jenes – was für ein Unsinn.

Halo

Ich brachte gesprächsweise den Halo-Effekt ins Spiel. Er beschreibt das Phänomen, faktisch unabhängige oder nur mäßig korrelierende Eigenschaften von Personen fälschlicherweise als zusammenhängend wahrzunehmen und daraus Schlussfolgerungen zu ziehen. Auch die Reihenfolge der Nennungen im Rahmen einer Personen-Beschreibung beeinflusst das Ziehen von Schlussfolgerungen. Man könnte mich wie folgt beschreiben: Hautfarbe weiß, heterosexuell, langjährig verheiratet, Mercedesfahrer, freiberuflicher Unternehmensberater, spielt in seiner Freizeit gerne Bass, liest Arno Schmidt, hört gerne Bayern 2. Daraus entsteht jetzt ein Bild mit vermeintlich zusammenhängenden Attributen, die in der Summe in den Augen mancher Menschen zwangsweise in einer privilegierten Person münden. Klar, der ist weiß und steht auf Frauen, alles andere folgt daraus. Man könnte mich auch wie folgt beschreiben: Spielt in seiner Freizeit gerne Bass, liest Arno Schmidt, hört gerne Bayern 2, freiberuflicher Unternehmensberater, Mercedesfahrer, langjährig verheiratet, Hautfarbe weiß, heterosexuell. Daraus entsteht ein anderes Bild – allerdings klingt es eher kulturell konnotiert und die am Ende der Aufzählung genannten Attribute wirken eher überflüssig.

Wozu also dient die Zuschreibung C#-Mann? Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren und mein Gefühl der als aggressiv und übergriffig empfundenen Zuschreibung war – ich empfand das nahezu körperlich als klebrig – hier geht es um was ganz anders als die Einforderung von Gleichheit und Antidiskriminierung und die Überwindung von Rassismus. Hier geht es um Dominanz, um Unterdrückung, um Schuldzuweisung, es geht um Spaltung und Diskriminierung des gerne in der Szene zitierten alten weißen Mannes.

Rache

Bezüglich der mir im Diskurs zunehmend entgegengebrachten Aggressivität des halbjungen Mannes ob meines Unverständnisses verweise ich auf den Frauentag am 8. März 2022, der vielerorts zum Frauenkampftag umgewidmet wurde unter dem Motto: „Seit froh, dass wir nur Gleichberechtigung wollen und keine Rache!“ Und wer ist der Täter? Ist ja klar, der C#-Mann. In der queeren Community geht es darum, eine Ideologie zu installieren und zu initiieren, die ein klares Täter-Opfer Bild braucht. Der Täter ist der C#-Mann, die Opfer sind alle anderen, also die dritte Welt, Frauen, Homosexuelle und überhaupt alle, die kein C#-Mann sind. Hier könnte man an der Grenze der Süffisanz fragen, wer denn bloß all diese bösen C#-Männer erzieht. Doch soweit lassen wir es nicht kommen, wenden wir uns dem Muster von Ideologien zu.

Ideologien brauchen immer einen Feind. Dieser Feind ist von Grund auf Böse. Im Zusammenhang mit dem Halo-Effekt ist der C#-Mann mit Teufelshörnern bewehrt, alle anderen Menschen umschwebt ein Heiligenschein. So ist das auch in der katholischen Kirche: Bück Dich unter unser Diktat oder Dich holt der Teufel. Ich setze hier für mich einen ersten Punkt. Zuschreibungen sind immer diskriminierend, gleich aus welcher Ecke sie kommen und ich verbitte mir Zuschreibungen gleich welcher Art, das dürfen nur meine Söhne und meine Frau. Für alle anderen Menschen gilt: Begegne mir mit Respekt, ich halte es genauso. Weiterhin gilt: die sexuelle Orientierung als ein zentrales Argument für Zuschreibungen zu verwenden, senkt das Niveau der Unterhaltung enorm, so tief kann und will ich mich nicht bücken.

Wissenschaft

Blicken wir auf die Wissenschaft und ihre Erkenntnisse in Beziehung zur sexuellen Orientierung. Auf der Grundlage der Untersuchung des Erbguts von einer halben Million Menschen in den späten 10Jahren des 21. Jahrhunderts ging man der Frage nach, inwieweit Homosexualität genetisch bedingt ist. Diese Studie wurde von der queeren Community finanziert, deren Hypothese und Hoffnung war, es gibt ein Schwulen-Gen. Salopp gesagt: ich bin schwul, ich kann nicht anders. Damit wurde die Hoffnung verknüpft, im gesellschaftlichen Diskurs besser zu punkten und Wissenschaft lieben wir ja alle. Allein die Hoffnung zerschlug sich mit der Veröffentlichung des Berichts. So sehr man auch suchte, man fand es nicht, das Schwulen-Gen. Der Kernsatz der Studie: Die Gene haben zwar Einfluss auf das sexuelle Verhalten, die Umgebung ist wichtiger. Wobei die erste Satzhälfte bereits ein Zugeständnis an die Auftraggebenden war, denn das Untersuchungsziel wurde klar verfehlt. Es gibt es nicht, das Schwulen-Gen.

Mir persönlich ist es Hupe, was und mit dem die Menschen es wie treiben. Ich empfinde Fremdscham, wenn meine Geschlechtsgenossen nackt auf dem Christopher-Street-Day rumhopsen und das als gerechtfertigten Ausdruck ihrer ausdifferenzierten Persönlichkeit empfinden. Nein, das ist es nicht. Unsere Aufgabe – gerne in Bezugnahme des Wortes vornehm – ist es doch, unsere Triebe zu kultivieren. Meinen Aggressionstrieb, diese jedem Menschen innewohnende Urkraft verwende ich darauf, richtig gute Arbeit abzuliefern und jeden Tag ein wenig besser im Bass-spielen zu werden. Man hätte dem halbjungen Mann seine übergriffigen Attacken auch verbal so richtig hart spiegeln können, so dass er mit feuerroten Backen und tief beschämt ob der Verletzung seiner Pflichten als Gast eine bleibende Erinnerung an den Abend behält. Nein, das habe ich nicht gemacht und mich gezügelt, einfach weil ich meine Kultiviertheit höherstelle als den Sieg in niederen Gefilden. Mir liegt weder das Triumphgeheul noch die Siegerpose.

Ehe für alle

Die Pose des Siegers gönnte ich dem halbjungen Mann, dessen Aufmerksamkeit sich zunehmend darauf verlagerte, wie er denn rüberkäme und ob man auch bemerke, wie schön er lachen könne und ob es auch wirklich gefiele, wie anmutig er sitzend mit seinem Bein wippen könne. Das lag vermutlich am Alkohol, dem man freimütig zusprach. So ließ er sich fortreißen im Rausch des Siegers und genoss seine Überlegenheit im Angesicht meiner zunehmenden Bemühungen um Beendigung des Gesprächs um des Friedens willen, wir waren ja wie eingangs erwähnt eine kleine Gesellschaft. Zumindest vergönnte er mir die Rolle des noch nicht wissenden Unterlegenen und fuhr mit seiner Aufklärungsarbeit fort. Er rollte das Geschütz der Ehe für alle auf das Spielfeld, das zumindest wäre ja ein großer Sieg für mehr Gleichheit.

Ich heiratete vor über 30 Jahren kirchlich und weltlich mit dem in guten-und-schlechten-Tagen-Versprechen und dem im Artikel 6, 1 Grundgesetz niedergelegten besonderen Schutz der Ehe und Familie, der Bezug nimmt auf den Satz, die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft. Für mich darf jede und jeder seine Beziehung und deren Verbindung unter gleich welchem Stern feiern, gerne auch mit der Ehe für alle. Doch diese Ehe für alle ist eben nicht die gleiche Ehe, unter deren Stern ich geheiratet habe. Mein Eheversprechen besteht aus Rechten, Pflichten und aus Privilegien, die mir aus dem Gründen einer Familie erwachsen. Ich vergleiche die Ehe für alle gerne mit einer veganen Wurst. Die vegane Wurst sieht wie eine Wurst aus, riecht und schmeckt allerdings nicht nach Wurst aus Tier. Meinethalben darf jeder Mensch vegane Wurst essen – überflüssig zu erwähnen, dass der halbjunge Mann zumindest Vegetarier ist und sich reichlich an der von uns gereichten Kost labte – suum cuique, jedem das Seine und wir trafen in dem Wissen und die vegetarischen Vorlieben der kleinen Gesellschaft umsichtige Vorsorge. Wir wollen, dass sich unsere Gäste wohlfühlen.

Die Ehe für alle sähe ich gerne fortgesetzt in einem schwulen und lesbischen Idealstaat, auf zwei Inseln beheimatet und für 100 Jahre wäre die schwule und die lesbische Community ohne Außenkontakte vollständig unter sich und nach 100 Jahren besegeln wir die Inseln und bestaunen die Früchte der dortigen Entwicklung. So einfach ist das mit der Ehe und der Familie als Keimzelle der Gesellschaft. Ich denke, unsere Gesellschaft braucht jede und jeden in ihrer und seiner Individualität und Vielfalt in dem Bewusstsein, dass ungleiches nicht gleich ist und nicht gleich sein muss – was wir brauchen, ist eine diskriminierungsfreie offene Gesellschaft, in der es auf die Talente ankommt und auf den Beitrag jedes Menschen, die Welt ein wenig besser zu machen.

Bedingungsloses Grundeinkommen

Der Abend neigte sich dem Ende zu und meine Empathie forte Kapseln ebenfalls und so kommen wir langsam zum Schluss. Im Rahmen des zunehmend kreisförmigen Diskurses wurde noch das bedingungslose Grundeinkommen auf das Karussell geworfen verbunden mit sehnsüchtigen Hoffnungen, was man alles unternehmen könnte, wenn es für alle 1.000 € einfach so im Monat gäbe. Dann könnte man endlich die Sinn-Gesellschaft formen, nach der es die Menschheit dürstet. Mal abgesehen von der Finanzierungsfrage, hier wird ja immer etwas einfältig die brutalstmögliche Schröpfung der Reichen gefordert und der Konsequenz, dass dies der endgültige Sieg des Neoliberalismus bedeute, einfach weil er dann nahezu komplett auf Lohnzahlungen verzichten könnte – Privatisierung der Gewinne, Vergemeinschaftung der Kosten – verhallte auch mein Hinweis, wir lebten bereits in der freiesten und offensten Gesellschaft aller Zeiten, in der jede und jeder wirklich alles machen und werden kann und man könne ja auch morgens etwas früher aufstehen oder abends länger werken oder die Wochenenden nutzen oder seine Arbeitszeit reduzieren um sein Ding voranzutreiben und man könne auch eine sensationell gemeinwohlorientierte Firma gründen mit fairen Löhnen und nachhaltigem Geschäftsmodell und begehrenswerten Produkten – nein, also, das alles wäre keine Lösung, man würde schon auf den 1.000 Euro pro Monat bestehen. Mir fällt dann immer Tom Peters ein mit seinem Satz: Ein  Spruch, den Sie vermutlich nicht auf Ihrem Grabstein stehen haben wollen. „Hier ruht xy. Er hätte wohl einige coole Dinge getan, wenn ihn sein Chef gelassen hätte.“

Rechtschaffen erschöpft von so viel gutgemeinter Aufklärung begab sich der halbjunge Mann nun zu Bette, das von meiner Frau frisch hergerichtet seiner harrte und während er im Bad zähneputzend vor sich hinsang, den Klodeckel und die Badezimmertür freimütig offen stehen ließ und hinaufstieg Richtung Heia räumten meine Frau und ich den üppig abgegessenen Tisch ab, sortierten die unzähligen Flaschen in die Träger, warfen unsere Geschirrspülmaschine an, fegten noch kurz den mit Essensresten verkleckerten Boden sauber, richteten das Nötigste für den kommenden Morgen her und fanden schließlich über im Wohnzimmer herumlümmelnde Klamotten und halbgeöffnete Laptops mit durch den Raum gezogenen Kabeln den Weg in unser Ehebett.

