Schlagwort: Wertschöpfung

Unternehmen nachhaltig gestalten

Jeder gute Betrieb ist ein Ort, an dem Wertschöpfung entsteht. Aus der Kombination der Produktionsfaktoren Wissen, Können, Zeit, Material und Energie entstehen Produkte und Dienstleistungen. In unseren Worten: „Aus der sinnlosen Ursuppe des zufällig Verteilten schaffen Sie eine wirkmächtige Institution für Wohlfahrt, Mehrwert und Wertschöpfung. Sie gestalten einen Ort, dessen Lösungen die Menschen als wertvoll betrachten.“

Immer mehr Unternehmen beginnen darüber nachzudenken, ihren Betrieb nachhaltiger zu gestalten. Die Spanne reicht von sehr konkreten Fragen wie dem Essensangebot in der Kantine bis hin zu strategischen Überlegungen.

Versuchen wir eine betriebliche Definition von nachhaltiger Gestaltung eines Betriebes.

Ein an den Prinzipien der Nachhaltigkeit orientierter Betrieb schafft Produkte und Dienstleistungen, die die Welt ein wenig besser machen und die der Welt keinen Schaden zufügen. Das ist gar nicht so einfach, wenn man mit endlichen Ressourcen hantiert, zumindest Arbeitszeit, Material und Energie (sofern aus endlichen Quellen) sind endliche Ressourcen.

Wählen wir den systemischen Ansatz und gliedern wir den Betrieb in Prozesse.


Der Mehrwert

Die Errichtung, Ausstattung und die Erhaltung des Betriebes vom Bau, Umbau und Ausbau, den Erweiterungen, Modernisierungen und Sanierungen der Betriebsgebäude und dessen betrieblicher Infrastruktur, vom Bürostuhl und den Computern bis zur Ausstattung der Seminarräume, der Werkstätten, der Produktionshallen, der Küche und all dem, was ein Betrieb für seinen Betrieb benötigt.

Die Wertschöpfung

Betriebliche Prozesse umfassen die Führung und das Management – von den Zielen bis zum Einkauf, die Organisation der Arbeit, die Versorgung mit Energie und Material, die Öffentlichkeitsarbeit und die Buchführung, die Ausbildung und Fortbildung der Mitarbeiter, das initiieren von Verbesserungen und Innovationen und all das, was den Wertschöpfungsprozess effizient und effektiv gestalten hilft.

Die Wohlfahrt*

Dieser Prozess ist ein offener Prozess, denn auf der einen Seite bekommt der Betrieb Input, zum Beispiel Kundenanforderungen, das Wissen und Können der Mitarbeiter, die Anlieferung des Materials. Auf der anderen Seite verlassen die Lösungen des Betriebes, seine Produkte und Dienstleistungen, das Haus.

Die nachhaltige Gestaltung eines Unternehmens – und es ist gleich, von welcher Art Unternehmen wir sprechen – umfasst alle drei Prozessketten: den Mehrwert, die Wertschöpfung und die Wohlfahrt.

Unsere Erfahrung ist: Beginnen Sie im Idealfall bei dem Konzept und der Planung der Wohlfahrt. Welche Lösungen bietet Ihr Unternehmen? Wem bieten Sie Ihre Lösungen an? Was ist der konkrete Beitrag Ihrer Produkte und Dienstleistungen, dass die Welt ein wenig besser wird.

Beispiel Holzbau-Betrieb: Ein mittelständischer Holzbau-Betrieb bezieht seine Rohstoffe – vorzugsweise Holz – aus der Region. Damit bleiben die Transportwege kurz und die Wertschöpfung bleibt in der Region. Der Betrieb beschäftigt ortsansässige Mitarbeiter*innen, bildet aus und verkauft seine Produkte – Häuser aus Holz – in der Region. Das dem Wald entnommene Holz bindet das CO2 für lange Zeit, im Wald wachsen neue Bäume nach.

Der Betrieb bezahlt seine Mitarbeiter und Lieferanten anständig und der Betrieb wächst organisch. Einen Großteil der Energie für die Produktion bezieht der Betrieb aus der hauseigenen Photovoltaik und aus den Holzabfällen. Das ist schon ziemlich nachhaltig.

Der nachhaltige Mehrwert? Die Familie bezieht ihr nach ökologischen Kriterien errichtetes Holzhaus. Wie sie dort ihren Alltag gestaltet, entzieht sich der Einflussnahme des Holzbau-Betriebes. Ob sich die Familie drei Autos anschafft, Tag und Nacht überall Licht brennen und das Wasser laufen lässt, eine (in einem ökologischen Holzhaus unnötige) Klimaanlage von April bis Oktober durchlaufen lässt … oder eben all das nicht tut, sondern viel mit dem Fahrrad fährt und auf dem Wochenmarkt einkauft, all das ist ihre Entscheidung. Doch egal wie, zumindest ist das Haus aus regionalem Holz nach allen Regeln der Kunst errichtet.

Beispiel Bildungsanbieter: Der Bildungsanbieter bietet in seinem Haus Seminare, Workshops, Klausuren, Veranstaltungen, Open-Stages, World-Cafés und viele Veranstaltungsformen mehr an zu dem Themenkomplex „Nachhaltigkeit im Alltag“. Die Teilnehmer*innen kommen aus dem deutschsprachigen Raum, die Referent*innen ebenfalls. Der Bildungsanbieter bietet eine Vollverpflegung und Übernachtungsmöglichkeiten je nach Geschmack und Geldbeutel – Essen aus regionalen und saisonalen Zutaten von Bauernhöfen und Lieferanten aus der Region und übernachtet wird vom Einzelzimmer bis zur Gruppenunterkunft mit Heuhotel.

Der Bildungsanbieter bezahlt seine Mitarbeiter*innen und Referent*innen fair und gestaltet sein Geschäftsmodell so, dass er möglichst wenig Fördermittel für seine Arbeit benötigt. Denn Schulden machen ist nicht nachhaltig. Die Energie kommt aus der Photovoltaik und aus einer Erdwärmepumpe, die Seminargebäude sind mit nachwachsenden Rohstoffen gebaut, alles ist barrierefrei zugänglich, die Anreise und Abreise der Gäste ist leicht mit der Bahn möglich

Der nachhaltige Mehrwert? Auf der einen Seite kommen die Teilnehmer*innen in das Seminar hinein, dort erfahren sie etwas über Nachhaltigkeit im Alltag und dieses Wissen und Können setzen sie nach dem Seminar im Alltag ihrer Lebenspraxis um. Der Bildungsanbieter kann sich einzig darauf konzentrieren, qualitätvolles Wissen und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Ob und wie die Teilnehmer*innen das nachdem Seminar anpacken, entzieht sich der Gestaltungsmöglichkeit des Bildungsanbieters.

