Kategorie: Ortszeit

Wie Sie Ihre Ziele erreichen

Ziele – ein magisches Wort. Wer hat sie nicht, die Vorstellung einer strahlenden Zukunft, in der alles auf das Trefflichste gefügt ist. Nun denn, Vorstellungen, Wünsche und Träume sind keine Ziele. Gute Ziele vergegenwärtigen eine angestrebte Zukunft. Klar & einfach. Verständlich & machbar.

Mehr über Ziele erfahren Sie hier auf unserer Website in dem Beitrag Ziele definieren

Ich nehme Sie jetzt mit auf eine Reise. Zu Fuß. Von San Francisco nach Washington D.C.. Die Route verläuft über 4.500 km quer durch die USA.

Mit Ihnen startet ein zweiter Wanderer. Er will auch zu Fuß von San Francisco nach Washington D.C.. Sie beide wissen, es wird eine lange Wanderung: durch Wüsten, über Gebirge, durch unendliche Wälder, ab und an liegen kleine Ortschaften am Weg, selten kreuzen Sie eine große Stadt.

Auch das Wetter ist wechselhaft. Mit dem Wechsel der Höhenlagen und der Vegetation ändert sich die Temperatur, aus Regen wird Schnee, aus Wind wird Sturm, manchmal ist es knochentrocken, dann wieder angenehm luftig und manchmal werden sie klatschnaß.

Der wesentliche Unterschied zwischen Ihnen beiden. Sie nehmen sich vor, jeden Tag 25 km zu wandern, komme was da wolle. Sie wollen Ihre Reise nach 180 Tagen beendet haben. Der andere Wanderer sagt sich, er läuft was eben so geht und will so schnell wie möglich sein.

Die ersten Tage vergehen angenehm mit Sonne, Rückenwind und Wölkchen. Ihr Mitwanderer schafft pro Tag 50 km und mehr und legt sich abends todmüde schlafen. Sie wandern ihre 25 km, schlagen am frühen Nachmittag ihr Zelt auf und genießen einen lauen Abend.

Ihr Mitwanderer ist Ihnen weit voraus, doch dann schlägt das Wetter um. Es wird richtig fies mit peitschendem Regen vorn vorne. Sie laufen Ihre 25 km, ihr Mitwanderer bleibt im Zelt, denn er hat ja schon „vorgearbeitet.“ Sie erreichen höhere Lagen und aus Regen wird Schnee. Sie stapfen tapfer Ihre 25 km, ihr Mitwanderer verschanzt sich bei aufkommenden Schneetreiben im Zelt.

Und so vergehen die Tage. Mal ist das Wetter gut zum Wandern, mal weniger gut, mal ist es anstrengend, mal geht es leicht. Doch Sie und Ihr Mitwanderer empfinden die Reise als höchst unterschiedlich. Viele Tage fallen ihnen leicht, mache Tage sind anstrengend, wenige Tage sind hart.

Sie haben an jedem Abend Ihrer Tage noch genügend Kraftreserven. Zum Beispiel, um sich noch etwas Leckeres zu kochen, Ihre Ausrüstung in Form zu bringen oder sich einfach zu freuen.

Ihr Mitwanderer hat sich an den leichten Tagen überfordert, er schont sich an den anstrengenden Tagen und an den harten Tagen scheitert er. Er hat Abends kaum die Kraft zu kochen, geschweige denn er erfreute sich heiteren Gemüts an seiner Tageleistung.

Es kommt wie es kommen muss. Sie erreichen am frühen Abend des 180 Tages Ihr Ziel und gehen in Washington D.C. zur Feier des Tages nach einem ausgiebigen Bad in Ihrem eleganten Hotel ein großes Steak essen. Ihr Mitwanderer ist da noch unterwegs. Er wird 360 Tage brauchen – doppelt so lange wie Sie und ein halbes Jahr später sehr schlecht gelaunt in Washington D.C. eintreffen, mit dem festen Vorsatz: Nie wieder.

Sie haben mittlerweile neue Ziele in Angriff genommen und freuen sich Ihres Lebens.

Und das ist die Antwort, wie Sie Ihre Ziele erreichen:

  • Sie sind trainiert.
  • Sie sind vorbereitet.
  • Sie sind diszipliniert.
  • Sie überfordern sich nicht, wenn es leicht fällt (Sonne, Wolken, Rückenwind).
  • Sie unterfordern sich nicht, wenn es schwer fällt (Regen, Matsch, Gegenwind).
  • Das Ziel spornt Sie an, es versorgt Sie mit Leidenschaft.
  • Sie wandern mit System!

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihr Stefan Theßenvitz

Was ist gute Führung?

Was ist gute Führung? Diese Frage ist auf dem Tisch, seit Menschen arbeitsteilig und in Hierarchien geordnet gemeinsam an etwas „Großem“ arbeiten.

Der große Irrtum sei gleich am Anfang benannt. Erfolgreiche Chefs sind weder kreativer noch im höheren Maße visionär, sie sind nicht charismatischer, ehrgeiziger oder reicher mit Glück gesegnet. Erfolgreiche Chefs sind nicht besonders risikofreudig oder mutige Helden.

Erfolgreiche Chefs übernehmen vollständig die Verantwortung für ihr eigenes Schicksal, sie sind fanatisch diszipliniert, sie lieben empirische Kreativität und pflegen ihre produktive Paranoia. Erfolgreiche Chefs denken selber, sind geistig unabhängig und setzen ihren kreativen Instinkt ein. Erfolgreiche Chefs sind leidenschaftlich bei der Sache.

Jetzt, wo das Wesentliche geklärt ist, beleuchten wir die Führung im Detail. Beginnen wir wieder mit drei großen Irrtümern:

1. Führen lässt sich durch Moderieren ersetzen. Das stimmt nicht, es ist falsch!

Moderieren ist eine Methode, um ein Gespräch am Laufen zu halten, für Disziplin zu sorgen und alle beim Thema zu halten. Moderation ist wunderbar geeignet, unterschiedliche Perspektiven und Sichtweisen auf Sachverhalte im Gleichgewicht der Kräfte offenzulegen. Feiglinge nutzen Moderation, um sich vor der Verantwortung der Führung zu drücken.

2. Führung ist teilbar. Das stimmt nicht, es ist falsch!

Auf einer Halbtagsstelle kann keine vernünftige Führung gelingen, Führung ist kein Teilzeitjob. Verantwortung ist unteilbar, Führung auch. Das wissen wir aus über 20 Jahren Fronterfahrung in Betrieben, Institutionen und Behörden.

3. Management = Führung. Das stimmt nicht, es ist falsch!

FÜHRUNG = Vision, Begeisterung, Zuversicht. Führung ist Zukunft denken, Wege erkennen, Möglichkeiten aufzeigen und Menschen mitnehmen.

MANAGEMENT = Struktur, Verlässlichkeit, Klarheit. Management ist Wege ebnen, Organisation gestalten, Strukturen schaffen und Unkraut jäten

Es ist ganz einfach!

  1. Führen lässt sich durch nichts ersetzen
  2. Führung ist unteilbar
  3. Management = Management
  4. Führung = Führung

Führung = Disziplin & Leidenschaft

Was ist das größte Hindernis auf dem Weg zur Erleuchtung?“ „Faulheit.“ Buddha

Führung = die Dinge selbst in die Hand nehmen

Jesus hat NICHT gesagt: “Ich trag Dir den Arsch nach.” Jesus hat gesagt: “Steh auf und geh.” Ein guter Berater kann Ihnen den Weg zeigen und gute Tipps geben, gehen müssen Sie selbst.

Führung = Veränderung gestalten

Führung berührt immer drei Bereiche. Die innere Führung bezieht sich auf das Menschenbild, die Werte und die Haltung gegenüber Anforderungen. Menschen führen bezieht sich auf die Möglichkeiten, Restriktionen und Grenzen, Menschen zu befähigen und ihnen etwas abzuverlangen. Die Unternehmensführung bezieht sich auf die Sachebene, gesunde Strukturen und Prozesse zu schaffen.

Führung = Lösungen finden können und finden wollen

Letztlich entscheidet unsere mentale Verfasstheit darüber, ob wir Lösungen finden können und finden wollen. Während der eine in einer Tatsache ein unüberwindbares Problem sieht, sieht der andere in der Tatsache eine Herausforderung und will diese lösen.

Wenn das Problem im Vordergrund steht, dann hat man verloren.“ Frank Dodge, Gründer und Direktor spectrum concerts berlin und Cellist

Führen = Ordnen

Aus der sinnlosen Ursuppe des zufällig Verteilten schaffen Sie eine wirkmächtige Institution für Wohlfahrt, Mehrwert und Wertschöpfung. Sie gestalten einen Ort, dessen Lösungen die Menschen als wertvoll betrachten. Für viele Menschen ist Ihr Angebot wertvoller als viele andere Verlockungen. Diese Menschen investieren Zeit und das Wertvollste, was sie haben  – ihr Geld.

Aus der zentralen Anforderungen – die Schaffung eines sinnvollen Ortes – erwächst Ihnen als Chef Ihres Betriebes eine Verpflichtung. Sie sind dafür verantwortlich, dass jeder Mitarbeiter am gleichen Strang zieht. Sie sind dafür verantwortlich, dass jeder in die gleiche Richtung zieht.

Führen = Klären

  • Sie sind Ihrem Betrieb gegenüber verantwortlich.
  • Sie sind für den Mitteleinsatz verantwortlich.
  • Sie sind für ERGEBNISSE verantwortlich.

Führen = Lernen

Die große Diskrepanz einer Führungskraft: Viele haben eine Ausbildung als Fachkraft genossen und sind auf dem Weg einer fachgebundenen Karriere. Und eines Tages kommt die Anforderung auf Sie zu, Führungsverantwortung zu übernehmen. Sie werden Führungskraft, doch Führungskraft ist kein Beruf. Sie müssen sich mit Personalführung, Controlling und Marketing auskennen, Sie müssen Konflikte bewältigen, fit im Arbeitsrecht sein und das Zeitmanagement beherrschen. Damit stehen Sie nicht allein! So geht es den meisten Menschen, die in Führungsaufgaben hineinwachsen … Handwerker … Ärzte … Ingenieure … Architekten … Facharbeiter …

Führen mit System

Führen, leiten hat seinen Ursprung im griechischen ágein und bedeutet agieren, handeln. Führung gelingt auf Grundlage einer klar gegliederten, langfristigen Zielvorstellung und einer schriftlich formulierten Unternehmenskultur, die gelebt wird. Die Bedeutung von Zielen & Kultur werden häufig massiv unterschätzt und hier liegt auch oft die Ursache für Unklarheiten, Richtungsstreits, gegensätzliche oder doppelte Arbeiten und Misserfolge.

Führung mit System = Lust auf Leistung und Erfolg

Shakespeare und Molière: Beide wollten auch vor allen Dingen mit ihren Theatern Geld verdienen. Damit sie aber diesen ihren Hauptzweck (!) erreichten, mussten sie dahin trachten, dass fortwährend alles im besten Stande und neben dem alten Guten immer wieder von Zeit zu Zeit etwas tüchtiges Neues da sei, das reize und anlocke (…) Es muss die beste Leitung an der Spitze haben, die Schauspieler müssen durchweg zu den besten gehören, und man muss fortwährend so gute Stücke geben, dass nie die Anziehungskraft ausgehe, welche dazu gehört, um jeden Abend ein volles Haus zu machen.“ Johann Wolfgang von Goethe im Gespräch mit Johann Peter Eckermann am 1. Mai 1825

Was passiert, wenn Sie NICHT führen?

Wenn Sie nicht führen, wird Ihr Unternehmen scheitern. Bildhaft gesagt: Ihr Schiff wird sinken. Erinnern Sie sich an den 13. Januar 2012? Das Kreuzfahrschiff Costa Concordia wurde durch einen schweren Navigationsfehler (Selbstüberschätzung und Eitelkeit) nahe der Küste von einem Felsen aufgeschlitzt. Berühmt geworden ist die Aufforderung des Kommandanten an Land – Gregorio  De Falco – zum Kapitän auf See – Francesco Schettino. “Vada a bordo, cazzo!“ „Geh´ an Bord, verdammt noch mal.“ Das Telefonat können Sie auf YouTube nachhören.

Tödliche Fehler

Niedrige Leistungsmaßstäbe im Betrieb

Die Leistungsmaßstäbe orientieren sich an der Vergangenheit, niemand macht sich über Produktivität und Effizienz Gedanken. Jeder räkelt sich in seinen Komfortzonen, pflegt seine ritualisierte Arbeitshaltung (=Verweigerung), spielt auf seinen Lieblingsspielplätzen, sonnt sich in vergangenen Erfolgen und setzt jeden über die eigene Unersetzbarkeit in Kenntnis.

Zu viele sichtbare Ressourcen

Voluminöse Dienstwagen, luxuriöse Büroeinrichtungen, Blumen in Foyer, Kunst an den Wänden – alles wunderbar – und sichtbare Zeichen der Verschwendung. Luxus macht die Sinne träge, Luxus macht faul, Luxus blendet.

Eine größere Krise ist nicht in Sicht

Kleine Anzeichen der Veränderung werden ignoriert. Was sind schon 0,1% oder 1% Rückgang? doch Verfallsprozesse verlaufen exponentiell. aus 1% werden 10% und aus 10% werden 100% …

Zu viele Beschönigungen von den Führungskräften

Die eigene Rolle als Unfehlbarer führt zur Korrektur der Wirklichkeit, Tatsache ist, was verlautbart wird. In Verbindung mit der menschlichen Tendenz zum Leugnen – besonders bei hoher Arbeits- oder Stressbelastung – wächst ein kleines Problem unbeachtet und ungestört heran und wird groß und stark. Apropos Arbeits- oder Stressbelastung. Diese kann auch dann vorliegen, wenn die Arbeit unnütz oder sinnlos ist (Besprechungen, Meetings, Konferenzen, Geschäftsreisen …).

Unzureichendes Leistungs-Feedback aus externen Quellen

Was Kunden wirklich denken, ist egal. Das braucht man nicht und schlimmstenfalls kommt hier eine Menge unangenehmer Arbeit auf einen zu. Stellen Sie sich eine Kundenbefragung vor, aus der hervorgeht, in welchen Bereichen des Betriebes und in welchen Abläufen der Wurm ist. Das Gleiche gilt natürlich für Feedback der Partner und Lieferanten. Man kennt sich schon so lange und wer will sich schon Ärger einhandeln?

Organisationsstrukturen, die die Mitarbeiter auf enge Funktionsbereiche fokussieren

Haben Sie folgende Sätze schon einmal gehört? „Das ist nicht meine Baustelle“, „Dafür bin ich nicht zuständig“, „Bitte wenden Sie sich an die Abteilung XY.“ Das Schlimmste: Diese Aussagen stimmen vermutlich. Die Mitarbeiter hocken in ihren Funktionskäfigen und wer die Gitterstäbe berührt, bekommt einen saftigen Schlag. „Das ist nicht Ihre Aufgabe“, „Das sieht die Stellenbeschreibung nicht vor“. Das sind auch so Sätze, die man kennt. Für den Kunden ist das bitter. Sein Problem richtet sich nicht entlang der Betriebsorganisation aus, es ist vermutlich höchst individuell und sehr wahrscheinlich dringend (warum sonst meldet sich jemand mit einem Problem.)