Queer

Dortselbst zur Ruhe kommend sortierte ich mich durch. Eine queere Community, die mich als weißen C#-Mann outet und mich davon ausgehend mit dem Attribut behängt, privilegiert zu sein. Sie hat sich die Ehe für alle erkämpft, und ich darf froh sein, dass sie nicht Rache nehmen. Das bedingungslose Grundeinkommen würde endlich die Sinn-Gesellschaft ermöglichen, dafür müssen die Reichen zahlen und dann bekäme jeder Mensch diskriminierungsfrei, was er sich erträumt. Menschen wie ich erkennen ihre Schuld im Sein und dankbar ergreifen wir die Chance, Teil der queeren Bewegung zu werden und in deren Obhut jenseits unseres Erfahrungshorizontes Unerhörtes zu denken und zu fühlen und dadurch befreit zu werden vom Joch des unaufgeklärten Seins.

Bei diesen Gedanken überfällt mich die Angst. Ich lebte 10 Jahre meines Lebens mitten unter ihnen, im Südwesten Leipzigs, unter queeren Menschen mit veganen Lokalen und Weltrettungs-Gemüseläden mit Seawatch-Plakaten und Gebrauchtbuchläden und all dem – mehr dazu findest du in meinem Buch Zur Sonne, Zur Freiheit – nur das Sehnsuchtspotenzial, Teil dieser Bewegung zu sein, hat dieser Lifestyle nie bei mir geweckt, übrigens wie bei der Mehrheitsgesellschaft auch nicht. Diese kleine Minderheit braucht uns, wir brauchen sie nicht. Doch wir tolerieren sie, diese kleine Minderheit. Allein deren selbsterhöhte normativ-moralinsaure Haltung ist zum Erbrechen schlecht durchdacht und vorgetragen. Diese queere Ideologie lebt von Diskriminierung, sie lebt von Feindbildern, sie lebt von Ausgrenzung. Das ist jetzt der C#-Mann, und damit kann ich leben, ist halt so.

Die Triebhaftigkeit des Menschen entlang seiner geschlechtlichen Begehrlichkeiten als dominantes Merkmal seiner Daseinsausformung zu setzen, lehne ich ab. Das ist mir zu primitiv. Jede Ideologie, die ihre Jünger:innen zu Opfern stilisiert, ist ein Irrtum. Jede Ideologie, die ein Feindbild braucht, ist ein Irrtum. Nur am Rande: Jede Ideologie ist ein Irrtum. Und schließlich: den Gastgeber auf Grund ideologischer Begründungen zu diskreditieren, zeugt von schlechtem Benehmen. Meine persönliche Vermutung ist ja, diese verqueeren Vorstellungen von einem guten Leben sind ein Phänomen des Pop, es geht um Aufmerksamkeit. Schaut her, ich bin ganz was Besonderes, ich bin ökosexuell. Das gibt es wirklich! Soll ich mir dabei genussvoll einvernehmlichen Sex mit einer Weidenrute vorstellen? Keine Ahnung – und wenn ich eine hätte, dann würde ich darüber genießerisch schweigen.

Vielfalt

So viel Spaß muss sein, der Sachstand 16. März 2022: Die queere Ideologie zählt mit Stand heute 72 Geschlechter. Sagenhafte 3% der Deutschen zählen sich nicht zu Mann und Frau, sie zählen sich zu: androgyner Mensch, androgyn, bigender, weiblich, Frau zu Mann (FzM), gender variabel, genderqueer, intersexuell (auch inter*), männlich, Mann zu Frau (MzF), weder noch, geschlechtslos, nicht-binär, weitere, Pangender, Pangeschlecht, trans, transweiblich, transmännlich, Transmann, Transmensch, Transfrau, trans*, trans*weiblich, trans*männlich, Trans*Mann, Trans*Mensch, Trans*Frau, transfeminin, Transgender, transgender weiblich, transgender männlich, Transgender Mann, Transgender Mensch, Transgender Frau, transmaskulin, transsexuell, weiblich-transsexuell, männlich-transsexuell, transsexueller Mann, transsexuelle Person, transsexuelle Frau, Inter*, Inter*weiblich, Inter*männlich, Inter*Mann, Inter*Frau, Inter*Mensch, intergender, intergeschlechtlich, zweigeschlechtlich, Zwitter, Hermaphrodit, Two Spirit drittes Geschlecht (indianische Bezeichnung für zwei in einem Körper vereinte Seelen), Viertes Geschlecht, XY-Frau, Butch (maskuliner Typ in einer lesbischen Beziehung), Femme (femininer Typ in einer lesbischen Beziehung), Drag, Transvestit, Cross-Gender.

Oh mein Gott, wie vielfältig ist das denn! Innerhalb der queeren Ideologie kommt es zu immer weiteren Ausdifferenzierungen. Ich freue mich schon auf neue Entdeckungen, über die wir alle dringend reden müssen. Die bisherige Erfahrung in der Menschheitsgeschichte zeigt: Jede Ideologie, die sich immer weiter durchdifferenziert, trennt und spaltet, ist ein Irrtum, sie zerlegt sich selbst. Nur Haltungen, die verbinden, schaffen etwas großes Gemeinsames, zum Beispiel Frieden schaffen ohne Waffen. Das zumindest ist ein schöner Menschheitstraum. Und dabei geht es nicht darum, wonach oder nach wem es mich gelüstet, es geht nicht darum, was ich begehre oder wie ich mich fühle oder wer schuld zu sein hat an meinem persönlichen Unvermögen, all das ist Privatsache. Die einzige Frage, die sich jeder von uns beantworten muss: Was ist mein Beitrag, dass es der Welt besser geht? Nur hieraus entsteht die Rechtfertigung für unser Sein.

Erwartungsfroh blicke ich dem Tag entgegen, an dem der halbjunge Mann seine erste Steuererklärung in Händen hält und der nicht selten erlebten spontanen Mutation hin zu einer konservativeren Gemütsverfassung teilhaftig wird und schließe meine Zeilen in tiefer Dankbarkeit für den lehrreichen Abend verbunden mit dem mir stets bewussten und hart erarbeiteten Privileg, mit meiner Zeit anfangen zu dürfen was immer mir beliebt, zum Beispiel diesen Text zu verfassen und im Anschluss daran für meine Auftraggeber weiterzuarbeiten.

Outro: Kommenden Begegnungen mit queerem Gedankengut stehe ich eher reserviert gegenüber. Gleichwohl freue ich mich immer über Gäste in unserem offenen Haus, mit denen wir trefflich speisen können, den hiesigen Wein genießen, über Musik, Literatur und Philosophie sprechen können – auch ein gepflegter Ratsch und saftige Scherze sind mir stets willkommen – und einfach eine von gegenseitigem Respekt und Freude an der Gemeinschaft getragene gute Zeit verbringen können.

bvv – Bayerischer Volkshochschulverband | Sinus-Milieus Webinare

Aufbereitung und Vermittlung der Sinus Milieus für die Arbeit der bayerischen Volkshochschulen

  • Webinar Teil 1: Einführung in die Sinus-Milieus und beispielgebende IST-Analyse von Volkshochschulen nach Sinus-Milieu-Kriterien – Angebote, Kommunikation, Vertrieb incl. Wettbewerbsanalyse
  • Webinar Teil 2: IST-Analyse der am Webinar teilnehmenden Volkshochschulen nach Sinus-Milieu-Kriterien und Klärung zentraler Aspekte der Angebote, der Kommunikation, des Vertriebs incl. möglicher Lösungen vor Ort, Verbundlösungen und Hilfestellungen des Verbandes

Die teilnehmenden Personen der Webinare finden die Arbeitsinhalte und -unterlagen im für sie geschützten Bereich.

EYRICH-HALBIG HOLZBAU GmbH | Nachhaltigkeit leben, beweisen und kommunizieren

Das Projekt Nachhaltigkeit leben, beweisen und kommunizieren dient drei Zielen:

  1. Valide Daten über den betrieblichen Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften
  2. Solide Grundlage für Entscheidungen, was besser gelöst werden kann
  3. Nachhaltigkeit wird zum festen Bestandteil der Positionierung

Menschen wollen Transparenz und Nachvollziehbarkeit, sie wollen es einfach und sie wollen Beweise für Nachhaltigkeit: Ökonomie, Ökologie und Soziales.

Das Projekt umfasst die Bestandsaufnahme, die Analyse, die Strategie und die Kommunikation.

TUM – Technische Universität München | Existenzgründerseminar SS 2022

Auch im SS 2022 stehen wir der Technischen Universität München als Marketingpaten zur Verfügung – Fakultät für Informatik, Prof. Dr. Michael Gerndt, Institut für Informatik, Lehrstuhl für Rechnerarchitektur & Parallele Systeme.

Wir beraten, betreuen und begleiten Studenten seit 1997 im Rahmen des hochschuleigenen Seminars Firmengründung.

Unsere Aufgaben im SS 2022

Leistungsspektrum, Auftraggeber, Aufgaben und Einsatzorte

Ein repräsentativer Querschnitt unserer Aufgaben und Einsatzorte in Deutschland und darüber hinaus. Die Gesamtkarte vermittelt einen realistischen Eindruck über das Leistungsspektrum und den Wirkungsbereich unseres Hauses.

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Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der digitalen Reise durch unser Leistungsspektrum, unsere Aufgaben und unsere Einsatzorte.

Lebe Deine Natur

Niemand kann dauerhaft gegen seine Natur leben. Doch wir können unsere Natur kennenlernen und zum Guten formen. Du bist eher nachdenklich, andere halten Dich für langsam? Denke nach, gehe in die Tiefe, durchdringe die Dinge und du findest die bessere Lösung. Du findest andere Menschen spannend und willst am liebsten alle gleichzeitig kennenlernen? Lerne die Menschen kennen und bringe sie zusammen, entdecke ihre Verschiedenheit und bringe sie zusammen, Du bist ein wichtiger Knotenpunkt.

Meist wird an uns eine Normlatte angelegt. Innerhalb der als Normal definierten Grenzen ist alles in Ordnung, außerhalb wird sanktioniert. Du brauchst zu lange, bis Du eine Lösung hast? Hopp, mach schneller, alle anderen sind schon lange fertig. Mann, musst Du immer neue Freunde mit nach Hause bringen? Niemand hat so viele Freunde wie Du. Und so geht das ein Leben lang, bis Du die Stoptaste drückst.

Niemand ist normal, das war eine Idee des Industriezeitalters. Da galt die Norm, für alles und jeden. Mein Merksatz lautet: „Wer dauerhaft an seinen Schwächen arbeitet, verliert seine Stärken.“ Wenn Du ein Arbeitstier bist, dann sei es auch. Work-Life-Balance ist in meinen Augen etwas für antriebsschwache Luschen ohne Hobbies.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Wachsen und vergehen

Alles Lebendige wächst, gedeiht oder vergeht. Im Lebendigen gibt es keinen Stillstand. Energetisch betrachtet ist das Leben die Umkehrung der Entropie. Für eine bestimmte Zeit – Deine Lebensspanne – formt sich Materie zu etwas Höherwertigem, zu Deinem Körper, Deinem Geist und Deiner Seele, bis am Ende die irdische Hülle, wenn man zu Höherem abberufen wird, zerfällt und vergeht. Gehe im Wald spazieren, dort erlebst Du das Werden und Vergehen in seiner Gleichzeitigkeit.