Unsere Praxis-Checkliste für die nachhaltige Gestaltung Ihres Unternehmens

  1. Erarbeiten Sie gemeinsam mit Ihren Mitarbeiter*innen in Ihrem Unternehmen ein Leitbild. Beziehen Sie dort ausdrücklich die Aspekte der Nachhaltigkeit ein, die für Ihr Unternehmen von Belang sind. Hierbei ist ein dezidierter Blick in die 17 SDGs sehr sinnvoll. Sie werden sehen: je nach Bedingungslage Ihres Unternehmens bilden sich hier Schwerpunkte heraus.
  2. Definieren Sie Ihre Ziele und begründen Sie diese – Was bieten wir an? Wem bieten wir an? Wie bieten wir an? Warum sind unsere Lösungen besser? Wo ist der Mehrwert – für unsere Kunden UND für unser Unternehmen?
  3. Schreiben Sie ein sauberes, klares, konkretes Konzept – Wie soll das nachhaltige Wirtschaften in unserem Unternehmen genau funktionieren? Was spielt mit was zusammen? Welche Kapazitäten brauchen wir? Wie halten wir uns flexibel und gleichermaßen verbindlich? Wie begünstigen wir Dauerhaftigkeit? Blicken Sie objektiv auf Zahlen! Absatz, Umsatz, Auslastung, Break-Even (Gewinnschwelle), Kosten, Investitionen.
  4. Planen Sie robust und umsichtig – Was muss bis wann fertig sein? Haben wir Puffer? Wie lautet der Plan B (und der Plan C). Wie lange dauert es, bis ein Prozess wirklich funktioniert?
  5. Holen Sie sich Partner an Bord – Wer tickt wie wir? Wer ist der Nachhaltigkeit verpflichtet? Mit wem wollen wir wachsen? Wer kann verlässlich liefern?
  6. Fangen Sie an: das beste Konzept und der beste Plan beweisen sich erst in der Praxis. Ja, Sie werden Fehler machen. Ja, Sie werden dazulernen. Ja, nicht alles war zu Ende gedacht. Ja, Sie werden Überraschungen erleben. Ja, wir bleiben dran. Und Ja, wir haben Freude an dem, was wir und wie wir es tun.
  7. Zum Schluss: Holen Sie sich bei allen Arbeitsschritten professionelle Hilfe an Bord, so arbeiten Sie verlässlich „state-of-the-art“.

Die skizzierte Praxis-Checkliste illustriert beispielhaft den Prozess der nachhaltigen Gestaltung Ihres Unternehmens. Selbstverständlich passen wir die Checkliste den spezifischen Gegebenheiten und Reifegraden Ihres Unternehmens an.

Interesse? Melden Sie sich einfach und dann besprechen wir Ihr Projekt „Unternehmen nachhaltig gestalten“.

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihre

Anja & Stefan Theßenvitz

*Verzeihen Sie das altertümliche Wort Wohlfahrt. Wohlfahrt – aus dem mittelhochdeutschen wolvarn kommend, ist das Bemühen um die Deckung der Bedürfnisse von Menschen und die Sicherung deren Lebensstandards. Wohlfahrt ist auch die planmäßig ausgeübte Sorge für das Gemeinwohl der Menschen, die Sorge für deren Gesundheit und deren sittliches und wirtschaftliches Wohl, deren Erziehung zu besseren Menschen und die Vorbeugung vor moralischem, körperlichem oder materiellem Verfall. Aus diesem Grundgedanken speist sich die Betriebswirtschaft; diese ist eine Sozialwissenschaft und bedient sich verschiedener Werkzeuge, um Mehrwert, Wertschöpfung und Wohlfahrt zu gestalten. Allein die Verpflichtung zur Wohlfahrt führt dazu, bestmögliche Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die keinen Schaden anrichten und über den Gebrauchswert hinaus auch einen Beitrag für eine bessere Gesellschaft leisten. Das kann man auch nachhaltiges Wirtschaften nennen.

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Leitbild

Die unbezwingbare Urkraft jeder erfolgreichen Organisation resultiert aus seinem Streben nach Exzellenz und Wirksamkeit. Jeder mit der Organisation verbundene Mensch, in erster Linie die Mitarbeiter, will sein Wirken sinnvoll einsetzen und Teil einer großen Idee sein. Schwarmintelligenz wird immer dann begünstigt, wenn es um Inhalte und Lösungen geht.

Das Wort „Leitbild“ kommt aus dem griechischen ágein – führen und leiten. Es bedeutet agieren, handeln, unternehmen.

Ziel

Neben den richtigen Mitarbeitern, dem notwendigen Kapital und der zündenden Idee kommt der internen Kultur und Kommunikation vielleicht die größte Bedeutung zu. Ein erfolgreiches Unternehmen muss von innen heraus leben. Das Management und die Mitarbeiter müssen eins sein und eine verschworene Gemeinschaft bilden. Nicht der Einzelne steht im Mittelpunkt, sondern die Mannschaft. Arbeiten im Unternehmen ist ein Mannschaftssport.“ Peter Thiel

Nutzen

Ein gutes Leitbild stärkt die Identität der Organisation und bündelt die Kräfte der Mitarbeiter für exzellente Inhalte und Lösungen. Ein gutes Leitbild reduziert die Reibung in der Organisation beziehungsweise nutzt es Reibung als positive Kraft und begünstigt das Engagement aller Mitarbeiter.

Das Leitbild im Tagesgeschäft

Ein Reisender kommt zu einer Baustelle und sieht zwei Männer, die Steine schleppen. Der eine arbeitet lustlos und mit einem griesgrämigen Gesicht, der andere aber singt fröhlich, während er eifrig Stein um Stein herbeiträgt. „Was tust Du?“, fragt der Reisende den Griesgram. „Ich schichte Steine auf“, lautet die Antwort. „Was tust Du?“, fragt er darauf den emsigen Arbeiter. „„Ich baue eine Kathedrale“

Inhalt

Das Leitbild beschreibt die Organisation von innen her. Es beschreibt das Selbstverständnis, den Organisationsaufbau, das Miteinander und den Organisationszweck. Kurz: die innerbetrieblichen Spielregeln.

Das Leitbild beinhaltet eine klar gegliederte, gemeinsame langfristige Zielvorstellung, eine schriftliche formulierte Unternehmenskultur und klare Handlungsempfehlungen für Werte, Normen, Spielregeln, das Wir-Gefühl und für Entscheidungen.

Methoden

Für die Entwicklung eines Leitbildes nutzen wir bevorzugt das Modell der EFQM – European Foundation for Quality Management. Dieses Modell verbindet in einzigartiger Weise die inhaltlichen Dimensionen mit den Zieldimensionen und betrachtet die Wertschöpfung als Prozess in Verbindung mit der Umwelt bis hin zu den 17 SDG – Sustainable Development Goals.

Die Dimensionen der EFQM 2020

Ausrichtung – WHY Mission
Führung
Kultur
Realisierung – HOW Politik
Nachhaltiger Nutzen
Leistungsfähigkeit
Transformation
Ergebnisse – WHAT Kunden
Mitarbeiter
Partner
Lieferanten
Gesellschaft
Politik

Ein gutes Leitbild wird gemeinsam mit den Mitarbeitern erarbeitet. Denn so werden aus Betroffenen Beteiligte, so werden aus Mitarbeitern Partner des Unternehmens, die seine Anliegen in seiner ganzen Komplexität erfassen, mittragen und mitgestalten. „Ich kann nur verändern, was ich verstehe.“ William Edwards Deming

Zielgruppe

Vorstände, Inhaber, Geschäftsführer und Mitarbeiter einer Organisation. Es kommt auf die gute Mischung an. Männer und Frauen, junge und ältere Mitarbeiter, Mitarbeiter, die erst kurz in der Organisation sind und „alte Hasen“, verschiedene Abteilungen.

Dauer

Ein Leitbild-Workshop dauert idealerweise drei Tage – Einführung in das Thema, Erläuterung der Arbeitsweise, Bestandsaufnahme, inhaltliche Arbeit in mehreren Runden, Endredaktion und Beschluss.