Bräsige Selbstgefälligkeit – Erfolge der Vergangenheit sind die Messlatte für das Kommende

Besonders schön auf betrieblichen Weihnachtsfeiern zu erleben: Der Chef lobt ausgewählte Mitarbeiter über den grünen Klee oder gleich sich selbst, man schwadroniert glühweinseelig über die gewonnenen Schlachten des zurückliegenden Jahres, berauscht sich an verjährten Erfolgen und fantasiert sich in ein farbenfroh strahlendes neues Jahr hinein. Freuen über Erfolge? Ja klar! Erfolge als Messlatte für das Kommende? Auf keinen Fall!

Interne Planungs- und Kontrollsysteme, die sich auf die falschen Leistungskennzahlen konzentrieren.

Lieben Sie auch faktenüberladene PowerPoint-Präsentationen und von Daten überquellende Excel-Tabellen? Alles wird gemessen, alles wird erfasst, alles wird in Charts verwandelt. Doch häufig fehlt das Entscheidende: Klare, einfache und verständliche Kennzahlen als sinnvolle Indikatoren.

Noch mehr tödliche Fehler in Stichpunkten

  • Eine „Töte-den-Überbringer-schlechter-Nachrichten“ Kultur mit geringer Objektivität und Konfliktbereitschaft.
  • Schwache Führung – Führung wird in Arbeitskreise delegiert oder (noch schlimmer) durch Moderation ersetzt.
  • Lasche Vision – die Kraft einer alle Mitarbeiter verbindenden starken Vision wird nicht genutzt.
  • Mangelnde Kommunikation – Nur was man versteht kann man verändern: diese Chance verdient Jeder.
  • Hindernisse zulassen … als Grund dafür, Veränderung nicht anzupacken. Hindernisse dürfen keine Macht bekommen.
  • Keine schnellen Erfolge – das große Ziel als alleiniger Ansporn reicht nicht. Menschen brauchen Etappensiege.
  • Zu früh Jubeln – Man ist am Ziel, wenn man im Ziel ist und keinen Meter früher.
    Teilerfolge sind keine Vorboten des Sieges.
  • Keine Verankerung – wenn der Veränderungsdruck nachlässt, kriechen die alten Geister des Beharrens aus ihren Löchern.

Nicht führen =

  • tragisch für jeden Betrieb.
  • leichtsinnig, inkompetent, eitel, verantwortungslos und feige.
  • Ohne Führung herrscht die totale Unsicherheit, es passieren unentschuldbare Fehler und damit ein Desaster.

Führung = Anreize für Leistung und Erfolg

Nichts ist für das Wohl eines Theaters gefährlicher, als wenn die Direktion so gestellt ist, dass eine größere oder geringere Einnahme der Kasse sie persönlich nicht weiter berührt und sie in der sorglosen Gewissheit hinleben kann, dass dasjenige, was im Laufe des Jahres an der Einnahme der Theaterkasse gefehlt hat, am Ende desselben aus irgendeiner anderen Quelle ersetzt wird. Es liegt einmal in der menschlichen Natur, dass sie leicht erschlafft, wenn persönliche Vorteile oder Nachteile sie nicht nötigen.“ Johann Wolfgang von Goethe, Weimarer Hoftheaterintendant und Theaterschriftsteller

Führung = Strategische Kreativität

Eine gute Führungskraft beherrscht zwei wesentliche Disziplinen. Jede Führungskraft braucht einen klaren Kopf für die Analyse der Wirklichkeit, die Bewertung von Tatsachen und für die Entwicklung wirksamer Strategien.

Und eine gute Führungskraft verfügt über Kreativität, Intuition und Gespür: Um Entwicklungen zu sehen, die sonst keiner sieht, um Zukunft zu denken und Menschen auf diesem Weg dahin wirksam einzubinden.

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihr Stefan Theßenvitz

Führen & Managen

Im Grunde ist es ganz einfach. Im Grunde wollen alle das Gleiche.

Kunden

  • Treue Kunden
  • Mehr Kunden
  • Konsumfreudige Kundensegmente
  • Langfristige Kundenbeziehungen

Unternehmenskultur

  • Veränderungsfreudige Kultur
  • Achtsame Wachsamkeit
  • Lebendige Neugierde

Kosten

  • Geringere Kosten
  • Weniger Reibungsverluste
  • Mehr Produktivität

Kunden, Kultur und Kosten sind keine statischen Gebilde. Kunden, Kultur und Kosten sind Prozesse, sie verändern sich, sie sind dauerhaft in Bewegung.

Markt und Wettbewerb

  • Kundenwünsche ändern sich
  • Der Wettbewerb schläft nicht
  • Die Technologie öffnet Türen

System und Struktur

  • Selbstreferenzielle Vergewisserung
  • Denkstarre durch (Miss)-Erfolge
  • Kosten werden neurotisch

Alle Prozesse laufen immer Richtung Zukunft, nichts ist umkehrbar oder aufhaltbar. Ihre Mitarbeiter sind die Prozesstreiber. Im Rahmen Ihrer Unternehmenskultur gewinnen (oder vergraulen) ihre Mitarbeiter Kunden, sie produzieren Kosten, sie haben gute Ideen für Innovationen, Veränderungen, neue Vertriebswege und Kostensenkungen (oder eben nicht, je nach Unternehmenskultur).

Wenn wir dem Satz zustimmen: „Alle Prozesse bewegen sich immer Richtung Zukunft“, dann wäre es gut, wenn man weiß, wo und wie die Reise hingehen soll.

Führung öffnet den Blick, wohin die Reise führen soll.

Für eine gute Reise in die Zukunft braucht Ihr Unternehmen FÜHRUNG: eine VISION bzw. Vorstellung von Zukunft, die BEGEISTERUNG, diesen Weg gehen zu wollen und die ZUVERSICHT, diesen Weg auch bewältigen zu können.

Management bereitet den Weg für eine entspannte Reise.

Und Ihr Unternehmen braucht MANAGEMENT: eine STRUKTUR, innerhalb der Prozesse reibungsarm ablaufen können, VERLÄSSLICHKEIT im Handeln und KLARHEIT über die Spielregeln, wie der Weg gestaltet wird.

Führung & Management gehören zusammen.

Führung

  • Zukunft denken
  • Wege erkennen
  • Möglichkeiten aufzeigen
  • Menschen mitnehmen

Management

  • Wege ebnen
  • Organisation gestalten
  • Strukturen schaffen
  • Unkraut jäten

Wenn beides gut zusammen wirkt – Führung & Management, dann ermöglichen Sie Veränderung.

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihr Stefan Theßenvitz

Wirksames Management in der rasenden VUKA-Welt

Vorrede

Wir werden häufig gebeten, im Rahmen unserer Vorträge und Beratungen Strömungen, Trends und Entwicklungen aufzuzeigen, die Hinweise darauf geben, in welche Richtung sich Deutschland entwickeln wird. Unsere Auftraggeber verfolgen mit diesen Erkenntnissen ein klares Interesse. Gibt es verlässlich vorhersagbare Entwicklungen, auf deren Grundlage langfristige Investitionen getätigt werden können?

Die klassische Szenariotechnik funktioniert nicht mehr

Die klassische Szenariotechnik arbeitet neben Entwicklungskorridoren und einem sich darin öffnenden und im Zeitablauf stets größer werdenden Zukunftsraum – je weiter weg die Prognose, desto unsicherer deren Eintritt – mit Störgrößen. Diese Störgrößen werden als selten und unwahrscheinlich aber möglich angenommen. Auf dieser Grundlage entstehen dann B-und C-Pläne für den Fall des Falles. Seit einigen Jahren wird die Zukunftsplanung mit der klassischen Szenariotechnik immer schwieriger.

Wir haben in unserer Arbeit die Szenariotechnik weiterentwickelt, um einen substanziellen Erkenntniswert als Grundlage bedeutender unternehmerischer Entscheidungen zu generieren. Auf der Grundlage von Megatrends und der Verortung in unserem Trendradar mit den Segmenten Wirtschaft, Technik, Wissenschaft, Politik, Gesellschaft, Kultur und Verbraucher gelingen in der Zusammenarbeit mit unseren Auftraggebern gemeinsam erarbeitete Szenarien und die Beschreibung denkbarer Zukünfte. Im Rahmen einer revolvierenden Zielplanung werden die denkbaren Zukünfte regelmäßig angepasst. Hier lesen sie mehr. Zukunft selbstbestimmt gestalten | Trendforschung und Szenarioanalyse

Störgrößen sind die neue Normalität

So nach und nach wird klar, woran das liegt und die Erkenntnis ist so einfach wie weitreichend: die Störgrößen werden häufiger und sie werden wahrscheinlicher. Scharfe Brüche, starke Schwankungen und exponentielle Entwicklungen werden normal. Störgrößen sind die neue Normalität.

Bestätigt wird unsere Wahrnehmung von der ehrwürdigen EFQM – der European Foundation for Quality Management, die seit Jahren eine Fortschreibung ihres EFQM-Modells anstrebt und deren Überlegungen stets von der sich rasch wandelnden Wirklichkeit überholt werden.

Der Wandel aus Sicht der EFQM in Stichpunkten

Die Agilität als Managementprinzip gewinnt an Bedeutung. Agilität umfasst die Entwicklung, die Produktion, den Vertrieb, die Kommunikation und die Organisation. Zentral geht es um Beschleunigung und ein hohes Tempo: die Anpassungsfähigkeit aller Unternehmensteile, der Kunde mit seinen individuellen Bedürfnissen und dessen sofortige Befriedigung steht im Zentrum. Unterstützt wird das agile Unternehmen durch ein wertschätzendes Miteinander aller Mitarbeiter, denn Hierarchien erzeugen Reibung.

Die Wettbewerbsfähigkeit – die Competitiveness – wird zur zentralen Maxime der Unternehmen. Der durchdachte Entwurf eleganter Lösungen mit langer Haltbarkeit für das Unternehmen weicht der Maxime des unmittelbar erreichbaren Unternehmens-Erfolgs.

Die Gegenwart als Planungshorizont

Es geht in den Unternehmen darum, jenseits unmöglicher werdenden tragfähiger Zukunftsentwürfe mit langlebigen Zielen und Strategien vollständig in der Gegenwart zu denken und aus ihr heraus kurzfristige Erfolge zu realisieren. Das unternehmerische Denken und Handeln ist komplett auf das Jetzt gerichtet.

Spannen wir die Leine der Erkenntnis etwas höher und betrachten wir ein paar Entwicklungen in den letzten Jahren:

  • Der Brexit und die Folgen
  • Russlands Interessenspolitik
  • Trump und das neue Amerika
  • Der Terror als Alltagsphänomen
  • Die Auswanderung aus der dritten Welt
  • Manipulierte Nachrichten und FakeNews
  • Der Abschied der Türkei von der Moderne
  • Die neue politische Landschaft in Deutschland
  • Die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank
  • Die Digitalisierung der Lebenswelt und der Arbeitswelt
  • Die Europamüdigkeit und die Sehnsucht nach Autonomie in den Regionen

Gemeinsam ist all diesen Entwicklungen: niemand hatte sie auf dem Schirm, die Anfänge passierten „unterhalb des Radars“ und wurden nicht ernst genommen, die Entwicklungen verliefen exponentiell, sie wurden rasch „normal“ und keiner hat eine Lösung – außer, die neue Wirklichkeit zu akzeptieren und mit ihr zu leben.

Willkommen in der VUKA-Welt

VUKA bedeutet volatil, unsicher, komplex und ambivalent. Unsere Welt ist volatil – von raschen und starken Schwankungen geprägt. Die nahe Zukunft ist nicht prognostizierbar, die Richtungswechsel erfolgen plötzlich. Das Nichtwissen über die Zusammenhänge – die Komplexität der aufeinander einwirkenden Faktoren und deren Entwicklungsdynamiken – und damit der Risiken wächst und damit wächst die Unsicherheit. Aus allem folgt die Zersplitterung der Wirklichkeit in viele Deutungen. Die Wirklichkeit wird ambivalent.

Neue Antworten auf neue Fragen

Mit den vorstehenden Erkenntnissen kann und darf man sich nicht zufrieden geben. Das größte Problem der Gegenwart entsteht daraus, dass alle bisherigen Planungs-und Steuerungs-Systeme in dem festen Vertrauen auf halbwegs stabile Verhältnisse mit seltenen Störereignissen entwickelt wurden. Nimmt man alte Rezepte, so erhält man alte Antworten – auch auf neue Fragen.

Agilität ist nicht nachhaltig

Wir brauchen also neue Rezepte für neue Antworten auf neue Fragen. Und Agilität allein als Lösung kann es nicht sein. Denn eine beständig schneller laufende Welt frisst alles auf, was lebenswert ist und dem menschlichen Maß entspricht. Und jede Geschwindigkeit erreicht irgendwann ihr Limit. Handeln am Limit ist nicht nachhaltig. Agilität ist nicht nachhaltig. Nachhaltigkeit ist das einzige Wirtschaftsprinzip, das dauerhaft funktioniert.

Betrachten wir die Tatsachen, um gute Lösungen zu finden.

Wirtschaftliche Trends

Die Wirtschaftskraft in Deutschland gründet sich auf hunderttausende mittelständische Betriebe, die ihre Wertschöpfungsvorteile im globalen Wettbewerb durch besser ausgebildete Mitarbeiter, bessere Produkte, eine bessere Infrastruktur, eine stabile Rechtsordnung und eine verlässliche Politik erfolgreich ausspielen.

Die Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen fällt im weltweiten Vergleich immer weiter zurück, die öffentliche Infrastruktur erodiert, die Wertschöpfungsvorteile durch die fehlende Digitalisierung entfallen abseits der Boom-Regionen und großen Städte, die Deutschen altern und werden weniger – und damit auch die Arbeitnehmer und die Konsumenten.

Technische Trends

Der größte Wertschöpfungshebel – die Killerapplikation der globalisierten Wirtschaft – ist die digitale Plattformökonomie. Jede funktionierende digitale Wirtschaft speist sich aus vier Quellen: der Möglichkeit, dem Wissen, dem Können und der Haltung.

Deutschland fehlen flächendeckend die Möglichkeiten, allein weil das Netz fehlt. Häufig genug werden in der Provinz leere Rohre verlegt in der Hoffnung, dass irgendwann das schnelle Internet kommt. Die digitale Performance Deutschlands rangiert weltweit auf den hinteren Plätzen, innerhalb Europas performt Deutschland hinter Bulgarien und Rumänien.

Deutschland fehlt das Wissen um die Möglichkeiten der digitalen Plattformökonomie. Es gibt nicht eine ernsthafte Internetlösung, die aus Europa, geschweige denn aus Deutschland kommt. Keine Suchmaschine, keine Social Media Plattform, keine Wissensplattform von Weltformat.

Deutschland fehlt das Können. Während hierzulande leere Rohre in der Pampa versenkt werden, lernen andere Länder täglich dazu und erweitern ihr Wissen und Können. Und wenn in Deutschland endlich die Leitungen liegen, ist der Wissensvorsprung in den anderen Ländern wieder gewachsen.