Dein ganzes Leben über hast Du die Möglichkeit, zu wachsen, bis zum letzten Atemzug. Ich würde jetzt über das rein körperliche hinausgehen, denn Deine intakten Körperzellen werden ab Deiner Geburt weniger – nur Deine Gehirnzellen wachsen noch im ersten Lebensjahr – und auch die körperliche Kraft hat vor der Lebensmitte meist ihren Höhepunkt erreicht. Ich schreibe jetzt vom geistigen Wachstum. Geistiges Wachstum geht gegen unendlich. Es hängt von Dir ab, was Du lernst, begreifst, Dir zu eigen machst, welche Erfahrungen Du miteinander verknüpfst und zu etwas Höherem formst. Du bist der Baumeister Deiner spirituellen, intellektuellen und emotionalen Kraft.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Dein Leben in Freiheit

Die schwierigste Aufgabe im Leben ist es, ein Leben in Freiheit zu leben. Darunter verstehe ich in erster Linie, anderen nicht auf den Sack zu gehen, weder materiell noch emotional. Natürlich ist das bequem, in Abhängigkeit zu leben. Andere sagen und zeigen Dir, wie Du leben sollst und Du machst das dann so und Du lebst in wohliger Dumpfheit mit leichtem Murren dahin. Irgendwer ist immer schuld und böse und wenn die anderen nicht das und jenes tun würden, dann ginge es Dir besser und Deine Filtercommunity gibt Dir voll recht und dann bestärkt ihr euch, dass ihr im Besitz der Wahrheit seid.

Jetzt wird’s krass. Ob Christentum, Islam, Gender, Klimadebatte, veganer Lebensstil oder Diversity = LTGBQ+ (sorry, wenn hier Buchstaben fehlen sollten) und all das: immer, wenn von Dir gefordert wird, dieser Idee alternativlos und vor allem fraglos zu folgen, dann steigst Du in den falschen Zug. Und dieser Zug fährt schnurstracks in die Hölle der Dummheit. Jede Form von Dogmatismus und Ideologie ist ein Irrtum. Sich freizumachen, bedeutet in erster Linie wirklich alles immer wieder zu hinterfragen. Nichts auf dieser Welt ist alternativlos (außer auf Klo gehen, Steuern zahlen und sterben) und noch viel wichtiger: Du verschwendest nicht Deine wertvolle Zeit. Huldige nichts und niemandem!

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Das Prinzip der Schönheit

Mit dem Prinzip der Schönheit kann man jeden Tag wunderbar gestalten. Besonders schön: Du kannst Dir vornehmen, die Welt jeden Tag ein bisschen schöner zu gestalten. Stell Dir vor, Du würdest Deine Wohnung jeden Tag ein wenig schöner gestalten – nur wenige Minuten täglich und Du würdest nach einem Jahr in der schönsten Wohnung unserer Erde leben.

Stell Dir einfach irgendeine Situation in Deinem Leben vor oder einen Ort, an dem Du Dich aufhältst und denke nach, wie Du die Situation und den Ort schöner gestalten kannst. Du merkst schnell, wie sich Dein Bewusstsein verändert, wie sich Dein Zugang zur Wirklichkeit verändert. Das Prinzip der Schönheit ist für mich ein Universalprinzip, dass Dein Leben zum Besseren wendet. Hier schwingt auch viel Selbstermächtigung mit: Ich mache meine Welt schöner.

Das Prinzip der Schönheit umfasst auch Deinen Geist. Wenn Du Junkfood isst, wenn Du schlechte Filme mit viel Brutalität glotzt, wenn Du schlechte Musik hörst, wenn Du Dich achtlos anziehst, dann wird Deine Seele Schaden nehmen, Deine Seele wird hässlich werden. Achte auf Dich und auf alles, was Dich umgibt, es wirkt auf Dich ein und – das ist ja eher nicht so mein Ding – es wirkt als Aura, als Ausstrahlung auf andere Menschen.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Du und das System

Wenn auch immer Du in Deinem Leben eine Entscheidung triffst, Teil eines Systems zu werden, dann sei auf der Hut. Manche Systeme kann man sich nicht aussuchen. Die Familie, die Schule, die Konfession sind zum Beispiel Systeme, in die wir geworfen werden. Deinen Ausbildungsplatz, Deine Band, Deinen Arbeitgeber, Deinen Verein kannst Du Dir selber aussuchen. Allerdings findet vor Deiner Wahl für ein System bereits eine Prägung statt seitens der Familie, der Schule, der Konfession. Bei vielen Menschen kommen hier in der Kindheit noch der Sportverein oder die Musikschule hinzu – diese Entscheidungen treffen häufig Eltern.

Meide Systeme, wo auch immer es geht. Oder wie es Udo Lindenberg sagen würde: „Mach Dein Ding“. Jedes System, wirklich jedes, wird Dich überwölben, umformen, verbiegen oder zerbrechen. Das gilt für Unternehmen, Orchester, Hochschulen, Vereine, Kirchen und Parteien. Ja, auch die Grünen schaffen ein eigenes System, das Dich auffordert, Position zu beziehen und Dich abzugrenzen. Es gibt viele Menschen, die sich in diese Systeme einfügen, einfach weil es bequem ist. Ich empfinde Diskurse mit Systemmenschen immer als die Begegnung mit dem betreuten Denken.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Oben sein ist super sein

Die Textzeile von Zweiraumwohnung mag ich immer noch sehr gerne. Du hast in Deinem Leben zwei Möglichkeiten, Denkfreiheit zu erlangen. Entweder verfügst Du über einen Haufen Geld, der Dich wirklich unabhängig macht oder Du bist in Deinem Beruf fachlich herausragend. Nein, Aktivist:in ist kein Beruf. Ja, Zimmermann oder Musikerin ist ein Beruf.

Nur in der Leistungselite atmet man frische Luft. Untenrum im Mittelbau oder den noch tiefer liegenden Etagen muss man sich immer arrangieren – sich mehr oder weniger dem Zeitgeist beugen oder unterwerfen. Da gibt es dann die pragmatischen Mitläufer, die supermutigen aus der Ecke Stänkerer, die wahnhaft Überzeugten und alle arrangieren sich sehr gelenkig mit den Gegebenheiten.

Sympathie wird zur Währung, mitspielen zu dürfen. Unten muss man gemocht werden (die Solidarität der Mittelschicht), man muss sich einordnen, unterordnen, Kompromisse machen, die Hierarchie beachten. Sympathie wird mindestens so wichtig wie Können. Allein der Kampf um das Gemocht werden frisst so viel Zeit, dass man keine Zeit mehr hat, wirklich herausragend zu werden. Selbstverständlich kann man auch der Leistungselite zugehörig ein netter Mensch sein, aber es ist nicht wichtig. Es ist halt so und gut ist.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Interaktionen und das Selbst

Der philosophische Streit, was denn der Mensch sei – was ihn ausmacht, währt seit Jahrhunderten. Die einen sagen, der Mensch ist ein Wesen mit einem autonomen Selbst, er schöpft aus sich selbst heraus. Die anderen sagen, der Mensch ist der Knotenpunkt seiner Interaktionen. Meine bescheidene Lebenserfahrung reflektierend habe ich noch nie einen Menschen getroffen, der aus sich selbst heraus irgendetwas geschaffen hätte. Alle kreativen und schaffensfrohen Menschen waren und sind dicht eingewoben in ein Netz aus Menschen, Anregungen, Rückkopplungen, Widerspruch und Aufmunterung, sie sind umgeben von Wissen, dessen sie sich bedienen.

Deine Identität wächst und gedeiht mit der Summe der Interaktionen, denen Du Dich aussetzt und denen Du ausgesetzt wirst. Natürlich braucht es immer auch die Ruhephasen, das Hinaustreten aus dem Lauten um in sich zu gehen und die innere Stimme zu hören und dann erschaffen Menschen etwas Neues.

Ich fürchte, wenn wir uns auf die Suche nach unserer autonomen Identität machen, werden wir herb enttäuscht werden. Denn so viel ist da nicht. Identität aus sich selbst heraus ist ein Irrtum. Wir Menschen – unser Bewusstsein und unsere Handlungsimpulse – sind gebunden an unsere Knotenpunkte und unsere Interaktionen.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Leistung vs. Haltung

Es geht um Führung. Es geht um innere Führung und um Führung von Menschen. Es geht um Deine Haltung zur Welt, es geht um Exzellenz, es geht um Spitzenleistung, es geht um den Mut, den Du brauchst, Deinen Weg zu gehen. Im Kern geht es um Selbstermächtigung, um Eigenverantwortung. Ich nehme die 2020er ganz deutlich als ein Jahrzehnt war, wo diese Wörter – Führung, Exzellenz, Leistung, Verantwortung – zunehmend diskreditiert werden als toxische Begriffe des alten weißen Mannes, der diese Welt zugrunde gerichtet hat. Das ist in jeder Hinsicht falsch und Unsinn – und es ist diskriminierend.

Der alles überwuchernde Sozialstaat hat in Deutschland ein nie gekanntes Fürsorgesystem geschaffen, das die Menschen aus der Verantwortung entlässt, selbst für ihr Leben zu sorgen und das ihnen auch die Konsequenzen ihrer Entscheidungen abnimmt. Der Preis ist Entmündigung, Überwachung, Kontrolle, Vorgaben. Es scheint, als würde hinter der verschwindenden Eigenverantwortung der Mut zur herausragenden Einzelleistung verschwinden und stattdessen rangieren Haltungsnoten hoch im Kurs.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Erfolg ist nur gemietet

Nach 25 Jahren Selbständigkeit weiß ich, wieviel der zweite Platz im echten Leben wert ist – nichts. Wieviel Aufträge bekommst Du, wenn Du bei Ausschreibungen maximal auf Platz 2 landest? Keinen! Nur der Sieg zählt, sonst nichts.

Setzen wir den Gedanken fort: Wieviel bewirkst Du in Meetings, Konferenzen und Arbeitskreisen und ähnlichen unproduktiven Beschäftigungen: Nichts! Kennst Du den Unterschied zwischen Beschäftigung und Arbeit? Arbeit ist immer wirksam, sie hat ein Ergebnis, sie ist zu etwas nütze. Beschäftigung ist neurotisches Verhalten, egal ob Du Teppichfransen zählst oder über das Geschlecht als soziale Konstruktion fabulierst.

Um die Sache abzukürzen und die Spreu vom Weizen zu trennen, bringe ich ein paar meiner wichtigsten Erkenntnisse auf den Punkt: Weichgespült bringt nix. Haltungsnoten sind nett, doch ob Du Dich vor einem Fußball hinkniest, Regenbogenfarbenmützen trägst oder in der Nase bohrst, es bringt nix. Der Sinngehalt von Politikwissenschaft, Genderwissenschaft und ähnlichen Parawissenschaften entspricht dem von Lifestyle-Magazinen, es ist Zeitverschwendung, es bring nix.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Du Opfer

Opfer sein ist ja vielfach schick geworden. Schnell ist die Diskriminierungsrassel bei der empörten Hand und Du wirst bei YouTube oder im TV nicht fertig mit dem Thema. Opfer sein wird definiert als Passivität, Fremdbestimmung, Abhängigkeit, Ohnmacht und Hilflosigkeit. Opfer sein ist schlimm und die Umstände sind leider so, dass ich ein Opfer bin. Ich rechne mich einer Minderheit zu? Bist Du Opfer! Ich verdiene weniger Geld als andere? Bist Du Opfer! Ich komme aus einem bildungsfernen Elternhaus? Bist Du Opfer!