Fahrplan

  1. Briefing
  2. Vorbereitung
  3. Durchführung
  4. Dokumentation

Persönliche Anmerkung

Ich durfte seit 1997 die Erarbeitung sehr vieler Leitbilder begleiten und habe es ebenso oft erlebt, dass man auf diesen Arbeitsschritt gerne verzichten möchte um doch bitte gleich mit der Arbeit zu beginnen. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Organisationen ohne Leitbild sind bis heute in ihrem aktionistischen „Hüh und Hott“ gefangen.

Alle Organisation, die sich für die Erarbeitung eines Leitbildes entschieden haben, sind durch all die Jahre wesentlich stabiler und organischer gewachsen, haben Krisen wesentlich besser gemeistert und es stets vermocht, gute Mitarbeiter dauerhaft zu binden und gute neue Mitarbeiter zu finden und diese gut einzubinden.

Ihr

Stefan Theßenvitz

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Mission

Mission steht auch für Unternehmensenergie. Die Mission beschreibt die Begeisterung für und den Stolz auf das eigene Unternehmen. Am Enthusiasmus und dem Engagement der Mitarbeiter erkennen wir, ob wir über eine gute, tragfähige Mission verfügen.

Der Begriff „Mission“ leitet sich vom lateinischen „mittere“ – senden, schicken ab und bezeichnet die Verbreitung des Glaubens. Unter einer Mission versteht man auch Großprojekte, zum Beispiel Projekte der Raumfahrt. Mission ist der Aufbruch zu etwas Großem und Neuen verbunden mit einer Botschaft.

Ziel

Die Mission ist die Antwort auf die große Frage: „Was ist unser Beitrag, dass es der Welt MIT unserer Organisation besser geht?

Nutzen

Eine gute Mission gibt Ihnen und Ihren Mitarbeitern einen guten Grund, täglich gerne für Ihre Organisation zu arbeiten. Eine gute Mission beschreibt die Wertschöpfung, den „Reason Why“. Warum lohnt es sich, in dieser Organisation zu arbeiten? Wer hat etwas davon? Wessen Leben mache ich mit meiner Arbeit schöner, leichter, einfacher?

Die meisten Menschen stehen morgens auf, weil sie pinkeln müssen. Das ist zu wenig.“ Klaus Kobjoll.

Inhalt

Die Mission beschreibt die Organisation von außen her. Eine gute Mission beleuchtet folgende vier Aspekte, gibt ihnen Inhalt, Kraft und Handlungsorientierung:

  1. Wir sind … was wir machen, was uns eint
  2. Wir stehen für … unser ewiger Auftrag, unser Selbstverständnis
  3. Wir versprechen unseren Kunden … unsere Kernleistung, wo wir beweisbar besser sind, der zentrale Nutzen unserer Leistungen und Lösungen
  4. Wir versprechen unseren Mitarbeitern … unser Miteinander, unsere Spielregeln, unsere gemeinsamen Herausforderungen

Methoden

Für die Entwicklung einer Mission nutzen wir bevorzugt Gruppenarbeiten, die gemeinsam in mehreren Arbeitsrunden Fragen beantworten und diese iterativ verbessern. In der Summe arbeitet jede Gruppe an jeder Frage mit unterschiedlichen Aufgaben – Stoffsammlung, Clusterung, Verdichtung von Themen und Arbeitsfeldern, Redaktion.

Zielgruppe

Vorstände, Inhaber, Geschäftsführer und Mitarbeiter einer Organisation. Es kommt auf die gute Mischung an. Männer und Frauen, junge und ältere Mitarbeiter, Mitarbeiter, die erst kurz in der Organisation sind und „alte Hasen“, verschiedene Abteilungen.

Dauer

Ein Missions-Workshop dauert idealerweise zwei Tage – Einführung in das Thema, Erläuterung der Arbeitsweise, Bestandsaufnahme, inhaltliche Arbeit in mehreren Runden, Endredaktion und Beschluss.

Fahrplan

  1. Briefing
  2. Vorbereitung
  3. Durchführung
  4. Dokumentation

Persönliche Anmerkung

Ich durfte seit 1997 an sehr vielen Erarbeitungen von Missionen mitwirken und habe es ebenso oft erlebt, dass man auf diesen Arbeitsschritt gerne verzichten möchte um doch bitte gleich mit der Arbeit zu beginnen. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Organisationen ohne Mission handeln wie Winkelemente im lockeren Sand der Düne. Jeder Windböh ausgeliefert und ohne Halt und Substanz im Tun.

Alle Organisation, die sich für die Erarbeitung einer Mission entschieden haben, sind durch all die Jahre wesentlich stabiler und organischer gewachsen, haben Krisen wesentlich besser gemeistert, haben es stets vermocht, kundenzentrierte gute Arbeit zu leisten und den wechselnden windigen Management-Methoden zu trotzen, die nur Einzelaspekte erfassen und diese für das Ganze nehmen. Eine gute Mission bildet einen guten Grund und festen Halt – über Jahrzehnte hinweg.

Ihr

Stefan Theßenvitz

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Kluge Biosphäre. Wir wirtschaften mit der Natur.

In unserer Biosphäre leben und arbeiten über 100.000 Menschen. Jeder von ihnen will ein gutes Leben führen. Zu einem guten Leben gehört, dass man gibt und dass man nimmt. Dass man frei ist in seinen Entscheidungen. Und dass man Verantwortung übernimmt.

Verantwortung beginnt immer bei mir. Was kann ich konkret beitragen, damit es anderen – und somit mir – besser geht? In dem ich kluge Entscheidungen treffe. Regionale Wirtschaft ist eine kluge Entscheidung. Regionale Produkte sind eine kluge Entscheidung.

Gut leben in der Biosphäre beginnt immer auch mit guter Arbeit. Und mit guten, wettbewerbsfähigen Produkten. Was wir in der Biosphäre produzieren und konsumieren, dient unmittelbar allen Menschen. Wir handeln konkret: Mit unserem -Regal, mit unserer Vermarktung ab Hof ohne Zwischenhändler, mit unseren regionalen Produkten à la carte. So bleibt viel Wertschöpfung in unserer Biosphäre. Regionale Kreisläufe dienen der Nachhaltigkeit.

Nachhaltigkeit ist ein Wirtschaftsprinzip. Kosten sparen ist in Betrieben immer Thema, zum Beispiel Rohstoffe und Energie. Auch den Ertrag erhöhen ist immer Thema in Betrieben, zum Beispiel durch Mehrwert mit regionalen Qualitätsprodukten und der Marke „Biosphäre“.

Produktion, Konsum und Nachhaltigkeit passen gut zusammen. Selber produzieren, in der Region vermarkten, regionalen Qualitätsprodukten den Vorzug geben. In der Biosphäre ausbilden, arbeiten und investieren. Das schafft Mehrwert in der Region. Das ist klug. Das ist nachhaltig.

Wir wollen in unserer Biosphäre gut leben und arbeiten. Damit es allen besser geht.

Teaser

  • Kluge Biosphäre. Gute Produkte.
  • Kluge Biosphäre. Regional wirtschaften.
  • Kluge Biosphäre. Hier ist der Mehrwert.
  • Kluge Biosphäre. Meine erste Wahl.

– – –

Vorliegender Text entstand im Rahmen des Projekts Botschaften und Botschafter im Auftrag der Biosphäre Bliesgau für dessen Einsatz in übergeordneten Medien und durch alle Akteure der Biosphäre für deren spezifische Belange.

– – –

Die Urheberrechte liegen bei Stefan Theßenvitz, die exklusiven Nutzungsrechte liegen bei der Biosphäre Bliesgau. Jede Nutzung dieser Texte außerhalb der erteilten Nutzung bedarf der ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung des Urhebers und der Biosphäre Bliesgau.