Deutschland fehlt die Haltung. Die digital-mental Verfasstheit Deutschlands entspricht der von Weißrussland, Österreich, Bosnien-Herzegowina und Moldawien. Probieren Sie es aus und ziehen Sie das gelbe Google-Männchen über die Google-Maps-Ansicht von Europa. Sehen Sie den großen weißen Fleck? Das ist Deutschland. Deutschland ist digital rückständig – vor allem im Kopf. Es sind viele der heute über 50jährigen männlichen Führungskräfte, die für diese Verfasstheit verantwortlich sind.

Gesellschaftliche Trends

Der demographische Wandel ist abseits der knallvollen Großstädte körperlich spürbar. Die Deutschen werden rasch älter und weniger, das Land blutet dreifach aus: weniger Unternehmen, weniger Arbeitnehmer, weniger Wertschöpfung. Die Wertschöpfung konzentriert sich auf die Städte. Dort wachsen den nicht hochqualifizierten Menschen die Lebenshaltungskosten (Eigentum, Miete, Konsumgüter) über den Kopf und auf das Land kann man nicht ausweichen. Die Gründung einer Familie und die Etablierung eines bürgerlichen Lebensentwurfs in stabilen sozialen Netzen werden für viele Menschen immer schwieriger.

Gleichzeitig manifestiert sich in Deutschland mit 20% Anteil am Gesamt eine dauerhaft abgehängte Unterschicht, die in den kommenden Jahren vor allem in den Städten mit den rasch zuwachsenden Migranten, die entgegen den Erwartungen sehr häufig nicht über das notwendige Bildungsniveau für ökonomische und kulturelle Teilhabe verfügen, um staatliche Transferleistungen und Jobs konkurrieren wird (Hartz IV, bezahlbarer Wohnraum, gering qualifizierte Tätigkeiten auf Abruf).

Politische Trends

In den letzten Jahren wurde die politische Landschaft in Deutschland bunter und vielfältiger. Auch die Wählergunst erweist sich als zunehmend sprunghaft und bis zur Schließung der Wahllokale ist der Ausgang einer Wahl kaum kalkulierbar.

Einer der großen Vorteile Deutschlands war die politische Stabilität. Gleich welcher Partei man sich zugeneigt fühlt – die politische Stabilität war der Mutterboden für kontinuierliches Wachstum unter verlässlichen Bedingungen. Es gilt das Gleiche für den Glauben wie die Ökonomie: beides gedeiht nur in ruhigen Gewässern. Paradebeispiele: Bayern und Baden-Württemberg.

Viele Kommunen arbeiten an Konzepten für den atmenden Haushalt. Damit will man sich vorbereiten auf kaum zu prognostizierende Entwicklungen. Das Ziel: man will die Grundsicherung in unsicheren Zeiten sicherstellen. Der Hintergrund dieser Überlegungen: es stehen große Investitionen an.

  • die Infrastruktur – digitale Netze, Schulen, Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Straßen, bezahlbarer Wohnraum
  • exponentiell zunehmende staatliche Transferleistungen für die Grundsicherung rasch wachsender Bevölkerungsgruppen
  • innere Sicherheit (Frühindikatoren: Frauenschutzzelte, GSG 9 in Berlin)
  • jährlich zu erwartende 200.000 Neubürger (vorsichtig geschätzt)
  • das Projekt Europa incl. stark steigender europäischer Verteidigungsausgaben, die durch den wahrscheinlichen Rückzug Amerikas als Weltpolizei notwendig werden
  • der Erhalt des sozialen Friedens und damit der Stabilität des Gemeinwesens

Lösungen für Unternehmen

Anbei ein paar Antworten für Unternehmen aus unserer Sicht. Antworten, mit denen Sie in rasenden Zeiten einen klaren Kopf bewahren, handlungsfähig bleiben und Ihr Unternehmen dauerhaft stabil weiterentwickeln. Die folgenden Antworten ersetzen nicht eine fundierte Unternehmensanalyse und Beratung, doch sie geben Hinweise auf die Richtung.

  • Planen Sie auf Sicht. Investieren Sie in überschaubaren Größenordnungen und in überschaubare Zeiträume. Niemand kann sich gegen Megatrends stemmen (die VUKA-Welt), sie können nur innerhalb dieser ihren eigenen Weg gehen.
  • Wachsen Sie organisch. Vergessen Sie die großen Skalen. Jedes gesunde Unternehmen wächst aus eigener Kraft, Schritt für Schritt.
  • Specken Sie ab – rasch. Alles Überflüssige muss weg. Bauen Sie Entscheidungsstaus ab, erkennen und beseitigen Sie dysfunktionale Managementsysteme, Schaffen Sie Klarheit, Ordnung und Einfachheit.
  • Achten Sie penibel auf Ihren Erfolgsbeitrag. Jeder Mitarbeiter, jede Stunde ist kostbar. Investieren Sie in Innovationen und investieren Sie in Produktivität.
  • Werden Sie unabhängig von Subventionen jeder Art und bauen Sie Schulden ab. So bleiben Sie beweglicher und Sie können freier denken.
  • Verbreitern Sie systematisch die produktive Basis Ihres Unternehmens. Befähigen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, produktiv zu sein. Schaffen Sie Systeme, die Produktivität ermöglichen.
  • Bleiben Sie technisch Up-To-Date und nutzen Sie die Chancen des digitalen Wandels, auf der Produktionsseite ebenso wie auf der Kundenseite – von der digital optimierten Produktion bis zum Online-Shop.
  • Kümmern Sie sich um die Ausbildung Ihrer Mitarbeiter. Nur fachlich solide ausgebildete Mitarbeiter sind produktiv und innovativ.
  • Behalten Sie die Kontrolle über Ihr Unternehmen. Schaffen Sie ein System, das Ihnen klar widerspiegelt, was wo passiert. Und wenn etwas beginnt, schiefzulaufen, dann sehen Sie nach und dann kümmern Sie sich. Sofort.

Sie wollen mehr Antworten? Hier lesen Sie mehr: Die Philosophie der Ökonomie

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihr Stefan Theßenvitz

Selbstverwirklichung als Ziel | Die Garantie zum Unglücklich sein

Das Selbst entwickelt sich ausschließlich im Dienst am Anderen. Der Andere sind Menschen, das Andere sind Fähigkeiten.

Menschen

Der Dienst am Menschen macht glücklich. Das gilt nicht nur für Ärzte, Krankenschwestern und Polizisten (sofern das Betriebs-System funktioniert). Es gilt auch für Handwerker, Architekten und Buchhalter. Immer dann, wenn Sie anderen das Leben leichter machen, geht es Ihnen besser.

Fähigkeiten

Der Dienst an der Sache macht glücklich. Das gilt nicht nur für Musiker, die ihre Fähigkeiten am Instrument ausbauen. Es gilt auch für Sportler, Fotografen, Programmierer und Zahnmediziner. Immer dann, wenn Sie im Tun besser werden und damit mehr Wirksamkeit erreichen, geht es Ihnen besser.

Wirklichkeit entsteht durch Tun

Selbstverwirklichung ist die Folge unseres Handelns. Sie darf niemals Ziel unseres Handelns werden. Ohne Sinn gibt es keine Wirklichkeit und somit auch keine Verwirklichung. Den Sinn finden wir nur außerhalb unseres Selbst – im Anderen. Durch unser Tun entsteht Wirklichkeit, die auch unser Selbst umfasst. Denken wir Sinn als Transzendenz, also das Überschreiten des Selbst, so ist der Sinn immer größer als wir, gleich wie klein oder groß unser Tun – unser Beitrag – ist.

Den Sinn des Lebens entdecken wir nur außerhalb unseres Selbst. Das Starren auf mein Ich – mein Ego – ist der Beginn einer Abwärtsfahrt auf einer abgrundtiefen Endlosschleife, die zum Nichts führt. Salopp gesagt: das Selbst wird gerne überschätzt, so viel gibt es da nicht zu finden.

Lösungen

  1. Fest im Leben stehen
  2. Anderen Menschen eine Freude sein
  3. Seine praktischen Fähigkeiten verbessern

Meine Empfehlungen für Arbeitgeber

Schaffen Sie reibungsarme Systeme, in denen jeder Mitarbeiter wirksam sein kann und seinen Anteil am Gesamtergebnis unmittelbar wahrnehmen kann. Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter darin, im Tun besser zu werden – und lassen Sie die Finger von Psychoquark jeder Art (Teambuildung, 360-Grad Feedback usw.)

Meine Empfehlungen insbesondere für junge Menschen

Werden Sie hellhörig, wenn Ihnen jemand Selbstverwirklichung verspricht – insbesondere wenn dieses Versprechen zur Selbstverwirklichung kombiniert ist mit Weltrettungsanliegen (Klima, Natur, Gerechtigkeit). Meist sind diese Versprechen auch verbunden mit einer schlechten Entlohnung („Du tust es für die gute Sache“).

Bestehen Sie auf einem guten Gehalt. Für dieses gute Gehalt arbeiten Sie hart, Sie widmen sich den Menschen (Kunden, Kollegen und der Chef sind auch Menschen) und Sie verbessern Ihre Fähigkeiten. Die Folge ist Selbstverwirklichung und ein gutes Lebensgefühl. Versprochen!

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihr Stefan Theßenvitz

Die Philosophie der Ökonomie

Die Philosophie der Ökonomie ist die Philosophie dessen, wie es kommen muss. Nehmen wir als Beispiel ein Unternehmen und definieren wir ein paar Rahmendaten:

  1. Der Erfolgsbeitrag des Unternehmens schrumpft seit vielen Jahren beständig – Innovationen, Absatz, Umsatz, Deckungsbeitrag, Gewinn, Produktivität (siehe Beitragsbild).
  2. Es ist dem Unternehmen nicht mehr möglich, bereits erfolgreich entwickelte und funktionsfähige Güter und Dienstleistungen nachzubauen – geschweige denn vernünftig weiterzuentwickeln
  3. Die produktive Basis des Unternehmens schrumpft beständig. 20% der Mitarbeiter erwirtschaften 80% des Erfolgsbeitrags. Und diese 20% der Mitarbeiter werden immer weniger.
  4. Gleichzeitig erhöht sich der unproduktive Teil der Belegschaft auf 20% – ohne Aussicht darauf, dass dieser Anteil wieder weniger werden wird.
  5. Die technische Infrastruktur des Unternehmens wird relativ zum Wettbewerb rasch älter und erzeugt eine immer größer werdende Produktivitätslücke.
  6. Die Ausbildung der jungen Mitarbeiter rangiert relativ zum Wettbewerb auf Dritte-Welt-Niveau.
  7. Viele neue Mitarbeiter verfügen meist nicht über die grundlegenden Voraussetzungen, produktiv zu arbeiten. Sie verfügen über keine Ausbildung, beherrschen die Sprache nicht und teilen nicht die Unternehmenswerte.
  8. Das Unternehmen leiht sich beständig Geld um die Schulden seiner Partner zu bezahlen – ohne Aussicht darauf, dieses Geld jemals wiederzubekommen.
  9. Das Unternehmen erlebt einen massiven Kontrollverlust – es weiß immer weniger darüber, was in seinem Unternehmen passiert.
  10. Das Unternehmen verzeichnet einen massiven Vertrauensverlust – seine Kunden wenden sich zunehmend ab und entscheiden sich für kleine regionale Anbieter.

Würden Sie in so ein Unternehmer investieren? Mit Sicherheit nicht! Übertragen wir obenstehendes Gedankenspiel auf Deutschland und Europa.

  1. Der demographische Wandel führt zu einer massiven Überalterung der Gesellschaft und damit sinkt das Produktivitätspotenzial auf Dauer erheblich (das Beitragsbild stellt die rechte Hälfte der um 90 Grad nach links gedrehten demographischen Entwicklung in Deutschland dar).
  2. Deutschland ist nicht mehr in der Lage, robust funktionierende Flughäfen, Bahnhöfe und Lokomotiven zu bauen, gleichzeitig verrottet die Infrastruktur (Kanäle und Straßen). Auf den Autobahnen herrschen Zustände wie in der zweiten und dritten Welt – kaputte Straßen, endlose LKW-Kolonnen, Staus und damit Vernichtung von Produktivität.
  3. 20% der Bevölkerung in Deutschland erwirtschaften 80% des Steueraufkommens. Diese 20% zahlen die Party und bekommen immer weniger zurück. diese 20% der Bevölkerung werden immer weniger.
  4. Der Anteil der Unterschicht in Deutschland beträgt mittlerweile 20% an der Gesamtbevölkerung – mit steigender Tendenz.
  5. Die Digitalisierung Deutschlands liegt weit hinter der in Bulgarien oder Rumänien. Die digital-mentale Verfasstheit Deutschlands entspricht der von Weißrussland, Bosnien-Herzegowina und Moldawien.
  6. Die Leistungen der Kinder auf deutschen Grundschulen rutschen in den zentralen Bildungsbereichen Lesen, Schreiben, Rechnen auf Dritte-Welt-Niveau ab – eine rasche Wende ist nicht in Sicht.
  7. Die Zuwanderer in Deutschland verfügen entgegen der Hoffnungen in der Regel über keine Ausbildung, sie beherrschen die Landessprache nicht und viele haben große Schwierigkeiten, sich in die Kultur und das Normengefüge zu integrieren.
  8. Die europäische Zentralbank druckt Monat für Monat einen Haufen Geld, um damit z.B. Griechenland stabil zu halten. Dafür erhalten die Länder – z.B. Deutschland – griechische Staatsanleihen, die man gleich zum anschüren verwenden kann; sie sind wertlos.
  9. Die Kernaufgaben eines Landes sind der Schutz der Bürger vor existenziellen Lebensrisiken – Armut, Krankheit, innere Sicherheit (Unversehrtheit) und Schutz vor äußeren Bedrohungen. Der Stand der Dinge: die Altersarmut nimmt zu, die Grenzen sind offen und die Sicherheitslage in der Welt wird immer wackeliger.
  10. Europa und Deutschland verlieren immer mehr Menschen, die sich hier geborgen fühlen und vielfältig nach Autonomie streben. Stichworte: Brexit, Katalonien, Korsika, Südtirol mit den politischen Folgen AfD, Identitäre Bewegungen, Wahre Finnen, Front National etc..

Betriebswirtschaftlich betrachtet ist es höchste Zeit zu handeln. Denn jeder Zerfallsprozess kommt zwangsläufig an den Point-Of-No-Return – an den Punkt, ab dem es kein Zurück mehr gibt. Unternehmen sind Organismen und unterliegen natürlichen Prozessen.

Jeder natürliche Prozess verläuft exponentiell – gleich ob Wachstum oder Schrumpfung – das weiß ich aus vielen Betriebsberatungen. Beispiel aus der Praxis: im ersten Jahr fehlt 0,1% Erfolgsbeitrag, niemand macht sich Sorgen. Im zweiten Jahr fehlt 1%, man zuckt mit den Schultern. Im dritten Jahr fehlen 10%, man gründet einen Arbeitskreis. Und im vierten Jahr? Richtig: 100% = Exitus, Aus Äpfel Amen.