Opfer sein entbindet Dich von Deiner Selbstverantwortung. Denn immer dann, wenn ein anderer als schuldig identifiziert ist, kann ich schulterzuckend sagen, da kann man nichts machen, ich bin das Opfer und Du bekommst ganz viel Zuspruch von anderen Opfern. Ich denke, Opfer sein ist sehr bequem und vor allem ist es sehr gefährlich. Denn Du bewegst Dich pfeilgerade in Richtung erlernter Hilflosigkeit.

Opfer sein kann man mittlerweile auch studieren – mit Gender Studies bekommst Du die perfekte Ausbildung incl. Praxistipps für Cancel Culture und Du hast so gut wie Null Chancen auf dem freien Arbeitsmarkt. Dein Opfer-Upgrade: Du verwendest die geschlechtergerechte Sprache, das ist die Garantie, sofort als Opfer erkannt und behandelt zu werden. Gendersprech = Opfersprech.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Gleich und Gleich

Gleich und Gleich gesellt sich gerne. Diese Erkenntnis ist so banal wie sie weitreichende Folgen nach sich zieht. Ein Zögerling, eine Jammertrine, ein aufbrausender Mensch, ein Streithansel, ein Korinthenkacker, eine Lügnerin wird immer ihresgleiches finden und dann macht man sich das Leben schwer. Man gibt sich Recht, man hintergeht sich, man stiehlt sich Zeit und Kraft.

Wenn Du Dein Leben mit konstruktiven, zugewandten, aufgeschlossenen und tatenfrohen Menschen verbringen möchtest, dann sei konstruktiv, zugewandt, aufgeschlossen und tatenfroh. So einfach ist das. Ohne jetzt groß zu psychologisieren, eine Tatsache gilt: Unser Verhalten formt unser Bewusstsein. Du willst zugewandt sein? Sei es! Du willst ehrliche Freunde? Dann sei ehrlich!

Meine Erfahrung als Freiberufler lehrt mich, dass ich in dem Maße, wie ich mein Naturell aufrichtig lebe, immer mehr Auftraggeber gewinne, die genauso ticken wie ich: Ich habe wirklich ausnahmslos Lieblingskunden, für die ich sehr gerne arbeite und ich glaube, sie schätzen meine Arbeit auch sehr.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Steine und Sand im Leben

Du kennst die Geschichte von den Steinen und dem Sand im Glas? Ein Professor für Philosophie auf die Frage nach dem guten Leben nimmt ein Bierglas zur Hand und füllt es auf. Zuerst sorgfältig mit größeren Steinen, dann gibt er sacht schüttelnd kleinere Steine hinzu und am Schluss rieselt er Sand hinein bis zum Rand des Bierglases.

Nun denn, die großen Steine stehen für Deine wirklich wichtigen Sachen im Leben, für Deine Familie und Deinen Beruf. Dann kommen die kleineren Steine hinzu. Ein netter Freundeskreis, ein schickes Auto, eine kommode Wohnung und am Schluss der Sand – die Partys, die Ablenkung und Zerstreuung. In dieser Reihenfolge gelingt ein gutes Leben, und zwar nur in dieser Reihenfolge. Denn würdest Du als erstes den Sand in das Glas geben, dann finden die kleineren und größeren Steine keinen Platz mehr in Deinem Leben.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Entscheidungen treffen

Eine der größten Herausforderungen für alle Menschen ist es, Entscheidungen zu treffen. Es gibt viele Arten von Entscheidungen. Du kannst eine Entscheidung treffen, die einen Möglichkeitsraum öffnet, zum Beispiel, in dem Du etwas beendest. Die jetzt freie Zeit kannst Du für vielerlei Projekte einsetzen. Wenn Du Dich für ein Projekt entschieden hast, dann hast Du den Möglichkeitsraum geschlossen, das ist die zweite Art, Entscheidungen zu treffen.

Es gibt keine falschen Entscheidungen, das muss Dir klar sein. Denn zu Beginn – im Moment der Entscheidung – ist jede Deiner Entscheidungen richtig. Erst wenn Du nach und nach den Konsequenzen Deiner Entscheidung gewahr wirst, stellt sich heraus, ob die Entscheidung gut war oder eben nicht.

Spannend ist die Erkenntnis: Du kannst Dich nicht nicht entscheiden. Denn auch eine Nicht-Entscheidung ist eine Entscheidung, eben einfach so weiterzumachen. Und wenn Du Dich nicht entscheidest, dann trifft das Leben die Entscheidungen für Dich. Und das Leben trifft meist die zweitbeste Entscheidung.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Wer hat Angst vor Zeitdieben?

Ich auf alle Fälle. Zeitdiebe begleiten mich das ganze Leben schon und sie werden einfach nur deshalb in meinem Umfeld weniger, weil ich höllisch auf der Hut bin. Zeitdiebe saugen Dir Lebenszeit ab, sie zapfen Deine Lebensfreude an, Zeitdiebe sind überall. Zeitdiebe sind Energiesauger. Zeitdiebe nähern sich meist sehr freundlich und tendenziell unterwürfig. „Du, mir geht´s grad nicht so gut“. Klar, jedem von uns geht es auch mal nicht so gut und unter Freunden ist es Ehrensache, sich auch mal Gejammer anzuhören, doch – und das ist jetzt ein bisschen hart: Du bist ein Freund; keine Ärztin, kein Krankenpfleger und keine Therapeutin. Und wenn das Gejammer kein Ende nimmt, das Elend keiner Lösung zugeführt wird, dann ist das nicht Dein Problem.

Schön sind auch Begegnungen der folgenden Art: „Du ich hätte da vielleicht ein fettes Projekt am Start und ich bräuchte Hilfe“. „Du, ich kenn da jemand (endloses Namedropping), mit dem geht was“. Zeitdiebe nehmen alles und geben nichts. Meine Empfehlung: Kürze die Sache ab: „Du, das ist voll interessant, schick doch mal was Konkretes per E-Mail und ich sehe mir das in Ruhe an“. Etwas Konkretes ist das Schlimmste für diese „Projektlabertaschen“, das zwingt sie in das Überprüfbare und Verbindliche.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Du bist, was Du unternimmst

Wer Bach übt, kann Bach. Wer Tonleitern übt, kann Tonleitern. Wer Schmarrn übt, kann Schmarrn. Wer nix übt, kann nix. Du kannst, was Du übst. Auch Ausreden und gute Vorsätze kann man üben, auch das „Eigentlich“ und das „sollte man“. Wir leben meist in dem Irrtum, dass unser Kopf das Richtige tut. Das tut er nicht. Unser Kopf verstärkt und memoriert, was wir unternehmen und gibt das als Rückmeldung zurück. Wenn Du Dir etwas vornimmst, dann trainierst Du das Vornehmen. Wenn dem Vornehmen keine Taten folgen, dann übst Du, Dir etwas vorzunehmen ohne es anzupacken. Mit jedem Vornehmen ohne Taten verstärkst Du dieses Handlungsmuster.

Dein Kopf weiß nicht, was richtig und falsch ist. Dein Kopf bildet seine Struktur und vor allem seine Belohnungsmuster entlang Deiner Handlungen aus. Jede Handlung formt Dein Bewusstsein. Damit hast Du den Schlüssel für Deine Persönlichkeitsentwicklung in der Hand. Verhalte Dich so, wie Du gerne sein willst und Du wirst es werden. Wer diesen Schlüssel nicht nutzt, der wird geformt von den Anforderungen der Welt an Dich und so wie ich das beobachte, endet das meist in üblen Deformationen, die man kunstvoll rechtfertigt. Auch rechtfertigen ist eine Handlung, die Dein Bewusstsein formt.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Die Leichtigkeit des Seins

Die Leichtigkeit unseres Daseins deformiert nicht wenige Menschen, einfach weil das Wohlleben sehr bequem ist. Ein berühmtes medizinisch wissenschaftliches Beispiel ist – neben der pawlowschen Konditionierung – die Geschichte von den (un)angeleinten Hunden im geteilten Käfig, dessen eine Hälfte unter Strom gesetzt wird. Sind die Hunde zu lange angeleint gewesen, ertragen sie die Schmerzen, obwohl sie den Käfig wechseln könnten.

Genau das passiert auch mit uns Menschen. Wenn wir zu lange deformiert gelebt haben, dann empfinden wir diese Deformation als normal. Wir kaufen uns dann im übertragenen Sinne die Anzüge, die unsere Deformation kleiden (Ausreden, Opfer-Geschichten, nicht Wollen-Können und nicht Können-Wollen Argumente). Das bequeme Leben hat uns lebensuntüchtig gemacht. Besser gesagt, wir haben es zugelassen.

Meine Erfahrung ist, die meisten Menschen leiden an Unterforderung, nicht an Überforderung. Unser Leben ist so unfasslich leicht im Vergleich zu unseren Vorgängergenerationen und jede und jeder kann wirklich alles erreichen. Am Rande hinzugefügt: Gerade in dieser Leichtigkeit des Seins liegt die große Gefahr verborgen, dass man es sich zu leicht macht. Unsere Welt war noch nie so offen und so frei, die Wahlmöglichkeiten waren noch nie so groß, erstklassiges Wissen war noch nie so nah. Auch das ist neben den bestehenden Unterschieden und Ungleichheiten eine Tatsache.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Hüte Dich vor großen Ideen

In der heutigen Arbeitswelt überformt man gerne die Arbeitsinhalte mit einer großen Idee. Das gilt für klassische Arbeitgeber und vielmehr noch für die digitale Ökonomie. Da sitzen sie dann, die hervorragend ausgebildeten Mitarbeiter und bosseln an Websites, entwickeln Social-Media-Kampagnen, starten Crowd-Funding-Aktionen, bilden eine Community und all das, wenn die Sache eine Gute ist. Zum Beispiel vegane Lebensmittel oder Weltrettungsprojekte aller Art.

Die gleichen hervorragend ausgebildeten Mitarbeiter würden das niemals, unter keinen Umständen, zum Beispiel für einen globalen Immobilieninvestor oder einen Massentierhaltungsbetrieb tun. Hier dürfte man schon gar nicht arbeiten und wenn, dann nur für ein Saugeld. Finde den Fehler! Selbstverständlich ist Massentierhaltung böse und Immobilien verticken für maximale Rendite auch. Doch bei den Weltrettungsprojekten aller Art zahlst Du die Zeche. Sie beuten Dich schlicht aus. Das ist auch böse böse böse.

Es ist Deine Lebenszeit, Deine Energie, Deine Rücklagen, Deine Altersvorsorge. Viele Weltrettungsprojekte sind turbokapitalistischer organisiert als klassische Betriebe, mach Dir das bewusst. Eine gute Idee für die Welt und ein gutes Gehalt gehen trefflich zusammen und Fairness der Welt gegenüber beginnt immer bei einem selbst und dem zugemessenen Wert der eigenen Arbeit.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Vorbei ist vorbei

Ich komme so langsam in das Alter, wo sich mir Gleichaltrige oder etwas Ältere nach einigen Glas Wein offenbaren: „Ich habe 25 Jahre funktioniert, die Zeit ist irgendwie verloren.“ „Im nächsten Leben mache ich das und jenes.“ „Jetzt wo ich in Rente bin, mache ich, was ich eigentlich machen will.“ Je nach Tagesstimmung werde ich dann todtraurig oder sarkastisch, manchmal höre ich einfach zu und manchmal habe ich einen Tipp: „Das ist eine gute Idee, schreib Dir Deine Vorsätze auf Deine Unterarme, damit Du Dich in Deinem nächsten Leben daran erinnerst.“ Und weißt Du was? Dann freuen sie sich und lachen und tanken Zuversicht und versprechen mir, sich das auf die Unterarme zu schreiben, was sie im nächsten Leben machen wollen.