Textblöcke für die Internetseiten der Kommunen

Rathaus

Bliesbach ist eine Biosphärenstadt in der Biosphäre. Eine Biosphärenstadt zu sein, ist Verantwortung, Verpflichtung und Auftrag.

  • Wir handeln verantwortlich und wir haben ein klares Ziel. Unsere Heimat ist lebenswert und zukunftsfähig für die kommenden Generationen.
  • Wir erproben und entwickeln einen Lebensstil, in dem sich Mensch und Natur miteinander vertragen und sich gemeinsam gut entwickeln.
  • In Bliesbach gestalten wir für uns und unsere Kinder private und berufliche Zukunftsperspektiven, eine zukunftsfähige Infrastruktur und eine intakte Natur.

Links

  • Ansprechpartner zur Biosphäre in Bliesbach
  • Informationen zu Projekten und Veranstaltungen zur Biosphäre in Bliesbach
  • Biosphäre

Kultur

Das kulturelle Leben in Bliesbach ist reich und vielfältig. Theater, Musik, Museen, Ausstellungen, Konzerte, Lesungen – ob als Kunst- und Kulturliebhaber, als Gast oder jemand, der selber gerne mitmacht: Sie finden bestimmt etwas, das Ihre Sinne anregt und Ihnen Freude bereitet.

Links

  • Ansprechpartner für Kultur in Bliesbach
  • Kulturelle Veranstaltungen in Bliesbach in Bezug zur Biosphäre
  • Kulturelle Mitmachangebote in Bliesbach in Bezug zur Biosphäre
  • Biosphäre

Tourismus

Ihre Fragen sind unsere Freude. Ausflugsziele, Sehenswürdigkeiten, regionale Küche, Übernachten, Führungen, Exkursionen, Bildungsangebote. Unser Bliesbach hat viel zu bieten. Wir informieren und beraten Sie und helfen Ihnen gerne bei Ihrer Entdeckungsreise.

Unser Bliesbach ist etwas Besonderes. Wir sind eine Biosphärenstadt in der Biosphäre.

Die Biosphäre ist eine Modellregion für Nachhaltige Entwicklung. Wir – die Menschen in Bliesbach und der Biosphäre – wollen im Einklang mit der Natur leben und wirtschaften. Wir laden Sie ein, Ihre Freizeit und Ihren Urlaub genussreich und nachhaltig zu gestalten.

Unsere Naturerlebnis–Angebote sind spannend und abwechslungsreich. Und sie machen Spaß. Mit unseren Natur–, Landschafts– und Gästeführern entdecken Sie die artenreiche Tierwelt und Pflanzenwelt in der Biosphäre. Sie erschmecken unsere leckeren Regionalprodukte und Sie erfahren Wissenswertes und Geheimnisvolles über unsere wunderschöne –Landschaft. Unsere Informationszentren bieten Ihnen vertiefende Informationen zu den Themen „Biosphärenausstellung“, „Geschichte zum Anfassen“ und „Orchideenland“.

Unser Anspruch an Ihre gute Zeit.

  • Wir wollen, dass Sie eine gute Zeit in der Biosphäre verbringen. Erholen, entspannen, entdecken, staunen, lernen. Und dass Sie gute Erfahrungen machen.
  • Wir sind geschult im Umgang mit Gästen, wir geben Ihnen gerne Auskunft und gerne erklären wir Ihnen die vielschichtigen Themen rund um die Biosphäre.
  • Wir sind Teil der Initiative „ServiceQualität Deutschland“ und bilden uns beständig weiter.

Links

  • Touristische Angebote der Biosphäre
  • Veranstaltungskalender der Biosphäre
  • Touristische Partner der Biosphäre
  • Ansprechpartner für Tourismus in Bliesbach

Wirtschaft

Viele Betriebe in Bliesbach engagieren sich im Partnerbetriebe-Netzwerk der Biosphäre.

Sympathisch, qualitätvoll und nachhaltig.

  1. Die Betriebe bieten mit ihren Produkten und Dienstleistungen hohe Qualität und einen erstklassigen Service. Die Produkte sind – wo möglich – regional und naturverträglich.
  2. Die Leistungen unserer Betriebe sind qualifiziert, zertifiziert und werden extern überprüft. Unsere Betriebe streben nach Exzellenz.

Viele Betriebe in Bliesbach arbeiten mit dem Prinzip der Nachhaltigkeit. Sie gehen mit unseren natürlichen Ressourcen schonend um und wir verwenden – wo möglich – naturverträgliche Betriebsmittel.

Die Wirtschaft in unserer schönen Biosphärenstadt Bliesbach profitiert von der Biosphäre:

  1. Die Marke „Biosphäre“ ist bekannt und begehrt. Das Label „Partner des Biosphärenreservats “ ist bei Betrieben begehrt.
  2. Unsere sensibilisierten Verbraucher wertschätzen nachhaltige Produkte und Dienstleistungen.
  3. Das Fördermanagement der Biosphäre unterstützt Betriebe, ihre Produktion nachhaltig zu gestalten.
  4. Wir entwickeln in Bliesbach eine zukunftsfähige Infrastruktur.
  5. Die Lebensqualität in Bliesbach ist hoch, die Natur in der Biosphäre ist intakt.
  6. Die Arbeitskräfte in der Biosphäre sind motiviert und qualifiziert.
  7. Wir investieren in Projekte und Aktivitäten zum Klimaschutz.

Links

  • Betriebe in Bliesbach als Partner des Biosphärenreservats in Bliesbach
  • Fördermanagement der Biosphäre
  • Ansprechpartner für die Wirtschaft in Bliesbach

Bildung für nachhaltige Entwicklung – BNE

Bliesbach ist eine Biosphärenstadt in der Biosphäre. Eine Biosphärenstadt zu sein, ist Verantwortung, Verpflichtung und Auftrag. Deshalb finden Sie bei uns auch Angebote zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung – BNE.

Unsere BNE-Angebote in Bliesbach entstehen aus einer einfachen Frage: Wie kann ich gut leben und wie kann ich zu einem guten Leben aller beitragen? Konkret, praktisch und wirksam.

Jedes unserer BNE-Angebote ist sauber durchdacht, qualitätvoll entwickelt und vielfach erprobt. Unsere Bildungsangebote reflektieren den Stand des Wissens – wissenschaftlich, pädagogisch und didaktisch. Und wir passen unsere Bildungsangebote auf die Bedürfnisse unserer Kunden an.

Unsere Dozenten sind qualifiziert und sie vermitteln Gestaltungskompetenz.

Die Gestaltungskompetenz = Ihre Gestaltungskompetenz

  • regt an zur Reflexion – Warum handle ich, wie ich handle?
  • denkt die globale und die lokale Perspektive zusammen – Was folgt aus meinen Verhalten?
  • bezieht sich auf Ihre Lebenswelt – Was kann ich tun?
  • vermittelt handlungsorientiertes Erfahrungslernen – Wie kann es besser gelingen?
  • handelt freudvoll mit Sinn – Wie packe ich es an, dass es mir und anderen Freude macht?

Links

  • Bildungsträger, die BNE anbieten (z.B. IHK, HWK, Volkshochschule, Kirchen, Organisationen, Vereine)
  • BNE-Angebote
  • BNE-Veranstaltungen
  • Ansprechpartner für Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bliesbach

Nachhaltigkeit

Bliesbach ist eine Stadt in der Biosphäre. Eine Biosphärenstadt zu sein, ist Verantwortung, Verpflichtung und Auftrag.