Das ist die Essenz der Philosophie der Ökonomie: es kommt, wie es kommen muss. Folgende Lösungen mögen manchem Leser unterkomplex erscheinen, doch in der Natur gilt ein mathematisches Gesetz: die Richtigkeit einer Annahme zeigt sich in ihrer schlichten Schönheit. Der 10-Punkte-Plan für dauerhaftes Wachstum und Erfolg:

  1. Achten Sie penibel auf Ihren Erfolgsbeitrag. Jeder Mitarbeiter, jede Stunde ist kostbar. Investieren Sie in Innovationen und investieren Sie in Produktivität.
  2. Sichern Sie das Wissen in Ihrem Unternehmen. Betreiben Sie Wissensmanagement. Hüten Sie Ihre Erfahrungen wie einen wertvollen Schatz. Dokumentieren Sie gute Lösungen.
  3. Verbreitern Sie systematisch die produktive Basis Ihres Unternehmens. Befähigen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, produktiv zu sein. Schaffen Sie Systeme, die Produktivität ermöglichen.
  4. Treten Sie der Kultur des als nutzlos empfundenen Beitrags zum Erfolg entschieden entgegen. Machen Sie jeden Beitrag für jeden Mitarbeiter unmittelbar wahrnehmbar. Jeder wahrnehmbare Beitrag führt zu mehr Selbstachtung, Würde, Respekt und Anerkennung.
  5. Bleiben Sie technisch Up-To-Date und nutzen Sie die Chancen des digitalen Wandels, auf der Produktionsseite ebenso wie auf der Kundenseite – von der digital optimierten Produktion bis zum Online-Shop.
  6. Kümmern Sie sich um die Ausbildung Ihrer Mitarbeiter. Nur fachlich solide ausgebildete Mitarbeiter sind produktiv und innovativ.
  7. Wenn Sie neue Mitarbeiter einstellen, dann kümmern Sie sich in der ersten Zeit intensiv um diese. Das beliebte „ins kalte Wasser werfen“ hat meist fatale Folgen. Integrieren Sie Ihre neuen Mitarbeiter mit Nachdruck in Ihrem Unternehmen (Integration ist übrigens ein Begriff aus der technischen Chemie. Integration bedeutet Anpassung unter Druck).
  8. Machen Sie keine Schulden. Wachsen Sie organisch. Vergessen Sie die großen Skalen. Jedes gesunde Unternehmen wächst aus eigener Kraft, Schritt für Schritt.
  9. Behalten Sie die Kontrolle über ihr Unternehmen. Schaffen Sie ein System, das Ihnen klar widerspiegelt, was wo passiert. Und wenn etwas beginnt, schiefzulaufen, dann sehen Sie nach und dann kümmern Sie sich. Sofort.
  10. Ein Unternehmen lebt durch das Vertrauen seiner Kunden. Zerstörtes Vertrauen zurückzubekommen, ist nahezu unmöglich. Wesentlich kostengünstiger ist es, dem Kundenvertrauen höchste Priorität einzuräumen.

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihr Stefan Theßenvitz

Neoliberalismus – Fatale Folgen II – Der Fluch der Pädagogik

Der Neoliberalismus ist im Kern die Ideologie der Flexibilisierung. Denn wenn jede Bindung, jeder Mensch und alle Dinge jederzeit in Windeseile aufgelöst werden und neu kombiniert werden können, dann ist das für die Wirtschaft optimal. So entstand die Just-In-Time Lieferung mit der Autobahn als Zwischenlager, so entstanden Zeitarbeitsverträge, so entstand auch die Sucht nach der Immer-Alles-Sofort-Verfügbarkeit via Amazon.

Natürlich müsste man begleitend zur Flexibilisierung die technischen Systeme anpassen: den Güterverkehr auf die Schiene oder auf die Flüsse und Kanäle bringen, den öffentlichen Nahverkehr ausbauen, Arbeit und Wohnen wieder näher zusammenbringen, die digitale Infrastruktur ausbauen um analoge Prozesse digital zu lösen. Sie merken es schon: das wären nebenbei gesagt auch sehr wirksame und handfeste Maßnahmen, die Treibhausemmissionen signifikant zu reduzieren. Doch das KOSTET GELD.

Ebenso kostet es Geld (und Hirn), die Systeme in Behörden, Institutionen und Betrieben gleichzeitig flexibel und robust zu gestalten, um menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Menschen manipulieren spart Geld

Wesentlich günstiger ist es, stattdessen am Menschen rumzufummeln. Der Mitarbeiter soll seine familiären Bindungen zu Gunsten seiner ortsungebundenen Verfügbarkeit auflösen, er soll an sich arbeiten, bestenfalls lebenslang lernen (was für eine schreckliche Drohung), er soll teamfähig und kritikfähig sein (360-Grad-Feedback vernichtet Selbstachtung und Würde), er soll an seiner Performance arbeiten und sich professionellen Coachings ergeben, die geschickt fragend jedes Problem an den Mitarbeiter redelegieren. „Wenn Du ein Problem hast, dann ist das Dein Problem.“

Diese Manipulationsmaschinerie wird befeuert von dem überbordenden Berufsstand der Erzieher und Pädagogen, die professionell das Lied ihrer Herren anstimmen und von Selbstermächtigung, Resilienz, der Stärke schwacher Bindungen, von Patchwork-Biografien und Living-apart-together Lebensmodellen faseln, über Work-Life-Balance und Quality Time schwadronieren und alles über Kinder wissen (gerade, wenn sie keine Kinder haben) und dass Kinder stärker werden, wenn sie früh Verlusterfahrungen machen, z.B. die arbeitende Mutter vermissen und statt dessen hin- und hergeschubst werden zwischen KiTa und Tagesmutter und dort betreut werden von pädagogischem Personal mit Liebesersatz-Dienstleistungen.

Wer seine Instinkte negiert, findet Anerkennung

Und die Mitarbeiter? Sie ergeben sich zwischen Verwirrung und Ratlosigkeit leise seufzend den Heilsversprechen der modernen Welt. Das instinktiv schlechte Gewissen wird kognitiv überlagert. „Das sind ja schließlich Profis und so viele Möglichkeiten – z.B. Chinesisch in der KiTa – können wir unseren Kindern nicht bieten“. Das Resultat? Die Eltern können mental und emotional sediert ihre Zeit für die Arbeit im Betrieb aufwenden, sie erhalten neben Geld auch gesellschaftliche Anerkennung und die Kindererziehung ist outgesourct.

Der perfekte Mitarbeiter ist flexibel und verfügbar und damit ein reibungslos funktionierender Baustein, der je nach Lage der Dinge flugs verschoben werden kann. Tja, und wenn der Mitarbeiter damit unglücklich ist? Das ist sein Problem (siehe oben) doch die Knechte des Neoliberalismus – die Pädagogen und Erzieher – werden ihm schon helfen, an sich zu arbeiten.

Ja, das ist bitter, doch wo ist der Ausweg?

Meine Empfehlungen für Arbeitgeber

Beenden Sie den neoliberalen pädagogischen Manipulationswahnsinn. Sofort. Bringen Sie die klügsten Köpfe Ihres Unternehmens zusammen, um menschenfreundliche Systeme zu schaffen. Es macht keinen Sinn, an den Menschen rumzufummeln. Nicht die Menschen sind schlecht (zumindest die meisten), sondern schlechte Systeme begünstigen schlechtes Verhalten.

Meine Empfehlungen insbesondere für jungen Menschen

Achten Sie auf Ihr Gefühl. Was ist Ihnen wirklich wichtig? Wofür lohnt es sich, sich richtig ins Zeug zu legen? Wo sind Ihre Kraftquellen? Werden Sie hellhörig, wenn Ihnen abstrakte Versprechen gemacht werden. Hüten Sie sich vor professionellen Methoden, die Ihnen Glück versprechen. Weisen Sie Ratgeber zurück, die Ihnen ungefragt in Ihren Lebensentwurf reinquatschen.

Sehen Sie sich genau die Vita Ihres Ratgebers an. Entscheidend ist nicht, was jemand sagt. Entscheidend ist, wie er lebt. Und dann entscheiden Sie, ob Sie diesen Rat annehmen wollen. Und weisen Sie entschieden übergriffige Kritik zurück, die ihre Probleme mit der Welt (mit Ihrem Betrieb) in ein Problem Ihrer falschen Einstellung verwandeln.

Es gibt kein richtiges Leben im falschen“ (Theodor W. Adorno). Das gilt auch für falsche nationalökonomische Systeme und falsche betriebliche Systeme.

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihr Stefan Theßenvitz

Neoliberalismus – Fatale Folgen I – Die große Joblüge

Früher war es einfach. Man lernte einen Beruf, diesen übte man aus, davon betrieb man Fürsorge und Vorsorge für seine Familie und gut war es. Glücklich schätzte sich, wer seine Berufung fand und diese mit seinem Beruf verbinden konnte. Doch Glück war nicht Teil des Arbeitsvertrages. Glück war Privatsache.

Beruf definiert sich als auf Dauer angelegte Tätigkeit, deren Bezahlung über die Befriedigung der materiellen Bedürfnisse hinaus soziale Teilhabe und ein Leben in Würde ermöglicht.

Sogar Bundeskanzler ist ein Job

Seit den 80er-Jahren wurde aus dem Beruf der Job. Sogar unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach eigenen Angaben einen tollen Job.

Job definiert sich als zeitlich begrenzte unqualifizierte Tätigkeit, die vorübergehend der Existenzsicherung dient. Das hat unsere Bundeskanzlerin sicher nicht gemeint.

Ganz im Zeitgeist verspricht der Job Selbstverwirklichung. Viele Menschen erwarten heute, Freude im Job zu empfinden. Und im Job kulminiert das Versprechen, dass man diesen nicht auf ewig ausüben muss, sich stets was Besseres suchen kann und nicht an den Arbeitgeber gebunden ist.

Tolle Gefühle als Bezahlung

Und genau hier beginnt der große Irrtum. Statt einem auf Dauer angelegten Arbeitsverhältnis und einer anständigen Bezahlung in Euro bezahlen Arbeitgeber mit Gefühlen und großen Versprechen. „Dich erwartet ein tolles Team, Du hast Spaß und Du kannst Dich selbst in Projekten verwirklichen“. Das klingt toll, oder?

Zumindest für die Arbeitgeber – öffentliche ebenso wie private – ist es toll. Denn sie sparen sich einen Haufen Geld und gehen mit Zeitverträgen kein Risiko ein. Und wenn der Arbeitnehmer nicht glücklich ist? Selber schuld, dann performt er eben nicht optimal und sollte an sich arbeiten.

Die Abwärtsspirale der Entwürdigung

Zum Verständnis: wer einen Job verrichtet, gerät in den Abwärtsstrudel der Entwürdigung. In dem Maße, wie der Beruf und die Arbeit zum Job verzwergt werden, verzwergt man selbst. Man verliert seine Würde und damit sich selbst, ergibt sich fatalistisch dem Zeitgeist und lässt sich von Glücks-Surrogaten vollstopfen.

Die Krönung dieses Wahnsinns ist das bedingungslose Grundeinkommen. Dann müssen Unternehmen gar keine Löhne und Gehälter mehr bezahlen. Denn der Staat zahlt das Gehalt.

Jobs sparen Kosten

Damit das klar ist: Jobs, Selbstverwirklichung, Freude an der Arbeit, Flexibilität und Ungebundenheit sind neoliberale Erfindungen, um KOSTEN ZU SPAREN.

Natürlich kann man sich empören über die Arbeitsbedingungen im Logistikgewerbe (z.B. Paketzusteller), doch wirklich empörend sind häufig Arbeitsbedingungen in Bildungs- und Kultureinrichtungen, die – wenn überhaupt – schlecht bezahlte befristete oder Teilzeitverträge anbieten oder gleich entwürdigende Honorarverträge, natürlich immer verbunden mit dem Versprechen, man würde in irgendeiner Art und Weise die Welt retten (z.B. die Natur, das Klima, die Kultur, die Armut, die „Menchen“).

Meine Empfehlungen für Arbeitgeber

Finden Sie Arbeitnehmer, die eine solide Ausbildung genossen und abgeschlossen haben. Sagen Sie Ihren Arbeitnehmern, worum es geht: harte Arbeit für das Unternehmen, damit es allen im Betrieb gut geht und anständige Gehälter bezahlt werden können. Weisen Sie darauf hin, dass im Arbeitsvertrag kein Glücksversprechen enthalten ist. Glück ist Privatsache. Berücksichtigen Sie die Natur Ihrer Arbeitnehmer. Es gibt ebenso hochproduktive Eigenbrötler wie hochproduktive Gemeinschaftstiere. Zwängen Sie keinen in ein Zwangskorsett, z.B. in Teams. Bieten Sie Arbeitsverträge auf Dauer an und realistische Entwicklungsmöglichkeiten.

Meine Empfehlungen insbesondere für junge Menschen

Wählen Sie eine Ausbildung, die Ihnen leicht fällt. Vergessen Sie Freude oder Weltrettungsmotive jeder Art als Motiv für Ihre Berufswahl. Die Freude stellt sich automatisch mit dem Erfolg im Beruf ein. Und erfolgreich werden Sie sein, wenn es Ihnen leicht fällt. Bestehen Sie auf einer anständigen Bezahlung, und zwar vom ersten Tag an. Das einzige was am Ende des Tages zählt, ist das Geld für ein anständiges Leben. Seien Sie bereit, hart zu arbeiten – gleich ob als Arbeitnehmer oder als Freiberufler.

Finden Sie Ihr Glück im Privaten, z.B. in der Familie. Sie ist der einzige Platz, an dem Sie grundlos und umfassend geliebt werden. Und bitte: hüten Sie sich vor Weltrettungsversprechen, retten Sie ihre eigene Haut und die ihrer Familie. Sie werden es merken – das ist der Sinn des Lebens.

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihr Stefan Theßenvitz

In guten Zeiten investieren bedeutet, in gute Zeiten zu investieren

Deutschland im Sommer 2017: dem Land geht es gut, die Auftragsbücher der Unternehmen sind voll, die Menschen sind in Kauflaune und die Aussichten sonnig und wolkenlos. So weit so erfreulich.

Fatale Bräsigkeit macht sich breit

Weniger erfreulich: die blinden Flecken auf den rosa Brillen vieler Unternehmer werden rasch größer. Aussagen, die uns erreichen: „Das läuft von selber“, „Auf Anfragen reagiere ich gar nicht mehr“, „Kundenveranstaltungen haben wir storniert, wir kommen mit der Arbeit nicht hinterher“, „Uns erkennt man daran, dass wir keine Werbung mehr machen“. Diese Bräsigkeit ist gefährlich und endet nicht selten fatal.

Prozyklisch investieren

Ja klar, Sie vermuten, ein Marketingmann hat immer was zu meckern. Doch eines steht seit der Erfindung des Marketing fest: ein kluges Unternehmen investiert in guten Zeiten, es investiert prozyklisch. Denn wer in guten Zeiten investiert, investiert in gute Zeiten. Das kann man in jedem guten Lehrbuch nachlesen. Und es deckt sich mit unserer 20jährigen Erfahrung.

Krisen easy durchfedern

Unternehmen, die wir kennen, beraten und die unseren Rat annehmen federn Krisen easy durch. Und die nächste Krise kommt so sicher wie der nächste Winter. Schlimmstenfalls ist dann die Auftragsdelle signifikant kleiner als beim Wettwerber, bestenfalls gewinnt man in der Krise große Marktanteile hinzu, einfach weil viele Wettbewerber schlapp machen.