Sei versichert, wenn man sein Leben tatkräftig gestaltet und seinen Weg geht, dann ist für alles Zeit – für Familie, für Beruf, für Freunde, für Projekte und auch diese Menschen kenne ich. Sie hören den tosenden Wasserfall und bleiben tiefenentspannt in stiller Vorfreude auf das Kommende, was auch immer es sein mag.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Alternativlos Denken

Wer alternativlos denkt, ist geistig insolvent. Es gibt wohl keine dümmere und ideenlosere Art, sein Leben zu denken. Ich sag mal, was alternativlos ist: „In The Long Run We Are All Dead.“ Das antwortete John Maynard Keynes auf die Frage, was denn seine langfristige Prognose sei.

Der Fluch liegt darin, dass wir glauben, jemand, der alternativlos denkt, verfügt über einen geheimnisvollen Algorithmus, der ihn schachcomputergleich befähigt, alles hin zum zwingend logischen einzig möglichen Ergebnis zu berechnen und uns mit den Rechenschritten zu belasten wäre vergebene Liebesmühe, denn wir sind zu dumm und der andere ist besonders klug. Aus dieser zugeschriebenen Überhöhung, die der andere gerne annimmt und auch wirklich glaubt – lässt sich wirklich jeder Mist auf das Volk äpfeln. Wer so etwas sagt, foltert das Wort „Denken“. Wer so etwas sagt, bedient sich satanischer Dialektik, die jeden lebendigen Diskurs zerstört.

Wenn wir schon denken wollen – was meist dramatisch überschätzt wird – dann aus zwei Gründen: Ich will jetzt etwas gestalten und will dafür eine Lösung oder ich nehme mir etwas vor und dann plane ich die Schritte, um mein Ziel zu erreichen. Denken ist also immer ein lebendiger Akt, die Welt zu gestalten. Es ist schlicht nicht möglich, alternativlos zu denken.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Vom Müssen und Wollen

Es gibt Muss-Menschen und es gibt Will-Menschen. Muss-Menschen müssen immer irgendwas. Sie müssen arbeiten, sie müssen früh ins Bett, weil morgen früh raus, sie müssen irgendjemand mal so richtig die Meinung sagen. Sie müssen ihr Müssen auch immer mitteilen, denn ihre Last wiegt schwer und wir müssen mitleiden. Gespräche mit Muss-Menschen sind freudlos, das muss man dann aushalten. Schlimmer sind nur die Müsste-Menschen, die findest Du im Kapitel „Vorbei ist vorbei“ beschrieben.

Will-Menschen sind diesbezüglich eher so still, denn sie machen halt was. Und wenn Du einen Will-Menschen fragst, dann erzählt er Dir, was er so macht. Der Weg vom Will zum Handeln ist deutlich entspannter als der Weg vom Muss ins Handeln. Gut ist: das kann man trainieren. Wenn Du Deinem Kopf ständig sagst „ich muss“, dann wird Dein Kopf müde und Deine Glieder werden schwer. Wenn Du Deinem Kopf eher so nichts sagst, sondern ihn bittest, Dir bei einem Unterfangen zu helfen, dann legt er los, Dein Kopf.

Es geht im Kern um die innere Haltung, die Du Dir gegenüber einnimmst. Willst Du Dich als schwer beladenen Menschen wahrnehmen, dann sprich ganz viel über das Müssen. Willst Du Dich als Will-Mensch wahrnehmen, dann mach einfach. Beides funktioniert als selbstverstärkender Regelkreis. Wer viel Muss wird immer mehr Müssen, wer viel Will wird immer mehr machen. Letztlich ist auch das Muss eine Will-Entscheidung.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Hilfe annehmen

Es gibt da diese Geschichte von dem Pfarrer, der immer sonntags zwischen zwei Dörfern über das Moor wandelt, um in seinen beiden Gemeinden nacheinander den Sonntagsgottesdienst zu halten. Eines Tages tritt der Pfarrer, versunken in seine Gottesdienstvorbereitung, fehl und steckt mit beiden Füßen fest im Moor. Je heftiger er sich daraus zu befreien sucht, desto schneller sinkt er tiefer. Es kommt die Feuerwehr daher und der Kommandant ruft aus dem Fenster „Pfarrer, brauchst Du Hilfe?“. „Nein, der Herr wird mich retten“ ruft der Pfarrer zurück.

Die Feuerwehr rauscht ab, der Pfarrer sinkt tiefer und sie kommt zum zweiten Mal vorbei, die Feuerwehr. Bis zum Bauch eingesunken verneint der Pfarrer abermals das Hilfsangebot der Feuerwehr. „Der Herr wird mich retten“. Als die Feuerwehr das dritte Mal vorbeikommt, gewährt sie den Pfarrer bis zum Hals im Moor stecken. „Der Herr wird mich retten“ ruft ihnen der Pfarrer zu. Die Feuerwehr zieht abermals ab. Der Pfarrer versinkt im Moor. Er stirbt und steht alsbald vor seinem Herrn. „Jetzt sag mal, Herr, hat es das jetzt wirklich gebraucht?“, so der Pfarrer „Du hättest mich schon retten können, oder?“. „Jetzt hör mal zu, Du Depp“ donnert da der Herr „Ich habe Dir dreimal die Feuerwehr vorbeigeschickt und Du hast ihre Hilfe abgewiesen.“

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Qualität im Team

Am Anfang steht eine große Idee, manchmal sogar ein Traum. Eines Morgens wachst Du auf und es fährt in Dich wie ein Blitz. Das ist es, genau das. Dieses Projekt will ich umsetzen. Jetzt. Mit guten Leuten, die sich alle mögen. Mit Deiner Begeisterung zündest Du viele Menschen an und alle wollen dabei sein. Alle wollen alles geben, alles teilen, alles miteinander besprechen, alle wollen offen sein und fair und all das klingt wunderbar.

Weiß Du, was passiert, wenn Du Dein Projekt einfach laufen lässt? Dein Projekt wird schnell überwuchert von Schmarotzern, Trittbrettfahrern, Selbstdarstellern, Klugscheißern und Nichtskönnern. Die guten Kräfte in Deinem Team verschwinden nach und nach, sie schmeißen hin, sie verzweifeln still, manche begehren vielleicht kurz auf doch am Ende sind sie alle weg. Ohne Regulativ hat das Gute keine Chance.

Gemeinsame Kraftanstrengungen – zum Beispiel mit dem Ziel, hohe Qualität anzubieten, Deutscher Fußballmeister zu werden, die Alpen zu überqueren, ein fantastisches Musikalbum einzuspielen – gelingen immer auf der Grundlage eines guten Teamgeistes. Wichtig ist, dass sich die Kraft fokussieren kann, dass die guten Kräfte Raum bekommen, sich zu entfalten, dass klar ist, wann man im Sinne der Sache falsch oder richtig handelt und, dass der Erfolgsbeitrag jedes Mitglieds sichtbar ist und sich alle in den Dienst der Sache stellen.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Im Paradies

„Das Paradies ist immer dann, wenn einer da ist der wo aufpasst, dass kein Depp reinkommt.“ Zitat aus dem Brandner Kaspar, Franz von Kobellis. In der Erzählung sagt diesen Satz der Erzengel Michael, der Wächter der Himmelspforte. Ich mag den Satz auch gerne. Entscheidend ist für mich das Wort DANN. Das Paradies ist kein Ort, das Paradies ist eine Zeit! Und darum geht es in der Erzählung!

Der Brandner Kaspar zockt mit dem Tod Karten um weitere Jahre auf dieser Erde, der Brandner Kaspar hilft mit nicht zu knapp Kirschgeist nach und schummelt gekonnt, der Tod verliert und muss ohne den Brandner Kaspar zurück in den Himmel. Dort gibt es einen Riesenanschiss und himmlische Verwirrung. Für uns gilt: Unser Leben auf dieser Erde kann das Paradies sein!

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Der innere Schweinehund

Wenn ich etwas in meinem Leben ändern will, dann sollte ich der Erkenntnis Taten folgen lassen. Du willst eine Sprache lernen? Fang damit an. Wann? Jetzt! Du willst ein Musikinstrument lernen? Fang jetzt damit an! Du willst abnehmen? Treib mehr Sport und iss weniger. Ab sofort!

Meist enden oben genannte Beispiele in guten Vorsätzen. Gute Vorsätze sind hervorragende Verstärker für das Aufschieben. Wer sich gute Vorsätze vornimmt, trainiert die Verweigerung der Tat. Je härter der Vorsatz, desto stärker die Kraftillusion. Je machtvoller die Ermahnung an den inneren Schweinhund, desto schneller wird er groß, stark und fett. Vorsätze sind Kraftfutter für den inneren Schweinehund, er liebt gute Vorsätze.

Das ist jetzt hart, doch wenn Du wirklich etwas verändern willst, dann musst Du schnell sein. Die Faustregel: Solltest Du einen guten Vorsatz fassen, so beginne binnen 24 Stunden mit der Umsetzung, fang einfach an! Und dann fragst Du Dich sechs Wochen lang nicht, wie es Dir dabei geht. Denn Dein Bewusstsein trollt Deinem Verhalten hinterher. Das Bewusstsein ist langsam, Dein Großhirn ist langsam und leise, der Impuls ist schnell und aggressiv. Doch keine Sorge, liebe Tierschützer: Dein Schweinehund übersteht das schon, den wirst Du nie los. Es geht nur darum, ihn so klein wie möglich zu halten durch dauerhafte Diät. All das mündet in geübter Lebenspraxis.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Fokussiere Dich

Klingt leicht, ist sauschwer. In aller Kürze: Lebe jetzt, schweife nicht ab, handle im Augenblick. Wenn Du etwas Wichtiges vorhast, dann stellst Du wirklich alles hintenan. Setze Dir für jeden Tag ein Ziel, was Du heute schaffen willst. Lege Deine wichtigsten Arbeiten auf den Morgen und den Vormittag, hier hast du noch am wenigsten Ausreden. Dein Tag ist zu kurz? Dann stehe noch früher auf. Marcus Miller steht morgens um 4 Uhr auf und arbeitet an seinen Songs bis 6 Uhr früh. Warum? Es ist die einzige Zeit des Tages ohne Störungen. Und jetzt kommt mir niemand mit seiner Prokrastination oder einer ähnlichen Opfergeschichte, das ist schlicht Unsinn. Wer an sowas leidet, hat den falschen Beruf, sollte was anderes lernen oder ist manifest unterfordert.

Mein Professor für Medienwissenschaft sagte in seiner Abschlussvorlesung: Wenn Sie dauerhaft an Ihrer Sache dranbleiben, dann lässt sich Erfolg auf Dauer nicht verhindern. In meinen Worten: Wenn Du etwas wirklich erreichen willst, dann tu etwas dafür.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Helene Fischer

Es ist schick in einer bestimmten Spezies Profimusiker und Amateurmusiker, Helene Fischer verächtlich achselzuckend abzutun. Sie würde ja nur Popmusik machen und wenn „Atemlos“ liefe, dann würde man den Raum verlassen. Nun ja, ich denke mir dann so anhand der Schilderungen des eigenen Wirkens der Musiker, in der Substanz passt das auf ein Blatt Papier DIN A5 und wo denn das Problem liegt, Helene Fischer professionell Respekt zu zollen? Die Lady hat alles aus eigener Kraft geschaffen. Sie kommt als Kind aus Russland nach Deutschland, sie gibt ausverkaufte Konzerte, sie gibt über 200 Menschen Arbeit, sie engagiert erstklassige Musiker, ihre Fans kommen in Sonntagskleidung in die Konzerte und können alle Songs mitsingen, die Show und die Kostüme sind prächtig und ideenreich, Helene Fischer schenkt ihren Fans eine gute Zeit.