Nachhaltigkeit verstehen wir als eine Form zukunftsorientierten Handelns, das Umwelt und Natur schützt, die natürlichen Lebensgrundlagen erhält, darauf basierende Strategien entwickelt und die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Teilhabe aller hier lebenden Menschen ermöglicht.

  • Wir handeln verantwortlich und wir haben ein klares Ziel. Unsere Heimat ist lebenswert und zukunftsfähig für die kommenden Generationen.
  • Wir erproben und entwickeln einen Lebensstil, in dem sich Mensch und Natur miteinander vertragen und sich gemeinsam gut entwickeln.
  • In Bliesbach gestalten wir für uns und unsere Kinder private und berufliche Zukunftsperspektiven, eine zukunftsfähige Infrastruktur und eine intakte Natur.

Und genau das packen wir täglich an. Mit Verstand, mit Herz und Hand.

Warum brauchen wir – braucht die Welt – Biosphärenreservate?

Die von Menschen gestaltete Welt braucht einen Wandel. Denn wir verbrauchen sehr viel Natur und Ressourcen. Mehr, als wieder nachwächst. Mehr, als die Erde Zeit braucht, sich zu regenerieren. Und mehr, als wir für ein gutes Leben brauchen.

Wie könnte er aussehen, der Plan vom guten Leben?

Kinder gehen in die Schule, Jugendliche lernen einen Beruf oder studieren, Erwachsene haben eine erfüllende Arbeit, Rentner einen sorgenfreien Ruhestand, die Dörfer und Städte sind lebendig und intakt, alles ist gut erreichbar. Die Menschen lieben ihr Zuhause als Heimat.

Tiere leben ungestört in ihren Lebensräumen, die Natur ist vielfältig und gedeiht, die Kulturlandschaft ist reizvoll und voller schöner Perspektiven. Mensch und Natur leben in einem ausgewogenen Verhältnis von Nutzung und natürlichen Kreisläufen.

Das gute Leben gestalten

Genau das wollen 686 Biosphärenreservate rund um den Globus erreichen. Unsere vielfältige Welt schützen, erhalten und weiterentwickeln. Für die Menschen, für die Tiere und für die Pflanzen. Jedes Biosphärenreservat ist eine Modellregion. Und eine davon ist unsere Biosphäre.

Unsere Biosphäre ist von der UNESCO anerkannt. Hier erproben wir das gute Leben. Hier entwickeln wir beispielhaft das nachhaltige Zusammenleben von Mensch und Natur. Wir leben in einem der 16 anerkannten Biosphärenreservate in Deutschland und jedes erarbeitet gute Beispiele. Wir in Bliesbach auch.

Unsere Aufgaben

Jedes Biosphärenreservat schützt seine Kulturlandschaften, erhält und entwickelt wertvolle Lebensräume für Mensch und Natur. Damit sorgt jedes Biosphärenreservat für ein ausgewogenes Verhältnis von menschlicher Nutzung, natürlichen Kreisläufen und regionaler Wertschöpfung.

Jedes Biosphärenreservat wird wissenschaftlich begleitet und untersucht. Forschung und Wissenschaft generieren exemplarische Erkenntnisse über die Wechselwirkungen von natürlichen und gesellschaftlichen Prozessen und sichern so den Prozess der Anpassung und Optimierung.

Jedes Biosphärenreservat gliedert sich in verschiedene Bereiche: in eine Kernzone, in eine Pflegezone und in eine Entwicklungszone. Diese Zonen definieren den Umfang der menschlichen Einflussnahme. In den deutschen Biosphärenreservaten stehen der wirtschaftende Mensch und die Natur im Mittelpunkt.

Die Aufgaben eines Biosphärenreservats in Stichpunkten: Landwirtschaft,  Gewerbe, Kultur, Waldwirtschaft, Siedlungsentwicklung, soziale Belange, Tourismus, Verkehr. All das soll sich im Einklang mit der Natur positiv entwickeln.

Unser Selbstverständnis

Wir lieben die Biosphäre als unsere Heimat – die Menschen, die vielfältige Natur, die Kulturlandschaft, die Geschichte, die Städte und Dörfer. Wir sind verantwortlich für den Erhalt und die nachhaltige Entwicklung unseres Lebensraumes. Wir handeln.

Das große Ziel

Ziel ist es, weltweit über 200 Millionen Menschen zum Mitmachen zu motivieren. In den Biosphärenreservaten in Australien, China, Costa Rica, Frankreich, Ghana, Indien, Japan, Kanada, Mexiko, Polen, Russland, Vietnam … Für ein gutes Leben in unserem schönen Bliesbach und auf unserer schönen Erde.

Wir sind eine Biosphärenstadt. Mit Verstand, mit Herz und Hand.

Links

  • Ansprechpartner zur Biosphäre
  • Informationen zu Projekten und Veranstaltungen zur Biosphäre in Bliesbach

Freizeit

Sie verbringen Ihre Freizeit in unserem schönen Bliesbach? Das ist eine gute Idee für eine gute Zeit bei uns! Bliesbach ist eine Stadt in der Biosphäre.

Die Biosphäre ist etwas Besonderes. Sie ist eine Modellregion für Nachhaltige Entwicklung. Wir – die Menschen in der Biosphäre – wollen im Einklang mit der Natur leben und wirtschaften. Wir laden Sie ein, Ihre Freizeit genussreich und nachhaltig zu gestalten.

Links

  • Lokaler Terminkalender mit aktuellen Freizeitangeboten
  • Kurztexte mit Links zu aktuellen lokalen Angeboten
  • Veranstaltungskalender Biosphäre

Lust auf Kultur?

Unsere Stadt / Gemeinde hat eine reiche Geschichte. So wie auch die Biosphäre. Wir sind einzigartig und auch deshalb sind wir eine Modellregion der UNESCO. Ihre kulturelle Entdeckungsreise beginnt hier direkt vor der Haustür, in unserem schönen Bliesbach.

Links

  • Kulturelle Veranstaltungen in Bliesbach
  • Links zu kulturellen Veranstaltungen der Biosphäre

Lust auf Natur?

Unsere Naturerlebnis–Angebote sind spannend und abwechslungsreich. Und sie machen Spaß. Mit unseren Natur– und Landschaftsführern entdecken Sie die artenreiche Tierwelt und Pflanzenwelt in der Biosphäre.

Links

  • Natur-Veranstaltungen in Bliesbach
  • Natur-Veranstaltungen der Biosphäre

Lust auf Genuss?

Mit unseren Gästeführern erschmecken Sie unsere leckeren Regionalprodukte und Sie erfahren Wissenswertes und Geheimnisvolles über unsere herrliche Biosphäre–Landschaft. Oder Sie gehen in unserem schönen Bliesbach auf kulinarische Entdeckungsreise.

Links

  • Gastronomische Partner-Betrieben der Biosphäre in Bliesbach
  • Gastronomische Partner-Betrieben der Biosphäre in der Biosphäre
  • Gastronomische Touren mit Gästeführern in der Biosphäre

Ihre Fragen sind unsere Freude. Ausflugsziele, Sehenswürdigkeiten, regionale Küche, Übernachten, Führungen, Exkursionen, Bildungsangebote. Unsere Biosphäre hat viel zu bieten. Wir informieren und beraten Sie und helfen Ihnen gerne bei Ihrer Entdeckungsreise.

Links

  • Touristische Information in Bliesbach

Unser Anspruch an Ihre gute Zeit.