Die Kurzformel: hungrig bleiben in satten Zeiten

Wer in guten Zeiten investiert, profitiert vielfach: die Kassen sind gefüllt, die Liquidität ist vorhanden. Man kann manches einfach ausprobieren, man hat Zeit für umfassende Modernisierungsschritte und man kann in längeren Zyklen denken. Strategische Planung nimmt man in guten Zeiten in Angriff. Zugegeben, das ist eine große mentale Leistung: hungrig bleiben in satten Zeiten.

Was man nicht zur Zeit löst, begegnet einem zur Unzeit

Schlechte Zeiten sind geprägt von operativer Hektik: der nächste Auftrag muss jetzt her, die Kosten müssen jetzt runter, die Strukturen müssen jetzt schlanker werden – alles höchst unerfreulich, wenn man das zum falschen Zeitpunkt – in der Krise – anpackt. Spätestens dann erreichen uns regelmäßig viele Anrufe mit dem Wunsch, das Unternehmen müsse sofort umfassend geheilt werden, doch Geld hätte man leider keines.

Kluge Köpfe investieren jetzt

Eine der größten Baustellen in vielen Unternehmen ist die digitale Kommunikation. Die kommende Generation ist durch und durch online unterwegs, beruflich und privat. Wer jetzt in die Digitalisierung seiner Geschäftsprozesse investiert, z.B. digitaler Vertrieb, digitale Öffentlichkeitsarbeit, digitale Kundenbindung und -betreuung, sichert sich eine gute Zukunft. Denn nach der nächsten Krise wird nichts mehr so sein wie früher.

Unsere Prognose

Nach der nächsten Krise werden die Unternehmen weiter Bestand haben, die zur rechten Zeit – jetzt – feste digitale Bande zu ihren bestehenden und neuen Zielgruppen geknüpft haben. Die Menschen werden immer mobiler, die Loyalität sinkt, die Anspruchs- und Erwartungshaltungen werden größer, die Übersicht über Angebote des Wettbewerbs wird immer transparenter, die Vergleichsmöglichkeiten werden mehr … alles gute Gründe, jetzt zu investieren.

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihr Stefan Theßenvitz

Eine erfolgreiche Website – ist Design wirklich alles?

Eine gute Website dient Ihrer Öffentlichkeitsarbeit, Ihrer Werbung und Ihrem Vertrieb. Eine gute Website stiftet einen wertschöpfenden Beitrag – für Ihr Unternehmen und für Ihre Kunden.

Eine gute Website stiftet Nutzen

Jeder will eine erfolgreiche Website. Eine Website, die man gerne besucht. Eine Website, die wirklich etwas zu sagen hat. Eine Website, die sich rumspricht. Eine Website, die sich den Respekt der Community erarbeitet und für viele Menschen relevant ist. Eine Website, die zur Alltagswirklichkeit vieler Menschen gehört.

Die technische Realisierung einer Website ist bei allem die geringere Herausforderung, entscheidend ist das kluge Vorgehen beim Aufbau und der Struktur der Website.

Einstiegsfragen

  • Für wen ist die Website da? (Zielgruppen)
  • Wer erwartet und nutzt welche Inhalte? (Content)
  • Wie sind die Zielgruppen untereinander und im Social-Web vernetzt?
  • Wo und wie docken wir die Website im Internet an?
  • Welche Inhalte der Website sind „ewig“, welche Inhalte ändern sich in welchen Zyklen? (z.B. monatlich, wöchentlich, täglich)

Neben der technischen Entwicklung Ihrer Webseite geht es natürlich auch um den Look and Feel, das Design. Natürlich ist ein elegantes Design einer Website eine wunderbare Sache. Doch für den Erfolg einer Website zählt in erster Linie das Service-Design, die Usability und damit zusammenhängend das kluge Management der Website.

Design ist alles! Sieben goldene Regeln für eine gute Website

  1. BUSINESS-DESIGN –das Geschäftsmodell, die Zielgruppen und das Leistungsspektrum Ihrer Website
  2. SERVICE-DESIGN – die Erwartungen, Vorlieben und Nutzungsgewohnheiten der Zielgruppen
  3. SEO-DESIGN – erstklassiger Content: Texte, Fotos und Videos nach den Regeln der Kunst. Quality meets Algorithm!
  4. DATA-DESIGN – eine Datenbank mit allen Texten, Schlagworten, Fotos und Videos, u.a. indizierbar nach (verwandten) Themen und Kategorien
  5. SOCIAL-DESIGN – die Anbindung Ihrer Website an relevante Social-Media-Kanäle und dafür passender Inhalte
  6. TECHNICAL-DESIGN – die Programmierung und Hosting der Website auf dem Stand der Technik (u.a. browserübergreifend stabiles Theme, Responsive Design, CMS-System, ALT-Attribute, SQL-Datenbank, php 7.X, Backups, Datensicherheit, Xml-Dateien, Datenschutz, gesetzliche Regeln und Vorschriften)
  7. PROJECT-DESIGN – die Schulung Ihrer Mitarbeiter/-innen in der Bedienung, Betreuung und Wartung der Website und der Social-Media-Kanäle

Lust bekommen auf eine Website, die wirklich rockt?

Dann sprechen Sie uns einfach an.

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihr Stefan Theßenvitz

Erkennen Beherrschen Begeistern

Wenn Sie etwas verändern möchten, dann müssen Sie die Situation klar erkennen. Nur was man versteht kann man verändern.

Die Methoden der Wahl:

  • Betriebsanalyse (Führung, Management, Mitarbeiter – Prozesse, Kosten, Kennzahlen)
  • Marktforschung (Umfeld, Zielgruppen, Wettbewerb)
  • Trendforschung (Wissenschaft, Technik, Politik, Wirtschaft, Verbraucher, Kultur, Gesellschaft)
  • Szenarioanalyse (Entwicklung wahrscheinlicher Zukünfte und daraus resultierende mögliche Handlungsfelder)

Wenn wir eine Situation verändern wollen, dann müssen wir sie erst einmal akzeptieren.

Wenn Sie gestalten wollen, dann müssen Sie drei Dinge beherrschen:

  • den Markt (Vorlieben und Wünsche Ihrer Kunden, Stärken und Schwächen des Wettbewerbs)
  • die Qualität (Herstellungs- und Produktqualität, Dienstleistungsqualität)
  • die Kosten (Herstellungs- und Distributionskosten, Fehlervermeidung, Fehlerbehebung)

Ohne Begeisterung ist alles nichts. Der Treibstoff für Erfolg ist Begeisterung, Engagement und gelingende Überzeugung.

  • Binnenkommunikation | Mitarbeiter/-innen aktiv einbeziehen
  • Marktkommunikation | Kunden intensiv binden
  • Öffentlichkeitsarbeit | Gesellschaft gewogen stimmen

Wissen und Können

Wissen ist das Verständnis von Theorie und innerer Zusammenhänge

Wissen ist Erfahrung und Überblick. Wissen ist Struktur und Klarheit. Wissen ist unverzichtbar. Doch Wissen ohne Können ist wertlos. Wissen und Können gehören zusammen: für wirksame unternehmerische Entscheidungen und deren Umsetzung in Taten.

Können ist das Gestalten der Wirklichkeit

Können ist routiniertes Geschick. Können ist das Beherrschen der Materie und der souveräne Umgang mit den Überraschungen des Alltags. Doch Können ohne Wissen ist wertlos. Können und Wissen gehören zusammen: für wirksame unternehmerische Entscheidungen und deren Umsetzung in Taten.

Kommunikation wirksam gestalten | Zielgruppen, Milieus und Lebensphasen

Für jedes Unternehmen ist es entscheidend, die richtigen Menschen für ihre Leistungen zu begeistern. Jede Kommunikation, ob über die Website, Anzeigen, die Broschüre etc. richtet sich an Menschen, besser: sie richtet sich an die Bedürfnisse der Menschen. Menschen haben teilweise gleiche und teilweise unterschiedliche Bedürfnisse. Was alle Menschen eint: jedes Bedürfnis wird als individuell, als höchstpersönlich empfunden. Das ist der entscheidende Punkt für wirksame Kommunikation: betrifft sie mich und bewegt sie mich, mein Bedürfnis zu stillen. Aus dem Bedürfnis wird ein konkreter Bedarf, er manifestiert sich im Kauf und der Verwendung. Und nur darum geht es.

Es wäre vermessen, in Verbrauchermärkten jeden Menschen mit der Kommunikation individuell anzusprechen. Unternehmen müssen für effiziente und effektive Kommunikation Klammern bilden, sie segmentieren ihre Interessenten und Kunden in Zielgruppen, in Milieus oder in Lebensphasen. Betrachten wir diesen Gedanken genauer.

Zielgruppen | 1950er bis 1980er Jahre

Früher war es einfach. Es gab Männer und Frauen, der Bildungsgrad wurde durch Schule, Lehre und Hochschule determiniert, es gab ungelernte Arbeiter, Angestellte, Facharbeiter, Meister, Ingenieure und Wissenschaftler, die Berufe waren technisch, handwerklich, verwaltend oder gestaltend, das Einkommen richtete sich im Wesentlichen nach dem Bildungsgrad, der Art der Tätigkeit und der Betriebszugehörigkeit. Die Sehnsüchte der meisten Menschen waren ähnlich: hart arbeiten, einen bescheidenen und sicheren Wohlstand erreichen, sich ab und an etwas gönnen.
Sie merken schon, das Zielgruppenkonzept funzt nicht mehr. Das Zielgruppen-Konzept erscheint heute willkürlich. Es gibt keinen konsistenten inneren Zusammenhang mehr zwischen den soziodemographischen Merkmalen und daraus abzuleitender Korrelationen und Wahrscheinlichkeiten für Kauf und Konsum. Allein das Merkmal „Alter“ macht es deutlich: Menschen ab 60 Jahren sind konsumfreudig, reiselustig und technikaffin und sie freuen sich auf den 3ten Aufbruch – privat und/oder beruflich.

Milieus | 1980er bis 2010er Jahre

Mitte der 1970er Jahre entwickelten kluge Köpfe das Milieukonzept. Der Auslöser dieser Entwicklung war die RAF und neue Möglichkeiten, den Mitgliedern der Terrorbande habhaft zu werden. Man entwickelte die Rasterfahndung. Diese konzentrierte sich in erster Linie auf qualitative Eigenschaften von Menschen, deren Lebensstil und deren Werthaltungen (z.B. politische Ansichten, Einstellungen zu gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen – die Chiquita Banane, Orangen aus Israel oder ein Mercedes wurden zu Glaubensbekenntnissen – oder die Wertigkeit von Fleiß und Disziplin u.v.m.) Genau genommen ist die Milieuforschung die friedliche Nutzung der Rasterfahndung, um Menschen innerhalb ihres Wertekosmos gezielt anzusprechen.

Exkurs: die bürgerliche Mitte morpht

In den 1960er-Jahren rechnete man die Hälfte der Bevölkerung der bürgerlichen Mitte zu. Vereinfacht gesagt, viele Menschen lebten in gleichen Lebensumständen (Familie war Mama, Papa, Kind, Kind, Papa arbeitete Vollzeit, Mama kümmerte sich um Heim und Herd, einmal im Jahr fuhr man mit dem Auto in den Urlaub, am Samstag Nachmittag war Bundesliga und Weihnachten verbrachte man mit der Familie untern Tannenbaum).
Das ist heute, in der zweiten Dekade des 21ten Jahrhunderts nicht mehr so. Wir leben in einer Welt vieler Milieus mit unterschiedlichen Werthaltungen. Diese Milieus differenzieren sich immer weiter aus – es entstehen immer mehr Submilieus und Subkulturen. Der größte gemeinsame Nenner ist das Individuum mit seinem ganz persönlichen Lebensentwurf. Im Jahr 2017 rechnet man gerade noch 13% der Bevölkerung der bürgerlichen Mitte zu. die bürgerliche Mitte ist ein Milieu von vielen.
Die Situation in der Gegenwart: die Zugehörigkeit zu einem Milieu determiniert nicht mehr das Kauf- und Konsumverhalten. Der hybride Verbraucher setzt seine Präferenzen entlang der Produktkategorien. Z.B. kauft er Lebensmittel ausschließlich Bio und Fair Trade, er bevorzugt technische Produkte von Bang & Olufsen und Apple, richtet seine Wohnung mit IKEA ein und nennt kein Auto sein eigen, er nutzt Carsharing.

Lebensphasen | seit 2010

Mit der Definition und Ansprache von Zielgruppen und Milieus ist heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Nach und nach setzt sich das Konzept der Lebensphasen durch. Mit dem Eintritt in eine bestimmte Lebensphase treten Menschen in eine bestimmte Lebenswelt ein. Auch wenn die Subkulturen und Szenen höchst unterschiedlich wirken – die Lebenswelten sind, was ihre Themen betrifft, relativ homogen.
Entscheidend ist, die jeweilige Lebensphase präzise zu umreißen und zu beschreiben. Daraus ergeben sich gute Antworten für die Gestaltung von Produkten und Dienstleistungen und die Kommunikation incl. der Tonality – die Art und Weise – der Kundenansprache.
Typische Lebensphasen: Kindheit, Schulzeit, Auszeit, Studienzeit, Berufsleben, Elternschaft, zweiter Aufbruch, Sinnfindung, dritter Aufbruch, bewusstes Alter, Abschied. Diese Liste ist selbstverständlich weder umfassend noch vollständig, sie dient der Illustration des Lebensphasenkonzeptes. Im Rahmen der Lebensphasen geht es um Themen und FRAGEN, die die Menschen bewegen und für die sie Antworten und LÖSUNGEN suchen.

Beispiel: Lebensphase Elternschaft mit Kindern bis 12 Jahre

Themen

  • Alltagsplanung
  • Balance Kinder und Beruf
  • Balance in der Partnerschaft
  • Gesundheit
  • Ernährung
  • Frühkindliche Förderung

Kultureller Hintergrund der Eltern

  • Die Eltern wuchsen in einer Welt auf, die sie als krisenhaft erlebten.
  • Man muss angesichts der Unsicherheiten flexibel bleiben.“
  • Es ist nicht ausgemacht, dass die Kinder ihren Platz in der Gesellschaft und im Berufsleben finden werden.

Lösungen

  • Überlebensstrategie Nr. 1: möglichst viele Kompetenzen aneignen
  • Entwicklung der Intelligenz befördern
  • vor Gefahren schützen
  • für das Leben rüsten

Welche Lebensphasen sollen wir für Ihr Unternehmen analysieren und daraus wirksame Kommunikation gestalten?
Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,
Ihr Stefan Theßenvitz

Die Goldland-Analyse | Vom Glauben zum Wissen

Viele Unternehmer* sind sich sicher, dass ihre Kunden zufrieden sind. Klar, es gibt immer wieder einzelne Kunden, denen kann man es nie recht machen. Wirklich? Möglicherweise trauen sich die Schweigenden nur nicht, etwas zu sagen. Sie geben sich zufrieden mit einer unbefriedigenden 80%-Lösung – und kommen einfach nicht wieder.

Basis unserer Arbeit ist immer der klare Blick auf die Tatsachen. Wir wollen wissen: Was denken Ihre Kunden über Ihr Unternehmen. Wir wollen wissen: Welche Erfahrung macht Ihr Kunden mit Ihrem Unternehmen?