Ich sag mal so, wenn mich Helene Fischer anrufen würde (was sie nie tun wird) und auch wenn ich ihre Musik nur von Partys kenne, und sie würde mich fragen, ob ich aushilfsweise für eine Show bei ihr einsteigen würde, ich würde 10 Minuten später fertig gepackt im Auto sitzen und losfahren.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Erfolgs-Voodoo

Solltest Du Dich für ein Leben in einer Organisation entscheiden, dann lies bitte das Folgende sehr aufmerksam und mach Dir bewusst, worauf Du Dich gegebenenfalls für viele Jahre einlässt. Und es wird sich nicht vermeiden lassen: Du wirst Teil des Spiels werden.
Voodoo ist immer dann, wenn magische Kräfte walten sollen. Wenn höhere – überirdische oder außerirdische Mächte angerufen werden, um bedrohliche oder verderbliche Entwicklungen abzuwenden oder zum Besseren gewendet werden sollen. Deshalb brachten Menschen Opfer für eine gute Ernte, sie hopsten singend über Feuerstellen für Regen oder errichten (bis heute) Flughafen-Tower aus Bambus in der Hoffnung auf Konservenregen aus Eisenvögeln (siehe hierzu einfach vier Absätze weiter).

Voodoo ist wie Homöopathie. Wirkt es, dann ist alles gut und wir fahren mit dem Hopsen fort. Wirkt es nicht, dann haben wir eben nicht genug gehopst oder nicht fest genug an die Wirkung des Hopsens geglaubt oder zu spät mit dem Hopsen begonnen oder wir haben einen Verräter unter uns Hopsenden.

Viele Menschen wenden sich gerne an Erfolgs-Voodoo-Anbieter, die very shimmery parawissenschaftliche Erfolgsrezepte feilhalten und Zauberformeln verticken à la „Fühl den Sieger in Dir“, „So bist Du unwiderstehlich“ und so weiter.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Eigentlich bin ich …

Das passiert mir immer wieder im Leben. Ich lerne Menschen kennen, man findet sich sympathisch oder es ergibt sich einfach und man fängt das Erzählen an. Meist geht es schnell in die eigene Biographie und was man so macht und dann kommt er, der Satzanfang: „Eigentlich bin ich … (Musiker, Fotografin, Maler, Schauspielerin, …) und das hier (Bedienung, Taxifahrerin, Paketbote, Call-Center) mache ich nur in Teilzeit, bis mein Geschäft läuft.“

Manchmal trifft man sich wieder im Leben und wirklich alle „Eigentlich-Menschen“ arbeiten immer noch als Bedienung, Taxifahrerin, Paketbote, Call-Center-Agentin. Dieses Eigentlich tötet Deinen Lebensentwurf, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Du bist Musiker? Dann sei es! Du bist Fotografin? Dann sei es!

Es ist verrückt. Wenn Du im Eigentlichen lebst, dann verschwindet es, das Eigentliche. Dann bist Du im Fluss in Deinem Lebensentwurf und Deine Energie und Deine Gedanken sind wie von Zauberhand auf Dein Ding konzentriert. Dann lernst Du die richtigen Menschen kennen, Du findest überraschende Lösungen und offene Türen.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Die Kraft zum Jammern

Früher gingen wir mit unseren Kindern gerne wandern und wir verschätzten uns manchmal mit der Entfernung, wir wurden von Regen überrascht oder irgendwas passierte, was die Wanderung anstrengend werden ließ. Und dann ging es los: „Wie weit ist es noch?“, „Sind wir bald da?“, „Mein Rucksack ist so schwer“, das kennt man ja. Einmal platzte mir der Kragen und ich sagte: „Wer Kraft hat zum Jammern, der hat auch Kraft zum Laufen.“ Das Jammern versiegte schlagartig und ich bekam ein schlechtes Gewissen, ob ich jetzt meine Kinder traumatisiert hätte.

Jahre später ist der Satz immer wieder Thema bei unseren Familientreffen im Rahmen zugerufener Erinnerungen und beide mittlerweile erwachsenen Kinder versichern jedes mal glaubhaft, dieser Satz hätte sie dieses Quäntchen härter werden lassen, was es manchmal einfach braucht. Ich weiß aus zig Situationen: man hat wesentlich mehr Kraft als man glaubt. Das bedeutet nicht, jeden Tag bis Ultimo an die Grenze zu gehen. Es heißt nur, Du kannst Deiner Kraft vertrauen, sie ist immer da, wenn Du sie brauchst.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Du hast Zeit

Einer der schlimmsten Tipps für junge Menschen ist: „Entspann Dich, Du hast Zeit. Du bist ja noch jung.“ Ich weiß nicht, wieviel ambitionierte Lebensentwürfe und Träume mit diesem Satz vernichtet wurden. Die Zeitspanne bis zum 30ten Geburtstag ist so extrem kurz und gleichermaßen so unendlich wertvoll. Das ist die Zeit, in der Du das Fundament legst für Dein ganzes Leben. Dir wird jeder Fehler verziehen und Du hast so einen massiven Kraftüberschuss, der Dich leicht jeden Fehler ausbügeln lässt. Alles, was Du in jungen Jahren lernst, begleitet Dich auf Deinem Lebensweg und jede gut genutzte Stunde zahlt sich tausendfach für Dich aus.

Das Wichtigste ist vielleicht: Wenn Du von jungen Jahren an schaffensfroh bist und das zu Deiner Lebenspraxis machst, dann wird Dich dieser Tonus – diese innere gesunde Spannung – Dein ganzes Leben begleiten und Dir wie von selbst helfen, frohgemut immer weiter voranzuschreiten und immer wieder auf die Füße zu kommen.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Hüte Dich vor Macht

Der ganze Satz lautet: Hüte Dich vor Macht um ihrer selbst willen. Viele Menschen streben nach Macht und Einfluss, um eine superiore Position anzustreben, sie wollen unangreifbar sein und andere Menschen für ihre Zwecke einspannen. Diese Lebensentwürfe zerfressen Deine Seele. Klar lebt man angenehm in dieser Bedeutungsillusion, man wird gefragt und gebeten, man wird eingeladen und pausenlos bimmelt das Telefon und alles ist wichtig und dringend und keiner kann es so gut wie Du, sagt man Dir. So rauscht das Leben vorbei und wenn Du Glück hast, dann merkst Du den Irrtum nicht und wähnst Dich im seligen Irrtum bis zum Schluss.

Ein schlechtes Leben ist geprägt von Form und Oberfläche. Ein gutes Leben ist geprägt von Sinn und Inhalt. Wenn Du in Deiner Disziplin Meisterschaft anstrebst und diese Meisterschaft dient einer guten Sache, dann hast Du einen wichtigen Schlüssel für Dein Lebensglück gefunden. Und wann auch immer Du gebeten wirst, eine machtvolle Position einzunehmen, dann stelle Deine Macht in den Dienst von Sinn und Inhalt. Die Gestaltungskraft für Dein Leben liegt in Dir. Lass Dich nicht blenden von dem Chichi.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Sei wirksam

Am Ende des Tages zählt nur, was Du ins Werk gesetzt hast. Du hast einen neuen Song geübt, Deine Technik verbessert, Du hast Dich herausgefordert und eine Lösung gefunden? Du hast gutes Brot gebacken oder eine Zahnprothese perfekt auf Sitz gefeilt?

Das gilt auch, wenn Du für andere in Lohn und Brot stehst und arbeitest. Ergibt Deine Arbeit Sinn? Hilft sie jemanden? Lass Dich nicht abspeisen mit Titeln oder Bedeutungsfirlefanz aller Art. „Oh, Du arbeitest für Greenpeace, das muss toll sein“. „Oh, Du arbeitest für BMW, das ist bestimmt spannend.“ Auch zu viel Geld ist Firlefanz, es bläht Dich nur auf. Entscheidend ist, WAS Du tust. Mit Larifari-Beschäftigungen zerstörst Du Deine Seele. Sei wirksam, für Dich und andere!

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Gerechtigkeit

Heute kann jede und jeder durch Ausbildung und Studium alles im Leben erreichen. Das ist eine steile These, denn ist unsere Welt nicht zutiefst ungerecht? Und eines der großen Ewigkeitsthemen in der Politik ist ja die Gerechtigkeit, also kann das ja nicht stimmen.

Gehen wir gedanklich zurück ins alte Rom, in das Rom der Sandalensoldaten und der siegreichen Feldzüge und dem Lorberkranzgehebe und das Weintrauben in den Mund fallen lassende auf dem Sofa Rumgelümmele. Im alten Rom gab es eine sehr kleine Oberschicht, die sich um die Staatsaufgaben kümmerte oder einfach nichts tat außer reich und genusssüchtig sein. Die ganze Arbeit vom Müll raustragen bis Essen zubereiten wurde von Sklaven erledigt. Wenn man als Sklave so richtig Glück hatte, dann wurde man irgendwann freigelassen. Wer das Pech hatte, ein starker Sklave zu sein, durfte sich zum sonntäglichen Vergnügen der Römer von Löwen durch das Colosseum hetzen lassen.

Natürlich ist im Hier und Heute auch nicht alles perfekt gerecht, doch in der Summe ist es deutlich besser als zu jeder anderen Zeit, die Bronzezeit mal ausgenommen. Dieses penetrante auf Gerechtigkeit pochende Bewusstsein schielt meines Erachtens viel zu stark nach rechts und links, ob es anderen nicht besser ginge und dann ist man empört und will es auch endlich besser haben. Doch das bringt gar nichts, damit verschwendest Du nur Deine Zeit.

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Partizipation ist ein Irrtum

Wenn es darauf ankommt, bedarf es Führung. Es bedarf einer klaren Kommandostruktur mit einem fachlich versierten Team, dessen Expertise in eine Entscheidung einfließt. In allen wirklich wichtigen Bereichen des Lebens, zum Beispiel in einem Krankenhaus oder beim Technischen Hilfswerk, bei der Feuerwehr, einem Handwerksbetrieb – immer dann, wenn auf fachlich hohem Niveau zügig die richtige Entscheidung getroffen werden muss, um Menschenleben zu retten oder Arbeit dauerhaft gut ins Werk zu setzen, gibt es Führung und Kommandostrukturen.

Unwichtige und meist sinnfreie Organisationen erkennst Du an ihrer Fülle an Arbeitskreisen, Besprechungsrunden und Partizipations-Parolen. Das sind selbstreferenzielle Systeme, die um sich selbst kreisen und keinen Nutzen stiften. Ich nenne das gerne organisierte Verantwortungslosigkeit. Halte Dich von solchen Organisationen fern, sie stehlen Dir Deine Zeit.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Schaffe Dir ein gutes Selbstbild

Immer wieder platzt es aus Menschen unvermittelt heraus, was sie alles nicht können. Ich für meinen Teil kann keine Herzen transplantieren, mit Steuererklärungen tue ich mir schwer und wenn mein Computer ein ernstes Problem hat, hole ich mir auch die Fachfrau zu Hilfe. Hellhörig werde ich immer, wenn sich das Nicht-Können auf zutiefst menschliche Ausdrucksformen bezieht – malen, zeichnen, ein Instrument spielen, singen, tanzen. Wenn Du mir sagst „Ich kann nicht singen“ dann frage ich Dich aus dem Reflex heraus „Wer hat Dir diesen Glaubenssatz eingeprügelt?“.