  • Wir wollen, dass Sie eine gute Zeit in unserer Stadt / Gemeinde und in der Biosphäre verbringen. Erholen, entspannen, entdecken, staunen, lernen. Und dass Sie gute Erfahrungen machen.
  • Wir sind geschult im Umgang mit Gästen, wir geben Ihnen gerne Auskunft und gerne erklären wir Ihnen die vielschichtigen Themen rund um die Biosphäre.
  • Wir sind Teil der Initiative „ServiceQualität Deutschland“ und bilden uns beständig weiter.

Links

  • Touristischen Information in Bliesbach

Wissenschaft

Unser Bliesbach ist Teil der Biosphäre. Die Biosphäre ist eine von der UNESCO anerkannte Modellregion. Hier erproben und entwickeln wir einen Lebensstil, in dem sich Mensch und Natur miteinander vertragen und sich gemeinsam gut entwickeln. Zur Erprobung und Entwicklung gehört auch die wissenschaftliche Begleitung der Biosphäre.

  • Regelmäßige Bestandsaufnahmen – Wo stehen wir und warum stehen wir, wo wir stehen?
  • Systematische Erfolgsanalysen – Was war (nicht) gut, was können wir besser lösen?
  • Konkrete Beratung in Projekten – Was bedeuten die Erkenntnisse ganz praktisch?

Die Schwerpunkte der Forschung in der Biosphäre

  • der ökologische Wandel im städtischen, zwischenstädtischen und ländlichem Raum im Zuge des globalen Klimawandels
  • Möglichkeiten sowie soziale und ökologische Grenzen der Gewinnung und des Einsatzes regenerativer Energien
  • die Entwicklung der Lebenswelten im Zuge des sozialen Wandels (insbesondere des Strukturwandels und des demographischen Wandels)
  • die Erforschung des Stoffhaushaltes und der Geoökologie (Biologische Forschung, Artenerfassung)

Links

  • Informationen über die Forschungsarbeit in der Biosphäre auf der offiziellen Website der Biosphäre

Biosphäre

Bliesbach ist eine Stadt in der Biosphäre. Eine Biosphärenstadt zu sein, ist Verantwortung, Verpflichtung und Auftrag.

  • Wir handeln verantwortlich und wir haben ein klares Ziel. Unsere Heimat ist lebenswert und zukunftsfähig für die kommenden Generationen.
  • Wir erproben und entwickeln einen Lebensstil, in dem sich Mensch und Natur miteinander vertragen und sich gemeinsam gut entwickeln.
  • In Bliesbach gestalten wir für uns und unsere Kinder private und berufliche Zukunftsperspektiven, eine zukunftsfähige Infrastruktur und eine intakte Natur.

Und genau das packen wir täglich an. Mit Verstand, mit Herz und Hand.

Warum brauchen wir – braucht die Welt – Biosphärenreservate?

Die von Menschen gestaltete Welt braucht einen Wandel. Denn wir verbrauchen sehr viel Natur und Ressourcen. Mehr, als wieder nachwächst. Mehr, als die Erde Zeit braucht, sich zu regenerieren. Und mehr, als wir für ein gutes Leben brauchen.

Wie könnte er aussehen, der Plan vom guten Leben?

Kinder gehen in die Schule, Jugendliche lernen einen Beruf oder studieren, Erwachsene haben eine erfüllende Arbeit, Rentner einen sorgenfreien Ruhestand, die Dörfer und Städte sind lebendig und intakt, alles ist gut erreichbar. Die Menschen lieben ihr Zuhause als Heimat.

Tiere leben ungestört in ihren Lebensräumen, die Natur ist vielfältig und gedeiht, die Kulturlandschaft ist reizvoll und voller schöner Perspektiven. Mensch und Natur leben in einem ausgewogenen Verhältnis von Nutzung und natürlichen Kreisläufen.

Das gute Leben gestalten

Genau das wollen 686 Biosphärenreservate rund um den Globus erreichen. Unsere vielfältige Welt schützen, erhalten und weiterentwickeln. Für die Menschen, für die Tiere und für die Pflanzen. Jedes Biosphärenreservat ist eine Modellregion. Und eine davon ist unsere Biosphäre.

Unsere Biosphäre ist von der UNESCO anerkannt. Hier erproben wir das gute Leben. Hier entwickeln wir beispielhaft das nachhaltige Zusammenleben von Mensch und Natur. Wir leben in einem der 16 anerkannten Biosphärenreservate in Deutschland und jedes erarbeitet gute Beispiele. Wir in Bliesbach auch.

Unsere Aufgaben

Jedes Biosphärenreservat schützt seine Kulturlandschaften, erhält und entwickelt wertvolle Lebensräume für Mensch und Natur. Damit sorgt jedes Biosphärenreservat für ein ausgewogenes Verhältnis von menschlicher Nutzung, natürlichen Kreisläufen und regionaler Wertschöpfung.

Jedes Biosphärenreservat wird wissenschaftlich begleitet und untersucht. Forschung und Wissenschaft generieren exemplarische Erkenntnisse über die Wechselwirkungen von natürlichen und gesellschaftlichen Prozessen und sichern so den Prozess der Anpassung und Optimierung.

Jedes Biosphärenreservat gliedert sich verschiedene Bereiche: in eine Kernzone, in eine Pflegezone und in eine Entwicklungszone. Diese Zonen definieren den Umfang der menschlichen Einflussnahme. In den deutschen Biosphärenreservaten stehen der wirtschaftende Mensch und die Natur im Mittelpunkt.

Die Aufgaben eines Biosphärenreservats in Stichpunkten: Landwirtschaft,  Gewerbe, Kultur, Waldwirtschaft, Siedlungsentwicklung, soziale Belange, Tourismus, Verkehr. All das soll sich im Einklang mit der Natur positiv entwickeln.

Unser Selbstverständnis

Wir lieben die Biosphäre als unsere Heimat – die Menschen, die vielfältige Natur, die Kulturlandschaft, die Geschichte, die Städte und Dörfer. Wir sind verantwortlich für den Erhalt und die nachhaltige Entwicklung unseres Lebensraumes. Wir handeln.

Das große Ziel

Ziel ist es, weltweit über 200 Millionen Menschen zum Mitmachen zu motivieren. In den Biosphärenreservaten in Australien, China, Costa Rica, Frankreich, Ghana, Indien, Japan, Kanada, Mexiko, Polen, Russland, Vietnam … Für ein gutes Leben in unserem schönen Bliesbach und auf unserer schönen Erde.

Link

  • Informationen über die Biosphäre auf der offiziellen Website der Biosphäre

Leitbild

Wir engagieren uns für den Erhalt und die nachhaltige Entwicklung in Bliesbach im  UNESCO–Biosphärenreservat „Biosphäre“. Wir schaffen Verbesserung und denken weiter. Unsere Veränderung hat Bestand. Als Modellregion von Weltrang steht die Biosphäre auf Augenhöhe mit anderen Regionen unserer Erde, die sich für eine Transformation unserer Welt stark machen.

Nachhaltigkeit verstehen wir als eine Form zukunftsorientierten Handelns, das Umwelt und Natur schützt, die natürlichen Lebensgrundlagen erhält, darauf basierende Strategien entwickelt und die soziale, wirtschaftliche und kulturelle Teilhabe aller hier lebenden Menschen ermöglicht.

Unsere Heimat ist zukunftsfähig für die kommenden Generationen. Jeder Einwohner kennt, versteht und achtet die Grundsätze der UNESCO–Biosphärenreservate und kann sich leicht aktiv an der Entwicklung in Bliesbach und der Biosphäre beteiligen.