Die Ausgangssituation

Kleine und mittlere Unternehmen müssen ihre begrenzten Kapazitäten effizient einsetzen. Jeder Auftrag muss einen angemessenen Deckungsbeitrag erwirtschaften. Darum ist es wichtig, sich über die Qualität der Leistung zu angemessenen Preisen klar zu werden. Welche Menschen sind bereit, etwas mehr für Ihre Leistung zu bezahlen? Welche Erwartungen haben diese Menschen dann an Ihre Leistung? Das herauszufinden ist unsere Aufgabe.

Das Goldland

Wir definieren gemeinsam Ihr Goldland: attraktive Kunden, die bereit sind für Ihre qualitätvolle Leistung den angemessenen Preis zu bezahlen. Ihr zukünftiger Kunde kommt entweder auf Empfehlung direkt zu Ihnen oder er informiert sich intensiv und umfassend im Vorfeld über Ihr Unternehmen. In beiden Fällen sichert sich Ihr Kunde weit vor dem ersten persönlichen Kontakt ab, ob Ihr Unternehmen zu ihm passt: er klopft sie auf Ihre Kompetenz-Vermutungs-Indikatoren, kurz KVI, ab. Er informiert sich im Internet, auf Facebook, er sieht einen Flyer, er schreibt eine E-Mail, er ruft an. Die zentrale Aufgabe für Ihr Unternehmen: senden Sie die richtigen Signale an Ihre Goldland-Kunden.

Die Analyse

Wir schauen genau hin, und erfassen in der Rolle des fiktiven Kunden Ihre KVI. Alle Daten werden anhand einer strukturierten Checkliste und mit Fotos dokumentiert: positiv wie negativ. Die Ergebnisse werten wir anhand zweier wissenschaftlicher Methoden aus. Im Ergebnis erhalten Sie ganz konkrete Handlungsempfehlungen, wie Sie Verbesserungen sofort wirksam umsetzen können, um die richtigen Signale an Ihre Goldland-Kunden zu senden.

Kunden O-Töne auf die Frage: „Was hat Sie an der Goldland-Analyse begeistert?“

  • Man schaut seinen Betrieb wieder von allen Seiten an. Mit den Fotos, das war super. Das finde ich echt interessant, zu sehen, wie der Betrieb eigentlich so dasteht. Man achtet viel mehr darauf, wie man mit den Kunden spricht, schreibt und umgeht. Man ist viel sensibilisierter.“ Andreas Maicher GmbH, Tattenhausen
  • Das überraschende Ergebnis! Wir haben z.B. den besten Maler vor Ort für die Beschriftung des Hauses beauftragt, da ist gleich jemand gekommen und hat es fotografiert. Und wir machen jetzt aufgrund der Goldland-Analyse in einem Gebiet Werbung, wo wir vorher nicht geworben haben. Wir haben festgestellt, dass dort das Pro-Kopf-Einkommen im Vergleich viel höher ist. Wir nehmen uns die Ergebnisse der Goldland-Analyse zu Herzen. Das hat uns einen richtigen Schub gegeben. Bei uns rührt sich was.” Florian Hölzl, Ramsau

Interesse? Melden Sie sich einfach und dann besprechen wir Ihr Projekt.
Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,
Ihre Anja Theßenvitz
*Selbstverständlich sind Frauen und Männer gleichermaßen angesprochen. Die ausschließliche Verwendung der männlichen Form dient der besseren Lesbarkeit.

Zukunft selbstbestimmt gestalten | Trendforschung und Szenarioanalyse

Die Zukunft kann niemand vorhersehen. Denn Zukunft entwickelt sich nicht linear. Wir erleben Disruption, aufbrechende Dynamiken und Zeiten scheinbaren Stillstandes. Doch wir können unseren Blickwinkel erweitern, den Horizont beobachten und die Gegenwart aus verschiedenen Perspektiven betrachten. Mit diesem Wissen können wir unsere Zukunft selbstbestimmt gestalten.

Trendforschung

Trends i.S.v. Megatrends sind breite soziale, wirtschaftliche, politische und technische Veränderungen, die sich langsam bilden und die, wenn in Kraft, lange von Einfluss sind. Niemand kann sich dauerhaft gegen diese Entwicklungen stellen. Entscheidend ist, konstruktiv mit Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft umzugehen.
Mit unserem Trendradar erfassen, analysieren und bewerten wir im Zusammenhang mit Ihrer konkreten Aufgabenstellung mögliche Zukünfte in sieben Dimensionen:

  • Wissenschaftliche Trends (z.B. Medizin, Physik, Chemie, Mathematik, Biologie, Gentechnik)
  • Technische Trends (z.B. Informationstechnologie, Mobilität, Ergonomie, Umwelttechnologie, Sicherheit)
  • Politische Trends (z.B. Europäisierung, Regionalisierung, Demokratie, Bürgerschaftliches Engagement)
  • Wirtschaftliche Trends (z.B. Fabrik 4.0, Vernetzung, Re- und Upcycling, Globalisierung, Regionalisierung, Nachhaltigkeit)
  • Verbrauchertrends (z.B. Individualisierung, veganer Lebensstil, Konsumverhalten)
  • Kulturelle Trends (z.B. Ökonomisierung, Wiederverwertung, Subsistenzwirtschaft, Ökologisierung, Verantwortung)
  • Gesellschaftliche Trends (z.B. Demographie, Communities, Ghettoisierung, Integration, Parallelgesellschaften, Migration)

Szenarioanalyse

Die Szenario-Technik kann als eine Art Drehbucharbeit aufgefasst werden, bei der zukünftige Wirklichkeiten beschrieben werden. Gute Szenario-Drehbücher umfassen mehrere denkbare Zukunftsentwicklungen und beziehen auch mögliche Störereignisse mit ein.
Das Drehbuch eines Szenarios besteht aus zwei Teilen.
Die Analysephase / Betrachtung von AUSSEN

  1. Kurze Beschreibung des Megatrends mit Begründung der Relevanz für unser Unternehmen
  2. Die stärkst mögliche Entwicklung des Megatrends
  3. Die schwächst mögliche Entwicklung des Megatrends
  4. Die wahrscheinlichste Entwicklung des Megatrends

Wichtig: für JEDEN Megatrend wird EIN Szenario geschrieben. In der systematischen Zusammenschau aller Szenarien durch eine Konsistenzanalyse erkennt das Unternehmen, welche Trends sich wechselseitig verstärken, welche Trends sich unabhängig voneinander entwickeln und welche Trends sich gegenseitig neutralisieren oder abschwächen.
Die konzeptionelle Phase / Betrachtung von INNEN

  1. Die größte Chance für unser Unternehmen
  2. Das größte Risiko für unser Unternehmen
  3. Unsere Konsequenz/en daraus
  4. Unser konstruktiver Umgang damit

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,
Ihr Stefan Theßenvitz

Facebook | Typen, Daten und Lösungen für das Marketing, die Öffentlichkeitsarbeit und den Vertrieb

Der Social-Media-Dienst Facebook ist einer der wichtigsten Informations- und Kommunikationskanäle – nahezu weltweit. Grund genug, sich Facebook aus der unternehmerischen Perspektive genauer anzusehen.

Zu Beginn ein paar Daten für das Jahr 2016

Welt

1,7 Milliarden Menschen nutzen Facebook, davon über eine Milliarde Menschen täglich. 1,4 Milliarden Menschen nutzen Facebook auch online, über 800 Millionen ausschließlich mit ihrem Smartphone.

Deutschland

In Deutschland nutzen 28 Millionen Menschen Facebook (das ist ein gutes Drittel der Bevölkerung!) davon 24 Millionen mobil. 21 Millionen nutzen Facebook täglich, davon 19 Millionen mobil.

Altersverteilung Deutschland

Die jüngeren Menschen von 13 bis 34 Jahre sind mit 65% vertreten, die älteren ab 35 Jahren mit 35%. Noch ist die Hauptgruppe der Facebook-Nutzer jünger als 35 Jahre, der Anteil der älteren Facebook-Nutzer steigt kontinuierlich. Das bedeutet nicht, dass die jüngeren Menschen Facebook in Scharen davonlaufen. Das Altersverhältnis der Facebook-Nutzer normalisiert sich entlang der alternden Gesellschaft.

Zwischenfazit

Facebook wächst durch immer mehr Nutzer. Das Angebot wird immer stärker (ausschließlich) mobil in Anspruch genommen. Auf mittlere Sicht werden Menschen ab 50 Jahren die stärkste Zielgruppe für Facebook sein. Damit wird deutlich: Facebook ist lebendiger als je zuvor, es wächst entlang der soziodemographischen Entwicklung.

Typologie der Facebook-Nutzer

Unsere qualitativen Beobachtungen und Analysen geben wertvolle Hinweise für die Arbeit mit Facebook-Zielgruppen. Wir gliedern die Facebook-Nutzer in vier Segmente. Innerhalb der Segmente definieren wir jeweils zwei typische Nutzergruppen. Selbstverständlich gibt es auch Mischformen und Untergruppen, doch für die Erkenntnisgewinnung ist ein grober Strich hilfreicher.

MY-WORLD

Die ICH & ICH und meine Welt-Gruppe liebt die Selbstinszenierung. Vor einer Sehenswürdigkeit, im Urlaub, beim Shoppen, beim Essen, mit Promis …. Fast immer ist das eigene Gesicht im Zentrum des Bildes (oder Gesicht eines berühmten Menschen mit dem eigenen), die Gefühle sind groß, das Erlebnis ist umwerfend, der Moment atemberaubend.

Erkenntnisse für unsere Arbeit: diese Gruppe liebt die Inszenierung und die Erregung, ihre Welt ist ihre Bühne. Diese Gruppe hat meist ein positives Selbstbild von sich und liebt das Bunte, Laute, Plakative, Überschäumende.

Die Nahraum-Abenteurer lassen uns teilhaben an ihrer persönlichen Welt. Das Abenteuer finden Sie in vielen Details: der Nachwuchs auf dem Topf, die Katze auf dem Sofa, der geschmückte Weihnachtsbaum, Eisblumen am Fenster, Sonnenuntergänge, das Obst im Garten, die Wurst auf dem Grill …. das ganz normale Leben steht im Zentrum mit all seinen wunderbaren Augenblicken.

Erkenntnisse für unser Arbeit: diese Gruppe liebt die Beschaulichkeit und den wachen Blick auf das leicht zu Übersehende. Der Umgang ist achtsam und sensibel, die Gefühle sind fein. Diese Gruppe spendet auch gerne Trost und zeigt sich bei Unbillen des Lebens (Fahrradpanne, Regenguss etc.) solidarisch mit ihren Facebook-Freunden.

PROFESSIONAL-WORLD

Die Berichterstatter berichten von ihrem Berufsalltag (der häufig mit Reisen und Begegnungen verbunden ist), sie berichten von Seminaren, sie empfehlen Bücher und Software, sie verraten Kniffe und Tricks, sie lassen uns an ihren Erfolgen teilhaben (Misserfolge eher selten) … der Beruf bzw. die Aufgabe steht im Mittelpunkt.

Erkenntnisse für unsere Arbeit: die Berichterstatter geben und nehmen gerne konkrete Inhalte. Die Lösung steht im Vordergrund, das gemeinsame Knobeln an einer Lösung ist der halbe Spaß.

Die Facts and Figures sind sehr stark auf ihr Fachgebiet fokussiert. Ihre Nachrichten sind fundiert. Facebook nutzen sie für ihre Sache, alles andere wird konsequent ausgeblendet, weil Zeitverschwendung. Diese Gruppe sendet lieber als sie empfängt. Erstklassigen Inhalten gegenüber sind sie aufgeschlossen.

Erkenntnisse für unsere Arbeit: die Facts and Figures sind konzentriert bei der Sache und haben meist ihren Ablenkungsimpuls im Griff. Sie wählen sich bewusst ihre Absender aus und abonnieren Nachrichten nur nach sorgfältiger Abwägung.

EDUCATION-WORLD

Die Gruppe der Mit Weisheit Übervollen teilt vorzugsweise Sinnsprüche und Lebensweisheiten (gerne auch ungefragt auf die Accounts ihrer Facebook-Freunde). Der endlose Strom der Beiträge speist sich aus den Zuflüssen Liebe, Verzeihung, Partnerschaft, Weltfrieden, Versöhnung, Mitleid, spirituelles Wachstum u.v.m. in der Art.

Erkenntnisse für unsere Arbeit: diese Gruppe liebt das Ideale, (das nicht selten) im (krassen) Widerspruch zu ihrer Lebenswirklichkeit steht. Wichtig sind ihnen einprägsame Botschaften, die garniert sind mit weichgezeichneten Fotos, Slow-Motion-Videos und meditativer Musik.

Die Erzieher, Mahner und Bewerter sind hier zusammengefasst in einer Gruppe, weil die Intention ihrer Botschaften ähnlich ist. Sie wollen aufrütteln, zur Umkehr aufrufen (z.B.: „esst kein Fleisch“ „warum die XY-Partei so verlogen ist“) wissen um ihr normativ richtiges Verhalten und teilen vorzugsweise Inhalte aus Quellen mit einem geschlossenen Weltbild. Für diese Gruppe besteht die Welt aus zwei Polen: das perfekte Gute und das perfekte Böse, das Richtige und das Falsche. Gerade das Falsche muss man anprangern und mit der eigenen (einzig) richtigen Bewertung posten. Gerne wird auch Facebook-Freunden mit der Kündigung der Freundschaft gedroht, sollten sie anderer Meinung sein („Wer die XY-Partei gut findet, kann nicht länger mein Freund sein“)

Erkenntnisse für unsere Arbeit: auch diese Gruppe liebt das Ideale. Das Ideale scheitert an den Verhältnissen, die es ohne großen Kraftaufwand zu beseitigen gilt. Also wird geteilt und kommentiert, bis die Tastatur versagt.

OBSERVER-WORLD

Die Besorgten vermitteln uns mit ihren Posts – meist geteilte Inhalte – ihre weltumspannenden Kümmernisse. Der Hunger in Afrika, die von Windrädern zerhackten Vögel, die ins Land flutenden Flüchtlinge, das Ende des Erdöls, der Bildungsnotstand in Deutschland … kein Thema ist groß genug, keine Befürchtung ist zu übermächtig. Der Besorgte vermutet ihm zugeschriebene Autorität, die ihn ermächtigt, ja sogar verpflichtet, immer wieder den Finger in die Wunde zu legen.

Erkenntnisse für unsere Arbeit: Die Besorgten lieben Botschaften von Autoritäten (Qualitätspresse, bekannte Wissenschaftler, Nobelpreisträger usw.). Das Thema muss vielschichtig sein, gut sind Schuldzuweisungen an eine bestimmte Gruppe (z.B. die Politiker, die Manager, der reiche Westen).

Die Beobachter stehen über den Dingen und klären auf. Ihre unverzichtbare Rolle sehen sie darin, alles zu einem bestimmten Thema zu sammeln und ihren Facebook-Account zu moderieren. Vorzugsweise kommentieren sie Kommentare. Sie wägen ab, zeigen Denkfehler auf und bringen neue Fakten ins Spiel. Das Thema muss abstrakt, komplex und mit einfachen Mitteln nicht lösbar sein (Spaltung der Gesellschaft, Klimawandel, Integration).