Wie werden wir diese Dämonen und Pflöcke wieder los? Ehrlich, das ist schwer. Wenn Du in Deinem Verhalten und in Deinen Worten erkennst, dass Du Dich selbst begrenzt, dann ist das ein guter Anfang. Und dann sprich gut über Dich. Ändere Dein Selbstbild, in dem Du gut über Dich sprichst. Ändere Dein Selbstbild, in dem Du gut zu Dir bist.

Spendiere Dir nicht nur ein Trostpflaster, wenn es Dir schlecht geht. Spendiere Dir kleine Aufmerksamkeiten auch dann, wenn es Dir richtig gut geht. Am besten ziehst Du Dir ab sofort jeden Morgen Spendierhosen an.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

Wer A sagt …

… muss NICHT B sagen! Es gibt so viele unnütze Lebensregeln wie es Menschen gibt, die Dich einpferchen wollen in ihr schales Lebensmodell. Du machst eine Malerlehre? Wer A sagt, muss auch B sagen, also mach Deinen Gesellen. Wer A sagt … der Schritt zum Meister ist nicht mehr weit. So geht das immer weiter im Leben und am Ende hast Du vermutlich zwar immer B gesagt, aber an Deinem Leben vorbei gelebt.

Auch der Satz „Lerne erstmal was Richtiges“ als Antwort auf die Idee, zum Beispiel Jazzgitarre studieren zu wollen, zerstörte ein paar mir bekannte Lebensentwürfe. Auch schön daneben ist der Satz „Mach erstmal Abitur, dann sehen wir weiter“. Das Ergebnis sind entweder dauerfrustierte Funktionserfüller in einem Leben als Irrtum, die sich jeden Feierabend betäuben und vielleicht am Wochenende mit einer Hobbyband rumbluesen oder Menschen, die schon früh den Faden zu ihrer vielleicht außerordentlich handwerklichen Begabung verloren haben und diese in der Freizeit oder in späteren Jahren zum Leben erwecken und selten zur Vollendung bringen, für die sie eigentlich geschaffen waren.

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Auszug aus dem Buch: Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben“, Stefan Theßenvitz, 260 Seiten, 36 Euro. Im Webshop erhältlich: https://shop.thessenvitz.de/produkt/zur-sonne-zur-freiheit/

GrooveLAB | Videoprojekt 2021

Im GrooveLAB findet der Musikunterricht der Grundschule in der Musikschule statt. Die Kinder der Klassenstufen Eins bis Vier erhalten im GrooveLAB qualifizierten Musikunterricht. Die Lehrkräfte im GrooveLAB sind ausgebildete Musikpädagog:innen. Seitens der Grundschule können die Kinder gerne auch von fachfremden Lehrkräften begleitet werden.

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Pädagogische Freiheit

Die Kinder stehen im GrooveLAB im Zentrum. Das aktive Musizieren der Kinder steht im Mittelpunkt. Das GrooveLAB fußt auf der Pädagogik von Maria Montessori. Sie versteht das Kind als Baumeister:in seines Selbst. Der offene Unterricht und die Freiarbeit sind die Kernbestandteile der Montessori-Pädagogik. Damit fördert sie Lernprozesse optimal. Der Leitsatz: Hilf mir es selbst zu tun. Gezielt entwickelte pädagogische Unterrichtsmaterialien laden die Schüler:innen zum eigenständigen Entdecken des Kosmos Musik ein.

Das GrooveLAB entstand als Forschungsprojekt an der Musikschule Stadt Lahr. Die Initiatoren Tobias Meinen und Andreas Kopfmann fanden in Prof. Dr. Andreas Doerne, Lehrstuhl Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Freiburg, einen kongenialen Partner. Gemeinsam entwickelten Sie das GrooveLAB zur Marktreife. Seit 2016 ist das GrooveLAB fester Bestandteil der Musikschule Stadt Lahr.

Das GrooveLAB kann analog und digital

Analog: Die Ausrüstung des GrooveLAB umfasst die Vollausstattung eines modernen Musikraumes. Gitarren, Bässe, Schlagzeuge, Percussion, Keyboards, Notenbücher und Notenständer, Verstärker, Kopfhörer, Mischpult, Boxen, Kabel und vieles mehr.

Digital: Das GrooveLAB arbeitet gleichermaßen analog wie digital. Im Jahr 2021 sind in der Musik digitale Werkzeuge eine Selbstverständlichkeit; in der Lebenswirklichkeit der Kinder sowieso. Im GrooveLAB findet sich Software für das Aufnehmen, das Mixen und Mastern, Lern-Apps und Tutorials, Tablets und Notebooks und natürlich ERNA – die Musikschul-App aus Lahr.

Erfolg in Kooperation

Das GrooveLAB kooperiert mit allgemeinbildenden Schulen – vorneweg mit Grundschulen –, mit Bildungszentren, Verbundschulen und Akademien. Das GrooveLAB ist eine sinnvolle Ergänzung des klassischen Musikunterrichts. Das GrooveLAB schafft eine wertvolle Verbindung mit anderen Schultypen. Das GrooveLAB ermöglicht eine Win-Win-Win Situation aller Beteiligten: Kinder, Musik, Schule.

Die Musik kennt im GrooveLAB keine Grenzen. Pop, Rock, Jazz, Funk, Soul, Klassik, Barock – alles findet im GrooveLAB statt. Das GrooveLAB verbindet die Konzepte der populären und klassischen Musik miteinander. Das GrooveLAB kann Bands, Ensembles, Solo- und Duoprojekte, Kammermusik, Flötenwerkstatt, Streicherklassen.

Zehn gute Gründe für das GrooveLAB

  1. Pädagogische Freiheit
  2. Aktives Musizieren
  3. Selbstermächtigung der Schüler:innen
  4. Moderne pädagogische Alternativen
  5. Verbalbeurteilung ohne Noten
  6. Hohe soziale Komponente
  7. Digitale Kompetenzen
  8. Kooperation mit Grundschulen
  9. Jederzeit skalierbar in der Größe
  10. An jede individuelle Schulsituation anpassbar

Das GrooveLAB ist profund entwickelt, ausgereift, bewährt, funktional und erfolgreich. Das GrooveLAB ist eine gute Lösung für die Entwicklung musikalischer, digitaler und sozialer Kompetenzen – bei Kindern und bei Erwachsenen ebenso.

Die Schüler:innen wählen ihre Lerninhalte im GrooveLAB weitgehend selbst. Der tradierte Stundenplan verschwindet, ebenso der isolierte Einzelunterricht in starren Zeitvorgaben von 30 oder 45 Minuten. Die Schüler:innen bestimmen selbst, wann sie ins GrooveLAB kommen und wie lange sie bleiben.

GrooveLAB ist konzentrierte Arbeit

Die intelligent eingesetzte Technik im GrooveLAB ermöglicht die individuelle Versenkung in die Musik und gleichermaßen die Interaktion der Schüler:innen miteinander.
Die Schüler:innen üben mit Kopfhörern. Die Kopfhörer sind über ein Mischpult – einem Session-Mixer – miteinander verbunden. Jede Lehrkraft kann sich jederzeit in die Musik jeder Schüler:in einklinken und mithören. Jede Schüler:in kann für sich musizieren und sich ebenso jederzeit mit jeder anderen Schüler:in verbinden. Die Arbeitsumgebung bleibt ruhig.

GrooveLAB vermittelt Musik als Muttersprache

Im GrooveLAB lernen die Schüler:innen Musik und Instrumente, wie ein Kind das Sprechen lernt; durch Hören, Begeisterung, Nachahmung, Neugierde, durch Praxis und als Erfolg erlebte Fortschritte. Musik findet nicht im Lehrbuch statt. Musik findet in der Versenkung und in der Interaktion statt. Der Pädagogik von Maria Montessori folgend – das Kind als Baumeister:in seines Selbst – entwickelte das GrooveLAB gezielt auf Maß geschneiderte Unterrichtsmaterialien.


Auftraggeber: Musikschule Stadt Lahr
Projektleitung: Anja Theßenvitz
Drehbuch: Stefan Theßenvitz

Song “Weiterdrehen”
Komposition: Chris Német
Text: Nils Becker

Kamera:
Marius Theßenvitz
Adrian Theßenvitz
Anja Theßenvitz
Stefan Theßenvitz

Schnitt: Adrian Theßenvitz
Musik und Ton: Adrian Theßenvitz

Drehtage: 20., 21, 22. 28., 29. Oktober 2021

Verstand für 49,99 €

Endlich verfügbar: Verstand für nur 49,99 Euro je Minute.
Einmalig und exklusiv! Nur hier, nur jetzt und nur für Dich!

Der realistischen Annahme des bevorstehenden Lockdowns in Deutschland im Herbst 2021 klar entgegenblickend will auch ich meinen Beitrag leisten zur Bewältigung der Corona-Krise. Beruflich kenne ich mich mit Krisen aus. In über 1.000 Projekten, Seminaren, Workshops und Coachings habe ich meine Expertise erfolgreich unter Beweis gestellt und meine Fans sagen, ich durchdringe komplexe Situationen und finde stets gute Lösungen. So viel zur Eigenwerbung.

Zur Sache: Die Weihnachtsmärkte sind abgesagt und in der Jahreszeit des sich täglich verkürzenden und schummerigen Tageslichts ist sie wieder da – die Suche nach Halt, nach Geborgenheit, nach Nähe und nach Sinn. Viele Menschen werden in den kommenden Wochen und Monaten sehr viel Zeit haben, sich auf die Suche zu begeben und werden dabei nicht selten immer ratloser und verlassener, je mehr sie suchen.

Und der Herr sprach: „Wohlauf, lasst uns herniederfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass keiner des andern Sprache verstehe!“ (LU 17 | 11, 7). Im grellblassen Licht der Computer, Tablets und Handys herrscht die babylonische Verwirrung der Sinne. Kein Ausweg? Doch, es gibt einen Ausweg. Denn ich habe ein unschlagbares und einmaliges Angebot für Dich: Buche und besuche meine Webinare und Dir wird geholfen werden.

Die Inhalte meiner Webinare im Überblick

Wir sprechen über die wesentlichen Merkmale des Menschseins unter Menschen: Wir sprechen über Solidarität und Eigenverantwortung. Wir sprechen über Freiheit und darüber, warum sie kleiner wird, wenn wir diese in den Plural nehmen. Wir sprechen über Bürgerrechte und Bürgerpflichten. Wir sprechen über Expertise und Statistik – insbesondere über Wahrscheinlichkeiten, Prozentrechnung, Prognosen und Hochrechnungen. Wir reden über Entscheidungen auf der Grundlage unvollständiger Informationen. Wir reden über Fakten und das Zwei-Quellen-Prinzip. Wir reden über Manipulation durch Sprache – Framing leicht gemacht für Anfänger und Fortgeschrittene. Wir reden über Kausalität – über Korrelation, Ursache, Folge und Wirkung. Wir reden darüber, was Faschismus wirklich bedeutet. Und wir reden über das Individuum und über Gemeinschaft und wie all das miteinander zusammenhängt.