Wir sind uns unserer globalen Verantwortung bewusst. Wir schonen die weltweiten Ressourcen und stehen für ethische und soziale Gerechtigkeit. Wir schätzen und sichern die Vielfalt, Schönheit, Eigenart und den Wert der Natur. Wir arbeiten dafür, die natürlichen Lebensräume in Bliesbach und der Biosphäre nachhaltig zu nutzen, zu erhalten, zu schützen und weiter zu entwickeln.

Wir wissen um die Wichtigkeit von Bildung und Werten als Basis für ein gutes Leben. Kunst und Kultur sind integraler Bestandteil unserer Gesellschaft und unserer Bildungslandschaft.

Unsere Stadt wird über die Grenzen hinaus geschätzt. Gäste kommen gerne wieder. Unsere Stadt ist ein attraktiver Standort für nachhaltig wirtschaftende Betriebe. Die Marke „Biosphäre“ ist begehrt.

Die regionalen Wertschöpfungsketten sichern die Wertschöpfung in der Region, sie schaffen Verbindungen der Betriebe untereinander und sie ermöglichen jedem Betrieb leichte Zugänge zum Markt. Bliesbach leistet seinen Beitrag für den Erhalt und den Ausbau dauerhaft sicherer und qualifizierter Arbeitsplätze.

Wir lieben Bliesbach und die Biosphäre als unsere Heimat – die Menschen, die vielfältige Natur, die Kulturlandschaft, die Geschichte, die Städte und Dörfer. Für den Erhalt und die nachhaltige Entwicklung unseres Lebensraumes sind wir verantwortlich. Wir handeln

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  • Leitbild der Biosphäre auf der offiziellen Website der Biosphäre

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Vorliegender Text entstand im Rahmen des Projekts Botschaften und Botschafter im Auftrag der Biosphäre Bliesgau für dessen Einsatz in übergeordneten Medien und durch alle Akteure der Biosphäre für deren spezifische Belange.

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Die Urheberrechte liegen bei Stefan Theßenvitz, die exklusiven Nutzungsrechte liegen bei der Biosphäre Bliesgau. Jede Nutzung dieser Texte außerhalb der erteilten Nutzung bedarf der ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung des Urhebers und der Biosphäre Bliesgau.

Nachhaltige Kreislaufwirtschaft

Je besser eine Region ökonomisch miteinander verzahnt ist, desto besser geht es den Menschen. Die Wertschöpfung steigt in dem Maße, wie Waren, Dienstleistungen und das Geld in der Region zirkulieren.

Der Facharbeiter Josef – er konstruiert landwirtschaftliche Maschinen in einem mittelständischen Betrieb – bezahlt mit seinem Gehalt den Klavierunterricht seiner Tochter Sofie. Der Klavierlehrer Jens bezahlt mit dem Honorar seine Miete. Die Vermieterin Gerda bezahlt mit dem Geld ihrer Mieter die Handwerker, die das Haus sanieren. Die Handwerker tragen das Geld auf den Wochenmarkt für ihre Einkäufe. Die Bauern auf dem Wochenmarkt bezahlen damit die Produkte, die Josef in seinem Betrieb herstellt. Der Betrieb bezahlt mit diesem Geld das Gehalt von Josef. So einfach ist das? Ja, so einfach ist das!

Zum Thema Nachhaltige Kreislaufwirtschaft arbeiten wir mit Ministerien, Verbünden, europäischen Forschungsprojekten und Biosphärenreservaten.

Nachhaltige Landwirtschaft

Die Landwirte in unserem Land brauchen bestimmt keine Beratung zum Thema Nachhaltigkeit. Sie sind es, die unsere vielfältige Kulturlandschaft über Generationen bewirtschaften und bewahren. Das gelingt nur, wenn man nachhaltig wirtschaftet.

Fraglich wird es immer, wenn die politisch gesetzten Rahmenbedingungen Nachhaltigkeit verhindern. In Brasilien wird auf brandgerodeten Flächen Soja erzeugt. Dieses Soja dient in Deutschland der Schweinemast. Das Schweinefleisch wird vorwiegend nach China exportiert. Das ist bestimmt nicht nachhaltig. Die Politik zwängt Bauern in ein falsches Leben.

Es wäre gut, wenn man diese umweltzerstörenden und menschenverachtenden Produktionsmethoden bepreisen würde. Und schwupps wäre das Soja sauteuer und die Kette der Ausbeutung fällt auseinander. Doch was kostet verbrannter Regenwald? Was ist uns Regenwald wert? Was ist uns ein Schweineleben wert? Haben Chinesen ein Recht auf billiges Schweinefleisch aus Deutschland?

Muss ein Bauer dieses Spiel mitspielen? Vermutlich ja, denn es gibt kein richtiges Leben im Falschen. Das richtige Leben der Bauern beginnt bei der Herstellung qualitätvoller Lebensmittel, die zu fairen Preisen verkauft werden. Der faire Preis umfasst die Herstellungskosten der Lebensmittel zuzüglich einem angemessenen Gewinn, damit die Bauern in ihre Betriebe investieren können.

Die Lebensmittel werden vorwiegend regional verkauft, das Geld bleibt in der Region und die Wertschöpfung steigt für alle Menschen. Nachhaltige Landwirtschaft ist vernünftige und gesunde Landwirtschaft.

Zum Thema Nachhaltige Landwirtschaft arbeiten wir mit Ministerien, Verbünden, europäischen Forschungsprojekten und Biosphärenreservaten.

Das glückliche Atom | Reloaded

Ich bin seit 20 Jahren in Sachen Unternehmensberatung unterwegs und durfte viele Unternehmen und Institutionen von innen kennenlernen. In den letzten Jahren hat sich viel verändert. Der Blickwinkel auf Unternehmen ist ein anderer. Unternehmen müssen heute neben ihrer Geschäftstätigkeit immer auch nachhaltig sein (dazu gleich mehr), 100% transparent sein, ihre Mitarbeiter optimieren, sich permanent verändern und politischen Forderungen entsprechen, die Gesellschaft zu formen (z.B. Frauenquoten, Cultural Diversity). Dabei hat sich die zentrale Aufgabe von Unternehmen nicht verändert: sie kombinieren Produktionsfaktoren für Produkte und Dienstleistungen und damit generieren sie Wertschöpfung.

Nachhaltigkeit ist ein Wirtschaftsprinzip

Der sächsische Oberberghauptmann Hans Carl von Carlowitz formulierte 1713 das forstwirtschaftliche Prinzip, nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann. Dieser Gedanke deckt sich mit dem den Grundlagen jeder guten Hauswirtschaft (Ökonomie = die Bewirtschaftung des Hauses | Oikos = das Haus). Plane vernünftig, handle umsichtig, verschwende nichts, lege ausreichende Vorräte an. Nachhaltiges Handeln ist nicht mehr und nicht weniger als ein Wirtschaftsprinzip. Jede weitere Überformung der Nachhaltigkeit ist Ideologie.

Frage immer, wem es nützt. | Cui Bono?

Die Ursprünge dieser Entwicklung reichen zurück bis in die 1930Jahre, als Elton Majo im Rahmen der Hawthorne-Studien begann, Verfahren zur Verbesserung der zwischenmenschlichen Beziehungen im Betrieb zu entwickeln. Die Befragten waren nahezu ausschließlich Frauen, die in Fabriken als Arbeiterinnen beschäftigt waren. Das Ziel war die Stärkung der Verbundenheit mit dem Arbeitgeber (statt mit der Gewerkschaft). Das sog. Human Resource Management nahm hier seinen Anfang, das den Mitarbeiter als etwas dauerhaft zu Entwickelndes begreift.