Erkenntnisse für unsere Arbeit: Die Beobachter lieben Fakten, Zeitreihen, differenzierte Statements, kluge Sätze. Die Inhalte müssen gut aufbereitet sein und dem Beobachter die Möglichkeit an die Hand geben, die Dinge so oder so zu akzentuieren.

Was bedeutet das für die Arbeit Ihres Unternehmens mit Facebook, was bedeutet es für Ihr Marketing, Ihre Öffentlichkeitsarbeit und Ihren Vertrieb?

Facebook ist eine perfekte Marketingmaschine. Wir befassen uns intensiv für Auftraggeber unseres Hauses mit Facebook. Es ist sagenhaft, was diese Riesenmaschine alles kann. Z.B.: Zielgruppen identifizieren, Kampagnen fahren, Call to Actions definieren. Und man kann wirklich alles messen und gezielt besser werden!

Grundregeln für einen Facebook-Account

  • Facebook wird von Menschen genutzt. Diese Menschen haben unterschiedliche Wünsche, Bedürfnisse, Anliegen und Nutzenerwartungen an Facebook. Nur wer sich darauf einstellt, wird mit Facebook erfolgreich sein.
  • Wenn man was von Facebook will (Fans, Follower, Kunden, Relevanz, Umsatz etc.), dann muss man das professionell angehen und gezielt gestalten.
  • Relevante Inhalte sind selbst generierte Inhalte: Texte, Fotos, Videos, Interviews, Fallstudien, Fachbeiträge, Beispiele etc.
  • Geteilte Inhalte sind professionell betrachtet Unsinn, das sollte ein sehr seltener Fall sein (z.B. Fachbeiträge, die mit Ihrem Geschäft und Ihren Anliegen zusammenhängen).
  • Für einen Firmen-Account bei Facebook muss man sich über die Positionierung Gedanken machen. Z.B.: Was wollen wir wem vermitteln? Wofür stehen wir? Warum macht es für einen Facebook-Nutzer Sinn, unseren Firmen-Account zu abonnieren? Wo ist unser Mehrwert? – Warum sollen die Nutzer ihre Zeit bei uns investieren?
  • Für einen Facebook-Account braucht man Ressourcen (das unterschätzen die meisten). Nur ein kontinuierlich gepflegter Facebook-Account macht Sinn. Jeder Inhalt muss professionell sein: gute Fotos, gute Videos, gute Texte
  • Hände weg vom Smartphone und spontanen Fotos und Filmchen. Hände weg von Betriebsfeiern, Urlaubsfotos etc.
  • Hinter jedem Firmen-Account steht ein privater Account. Der Privat-Account ist die Grundlage, einen Firmen-Account zu administrieren. Über den Privat-Account können Sie Ihre Freunde als Fans für den Firmen-Account gewinnen. Dieses organische Wachstum der Fangemeinde ist für viele KMU ein sehr guter Weg.
  • Der Privat-Account korrespondiert sehr stark mit dem Firmen-Account. Das wird häufig unterschätzt. Es ist also auch wichtig, darüber nachzudenken, wie sie sich als Privatperson auf Facebook präsentieren (z.B. Trinklieder im Urlaub, allzu knappe Klamotten … alles schon erlebt). Facebook und Privat geht nicht zusammen. Auf Facebook ist jeder Mensch eine öffentliche Person. Alles ist öffentlich (zumindest für computerbegabte Menschen) und alles ist indizierbar.

Der Firmen-Account bei Facebook korrespondiert natürlich mit der Website Ihres Unternehmens. Über Share-Buttons auf Ihrer Website können Sie sehr schnell Inhalte multiplizieren – nicht nur auf Facebook, auch auf Google+, Instagram, Pinterest, Twitter, Linkedin, Xing etc..

Facebook kann eine hervorragende Ergänzung sein für Ihre Unternehmenskommunikation: für das Marketing, die Öffentlichkeitsarbeit und den Vertrieb.

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihr Stefan Theßenvitz

Gutes Projektmanagement

Immer mehr Arbeit findet in Projekten statt. Innerhalb eines Unternehmens mag das meistens gut leistbar sein. Schwierig wird es häufig, wenn das Projekt unternehmensübergreifend und im Zusammenspiel mit weiteren externen Dienstleistern durchgeführt wird.

Unsere Leitsätze aus 20 Jahren Projektarbeit

  1. Führe durch Vorbild
  2. Mach´ anderen das Leben leicht

Viele Projekte scheitern, weil die Erwartungen an das Projekt und an die Projektteilnehmer unklar sind. Weil Zeiten und Fristen im laufenden Projekt verändert werden. Weil das Budget schmilzt wie Butter in der Sonne und wirkungslos zerrinnt. Weil man viel zu viel Zeit in ergebnislosen Meetings vertrödelt. Weil die Schnittstellen nicht sauber definiert sind. Weil Machtgerangel die Sachorientierung verdrängt oder einfach weil die Dokumentation schlampig ist.

Da helfen kein Zaubersalz und kein Motivationsworkshop. Da nutzen kein Tschak(k)a oder coole Sprüche auf T-Shirts. Die Lösung gibt es nicht als Tütensuppe mit Wasser drüber und alles schmeckt prima.

Was wirklich hilft

… und wir können jeden Punkt vielfach mit Beispielen aus der Praxis belegen …

  • Das Projektziel ist eindeutig und interpretationsfrei (zumindest interpretationsarm).
  • Die Rahmendaten und Restriktionen sind klar und verlässlich (Zeit, Kosten, Budget, Aufwand).
  • Die Erwartungen der Projektteilnehmer an sich und andere sind erfüllbar (Präzision, Timing, Qualität, Support).
  • Projektorientierung im Projekt. Jeder Abschnitt, jeder Baustein ist ein in sich abgeschlossenes Projekt.
  • Saubere Dokumentation. Naht- und Übergabestellen für ein Weiterarbeiten ohne Frageschleifen.
  • Verantwortung personifizieren. Jeder Abschnitt, jeder Baustein hat einen Vornamen und Nachnamen.
  • Verbindlichkeit schaffen. Terminieren, Wiedervorlage, Kontrollieren – professionelles Misstrauen kultivieren.
  • Fehlentwicklungen frühzeitig erkennen. Frühwarnsystem einbauen, Nachfassen, Unterstützung anbieten.
  • Arbeitsfortschritte sichtbar machen. Erfolge kommunizieren, alle Beteiligten informieren.
  • Konkret sein. Immer mit Blick auf die Ziele praktikable Lösungen entwickeln.
    Lösungen einfordern. Im Falle von Unstimmigkeiten steht immer die Lösung im Vordergrund.
  • Jeder Projektteilnehmer findet sich mit seinen eigenen Anliegen im gemeinsamen Projekt wieder.
  • Konsequente Sachorientierung. Das gemeinsame Ziel auf unterschiedlichen Wegen erreichen.

Viele Menschen haben Angst vor Spannungen. Auch Führungskräfte sind häufig harmoniesüchtig bzw. konfliktscheu. Das ist leider falsch und macht die Sache schlimmer. Sachorientierung funktioniert nur auf der Grundlage geklärter Beziehungen. Und zu einer geklärten Beziehung gehören auch gut bearbeitete Spannungen. Der Leitsatz als Überschrift:

Spannungen produktiv nutzen!

  • Spannungen benennen
  • Unterschiedliche Perspektiven / Standpunkte erkennen
  • Unterschiede akzeptieren
  • Gemeinsamkeiten definieren
  • Die Lösung zählt!

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihr Stefan Theßenvitz

SEO und die Erregungskultur

SEO ist ein Zauberwort des Internets. In ihm manifestiert sich der Wunsch vieler Unternehmen, gelesen, gehört, gesehen zu werden – kurz: Beachtung zu finden. Der Wunsch ist legitim. Klappern gehört zum Handwerk. Wer nicht wirbt, der stirbt. Tue Gutes und rede darüber. Diese Kurzformeln bringen es auf den Punkt: Bekanntheit ist die Grundbedingung für erfolgreichen Verkauf und Vertrieb. Beleuchten wir zwei zusammenhängende Phänomene des Internetzeitalters. SEO und die Erregungskultur.

SEO

SEO = Search Engine Optimizing = Suchmaschinenoptimierung. Webinhalte werden von Suchmaschinen indiziert. In Deutschland dominiert Google mit 99% den Markt für Suchmaschinen. Es gilt: Suchmaschine = Google. Google hat keine Augen. Bilder in den Formaten jpg, tif, png, gif etc. kann Google nicht lesen, auch keine als Bild abgespeicherten Texte. Das gleiche gilt für Videos.

Aber Google kann lesen. Der Eingang zu Google ist der berühmte Schlitz auf der Startseite. Der User tippt seine Suchanfrage ein und erhält in Windeseile Suchergebnisse, zum Teil schon, bevor er seine Schreibarbeit beendet hat. Faszinierend!

Wir gehen hier nicht der Frage nach, warum Google weiß, was wir wissen wollen und lüften auch keine Geheimnisse des Google-Algorithmus (der so geheimnisvoll gar nicht ist). Wir gehen der Frage nach, wie wir unsere Botschaften gestalten müssen, damit sie von Google indiziert werden und Interessenten bereitgestellt werden können. Google will relevant sein. Die Relevanz von Google bemisst sich daran, dass ich Google nutze, um etwas zu finden. Mit 99% Marktanteil ist dieser Beweis erbracht.

Wir brauchen also Texte, die Google lesen kann. Jeder Text, der als durchsuchbarer Datensatz vorliegt (z.B. Html-Texte) ist auslesbar / indizierbar. So weit, so einfach. Natürlich stehen unsere Texte im Wettbewerb mit anderen Texten. Andere Unternehmen wollen auch Gehör finden. Und jetzt wird es spannend.

Wie muss ein SEO-Text geschrieben werden, damit er von Google in der Trefferliste weit oben angezeigt wird? Für diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort bzgl. Textlänge, Wortwahl, Keywords, Abschnitte und Überschriften. Hier spielen auch Fragen nach dem Thema, der Zielgruppe, deren Erwartungshaltung und Bildungshintergrund eine Rolle.

Tipps für leicht lesbare und gut indizierbare SEO-Texte und Möglichkeiten, Fehler zu vermeiden

  • Google mag keine unpersönliche Sprache. Google mag persönliche Sprache. Schreiben Sie persönlich.
  • Gliedern Sie Ihren Text durch Überschriften in Abschnitte (h1, h2, h3). Google mag strukturierte Texte mit Überschriften, deren Inhalt Bezug zum kommenden Abschnitt nimmt.
  • „Der Text wird geschrieben“ ist ein Passivsatz. Google mag keine Passivsätze. Vermeiden Sie Passivsätze. Schreiben Sie aktiv.
  • Der Nominalstil ist knapp, prägnant und präzise. Google mag keinen Nominalstil. Google mag Umgangssprache.
  • Google mag keine langen Worte (26-letter-words wie zum Beispiel Pfannkuchenstreifensuppe). Verwenden Sie kurze Worte.
  • Google mag keine Schachtelsätze mit vielen Kommata. In Schachtelsätzen verheddern sich gerne auch die Autoren, die Bezüge werden unklar. Schreiben Sie kurze Sätze.
  • „wollen“, „dürfen“, „können“, „müssen“, „mögen, „sollen“ sind Modalverben, auch „will“, „muss“, „kann“. Google mag keine Modalverben. Lösung: Modalverben weglassen.
  • „auch“, „doch“, „sehr“, „nur“, „so“, „ja sogar“ sind Füllwörter. Google mag keine Füllwörter. Lassen Sie Füllwörter weg.
  • „usw.“, „etc.“, „z.B.“, „s.o., z.K.“, „MfG“ sind Abkürzungen. Google mag keine Abkürzungen. Lösung: Abkürzungen weglassen oder ausschreiben. U.A.w.g. = Um Anmeldung wird gebeten. Damit vermeiden Sie auch Missverständnisse.
  • Google mag kein Perfekt (2te Vergangenheit). Google mag das Präsens und die 1te Vergangenheit (Präterium).
  • Google mag keine „Wenn, dann“-Sätze. Vermeiden Sie „Wenn, dann“-Sätze.
  • Vermeiden Sie Symbole im Text. Google mag keine Symbole (Mathematik, Ziffern, Emoticons). Lösung: Schreiben Sie Zahlen aus oder erklären Sie Symbole.
  • Vermeiden Sie allseits bekannte Sprichwörter, Lebensweisheiten oder Sinnsprüche („Wahrheit ist auf dem Platz“, „Das Runde muss ins Eckige“). Google mag keine Phrasendrescher. Lösung: finden Sie eigene originelle Merksätze.

SEO-Texte haben nichts mit Literatur und Poesie zu tun. Lieben Sie gutes, differenziertes Deutsch? Dann schreiben oder lesen Sie ein gutes Buch. SEO-Texte sind für (meist) eilige Leser, deren Aufmerksamkeit meist nicht vollständig auf Ihren Text gerichtet ist; insbesondere, wenn dieser mobil surft: one eye, one thumb.

Erregungskultur

Was hat jetzt SEO mit der Erregungskultur zu tun? SEO Texte sind schnell erfassbar, werfen helle Schlaglichter, erzeugen Neugier und befördern den Impuls: klick mich! Das ist der Sinn der Übung. Der Leser soll involviert werden, er soll sich mit meinem Thema beschäftigen. Involvement erzeugt Sympathie. Sympathie ist die Grundlage für geglaubte Kompetenz und Vertrauen. Wem ich vertraue, dem kaufe ich etwas ab.

Alle Anbieter von Inhalten wollen beachtet werden. Je mehr Menschen meinen Inhalten Beachtung schenken – je häufiger Menschen die Inhalte auf meiner Website klicken und je länger sie sich dort aufhalten – desto relevanter werden meine Inhalte für Google und damit für andere User. Es gilt das alte Gesetz der Masse: „Was für viele Menschen interessant ist, ist auch für Dich interessant“.

Achtung: wir begeben uns jetzt auf die Seite der schwarzen Magie. Die folgenden Ausführungen sind dem Gedanken der Aufklärung geschuldet, selbstverschuldete Unmündigkeit zu vermeiden und einen Ausgang aus ihr zu finden.

Wie entsteht Involvement? Durch Geheimnisse. Durch Andeutungen. Durch Gefühle. Durch Provokation. Durch Zuspitzung. Durch Rätsel. Durch Befürchtungen. Kurz: durch Manipulation und durch Reize. Der Reflex des Menschen ist schneller als sein Verstand. Angriff oder Flucht

Widerwillen, Ärger, Angst, Häme und Wut sind schnell abrufbar. In Verbindung mit eigenen Vorurteilen „das habe ich schon immer gesagt“, „endlich sagt das mal einer“, „genau meine Meinung“ wird daraus ein kaum zu kontrollierendes Verlangen, mehr zu erfahren.

Wagen wir einen Ausflug in die online Ausgaben der (Qualitäts-) Presse und lesen wir die Headlines (folgende Textbeispiele sind frei erfunden und könnten dennoch so geschrieben stehen):

  • Das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen.
  • Was sich hinter der Fassade des Saubermanns wirklich verbirgt.
  • Zu dumm oder zu faul? Warum deutsche Schüler scheitern.
  • Was Putins Lächeln in Wahrheit bedeutet.
  • Das Jahr 2017 naht. Welche Bedrohungen uns jetzt erwarten.