Mit Erkenntnisverstärker schneller zum Erfolg

Das ist viel Stoff, doch wir haben Zeit. Meine Webinare finden statt jeweils an den Adventssonntagen zu den üblichen Gottesdienstzeiten, sie dauern jeweils 60 Minuten und all das für sensationelle 49,99 Euro je Minute. Frühbucher profitieren von zahlreichen Specials. Hier sei nur genannt der Watschnbaum als robuster Erkenntnisverstärker, der nach der dritten Erkenntnisverweigerung automatisch umfällt und seine segensreiche Wirkung entfaltet.

Landpartie in den Faschismus

Sehr beliebt – und wegen des begrenzten Platzangebots sei hier eine gesonderte Anmeldung ans Herz gelegt – ist das Praxismodul Faschismus. Eine Gruppe gewalterprobter kräftiger junger Männer und Frauen wirft sich für Dich in Uniformschale und exerziert an einem unbekannten Ort außerhalb unserer Rechtsordnung an Dir durch, welche Konsequenzen abweichende Meinungen in einem faschistischen Staat haben. Lass Dich überraschen, sie klingeln unvermittelt an Deiner Tür, gerne vor Sonnenaufgang und expedieren Dich im bis in die späten 80er Jahre bewährten Barkas B1000 an einen Ort, der in keiner Landkarte verzeichnet ist. Für Deine körperliche und seelische Unversehrtheit übernimmst Du die volle Verantwortung. Kleiner Tipp: Waschbeutel immer gepackt neben der Tür bereithalten.

Klar denken leicht gemacht

Wer jetzt befürchtet, dem Stoff intellektuell nicht gewachsen zu sein, den möchte ich beruhigen und ermuntern, seinem Verstand zu vertrauen. Ein Beispiel aus meinem Webinar vorab: Stell Dir einen Motorradfahrer vor, der barfuß in Badehose ohne Helm in einer Kurve ausrutscht und über den Asphalt schlittert. Mit welcher Wahrscheinlichkeit wird er schwere Verletzungen erleiden? Und jetzt stell Dir einen Motorradfahrer vor, der in Montur und Helm in einer Kurve ausrutscht und über den Asphalt schlittert. Mit welcher Wahrscheinlichkeit wird er schwere Verletzungen erleiden? Siehst Du, es ist ganz einfach, Du hast das Zeug dazu, klar zu denken! Genau dazu will ich Dich in meinem Webinar ermuntern!

Noch nicht überzeugt? Ein abschließendes Beispiel. Allen Verkehrsteilnehmern wird im Elternhaus, in der Schule und in der Fahrschule die Bedeutung einer Ampel beigebracht. Grün ist ein Gebot, die Straße überqueren zu dürfen, sofern diese frei ist, Gelb steht für Achtung – gleich wird es Rot und Rot steht für das Überquerungsverbot der Straße. Du erinnerst Dich? Prima! Welche Konsequenzen hat es, wenn sich alle, viele, einige oder niemand an diese Vereinbarung halten? Ich freue mich auf Deine Geschichte!

Herausragende Expertise garantiert

Als besonderes Leckerli habe ich einen in der Szene hoch geschätzten Experten für meine Webinare gewinnen können, und ja, dafür habe ich weder Kosten noch Mühen gescheut. Darf ich vorstellen? Dr. Ing. Belschwur, ein millionenfach geklickter und geteilter Mann aus dem Kosmos des faktenfreien Internets. Dieser Mann ist prädestiniert, aus Gefühlen Beweise zu formen und bar jeder fachlichen Expertise Entdeckungen zu entdecken, die er in kurze, einfache Sätze verpackt. Dieser Mann ist faszinierend und verstörend zugleich. Seine Antworten auf hochkomplexe Fragen sind simpel. Er schafft es, einem Schauer des Unerhörten und Nichtsagbaren über den Rücken rieseln zu lassen, er ist ein Meister der aufgeklärten Demagogie. Ohne zu viel zu verraten: Dr. Ing. Belschwur hat das Spaghettimonster interviewt und er wird uns exklusiv in einem der Webinare über Dinge berichten, die wir noch nie zu denken wagten. Es wird extrem. Und noch extremer. Sei gespannt auf Drusius Ingomar Belschwur, der Chuck Norris der Wissenschaft! Drusius Ingomar Belschwur kennt die Wahrheit, denn er hat sie erfunden.

Sei Mutig – Sapere Aude!

Habe ich Dein Interesse geweckt? Das freut mich! Dann melde Dich an. Jetzt. Denn jetzt ist die Zeit, dass wir unseren Verstand nutzen, um aus unserer Welt einen besseren Ort zu formen. Mit Menschen, die ihren Verstand einsetzen. Mit Menschen, die den Mut haben, gleichermaßen solidarisch und eigenverantwortlich zu handeln. Du kennst die Wege, die Kanäle und die Plattformen, auf denen wir zueinander finden. Ich freue mich auf Dich, Du bist ein wichtiger Teil unserer Bewegung!

Ach ja: Für alle, die nach der Lektüre dieser Zeilen immer noch unschlüssig sind und sich fragen, was ich mit all dem wohl meine? Danke für Nichts! Ironie off.

Zur Sonne, Zur Freiheit | Die Bildergalerie

Für mich gibt es kaum etwas Schöneres, als in den Bergen zu wandern. Deshalb sind viele Fotos in diesem Buch Bergbilder. Einige Fotos entstanden rund um unseren 30ten Hochzeitstag, den wir im Stubaital feierten. An unserem Festtag stiegen wir auf über 3.000 Höhenmeter, am ersten Tag unseres 31ten gemeinsamen Jahrs stiegen wir für einen Sonnenaufgang über die Wolkengrenze bei 2.100 Höhenmeter. Warum ich das erzähle?

Wandern in den Bergen und bei uns daheim rund um den Schwanberg beinhaltet für mich Wahrheit, Klarheit und Schönheit, es beinhaltet für mich, wie ich mir mein Leben vorstelle: Es geht aufwärts und abwärts, es ist anstrengend, es ist gefährlich, es braucht Bedacht. Dein Schritt braucht Rhythmus, jede Tour will gut geplant sein, Du musst führen können und Dich führen lassen können. Du brauchst Vertrauen in Dich und Deine Bergkameraden, Du musst Dich gut einschätzen können und Du brauchst Intuition.

Die Berge beschenken Dich mit Überwältigung, Macht und Schönheit und Sie schenken Dir die wertvollsten Perspektiven in Deinem Leben: Deine Kleinheit vor der Ewigkeit, Den Überblick über Dein Leben und Deine Gestaltungsmöglichkeiten in der Gegenwart.

Fotonachweise:
Anja Theßenvitz, Marius Theßenvitz, Stefan Theßenvitz

Fotobearbeitung und Postproduktion:
Marius Theßenvitz

Nachhaltig wirtschaften im 21. Jahrhundert

Das Buch Nachhaltig Wirtschaften im 21. Jahrhundert – ein Aufruf zu ökonomisch klugem Handeln aus dem SPRINGER-Verlag, Wiesbaden ist erschienen und erhältlich in allen guten Buchhandlungen und natürlich online in allen bekannten Webshops – als eBook und als Printausgabe.

Mir ist das Buch ein Herzensanliegen und wenn es richtig gut läuft, dann schaffen wir einen konstruktiven und lebendigen Dialog, unsere Welt gemeinsam ein wenig besser zu machen.

Ich freue mich auf euch als Leser:innen des Buches und Zuhörer:innen im Rahmen von Lesungen. Ich freue mich auf euch als Mitgestalter:innen einer klugen Zukunft!

Euer

Stefan Theßenvitz → Mehr Infos über den Autor

Webshop-Auswahl: +++ Springer +++ Dussmann +++ Lehmanns +++ Thalia +++ Amazon +++ Weltbild +++ jpc +++ Morava +++ Barnes & Nobles +++ bol.com +++ Kinokunija +++ Thriftbooks +++  Saxo +++ AbeBooks +++ Hugendubel


Nachhaltigkeit ist unser großes Thema. Seit unser Firmengründung steht Nachhaltigkeit im Zentrum unseres Schaffens – für Unternehmen, Verbände, Non- und Low-Profit-Organisationen in ganz Deutschland und darüber hinaus.

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Wir beraten und begleiten Sie gerne auf Ihrem Weg zum Nachhaltigen wirtschaften:

Zur Sonne, Zur Freiheit | Das kleine Handbuch für ein gelingendes Leben

Dieses Buch richtet sich an Menschen, die ihr Leben frei und selbstbestimmt gestalten wollen. Wer hier fündig zu werden glaubt auf der Suche nach gefälligen Abkürzungen, nach Big Tricks, magischen Erfolgsformeln oder Mantren, die die Tat ersetzen, der irrt. Der irrt wie 97% aller Menschen, die ihr Leben schlicht verdämmern zwischen guten Vorsätzen, opportunistischer Unterwürfigkeit, genussvoll leidend zelebrierter Fremdbestimmung, Selbstüberschätzung, Konfliktscheu und Faulheit.

Ich schreibe hier meine Erfahrung und Gedanken auf, weil ich glaube, Dir als einem der 3% helfen zu können. Ich will Dir Zuversicht in Deinen Lebensentwurf geben und Dich ermuntern, Deinen Weg zu gehen. Der Weg der schaffensfrohen, selbstbestimmten Menschen ist selten gespurt. Viel bequemer ist der Weg der Vielen, die stumpf in der Herde auf ebener Bahn vor sich hin trotten und erst am Ende ihres Lebens das Donnern des Wasserfalls hören. Dein Leben ist kurz und es ist wertvoll. Nutze es zum Guten und nutze es für Dich – Carpe Diem.


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Die Inhalte des Buches umfassen den Sinn, die Spielregeln, die Inhalte und die Werkzeuge guter Öffentlichkeitsarbeit. Sie finden fundierte Anregungen für die Kommunikation mit Ihren Kunden, mit der Politik und der Öffentlichkeit, die wirklich funktionieren.

Das Buch richtet sich an Menschen, die Verantwortung tragen und die ihre Öffentlichkeitsarbeit erfolgreich gestalten wollen.

Dieses Buch ist für Unternehmerinnen und Unternehmer – für Inhaber*innen und Geschäftsführer*innen von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Das Buch richtet sich an Handwerksbetriebe und Dienstleister, an Selbständige und auch an NGO und gemeinwohlorientierte Organisationen. Es richtet sich an Menschen, die ihre Geschicke selbst in die Hand nehmen.

Jedem Kapitel zugeordnete praxiserprobte Vorlagen, Checklisten und Arbeitshilfen unterstützen Sie darin, sofort wirksam mit Ihrer Öffentlichkeitsarbeit zu beginnen.

  • DIN A4
  • 130 Seiten
  • Softcover
  • Digitaldruck

  • 18 € brutto
  • inkl. 19% MwSt.
  • inkl. Versand

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Über den Autor

Stefan Theßenvitz ist seit 1997 freiberuflicher Unternehmensberater, akkreditiert auf Landesebene und Bundesebene. Seine Arbeitsfelder umspannen Innovationen, Marktforschung, Milieuforschung, Marketing, Vertrieb, Dienstleistungsqualität, Öffentlichkeitsarbeit und Nachhaltige Unternehmensführung – für Unternehmen, Ministerien, Verbände, Verbünde, Hochschulen und Institutionen in ganz Deutschland. Er hält Vorträge, Seminare und Workshops und schreibt regelmäßig Essays zu ausgewählten Themen aus der Berufspraxis.

Nachhaltig wirtschaften im 21. Jahrhundert – Ein Aufruf zu ökonomisch klugem Handeln
Autor: Stefan Theßenvitz
Verlag: Springer, Wiesbaden
Hardcover ISBN: 978-3-658-33756-8
eBook ISBN: 978-3-658-33757-5

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