Weich ist Hart

In den 1970er Jahren untersuchten federführend Tom Peters und Robert H. Waterman jr. viele Unternehmen, um die entscheidenden Faktoren für dauerhaften Erfolg zu finden. In ihrem berühmten Buch „In The Search Of Excellence“ beschrieben sie diese auf der Grundlage des 7-S-Modells, auch das Glückliche Atom genannt. Es besteht aus den harten Faktoren Strategy, Structure, System (das kalte Dreieck) und den weichen Faktoren Skills, Staff, Style, Shared Values (das warme Viereck).

Das große Missverständnis

Der Satz „Weich ist hart“ ist zum geflügelten Wort geworden und damit wurde ein gründliches Missverständnis in die Welt gesetzt. Die Annahme geht davon aus, dass die weichen Faktoren Skills, Staff, Style, Shared Values (Fähigkeiten, Mitarbeiter, Kultur, Leitbild) die eigentlich harten = entscheidenden = Erfolg bringenden seien und aus diesem Grund müsse man ständig damit laborieren.

Herausgekommen ist ein übergriffiges, distanzloses und entwürdigendes Management, das die Menschen zu 360-Grad-Feedbacks zwingt, ihnen für alle Seiten peinliche Mitarbeitergespräche aufnötigt, Jahreszielvereinbarungen aus ihnen herauspresst, pausenlos die Anforderungen nach oben schraubt (der unternehmerisch denkende Mitarbeiter – der, wenn er unternehmerisch begabt wäre, dort gar nicht arbeiten würde), Authentizität einfordert, Ethik und Gesundheit als Pflichtveranstaltungen einführt, die Verweiblichung der Männer und die Vermännlichung der Frauen als richtiges Verhalten anerkennt, eigenbrötlerische Tüftler in Teamcoachings zwingt und begnadete Kommunikatoren in starre Abläufe zwängt. Kurz: der Mitarbeiter wird als dauerhaft defizitär verstanden.

Die Wirkungen sind katastrophal. Der real existierende Arbeitsalltag wird zunehmend infantilisiert, aus Persönlichkeiten werden Performer, die Sinnhaftigkeit des Tuns geht verloren; ebenso wie die Würde, denn diese ist jederzeit antastbar. Je nach geistiger und körperlicher Verfasstheit der Mitarbeiter versuchen diese über die Belastungsgrenze hinaus auch in ihrer Freizeit (an sich) zu arbeiten, manche leiden an Depressionen, immer mehr nehmen Drogen (vorzugsweise Psychopharmaka), viele reichen die innere Kündigung ein oder werden zunehmend mit der schwammigen Diagnose Burn-Out krankgeschrieben.

Die einfache Lösung

Ja, Weich ist Hart, soweit stimme ich zu und hier bin ganz bei Peters und Waterman: „Die weichen Faktoren sind mindestens ebenso wichtig für das Unternehmen wie die harten Faktoren. Denn eine gute Struktur, die den menschlichen Faktor unberücksichtigt lässt, gibt es nicht.“ Und weiter: „Unsere Ergebnisse waren eine angenehme Überraschung. Deutlicher als zu hoffen gewesen wäre, zeigte die Untersuchung, dass die besonders erfolgreichen Unternehmen sich vor allem in einfachen Grundtugenden unternehmerischen Handelns auszeichneten.“ Aha! Die wesentliche Erkenntnis scheint sich nicht rumgesprochen zu haben.

Die einfachen Grundtugenden unternehmerischen Handelns sind: ein Unternehmen sinnvoll aufbauen und dafür eine gute Struktur schaffen, die Vermittlung der Mission (der Unternehmenszweck) und der Strategie (wie setzen wir unsere Kraft ein), reibungsarme Abläufe und robuste Systeme organisieren, Kapital und Betriebsmittel als Treibstoff.

Das sind die harten Faktoren, und wenn diese die `weichen´ sind, dann sind es genau diese Faktoren, die leicht gestaltbar, veränderbar und optimierbar sind. Es macht keinen Sinn, an den Menschen rumzufummeln. Nicht die Menschen sind schlecht (zumindest die meisten), sondern schlechte Systeme begünstigen schlechtes Verhalten.

Die einfachste Lösung für gutes Verhalten sind gute Systeme. Jedes gute System ist am Kunden ausgerichtet. Es sorgt dafür, dass jeder Mitarbeiter einen unmittelbaren Bezug zum Kunden und damit zur Wirkung seiner Arbeit hat.

Unternehmen sind immer gut beraten, ihre Mitarbeiter im positiven Sinne einfach machen zu lassen. Denn nur darum geht es: gute Produkte und Dienstleistungen für die Kunden. Das funktioniert dauerhaft nur, wenn man seine Mitarbeiter anständig bezahlt und ihrem Tun Sinn und Struktur gibt.

Das glückliche Atom | Reloaded

In den letzten Jahren definierte und extrahierte ich vor dem Hintergrund meiner Erfahrungen in Unternehmen und Institutionen nach und nach neun miteinander zusammenhängende Felder der Unternehmensgestaltung, die von großem Nutzen für die Analyse und Erkenntnis sind.

Die Metaebene | Nicht oder nur mittelbar beinflussbar

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  • Geschichte und Selbstverständnis sind aus der Historie gewachsen
  • Werte und Kultur vermitteln die Art und Weise des Miteinanders

Die harten Faktoren | Nur mittelbar beeinflussbar

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  • Führung und Management trifft Entscheidungen, gestaltet, und prüft
  • Mitarbeiter und Partner arbeiten in den ihnen anvertrauten Bereichen
  • Wissen und Können werden entweder eingekauft oder entstehen im Unternehmen

Die weichen Faktoren | Unmittelbar beeinflussbar

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  • Abläufe und Systeme schaffen Verlässlichkeit im Handeln
  • Mission und Strategie geben die Richtung vor
  • Kapital und Betriebsmittel sind der Treibstoff
  • Aufbau und Struktur sind die Schlüssel für wirksames Handeln

Um im Bild zu bleiben: Aufbau und die Struktur sind der Atomkern. Der Atomkern ist zwar erheblich kleiner als die Atomhülle (die ihn umkreisenden Elektronen = alle anderen Faktoren), er beherbergt aber mehr als 99,9 Prozent der Masse des gesamten Atoms. Der Atomkern bestimmt durch seine Beschaffenheit die Anzahl der Elektronen, die Struktur der Elektronenhülle und damit die chemischen Eigenschaften des Atoms. Wegen der Äquivalenz von Masse und Energie führt die Bildung des Atomkerns zu einem Massendefekt.

Aufbau und Struktur sind die Schlüssel für wirksames Handeln

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Es gibt keinen perfekten Aufbau und keine perfekte Struktur, deshalb gibt es kein perfektes Unternehmen. Wenn wir es geschickt anstellen, arbeitet ein Unternehmen reibungsarm. Und jedes Unternehmen hat chemische Eigenschaften, es verändert die Welt. Ob zum Guten oder Schlechten, das ist immer unsere Entscheidung.

Verwenden wir unsere Kreativität und Energie für den Aufbau und die Struktur eines Unternehmens. Alles andere fügt sich dann mit großer Selbstverständlichkeit und Leichtigkeit.

Herzlich willkommen im Club der klaren Denker und kraftvollen Macher,

Ihr Stefan Theßenvitz