Spüren Sie was? Ja? Und genau darum geht es in der Erregungskultur. Es geht um Meinungen, es geht um Gefühle, es geht um Rätsel, es geht um Befürchtungen. Die Methoden: Andeutungen, Anspielungen, memorierbare Slogans.

Es geht nicht um Information. Es geht nicht um die Nachricht, es geht nicht um Aufklärung. Es geht nicht um Differenzierung. Es geht – es sei wiederholt – um Involvement, es geht um das Einsaugen der Aufmerksamkeit. Um die Verweildauer zu erhöhen. Um die Klickrate zu erhöhen. Um die Werbeinnahmen zu steigern. Und damit sind wir wieder bei SEO. Auch Gier und Lust (Schnäppchenjagd, jetzt zugreifen, letzte Chance, schneller informiert sein) sind schnell abrufbar und schwer kontrollierbar.

Wirksame Methoden zur Gefahrenabwehr

Die erste Frage lautet immer: „Muss ich das wirklich wissen, kaufen, haben?“ Je abstrakter, allgemeiner oder endzeitlicher die Bedrohung, das Versprechen oder das Postulat, desto wahrscheinlicher ist die Lüge (Die Rente ist sicher – Rentner von Altersarmut bedroht, Das Klima kollabiert – der Klimawandel, eine Lüge?).

Wir wissen, unser Wille ist unfrei (weil unser Reflex so schnell ist). Doch unser Unwille ist frei. Geben Sie Ihrem Verstand die Chance, zu differenzieren und zu reflektieren.

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihr

Stefan Theßenvitz

Cargo-Kult Management

Der Cargo-Kult | kleine Einführung

Auf den nordöstlich von Australien gelegenen Inseln – von Neuguinea über das Bismarck-Archipel, die Fidschi-Inseln und Neukaledonien reichend und Melanesien genannt – flammt immer wieder eine Bewegung auf, die wir den Cargo-Kult nennen.

Der Cargo-Kult hat vermutlich seinen Ursprung im Zusammenhang mit der Entdeckung der Inseln 1770 durch James Cook. Den Einwohnern der Inseln müssen die fremden Männer mit den großen Schiffen wie Götter vorgekommen sein. Die fremden Männer führten herrliche, nie geschaute Dinge mit sich, neuartiges und wunderbares Frachtgut (englisch Cargo). Springen wir in das 20te Jahrhundert …

Mit dem Kriegseintritt der Amerikaner in den zweiten Weltkrieg im Dezember 1941 stationierten diese in den Folgejahren hunderttausende Soldaten im Pazifik, auch in Melanesien. Diese Soldaten mussten versorgt werden. Mit Kleidung, Lebensmitteln, Dingen des täglichen Bedarfs und mit Kriegsmaterial. Die Amerikaner legten Militärbasen an und schufen Flugplätze für die Flugzeuge mit der wichtigen Fracht. Oder sie warfen die Fracht einfach an Fallschirmen hängend über den Inseln ab. Mit dieser Fracht wurden sowohl die Soldaten als auch die Einheimischen überreichlich versorgt.

Als der Krieg vorbei war, verließen die amerikanischen Soldaten ihre Stützpunkte. Die Flughäfen wurden geschlossen, die Frachtflut versiegte mit einem Schlag. Die Einwohner begannen, das Verhalten der Soldaten zu imitieren, in der Hoffnung, der Cargo-Segen würde wieder zu regnen beginnen. Die Einwohner schufen eigene Landepisten für Flugzeuge, bauten große Flugzeuge aus Holz, Bambus und Stroh, errichteten Flughafentower, dort trugen sie selbst geschnitzte Kopfhörer aus Holz, setzten Signalfeuer mit Fackeln und Lagerfeuern, patrouillierten mit Holzprügeln, schrieben sich die Buchstaben U, S und A auf die Brust und vieles mehr.

Die Einwohner imitierten das Verhalten der Soldaten in der Hoffnung, dass auch sie in den Genuss von materiellen Wohlstand gelangen – ohne Arbeit. Das ist der Kern des Cargo-Kults.

Der Dreiklang des Cargo-Kults

John Frum ist der Messias, er kommt irgendwann wieder … und er wird Geschenke dabeihaben. Der Name John Frum leitet sich vermutlich aus den rudimentären Gesprächen ab, die die Amerikaner mit den Einwohnern führten. Hi, I´m John from … Illinois, Chicago, Detroit, Atlanta … viele Amerikaner hießen und heißen landauf-landab mit Vornamen John …

Der Cargo-Kult ist das Imitieren von Handlungen und die Schaffung von Symbolen (z.B. Flugzeuge aus Bambus, Kopfhörer aus Holz) für materiellen Wohlstand ohne Arbeit.

Custom ist das Beibehalten der eigenen Riten (Tanzen, Singen, Frauen teilen bzw. Polygamie, Männerhierarchie usw.)

Warnhinweis: der folgende Abschnitt ist SATIRE. Ich durfte im Rahmen von einigen selbst gehaltenen Vorträgen erleben, dass die Zuhörer die Regeln für bare Münze genommen haben. Häufiger O-Ton der Zuhörer während oder nach des Vortrages: “Genau das machen wir doch.” (im Sinne von ‘alles ist in bester Ordnung’.)

Das Cargo-Kult-Management (CKM)

Aus dem Cargo-Kult leitet sich das Cargo-Kult-Management ab. Die Ingredienzien sind die gleichen: die Handlungen sind formal richtig, der zur Schau getragene Habitus und Aktionismus sind perfekt choreografiert und das Handeln erzeugt nicht die gewünschte Wirkung – materieller Wohlstand ohne anstrengende Arbeit.

CKM-Regel 1

Stellen Sie die Vergangenheit wieder her (gerne auch falsch oder unvollständig) und dann versuchen Sie, die gleichen Ergebnisse wie in der „guten alten Zeit“ zu erhalten. Ziehen Sie nur die Beweise heran, die Ihre Überzeugungen und Wünsche bestätigen. Beschaffen Sie sich voreingenommen Informationen, interpretieren Sie diese voreingenommen und erinnern Sie sich voreingenommen an die Informationen.

Aus dem CKM-Qualitätshandbuch: „Das Erhalten der Fracht beruht auf der Verwendung von speziellen Holzstäben, damit die Flugzeuge landen.“

CKM-Regel 2

Scheitern Sie daran, die Ursache für ein Ergebnis zu ermitteln. Beharren Sie auf dem Irrtum: die Korrelation beweist die Ursache. Begehen sie den Fehler, dass zwei korrelierende Ereignisse die Ursache für das jeweils andere Ereignis sind. Ignorieren Sie andere miteinander korrelierende Ereignisse. Ziehen Sie nur Einflüsse oder Faktoren hinzu, die Ihre Analyse bekräftigen.

Beobachtung: der Hahn kräht, die Sonne geht auf.
Daraus folgt: der Hahn ist dafür verantwortlich, dass die Sonne aufgeht.

CKM-Regel 3

Ignorieren Sie, wie die Praxis tatsächlich funktioniert. Trainieren Sie den Dunning-Kruger-Effekt (bleiben Sie relativ inkompetent, überschätzen Sie Ihr eigenes Können und unterschätzen Sie die Kompetenz anderer Menschen.) Sie lernen nichts dazu und wollen nichts Neues wissen. Üben und perfektionieren Sie Gesten der Überlegenheit, der Abgeklärtheit und des Durchblicks. Vermitteln Sie stets, dass Sie eine Idee und einen (großen) Plan haben.

CKM-Regel 4

Vertiefen und stärken Sie Ihre Überzeugungen, wenn Sie widersprüchliche Aussagen finden.
Verweisen Sie andere auf ihre gedanklichen Fehlzündungen. Lehnen Sie Beweise ab, die sich im Widerspruch zu Ihrem Glauben befinden. Ergreifen Sie Maßnahmen, Ihren Glauben zu stärken. Laden Sie andere ein, Ihrem Glauben zu folgen. Beginnen Sie eine Diskussion über Grundsätzliches.

CKM-Regel 5

Achten Sie ausschließlich auf Erfolge und ignorieren Sie Misserfolge. Ziehen Sie nur Schlussfolgerungen aus den Erfolgen von Menschen. Beziehen Sie sich nur auf Geschichten, die gut ausgingen. Ignorieren Sie Versagen, Misslingen und Scheitern.

Aus einem CKM-Motivationstraining: „Jeder baut Landebahn-Attrappen. Ich werde Ihnen helfen, eine zu bauen – sonst werden Sie nie Flugzeuge anlocken.“

CKM- Regel 6

Kopieren Sie ein Vorgehen (Strategie, Rezept), einfach weil es viele andere auch tun. Springen Sie auf den Zug auf, da immer mehr Menschen auf den Zug aufspringen. Ignorieren Sie deren Gründe oder die Rahmenbedingungen.

CKM-Regel 7

Entwickeln Sie Ihre Vorlieben für Bekanntes. Kultivieren Sie das Motto:. “Better the devil you know.” “Man weiß was man hat, aber nicht was man bekommt.“ „Von zwei Übeln wählt man besser das, was man schon kennt.“ Entscheiden Sie sich für vertraute Methoden, auch wenn sie für die anstehenden Aufgaben ungeeignet sind.

CKM Regeln für Fortgeschrittene

  • Überschätzen Sie die Zahl der Menschen, die Ihren Einschätzungen und Entscheidungen zustimmen.
  • Bleiben Sie unfähig, neutral und objektiv über eine Sache nachzudenken, in der Sie richtig gut sind (der Fluch des Wissens).
  • Ziehen Sie aus einer Information verschiedene Schlüsse. Interpretieren sie über.
  • Missbrauchen Sie spielerische oder Labor-Situationen, um Rückschlüsse über das echte Leben zu erhalten oder es (noch schlimmer) zu gestalten.
  • Schreiben Sie sich jeden Erfolg auf Ihre Fahne. Jeder Misserfolg ist unglücklichen Umständen oder der Unfähigkeit anderer geschuldet.
  • Bleiben Sie fest in dem Glauben, dass Sie Dinge erklären können, nur weil Sie deren Namen kennen.

CKM im Managementalltag

  • Wenn Sie etwas nicht verstehen, dann verpacken sie es in einfache Botschaften (Zwei- oder Drei-Wort-Sätze), in Parolen mit Rufezeichen (Gerechtigkeit!) oder in Schlagwörter (TEAM)
  • Wenn Sie etwas nicht können, dann kaufen Sie es zu.
  • Wenn Sie etwas nicht vermögen, dann lassen Sie es auf Tassen drucken.
  • Kreieren Sie Facebook-Likes als Beliebtheits-Illusion zur Vorspiegelung von Bekanntheit und Relevanz.

Beliebte CKM-Schlagworte (unvollständig)

  • Team
  • Innovate
  • Change
  • Win Win (Win)
  • Synergie(-effekt)
  • Design Thinking
  • Agil
  • Benchmarking
  • Best-Practice

Beliebte CKM Ersatzhandlungen (statt Arbeit)

  • Studien erstellen (lassen)
  • Arbeitskreise und Ausschüsse gründen
  • Leitbilder entwickeln
  • Leuchtturmprojekte initiieren
  • Fusionieren, Kooperieren, Synergien herstellen
  • Abstimmungen über Innovationen
  • Kick-Off-Meetings, Brainstorming
  • Neues Logo, Corporate Design
  • Englische Wörter verwenden
  • Konferenzen, Symposien und Tagungen
  • Meetings und Workshops NEU: Breakout-Sessions ohne Konsequenzen für den Alltag

Zum Schluss

Cargo-Kult-Management ist eine große Lüge.

  • Die Lüge heißt: es ist ganz leicht.
  • Die Wahrheit lautet: es ist harte Arbeit.

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihr Stefan Theßenvitz

Internet 2.016

Warum Deutschland die Zukunft im Internet verspielt hat und was Unternehmer tun können, um dennoch im Wettbewerb vorne zu bleiben.

Ein Beitrag über das Internet. Im Jahr 2016. Ernsthaft? Ernsthaft! Denn Deutschland hat die Zukunft im Internet verspielt. Es gibt nicht eine ernsthafte Internetlösung, die aus Europa, geschweige denn aus Deutschland kommt. Keine Suchmaschine, keine Social Media Plattform, keine Wissensplattform von Weltformat. Das ist bitter.

Die mentale Landkarte des Internets

Noch viel bitterer ist, dass viele Menschen in Deutschland – darunter leider viele Entscheider –die Philosophie des Internet nicht verstanden haben.

  • Europa: Herrschaft über die Schatzkammer des Wissens
  • Asien: Kontrolle des Kollektivs
  • USA: Wer teilt, gewinnt

Die Philosophie des Internet – das www, die sozialen Medien, E-Mail etc. – ist, Wissen zu teilen und sich mitzuteilen. Wer Freunde in den USA hat, gleich ob geschäftlich oder privat, weiß, von was ich spreche. Diese Freude, sich mitzuteilen ist anregend. Und fruchtbar. Und damit wertschöpfend.

Misstrauen vs. Neugierde

Es geht im Internet 2.016 nicht mehr um Produkte und Dienstleistungen. Es geht um Information, Kommunikation, Beziehung und Begeisterung. Genau das haben viele Menschen in Deutschland nicht verstanden. Und viele werden es nie verstehen. Weil ihre kulturellen Blockaden stärker sind als der Impuls, sich ins Offene zu wagen.

Ideen, Wissen und Können teilen, andere einladen mitzudenken, sich mitfreuen an guten Lösungen anderer. Das sind die Ingredienzien für dauerhaften Erfolg.

Seien Sie versichert, ich weiß genau, von was ich spreche. Bis vor ein paar Jahren glaubte ich ernsthaft, als studierter Marketingmann mit über 20 Jahren Berufserfahrung in der ersten Reihe alles zu wissen über Marketing, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit. Werch ein Illtum (Ernst Jandl). Heute weiß ich: jetzt geht es erst richtig los! – Stefan Theßenvitz

Vom Glauben zum Wissen

Professionell betrachtet ist das Internet für das Marketing erfunden worden. Jede Marketingaktion, jede Vertriebsmaßnahme, jede Öffentlichkeitsarbeit ist unmittelbar und eindeutig messbar. Wie viele Menschen haben wir erreicht? Welche Menschen haben wir erreicht? Wie hat sich unser Thema verbreitet? Wer hat wann was gekauft? Funktioniert unsere Strategie? Was müssen wir verändern? Wer sich mit den Werkzeugen von Google und Facebook beschäftigt hat, weiß, von was ich spreche.

Vom Dogma zur überprüfbaren Ergebnissen

Endlich Schluss mit peinigenden Grundsatzdebatten, endlich Schluss mit Dogmen „Wir müssen es nur lang genug versuchen“. (Kleine Anmerkung: ich habe schon vor 25 Jahren gesagt „entweder wirkt etwas gleich oder gar nicht.“) Endlich Klarheit für jede Marketingaktion und zwar sofort.

Von der Dominanz zum Dialog

Was wir jetzt brauchen sind Unternehmer, die den Mut haben, sich dieser Riesenmaschine Internet zu bedienen. Denn dafür ist sie da: in das Räderwerk eingreifen, mitmachen und mitgestalten. Mein Versprechen: wer konsequent mit dem Internet arbeitet, ist dem Wettbewerb binnen kurzem haushoch überlegen.

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihr Stefan Theßenvitz